Die Strategie des Diversity Management und ihre Umsetzung in der Personal- und Organisationsentwicklung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Mario Maas
- Abgabedatum: Dezember 2003
- Umfang: 193 Seiten
- Dateigröße: 880,2 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8214-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8214-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8214-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Maas, Mario Dezember 2003: Die Strategie des Diversity Management und ihre Umsetzung in der Personal- und Organisationsentwicklung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Personalmanagement, Human Ressources Management, Unternehmensstrategie, AGIL-Modell, Diversität
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Diplomarbeit von Mario Maas
Einleitung:
Das Hauptaugenmerk der vorliegenden Arbeit, gilt der Strategie des Diversity Management. Dabei soll festgestellt werden, inwieweit eine Umsetzung dieses neuen personalpolitischen Konzeptes in die Entwicklungsabteilungen stattfindet. Weil es sich bei hierbei nicht um eine direkt mit der Andragogik verbundene Disziplin handelt, wird zu zeigen sein, dass durch Assoziation mit der Personal- und Organisationsentwicklung, auch dem Diversity Management ein pädagogischer Aspekt innewohnt. Dieser Auffassung soll schließlich mit Hilfe der Ergebnisse, der im Rahmen einer qualitativen Untersuchung geführten Experteninterviews, Rechnung getragen werden.
Zu Beginn der Arbeit steht eine Fabel, welche dem Leser ein Gefühl für das Bestreben von Diversity Management vermitteln soll. Im Anschluss werden das Entstehen, die begriffliche Tragweite und die Dimensionalität von Diversity Management beleuchtet. Schließlich wird auf die Notwendigkeit des Zusammenspiels der Vielfalt hingewiesen, bevor im Einzelnen auf zwei Strategiekonzepte zur Umsetzung eingegangen wird. Besondere Aufmerksamkeit gilt hierbei dem AGIL-Konzept, weil es auf die Multidimensionalität von Diversity eingeht. Die Fragen nach der Erfolgsmessung eines solchen Konzeptes und eine kritische Hinterfragung der Chancen und Möglichkeiten bilden dann die Basis für ein ausführliches Fazit.
Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit der Personal- und Organisationsentwicklung aus einer progressiven Sichtweise, welche das Fundament für Diversity Management bildet. Hierzu werden in einem ersten Schritt die unterschiedlichen Facetten eines Organisationsbegriffs beleuchtet, um auf eine differierende Perspektive organisationaler Ziele hinzuweisen. Der Fokus soll hierbei auf dem organisationalen Lernen sowie der Netzwerkbildung und den damit verbundenen Vorteilen für die Organisation liegen. In diesem Zusammenhang soll als strategisches Instrument der Personalentwicklung, den multikulturellen Projektteams besondere Aufmerksamkeit gelten. Hiefür ist es allerdings zunächst erforderlich, auf Prozesse interkulturellen Lernens hinzuweisen, um in einem weiteren Schritt auf Gegenstand und Ziele dieser Arbeitsteams zu verweisen. Wichtig dabei ist, den primärdimensionalen Bezug zu den Kriterien von Diversity nicht zu übersehen.
Abschließend wird anhand zweier Experteninterviews auf die Frage nach der Umsetzbarkeit direkt eingegangen: Anhand der gewonnenen Daten, erfolgt eine Synthetisierung der Interviews und schließlich eine Ergebnisbeurteilung sowie eine kritische Beurteilung, inwieweit sich dieses Personalführungsprinzip in die Personal- und Organisationsentwicklung einbinden lässt, auch aufgrund der Überprüfung der jeweils ganzheitlichen Konzeption des Diversity Management.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | ||
| Abbildungsverzeichnis | ||
| A. | Einleitung | |
| 0.1 | Zum methodischen Ablauf und Fokus der Arbeit | 8 |
| 0.2 | Forschungsstand | 10 |
| 0.3 | Hinführung an das Thema Diversity Management | 12 |
| B. | Diversity Management | |
| 1. | Diversity Management | 16 |
| 1.1 | Diversity Management - Begriff und Impetus | 18 |
| 1.2 | Die Entwicklungsgeschichte des Diversity Management und der deutsche Weg | 19 |
| 1.3 | Diversity als Synthese wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Tendenzen | 22 |
| 1.4 | Kriterien von Diversity im menschlichen Handlungssystem und deren Klassifikation | 24 |
| 1.4.1 | Primärkriterium Lebensalter | 26 |
| 1.4.2 | Primärkriterium Behinderung | 27 |
| 1.4.3 | Primärkriterium Herkunft | 28 |
| 1.5 | Managing Diversity - das managen soziodemographischer Daten | 28 |
| 2. | Business case: Managing Diversity | 31 |
| 2.1 | Die Notwendigkeit, Diversity als strategische Ressource zu nutzen | 32 |
| 2.2 | Strategiekonzepte zur Umsetzung von Diversity Management | 36 |
| 2.2.1 | Diversity-Integration Schritt für Schritt | 38 |
| 2.2.2 | Managementdimensionen von Diversity - das AGIL-Konzept | 41 |
| 2.2.2.1 | Das Konzept von Diversity - die L-Funktion | 42 |
| 2.2.2.2 | Strategie, Leadership, Kontrolle - die G-Funktion | 43 |
| 2.2.2.3 | Kommunikation, Training, Instrumente - die A-Funktion | 45 |
| 2.2.2.4 | Einordnung in den Organisationskontext - die I-Funktion | 46 |
| 2.2.3 | Resümee | 48 |
| 2.3 | Diversity-Erfolgsmessung | 51 |
| 3. | Balance-Akt Managing Diversity: Chancen und Risiken eines Diversity Managements | 53 |
| 4. | Fazit | 57 |
| C | Personal- und Organisationsentwicklung | |
| 1. | Organisationsentwicklung | 63 |
| 1.1 | Zum Begriff der Organisationsentwicklung | 66 |
| 1.1.1 | Funktioneller Organisationsbegriff. | 66 |
| 1.1.2 | Instrumenteller Organisationsbegriff | 67 |
| 1.1.3 | Institutioneller Organisationsbegriff | 68 |
| 1.1.4 | Integrierter Organisationsbegriff | 68 |
| 1.2 | Das Zielsystem der Organisationsentwicklung. | 69 |
| 1.3 | Organisationale Änderungen | 71 |
| 1.3.1 | Tiefenveränderung der Organisation | 73 |
| 1.3.2 | Veränderung der Teilprozesse | 73 |
| 1.3.3 | Fähigkeitsbasierter Wandel | 74 |
| 1.3.4 | Neue Organisationsformen | 74 |
| 1.3.4.1 | Voraussetzungen für Teambuilding. | 76 |
| 1.3.4.2 | Formelle vs. Temporäre Teams | 78 |
| 1.4 | Die lernende Organisation | 79 |
| 1.4.1 | Einflussfaktoren für den organisationalen Lernprozess | 82 |
| 1.4.2 | Unterstützung von Lernprozessen | 84 |
| 1.5 | Resümee | 85 |
| 2. | Personalentwicklung | 86 |
| 2.1 | Gegenstand und Ziele der Personalentwicklung. | 87 |
| 2.2 | Interkulturelles Lernen | 90 |
| 2.2.1 | Kulturstandards. | 92 |
| 2.2.2 | Drei-Phasen-Modell interkulturellen Lernens. | 94 |
| 2.3 | Interkulturelles Training | 95 |
| 2.4 | PE-Instrument: multikulturelle Projektteams - Gegenstand und Ziele | 97 |
| 3. | Fazit | 100 |
| D | Umsetzung des Diversity-Konzeptes in die PE/OE | |
| 1. | Einleitung | 103 |
| 2. | Qualitative Erhebung. | 103 |
| 2.1 | Experteninterview als narratives Leitfadeninterview | 104 |
| 2.2 | Interview-Direktiva | 106 |
| 2.3 | Interview-Codierung. | 107 |
| 2.4 | Diversity Management im organisationalen Alltag | 108 |
| 2.4.1 | .der Deutschen Lufthansa AG | 109 |
| 2.4.2 | .der Commerzbank AG | 114 |
| 2.5. | Synthese der Interviews und Ergebnisbeurteilung | 119 |
| Schluss | 123 | |
| E. | Anhang | |
| 1. | Forschungsfragen | 127 |
| 2. | Schriftliche Briefings | 129 |
| 2.1 | F. R., DLH AG | 129 |
| 2.2 | B. D., Commerzbank AG | 131 |
| 3. | Interview-Matrizen | 134 |
| 3.1 | Interviewmatrix zu F.R.-Interview | 134 |
| 3.2 | Interviewmatrix zu B.D.-Interview | 136 |
| 3.3 | AGIL-Analyse | 138 |
| 3.3.1 | AGIL-Analyse des Interviews mit F.R | 139 |
| 3.3.2 | AGIL-Analyse des Interviews mit B.D | 140 |
| 4. | Transkription | 141 |
| 4.1 | Transkriptionsleitfaden | 141 |
| 4.2 | Transkript des Interviews mit F.R | 148 |
| 4.3 | Transkript des Interviews mit B.D | 172 |
| Literaturverzeichnis | 185 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 193 |
sind das bis heute vor allem die Mitarbeiternetzwerke und Lobby-Fokusgruppen, die wir unterstützen oder das Mentoring, das wir begleiten. Ein Beispiel für die Koordination wäre zum Beispiel ein Seminar für Mitarbeiterinnen, das wir vor Jahren konzipiert haben, eine Weile begleitet und schließlich an die Personalentwicklung abgegeben haben. In: Sie bereiten also den Boden für die Personal- und Organisationsentwicklung? BD: So gesehen, schon. Allerdings ist das zum Teil - denken wir an die Schwerbehinderten – auch ein stark gesetzlich geregeltes Thema. In: Wie hat sich eine explizite Diversity-Abteilung in der Commerzbank entwickelt? BD: Also, wir kommen eigentlich aus dem Bereich Chancengleichheit. Dort haben wir uns über Jahre um die Familienpolitik innerhalb des Unternehmens gekümmert. Das zog sich von Ende der 1980er bis Ende der 1990er. Schließlich war uns aufgrund der gesellschaftlichen Trends klar, dass flexibles Arbeiten nicht ausschließlich ein Familienthema ist, sondern ebenfalls die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen berücksichtigen muss, die gar keine Kinder haben und die eine work-life-balance aus anderen, individuellen Gründen nützen wollen. Wir arbeiten in diesem Zusammenhang beispielsweise auch mit einem Fachbereich zusammen, der sich um das Thema Gesundheit kümmert und auch unsere Ideen aufgreift. Die Realisierung erfolgt dann in Projektgruppen. In diesen Arbeitsgruppen sitzen dann Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die das Thema work-life-balance vorantreiben. Also, Diversity in einem umfassenderen Sinne, betreiben wir seit etwa Ende der 1990er, wobei das seitdem eine ständige Entwicklung mit sich bringt. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben einfach das Bedürfnis nach flexiblen und unterstützenden Rahmenbedingungen, in jeder Hinsicht. Daraus hat sich z.B. ein Netzwerk für Homosexuelle entwickelt. Es bestätigt sich einfach, dass wir einem sehr ausgeprägten gesellschaftlichen Wertewandel in Richtung Individualisierung unterliegen, in dem zudem ein Wichtigerwerden der immateriellen Werte zu verzeichnen ist. In: Haben Sie sich bei der Einführung und Entwicklung am US-Vorbild orientiert? BD: Nein. Also, die Diskussion um Diversity grassiert hierzulande in Fachkreisen ja seit etwa Mitte der 1990er und sicherlich war die anfängliche Idee, dieses Konzept 1:1 zu kopieren. Es wurde jedoch relativ schnell deutlich, dass wir eine europäische, deutsche und zum Teil auch eine unternehmensspezifische Lösung brauchen. Zum Beispiel ist der Diversity-Ansatz von Ford ein ganz anderer als unserer. Ford hat einen erheblich höheren Anteil an türkischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen als wir. Das heißt, es würde sich in der Commerzbank kaum lohnen, ein Netzwerk für türkische Mitarbeiter und [...]
In: Frau D., für welche Abteilung der Commerzbank sind Sie tätig und welche Funktion üben Sie dort aus? BD: Ich bin im sogenannten zentralen Stab Personal angesiedelt. Das liegt auf der dritten Führungsebene und ist somit dem mittleren Management zuzuordnen. Und innerhalb des zentralen Stabes Personal in einem Bereich, der sich Grundsatz nennt. Dort werden alle grundsätzlichen personalpolitischen Strategien für den Konzern erarbeitet und dort ist auch der Arbeitsbereich Diversity und Chancengleichheit angesiedelt. Meine Funktion hierbei ist die einer Projektleiterin. Stellt man das mit dem amerikanischen Äquivalent gleich, könnte man mich auch als Diversity-Manager bezeichnen. Ich bin also keine Frauenbeauftragte. In: Das bedeutet also, Sie beschäftigen sich nicht ausschließlich mit der GenderFrage? BD: Genau. Wir berücksichtigen alle Primärkriterien, die Diversity betreffen. Dazu muss ich sagen, dass wir unsere Aufgabe in der Initiierung sehen. Das heißt, wir stoßen Projekte an, begleiten sie eine Weile, geben sie dann allerdings an die entsprechenden Fachabteilungen weiter. Außerdem arbeiten wir eng mit den Schwerbehindertenbeauftragten oder Arbeitszeitspezialisten, die nicht direkt dem Diversity-Team angehören, zusammen. In: Wie koordinieren Sie die Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen? BD: Unser Diversity-Team ist vor allem dazu da externe Trends aufzuspüren und diese als Information in die Organisation einfließen zu lassen. Im Konktreten [...]
Zentrales Anliegen ist dabei, die Akzeptanz der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gegenüber der Vielfalt unterschiedlicher Lebensentwürfe zu steigern. Dieser Ansatz liegt auch dem Motto Vielfalt leben zugrunde. Die Vielfalt individueller Persönlichkeiten ermöglicht es - aus ihrer Perspektive – Problemstellungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, ideenreiche Lösungen zu entwickeln und so die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der tolerante und respektvolle Umgang stellt aus Sicht der Commerzbank dabei eine maßgebliche Voraussetzung für den Erfolg des Unternehmens dar227. Soviel zur Diversity-Philosophie der Commerzbank AG. Wie sich diese Philosophie im Alltag bewährt und welche Aktivitäten sich im einzelnen dahinter verbergen, soll im Folgenden, anhand eines geführten Experteninterviews mit einer Projektleiterin der Commerzbank AG, erörtert werden. [...]
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Arbeit zitieren:
Maas, Mario Dezember 2003: Die Strategie des Diversity Management und ihre Umsetzung in der Personal- und Organisationsentwicklung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Personalmanagement, Human Ressources Management, Unternehmensstrategie, AGIL-Modell, Diversität



