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Steuerliche Aspekte des E-Commerce

Problematik der Besteuerung von Transaktionen im elektronischen Geschäftsverkehr

Steuerliche Aspekte des E-Commerce
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sandra Thierauf
  • Abgabedatum: Februar 2001
  • Umfang: 109 Seiten
  • Dateigröße: 6,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Rosenheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4582-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4582-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4582-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Thierauf, Sandra Februar 2001: Steuerliche Aspekte des E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Commerce, Steuerrecht, Internet, Umsatzsteuer

Diplomarbeit von Sandra Thierauf

Einleitung:Es ist zweifelsfrei zu erwarten, dass der E-Commerce über das Internet langfristig eine hohe Bedeutung für das Wirtschaftsgeschehen haben wird. Diese zunehmende Virtualisierung der Geschäftswelt und die damit zusammenhängenden Globalisierungstendenzen auch kleiner und mittelständischer Unternehmen werden den Steuergesetzgeber zukünftig immer wieder vor neue Herausforderungen stellen.

Das bisher geltende Steuerrecht mit seiner Orientierung an materiellen und geographischen Anknüpfungspunkten löst die bisher bei E-Commerce-Sachverhalten entstandenen Besteuerungsfragen nicht oder nur unbefriedigend.

Im Bereich der Ertragsbesteuerung fehlen aufgrund der immateriellen und anonymen Geschäftswelt des Internets Anknüpfungspunkte für die Feststellung einer (beschränkten) Steuerpflicht. Darüberhinaus sind die materiellen Geschäftseinrichtungen von Inhalteanbietern über das Internet wesentlich mobiler, und deshalb jederzeit verlagerbar, als herkömmliche Betriebsstätten.

Bei der Umsatzbesteuerung kann das Prinzip der Verbrauchsortbesteuerung bei Online-Umsätzen nur teilweise umgesetzt werden. Die Anonymität des Verbrauchers im Internet erschweren derzeit eine eindeutige Zuordnung des Kunden zu einem Verbrauchsstaat. Diese Problematik wird in Zukunft durch neue technische Möglichkeiten noch verstärkt werden, z. B. die Bestellung im Internet per Handy.

Besonders die Anonymität und die Mobilität von Anbietern im elektronischen Handel erschweren auch die Durchsetzung eines möglichen Besteuerungsanspruchs der inländischen Finanzverwaltung. Besonders im Verhältnis zu nicht DBA-Staaten ist eine endültige Besteuerung nicht zu erwarten.

Die derzeitige Rechtslage bedeutet für die E-Commerce-Unternehmen eine große Rechtsunsicherheit. Zudem befinden sich deutsche und europäische Anbieter gegenüber der Konkurrenz aus Drittstaaten im Wettbewerbsnachteil, da sich diese der höheren inländischen Besteuerung entziehen können. Für inländische Anbieter ist es derzeit dagegen nicht ohne weiteres möglich eine Betriebsstätte im Drittstaat zu errichten, um so die höhere inländische Besteuerung zu umgehen.

Der Steuergesetzgeber befindet sich deshalb in einem Zielkonflikt, da er einerseits eine gerechte Besteuerung des elektronischen Geschäftsverkehrs unter dem Gesichtspunkt der Steuerneutralität erreichen muss, aber andererseits darf die Entwicklung des Internets nicht durch eine übermäßige Besteuerung und Kontrolle behindert werden. Zudem müssen aufgrund des globalen Charakters von Internet-Transaktionen internationale Lösungen gefunden werden. Dies wird weltweit nicht zu erreichen sein, da viele Nicht-DBA-Staaten, besonders die sogenannte Steueroasen, nicht bereit sein werden, sich an derartigen Lösungen zu beteiligen. Im Interesse der Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung des Internets und der daran beteiligten Unternehmen und Steuerverwaltungen müssen möglichst in naher Zukunft eindeutige und für die Steuerpflichtigen durchschaubare Besteuerungsregelungen gefunden werden, um die derzeitige Rechtsunsicherheit zu beheben und die Teilnahme am E-Commerce auch für kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv zu machen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Darstellungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Der elektronische Geschäftsverkehr 1
1.1 Begriffsdefinitionen 2
1.1.1 Electronic Commerce 2
1.1.2 Die Internet-Transaktion im Electronic Commerce 3
1.2 Die wirtschaftliche Bedeutung des Electronic Commerce 6
1.3 Besonderheiten des elektronischen Geschäftsverkehrs und deren Auswirkungen auf bestehende Besteuerungsprinzipien 8
1.4 Auszug aus der internationalen Diskussion um die Besteuerung des Electronic Commerce 10
1.4.1 USA 10
1.4.2 Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 11
1.4.3 International Fiscal Association (IFA) 11
1.4.4 EU-Staaten 12
1.4.5 Deutschland 12
2. Ertragsteuerliche Problemfelder bei der Besteuerung des Electronic Commerce 14
2.1 Bestimmung der Ansässigkeit 14
2.1.1 Nach nationalem Steuerrecht 14
2.1.2 Nach Abkommensrecht 15
2.2 Qualifikation der Einkünfte bei beschränkter Steuerpflicht 16
2.2.1 Nach deutschem Steuerrecht 16
2.2.1.1 Einkünfte aus Gewerbebetrieb gemäß § 49 Abs. 1, Nr. 2 EStG 17
2.2.1.1.1 Betriebsstätte eines ausländischen Inhalteanbieters im Inland 18
2.2.1.1.2 Ständiger Vertreter eines ausländischen Inhalteanbieters im Inland 25
2.2.1.2 Einkünfte aus selbständiger Arbeit gemäß § 49 Abs. 1, Nr. 3 EStG 28
2.2.1.3 Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung gemäß § 49 Abs. 1, Nr. 6 EStG 30
2.2.1.4 Sonstige Einkünfte gemäß Abs. 1, Nr. 9 EStG 31
2.2.2 Nach Abkommensrecht 32
2.2.2.1 Unternehmensgewinne gemäß Art. 7 OECD-MA 33
2.2.2.1.1 Betriebsstätte gemäß Art. 5 OECD-MA 33
2.2.2.1.2 Vertreterbetriebsstätte gemäß Art. 5 Abs. 5 OECD-MA 38
2.2.2.1.3 Alternativen zur Betriebsstättenbesteuerung im Electronic Commerce 40
2.2.2.2 Einkünfte aus selbständiger Arbeit gemäß Art. 14 OECD-MA 44
2.2.2.3 Lizenzeinkünfte gemäß Art. 12 OECD-MA 44
2.3 Gewinn- und Vermögenszurechnung zwischen verbundenen E-Commerce-Unternehmen 47
2.3.1 Zuordnung von Vermögen auf die Betriebsstätte oder eine verbundene Kapitalgesellschaft 47
2.3.2 Verrechnungspreisbestimmung und Gewinnabgrenzung 50
2.2.3.1 Bestimmung von Verrechnungspreisen für Internettransaktionen 50
2.3.2.2 Gewinnabgrenzung zwischen Betriebsstätte und Stammhaus 53
2.4 Die bilanzielle Behandlung von Webpages 54
3. Umsatzsteuerliche Problemfelder des Electronic Commerce 55
3.1 Umsatzsteuerliche Behandlung des Electronic Commerce in der EU 55
3.1.1 EU-Grundsätze zur Umsatzbesteuerung des Internethandels 55
3.1.2 Der Richtlinien-Entwurf zur Umsatzbesteuerung des elektronischen Handels 56
3.2 Die umsatzsteuerliche Behandlung von Umsätzen im E-Commerce 57
3.2.1 Offline-Umsätze 57
3.2.2 Online-Umsätze 58
3.2.3 Überlassung von Software über das Internet 63
3.2.4 Anzuwendender Umsatzsteuersatz im Electronic Commerce 65
3.3 Der Vorsteuerabzug im Electronic Commerce 67
4. Verfahrensrechtliche Problemfelder bei der Veranlagung und Steuererhebung im Electronic Commerce 68
4.1 Ermittlungs- und Kontrollhindernisse bei der Besteuerung des Elektronischen Geschäftsverkehrs 69
4.2 Problemlösungen für das Besteuerungsverfahren im Electronic Commerce 72
4.2.1 Erweiterte Mitwirkungs- und Dokumentationspflichten des Steuerpflichtigen 72
4.2.2 Erweiterte Prüfungsbefugnisse für die Betriebsprüfung 74
4.2.3 Elektronische Signaturen 75
4.2.4 Vergabe fester IP-Nummern 78
4.2.5 Einführung einer Abzugssteuer 80
4.2.6 Das Fernabsatzgesetz 82
4.2.7 Die E-Commerce-Richtlinie 83
5. Fazit 85
Erklärung 86
Literatur- und Quellenverzeichnis 87
Rechtsquellenverzeichnis 97
Entscheidungsverzeichnis 99

Arbeit zitieren:
Thierauf, Sandra Februar 2001: Steuerliche Aspekte des E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Commerce, Steuerrecht, Internet, Umsatzsteuer

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