Strategie und Taktik nach Clausewitz und ihre Anwendung in mittelständischen Unternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jan Grünberg
- Abgabedatum: August 2008
- Umfang: 91 Seiten
- Dateigröße: 950,6 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Berufsakademie Rhein-Main Deutschland
- Bibliografie: ca. 85
- ISBN (eBook): 978-3-8366-2339-1
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Grünberg, Jan August 2008: Strategie und Taktik nach Clausewitz und ihre Anwendung in mittelständischen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Strategie, Taktik, Clausewitz, Strategielehre, Unternehmensstrategie
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Diplomarbeit von Jan Grünberg
Einleitung:
‘Die Vergänglichkeit betriebswirtschaftlicher Strategie-Konzepte ist ein unbestreitbares, wenn auch betrübliches Faktum. Strategieschule um -schule erblickt das Licht der Fachwelt, und stets tritt die jeweils aktuellste Fassung mit dem Anspruch auf, alle vorhergehenden Konzepte obsolet zu machen. (...) Ganz offensichtlich sind alle betriebswirtschaftlichen Strategieschulen so sehr zeitbedingt und den Umständen der jeweils aktuellen Wirtschafts- und Wettbewerbslage ausgesetzt, dass sie nach einiger Zeit ihre Erklärungskraft einbüßen. Als Werkzeuge mögen sie den ihnen vorgeschriebenen Zweck erfüllt haben, aber Anspruch auf die Entwicklung einer wahrhaften Strategie dürfen diese Tools wohl kaum erheben.
Ganz im Gegensatz zu diesen betriebswirtschaftlichen Strategie-Konzepten gibt es historische Strategien wie von Sun-Tsu, Hagakure, Musashi, Machiavelli, Seneca und Clausewitz, welche immer wieder auf betriebswirtschaftliche Fragestellungen angewendet werden.
Darüber hinaus hat es in der Betriebswirtschaft eine ‘gewisse Tradition, Erkenntnisse aus dem Militärischen auf zivile Anwendungen zu übertragen.
Die strategischen Überlegungen von Clausewitz sind jedoch bis heute in den Führungsetagen der Unternehmen weitgehend unbekannt. ‘Dabei kontrastiert die geringe Aufmerksamkeit, die Clausewitz in der Unternehmenswelt selbst zuteil wird, auf auffallende Weise mit der Wertschätzung, die seinen Schriften in der Wissenschaft genießen. (...) Gerade in jüngster Zeit haben amerikanische militärwissenschaftliche Studien immer wieder die theoretische Fruchtbarkeit von Clausewitz` Denken für eigene Untersuchungen genutzt’.
Clausewitz wird zwar öfters auch in betriebswirtschaftlicher Literatur zitiert, ‘und dennoch ist dies kein Beweis dafür, dass all diejenigen, die Clausewitz zitieren, seine Schriften auch studiert oder gar verstanden haben. Die lange Liste der Clausewitz-Übersetzungen und der Strategen in vielen Ländern, die von ihm beeinflusst wurden, darf nicht darüber hinwegtäuschen, wie oberflächlich ‚Vom Kriege'(UB3) (Clausewitz' Hauptwerk, Anm. d. Verfassers) oft nur gelesen wurde’.
Gleichzeitig beschreibt Oetinger, der Leiter des Strategieinstituts der Bosten Consulting Group, Clausewitz als einen der bedeutendsten strategischen Denker.5 Weiterhin schreibt er, dass Clausewitz heute mehr denn je die Aufmerksamkeit des modernen Unternehmensstrategen verdient, denn seinem opus magnum ‘Vom Kriege’ gelingt die gar nicht einfache Aufgabe, in Zeiten der Unordnung das Denken neu zu ordnen und dauerhafte Strategien zu entwerfen, die sich auch in einer instabilen Umgebung bewähren.
Ziel der Diplomarbeit soll die Beantwortung der Fragestellung sein, was die wesentlichen Merkmale der Strategie und Taktik nach Clausewitz sind und inwieweit ein heutiger betriebswirtschaftlicher Bezug hergestellt werden kann. Weiterhin soll die Frage geklärt werden, ob strategische Überlegungen von Clausewitz in den Unternehmensstrategien mittelständischer Betriebe Anwendung finden.
Der Zweck dieser Diplomarbeit ist somit die Untersuchung, wie bahnbrechend die Werke von Clausewitz heute noch sind, oder ob ein Großteil der strategischen Grundsätze von Clausewitz heute bereits ein Bestandteil betriebswirtschaftlicher Strategie sind.
Die Diplomarbeit soll einen groben Überblick über die wesentlichen Merkmale der strategischen und taktischen Überlegungen der Clausewitz'schen Lehre geben. Weiterhin sollen verschiedene, in der Strategielehre von Clausewitz vorkommende strategische Grundsätze herausgearbeitet und ein Bezug zu betriebswirtschaftlichen Überlegungen hergestellt werden.
Aufgrund der umfassenden Werke von Clausewitz und dem begrenzten Umfang der Arbeit ist es nicht Inhalt dieser Diplomarbeit, die einzelnen strategischen Überlegungen und ihre betriebswirtschaftliche Übertragung hinsichtlich ihrer Effektivität und strategischen Richtigkeit zu überprüfen. Dies sollte das Ziel weiterführender Ausarbeitungen zu den einzelnen strategischen Grundsätzen von Clausewitz sein.
Bei der empirischen Untersuchung, inwieweit strategische Grundsätze von Clausewitz in mittelständischen Unternehmen Anwendung finden, soll die Frage geklärt werden, ob und in welchem Umfang einige der beschriebenen Grundsätze Anwendung finden. Jedoch können aufgrund des begrenzten Umfangs keine weiterführenden Untersuchungen darüber angestellt werden, warum einige Unternehmen diese strategischen Grundsätze nicht befolgen.
Somit ist es das vorrangige Ziel der empirischen Untersuchung, vor allem einen Überblick darüber zu geben, inwieweit die strategischen Überlegungen nach Clausewitz in mittelständischen Betrieben Anwendung finden, um zu klären, ob eine betriebswirtschaftliche Auseinandersetzung mit Clausewitz heutzutage noch einen Wert hat, oder ob Clausewitz' Lehre bereits ein grundlegender Bestandteil der betriebswirtschaftlichen Strategielehre geworden ist.
Gang der Untersuchung:
Zunächst werden in der vorliegenden Ausarbeitung einzelne Begriffe definiert, welche für das Verständnis dieser Diplomarbeit notwendig sind. Weiterhin werden auch einige Begriffe erklärt, welche in den Zitaten von Clausewitz' Texten vorkommen, jedoch heutzutage eine abgeänderte Bedeutung haben.
Danach wird der Versuch unternommen, die Strategielehre von Clausewitz historisch einzuordnen, um dem Leser ein besseres Verständnis für die Entstehung des Werkes ‘Vom Kriege’ zu geben. Hierdurch versucht der Verfasser zu zeigen, welche Beweggründe Clausewitz hatte, sein Strategiewerk zu verfassen und welche Parallelen sich zur heutigen Zeit ziehen lassen. Außerdem ist die Clausewitz'sche Lehre - ähnlich wie die Geschichte selbst - nur zeit- und positionsgebunden zu verstehen. Dies ist notwendig, um Fehlinterpretationen bei heutiger Bewertung ohne histologische Betrachtung zu vermeiden.7 Als Nächstes wird ein kurzer Überblick über das Verhältnis von militärischer Strategie zur Unternehmensstrategie gegeben und die einzelnen wissenschaftlichen Meinungen hierzu vorgestellt. Diese Darstellung ist notwendig, um die betriebswirtschaftliche Beurteilung der Übertragung militärisch-strategischer Überlegungen auf die Betriebswirtschaft zu erläutern.
Danach folgt die Auseinandersetzung mit der Strategielehre von Clausewitz.
Zunächst soll das grundlegende Wesen der Strategie und Taktik von Clausewitz erläutert werden. Weiterhin wird hierbei vom Verfasser der Versuch unternommen, Parallelen zum grundlegenden Wesen betriebswirtschaftlicher Strategien herzustellen.
Darauf folgend sollen aus der Strategielehre von Clausewitz einzelne bedeutende strategische Grundsätze erläutert und der Versuch unternommen werden, diese auf die Betriebswirtschaft zu übertragen. Sowohl die Herausarbeitung des Wesens der Strategie und Taktik nach Clausewitz sowie die Ausarbeitung einzelner strategischer Grundsätze ist wichtig für das grundlegende Verständnis der Strategielehre von Clausewitz und bildet die Grundlage für die empirische Untersuchung.
Nach dieser Überarbeitung der Strategielehre von Clausewitz unter allgemeiner sowie betriebswirtschaftlicher Betrachtung soll diese in die betriebswirtschaftliche Strategielehre systematisch eingeordnet werden. Hierzu wird vor allem die Strategietypologie von Mintzberg zur Einordnung verwendet.
Abschließend zur wissenschaftlichen Ausarbeitung soll eine empirische Untersuchung klären, inwieweit einzelne strategische Grundsätze von Clausewitz ebenso wie einzelne Merkmale des Wesens der Clausewitz'schen Strategielehre in den Unternehmensstrategien mittelständischer Betriebe Anwendung finden. Hierzu bedient sich der Verfasser einer Volluntersuchung aller mittelständischen Betriebe in der Stadt Offenbach, welche im Datenpool der IHK-Offenbach als mittelständische Betriebe gelistet sind.
Abschließend sollen in einem Fazit am Ende der Ausarbeitung die wesentlichen Erkenntnisse der Diplomarbeit zusammengefasst und eine eigene Bewertung hierzu durch den Verfasser abgegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Ziel & Zweck | 1 |
| 1.2 | Abgrenzung | 2 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 3 |
| 2. | Begriffe und Definitionen | 4 |
| 2.1 | Strategie | 4 |
| 2.2 | Taktik | 6 |
| 2.3 | Mittelständische Unternehmen | 7 |
| 2.3.1 | Quantitative Kriterien | 7 |
| 2.3.2 | Qualitative Kriterien | 9 |
| 2.4 | Dialektik | 10 |
| 2.5 | Begriff des ‘Genies’ in ‘Vom Kriege’ | 11 |
| 2.6 | Begriff der ‘Moral’ in ‘Vom Kriege’ | 12 |
| 3. | Historische Einordnung der Strategielehre von Clausewitz | 13 |
| 4. | Das Verhältnis von Militärstrategie zur Unternehmensstrategie | 14 |
| 5. | Das Wesen der Strategie und Taktik bei Clausewitz | 17 |
| 5.1 | Definition der Strategie und Taktik nach Clausewitz | 17 |
| 5.1.1 | Unterscheidung von Ziel und Zweck | 17 |
| 5.1.2 | Definition der Strategie | 18 |
| 5.1.3 | Definition der Taktik | 20 |
| 5.2 | Personelle Einheit von Stratege und Führungskraft | 21 |
| 5.3 | Friktion als Bestandteil der Strategie | 22 |
| 5.4 | Psychische Faktoren in der Strategie | 25 |
| 5.5 | Dialektik des Denkens | 27 |
| 6. | Strategische Grundsätze nach Clausewitz und ihre Übertragung auf die Betriebswirtschaft | 30 |
| 6.1 | Grundsatz der Einfachheit | 30 |
| 6.2 | Offensive und Defensive in der Strategie | 31 |
| 6.3 | Überlegenheit der Zahl | 35 |
| 6.4 | Konzentration der Kräfte | 37 |
| 6.5 | Überraschung | 39 |
| 6.6 | Psychologische Faktoren | 41 |
| 6.6.1 | Psychologische Faktoren des Strategen | 41 |
| 6.6.1.1 | Mut und Entschlossenheit | 41 |
| 6.6.1.2 | Ausdauer | 43 |
| 6.6.1.3 | Genius | 44 |
| 6.6.2 | Psychologische Faktoren des Weisungsgebundenen | 47 |
| 7. | Einordnung der Strategie und Taktik nach Clausewitz in die betriebswirtschaftliche Strategielehre | 50 |
| 8. | Anwendung der Strategie und Taktik nach Clausewitz in mittelständischen Unternehmen | 52 |
| 8.1 | Besonderheiten bei der Anwendung der Strategie und Taktik nach Clausewitz in mittelständischen Unternehmen | 52 |
| 8.2 | Empirische Untersuchung | 53 |
| 8.2.1 | Fragestellung | 53 |
| 8.2.2 | Kriterien zur Untersuchung | 54 |
| 8.2.3 | Auswahl der Methode | 54 |
| 8.2.4 | Durchführung der empirischen Untersuchung | 56 |
| 8.2.5 | Ergebnisse der empirischen Untersuchung | 57 |
| 9. | Fazit und Schlussbetrachtungen | 65 |
| Literaturverzeichnis | 68 | |
| Anhang | 75 | |
| 1. | Betriebsgrößenabhängige Unterschiede in der Unternehmensführung sowie für einzelne Unternehmensfunktionen | 75 |
| 2. | Übersicht über verschiedene Strategiedefinitionen | 79 |
| 3. | Umfrage | 84 |
Textprobe:
Kapitel 5.3, Friktion als Bestandteil der Strategie:
Für Clausewitz steht der Zusammenprall gegensätzlicher antagonistischer, zielgerichteter und intelligenter Willenskräfte im Mittelpunkt strategischen Denkens, welche er als Friktion bezeichnet und für ihn die Ursache für Unsicherheit jeder strategischen Überlegung ist (Clausewitz benutzt hierfür häufig den Begriff des ‘Nebels’). Oetinger weist hierbei darauf hin, dass dieser Zusammenprall von Willenskräften nicht nur ein Merkmal militärischer Aktivitäten ist, sondern auch bei konkurrierenden Unternehmen zu finden sei. Weiterhin beschreibt Oetinger, dass für Clausewitz Unsicherheit keine beiläufige Strömung von außen ist, sondern ein notwendiger Begleiter jeder Strategie und dies im übertragenen Sinne nicht nur in der Kriegskunst gilt.
Den Begriff der Friktion leitet Clausewitz aus dem Lateinischem ab, welches übersetzt ‘Reibung’ bedeutet. Durch die Friktion versucht Clausewitz den Unterschied zwischen Plan und Realität zu erläutern.
‘Alles erscheint so einfach, alle erforderlichen Kombinationen so unbedeutend, daß in Vergleich damit uns die einfachste Aufgabe der höheren Mathematik mit einer gewissen wissenschaftlichen Würde imponiert (.) Es ist alles im Kriege sehr einfach, aber das Einfachste ist schwierig. Diese Schwierigkeiten häufen sich und bringen eine Friktion hervor, die sich niemand richtig vorstellt. (.) Friktion ist der einzige Begriff, welcher dem ziemlich allgemein entspricht, was den wirklichen Krieg von dem auf dem Papier unterscheidet. Die militärische Maschine, die Armee und alles, was dazu gehört, ist im Grunde sehr einfach und scheint deswegen leicht zu handhaben. Aber man bedenke, daß kein Teil davon aus einem Stücke ist, daß alles aus Individuen zusammengesetzt ist, deren jedes seine eigene Friktion nach allen Seiten hin behält. (.) Diese entsetzliche Friktion, die sich nicht wie in der Mechanik auf wenige Punkte konzentrieren läßt, ist deswegen überall im Kontakt mit dem Zufall und bringt dann Erscheinungen hervor, die sich gar nicht berechnen lassen, eben weil sie zum großen Teil dem Zufall angehören’.
Mit der Unterscheidung des absoluten (theoretischen, Anm. d. Verfassers) vom wirklichen Krieg durch Friktion wendet sich Clausewitz ab vom rationalen Begreifen und der Berechenbarkeit der Kriegsabläufe. Er setzt gegen menschliche Schwächen und Chaos den ‘kriegerischen Genius’, dessen Korrelation zum Deutschen Idealismus und zur Romantik offensichtlich wird.
Die besondere Bedeutung der Friktion für Clausewitz wird in seinem Werk ‘Vom Kriege’ deutlich. Hierzu schreibt er:
‘Da (UB1)der Krieg das Gebiet der Ungewißheit ist, liegen drei Viertel derjenigen Dinge, worauf das Handeln im Kriege gebaut wird, in mehr oder weniger dichtem Nebel’.
Paret hat in ‘Clausewitz and the State’ die acht wichtigsten Quellen der Friktion in der Theorie von Clausewitz aufgezeigt:
- ‚die ungenügende Kenntnis des Feindes, die Zweifel und Ungewissheit generiert; - Gerüchte (UB2)(worin er verwirrende Berichte von Spionen einschloss); - Ungewissheit über die eigene Stärke und Schwäche; - Unsicherheit (.) über (die) eigenen Fähigkeiten, die (.) dazu führen, (.) Schwierigkeiten zu überschätzen; - eng damit verbunden, daß die (.) (gegnerischen Parteien) auf dem Papier und in der Planung stärker und effizienter sind als in der Realität; und damit die Unterschiede zwischen Erwartungen und Realität; - die Schwierigkeiten jeder Logistik; - dass man Gefahr läuft, die eigenen kühlen Überlegungen vor Ausbruch des Konflikts in der Unmittelbarkeit der starken Eindrücke über Bord zu werfen, die der Konflikt selbst mit sich bringt’.
Weiterhin hat Cimbala diese von Clausewitz beschriebene Friktion in seinen Fallstudien auch auf Situationen außerhalb des Krieges übertragen.
Oetinger sieht eine Parallele zwischen der von Clausewitz beschriebenen Friktion und betriebswirtschaftlicher Ungewissheit. Er beschreibt dies mit der von Knight beschriebenen Ungewissheit.
‘Der amerikanische Volkswirt Frank H. Knight (.) erschloss neues Terrain durch die Unterscheidung zwischen dem Risiko, bei dem die Ergebnisse erkannt und deren Wahrscheinlichkeiten geschätzt werden können, und der eigentlichen Ungewissheit, deren Ergebnisse und Wahrscheinlichkeiten sich jeder Analyse entziehen. Das Risiko kann versichert werden; Ungewissheit lässt sich nicht versichern. In seiner erfolgreichen Arbeit Risk, Uncertainty and Profit schreibt er den Unternehmensgewinn der erfolgreichen Auseinandersetzung mit der Ungewissheit zu’.
Auch Clayton, welcher sich mit den Auswirkungen bahnbrechender neuer Technologien auf etablierte Geschäfte beschäftigte, warnt in seinem Buch ‘The Innovator's Dilemma’ vor einer Planung, die so tut, als ob es keine Friktion im Clausewitz'schen Sinne gäbe.
Weiterhin beschreibt auch Hinterhuber die Friktion als einen der strategischen Grundsätze von Clausewitz, welche betriebswirtschaftlich interessant sind und sieht ebenfalls in seiner Interpretation der Friktion in Clausewitz' Werken im Wesentlichen menschliche Faktoren als verantwortlich. Clausewitz hat seiner Meinung nach die Idee des Irrationalen eingeführt und mit dem bloß rationalistischen Auffassungen in der Strategie gebrochen.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836623391
Arbeit zitieren:
Grünberg, Jan August 2008: Strategie und Taktik nach Clausewitz und ihre Anwendung in mittelständischen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Strategie, Taktik, Clausewitz, Strategielehre, Unternehmensstrategie



