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Steuerung der Wasserqualität nach N-Bilanzierung durch Pufferung oder Denitrifikation in einer Anlage mit Wasserrückführung zur Forellenmast

Steuerung der Wasserqualität nach N-Bilanzierung durch Pufferung oder Denitrifikation in einer Anlage mit Wasserrückführung zur Forellenmast
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Horst Kaiser
  • Abgabedatum: November 1987
  • Umfang: 156 Seiten
  • Dateigröße: 6,1 MB
  • Institution / Hochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2069-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2069-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2069-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kaiser, Horst November 1987: Steuerung der Wasserqualität nach N-Bilanzierung durch Pufferung oder Denitrifikation in einer Anlage mit Wasserrückführung zur Forellenmast, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Dissertation / Doktorarbeit von Horst Kaiser

Einleitung:

Die Haltung von Süßwasserfischen in Kreislaufanlagen ist eine intensive Form der Aquakultur, bei der eine Wiederverwendung des von den Fischen mit Stoffwechselausscheidungsprodukten belasteten Abwassers vorgenommen wird. Diese Art der Fischproduktion hat ihre Vorteile a) in der Einsparung von Heizenergie zum Aufwärmen des durchlaufenden Kulturmediums in gemäßigten Klimaten, insbesondere in der kalten Jahreszeit, b) in der Standortunabhängigkeit und c) in der Möglichkeit, mit wenig Wasser Fische zu produzieren. Geschlossene Kreislaufanlagen im hier verstandenen Sinne sind Systeme mit einem Verbrauch an Ergänzungswasser in Höhe von 1-2 des Anlagenvolumens pro Tag, das in erster Linie der Kompensation von Verdunstungsverlusten und Verlusten durch Leckagen dient. Die Aufbereitung des Abwassers geschieht durch ein der kommunalen Klärtechnik nachempfundenes, zumeist auf bakterieller Basis arbeitendes mechanisch biologisches Filtersystem. Vom biologischen Filter wird ein gleichmäßig schneller und kontinuierlicher Umbau der Ausscheidungsprodukte der Fische erwartet, denn das Wachstum der Fische soll nicht durch Schwankungen oder durch die Akkumulation giftiger Abwasserinhaltsstoffe beeinträchtigt werden. In bezug auf die Stickstoffkomponenten ist die mikrobiologische Umsetzung des von den Fischen ausgeschiedenen Stickstoffs, insbesondere des Ammoniaks und des im Verlaufe der Nitrifikation entstehenden Nitrits, von besonderer Bedeutung. Als Folge der Nitrifikation kann es zu einem Absinken des pH-Wertes und auch zu einem Anstieg des Nitratgehaltes kommen. Die vorliegende Arbeit soll einen Beitrag zur Klärung der folgenden Sachverhalte erbringen:

1) Vergleich zweier Methoden zur Stabilisierung des pH-Wertes und zur Steuerung der Anlagenchemie.

a) Zugabe einer anorganischen Chemikalie (NaHCOs) zur Einflußnahme auf den pH-Wert.

b) Zugabe organischer Kohlenstoffquellen zur Förderung der Denitrifikation (= Reduktion des Nitrats bis zum gasförmigen Stickstoff), bei der Hydroxylionen freigesetzt werden, die zu einem Anstieg des pH-Wertes beitragen.

2) Beurteilung der Wasserwerte in der Kreislaufanlage anhand der Wachstumsleistungen der Fische. Parallel zur Haltung der Forellen in der Kreislaufanlage werden Kontrollfische unter sonst gleichen Bedingungen in Durchflußbekken mit Bonner Leitungswasser gehalten.

3) Entwicklung eines Rechenmodells zur Beschreibung von Abbauleistungen des Biofilters. Die Errechnung von Abbauleistungen soll an der Belastung des Filters mit Stoffwechselendprodukten der Fische orientiert sein und Möglichkeiten der Stickstoffbilanzierung eröffnen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 9
2. Literaturübersicht 11
2.1 Kreislaufanlagen zur Fischproduktion 11
2.2 Mikrobiologische Umsetzungen der Stickstoffverbindungen 12
2.2.1 Nitrifikation 12
2.2.2 Denitrifikation 16
2.3 Stabilisierung der Wasserqualität 20
2.3.1 Zufuhr von Ergänzungswasser 20
2.3.2 Steuerung des pH-Wertes 21
2.4 Beurteilung der Klärleistung in Kreislaufanlagen 21
2.4.1 Auswahl von Belastungskriterien für die Klärstufe 24
2.5 Nährstoffangebot für die Mikroorganismen 27
2.5.1 Anorganische Kohlenstoffquellen 27
2.5.2 Organische Kohlenstoffquellen 28
2.5.2.1 Biologischer Sauerstoffbedarf (BSBs-Wert) 30
2.5.3 Art der Stickstoffquelle 31
2.6 Wasserqualität und Wachstum von Forellen 32
3. Material und Methoden 37
3.1 Versuchsanlagen 37
3.2 Versuchsfische 41
3.3 Futterzusammensetzung und Zuteilung 44
3.4 pH-Wert-Steuerung 45
3.4.1 Unterschiede im Nährstoffangebot für die Mikroorganismen 45
3.4.1.1 Zugabe einer Chemikalie zur Erhöhung der Pufferungskapazität des Wassers 46
3.4.1.2 Zugabe einer Kohlenstoffquelle 47
3.5 Versuchsdurchführung 47
3.5.1 Gemeinsamkeiten in der Betriebsweise der drei Versuche 47
3.5.2 Versuch 1 48
3.5.2.1 Einarbeitung der biologischen Aufbereitung mit Fischfutter 49
3.5.2.2 Versuchsphase während des Besatzes mit Fischen 49
3.5.3 Versuch 2 50
3.5.3.1 Einarbeitung der biologischen Aufbereitung mit anorganischen Salzen 50
3.5.3.2 Versuchsphase während des Besatzes mit Fischen 51
3.5.4 Versuch 3 52
3.5.4.1 Einarbeitung der biologischen Aufbereitung mit Fischmehl 52
3.5.4.2 Versuchsphase während des Besatzes mit Fischen 52
3.6 Wasseruntersuchung 53
3.6.1 Probenahme des Wassers 53
3.6.2 Meßmethoden 53
4. Ergebnisse 55
4.1 Versuch 1 55
4.1.1 Anorganische N-Verbindungen 55
4.1.2 Karbonathärte, pH-Wert und Leitfähigkeit 55
4.1.3 Unterschiede zwischen verschiedenen Probenentnahmestellen 58
4.1.4 BSBS-Wert, Sauerstoffgehalt und Temperatur 60
4.1.5 Schlußfolgerungen aus den Ergebnissen des ersten Versuchs 61
4.2 Versuch 2 62
4.2.1 Einarbeitungsphase der biologischen Aufbereitung 62
4.2.1.1 Unterschiede in der Wasserqualität zwischen Einlauf und Auslauf des Up-flow Filters 65
4.2.2 Versuchsphase während des Besatzes mit Fischen 66
4.2.2.1 Ammonium und Nitrit 66
4.2.2.2 Nitratgehalt, Karbonathärte und pH-Wert 66
4.2.2.3 Unterschiede zwischen verschiedenen Probenentnahmestellen 70
4.2.2.4 Orthophosphat, Sauerstoffgehalt, Temperatur und Gesamthärte 70
4.2.3 Schlußfolgerungen aus den Ergebnissen des zweiten Versuchs 71
4.3 Versuch 3 73
4.3.1 Einarbeitungszeit der biologischen Aufbereitung 73
4.3.2 Wasserqualitätsveränderungen nach Fischbesatz 76
4.3.2.1 Verlaufskurven der Wasserwerte 76
4.3.2.1.1 Ammonium und Nitrit 77
4.3.2.1.2 pH-Wert, Karbonathärte, Nitratgehalt und Leitfähigkeit 77
4.3.3 Konzentrationsunterschiede zwischen verschiedenen Probestellen 79
4.3.4 BSB.-Wert, Sauerstoffkonzentration, Temperatur, Orthophosphationenkonzentration und suspendierte Feststoffe 81
4.3.5 Schlußfolgerungen 82
4.4 Gemeinsame Ergebnisse aus den drei Versuchen 83
4.4.1 Verbrauch an Ergänzungswasser 83
4.4.2 Verteilungskurven von .Ammonium und Nitrit 83
4.5 Leistungsdaten der Fische 85
4.5.1 Ausfälle 85
4.5.1 Versuch 1 85
4.5.2 Versuch 2 88
4.5.3 Versuch 3 92
4.5.4 Mittlere Lebendmassen der Forellen zu Versuchsende für alle drei Versuche 95
5. Rechenmodell zur Ermittlung der Abbauleistungen 96
5.1 Grundgedanken des Modells 96
5.1.1 Nitrifikations- und Denitrifikationsleistungen 99
5.1.2 Aufstellung von N-Bilanzen 102
5.2 Anwendung und Ergebnisse 103
5.2.1 Abbauleistungen 103
5.2.1.1 Durchschnittliche Abbauleistung 103
5.2.1.2 Bilanz 105
5.2.1.2.1 Bilanz über N-Eintrag und gelüste anorganische N-Verbindungen 105
5.2.1.2.2 Bilanz bei Berücksichtigung des Stickstoffgehaltes in den Feststoffen 106
5.2.2 Der Einfluß unterschiedlich hoher Abbauleistungen auf die Wasserwerte 107
6. Diskussion 112
6.1 Methoden der pH-Wert-Steuerung und Betrieb der Anlage 112
6.2 Die Errechnung von Abbauleistungen 124
6.3 Wachstum der Fische 131
6.4 Ausblick auf weitere Untersuchungen 137
7. Zusammenfassung 138
8. Literaturverzeichnis 140

Arbeit zitieren:
Kaiser, Horst November 1987: Steuerung der Wasserqualität nach N-Bilanzierung durch Pufferung oder Denitrifikation in einer Anlage mit Wasserrückführung zur Forellenmast, Hamburg: Diplomica Verlag

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