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Steigerung der Lesegeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit am Bildschirm

Steigerung der Lesegeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit am Bildschirm
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Silke Taucher
  • Abgabedatum: Juni 2000
  • Umfang: 75 Seiten
  • Dateigröße: 606,6 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Berufspädagogische Akademie des Bundes in Graz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2682-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2682-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2682-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Taucher, Silke Juni 2000: Steigerung der Lesegeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit am Bildschirm, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Typografie, Design, Lesbarkeit, Publishing, Website

Diplomarbeit von Silke Taucher

Einleitung:

Diese Arbeit soll jenen Personen dienen, die sich mit der Textverarbeitung und Publishing am Bildschirm beschäftigen.

Da die vorliegende Untersuchung den Vergleich zwischen linksbündigem Flattersatz und dem Blocksatz herstellt ist es vor allem für die Gestaltung von E-Mails, Webseitengestaltung und für das Lesen am E-Book von wichtiger Bedeutung. In unserer heutigen Informationsgesellschaft wird auch das e-learning eine immer größer werdende Rolle in der Aus- und Weiterbildung einnehmen. Das Lernen von CD-ROMs, Telelearning via Internet, CBT-Programme und ähnliches sind bereits Möglichkeiten, die schon heute am Markt angeboten werden. Das sogenannte „Lernen am Bildschirm“ wird immer größere Ausmaße einnehmen und im schulischen Bereich nicht mehr wegzudenken sein. Eine gute typographische Gestaltung von Skripten, Lernunterlagen und Modulen, die das e-learning unterstützen sollen, können den Informationssuchenden positiv bei seiner Arbeit unterstützen.

Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, ob die Lesegeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit eines linksbündigen Flattersatzes am Bildschirm tatsächlich erhöht wird. Das Ergebnis wird aufgrund einer wissenschaftlichen Forschungsmethode dargestellt.

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie der Typographie und mit den verschiedenen Möglichkeiten der Textausrichtungen. Der zweite Teil dieser Arbeit umfasst die Auswertung meiner Untersuchung am Computer, die die Lesegeschwindigkeit und die Konzentrationsfähigkeit am Bildschirm aufgrund verschiedener Textauszeichnungen beschreiben.

Um die Theorie zu belegen, dass der linksbündige Flattersatz die Lesegeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit gegenüber dem Blocksatz am Bildschirm erhöht, wird ein spezielles Testverfahren für diese Untersuchung entwickelt.

Immer mehr Menschen sind immer weniger geübt in der Aufnahme von Geschriebenem und sie werden gleichzeitig von immer mehr optischen Reizen überflutet. Es wird also immer wichtiger eine gut lesbare und schnell erfassbare Schriftgestaltung zu verwenden. Jeder der Texte niederschreibt und veröffentlicht möchte eine Botschaft an die Leser übermitteln. Hierzu leistet eine gute typografische Gestaltung einen wichtigen Beitrag. So wie das Maß der Sprache die Verständlichkeit ist, könnte man als das Maß der Typografie ihre Lesbarkeit bezeichnen.

Die typografische Gestaltung hat zweierlei Aufgaben, sowohl auf Papier als auch bei interaktiven Programmen. Erstens dient die Darstellung eines geschriebenen Textes zur Informationsvermittlung und zweitens als Orientierung und zur Benutzerführung. Leider wird auf diese Funktionen bei der Webseitengestaltung noch zu wenig Rücksicht genommen. Vor allem in diesem neuen Medium ist es wichtig auf die Grundsätze der Typografie zu achten. Immer mehr Menschen werden mit dem Medium World Wide Web vertraut und möchten dieses Medium entdecken und effizient im Alltagsleben nutzen können. Die Websurfer suchen nach bestimmten Informationen und möchten nicht von effektverliebten Webdesignern unterhalten werden.

Bei der typografischen Gestaltung auf dem Bildschirm stehen Lesbarkeit und schnelle Erfassung im Vordergrund. Vor allem beim Telelearning und beim e-learning haben diese Eigenschaften eine große Bedeutung. Die Informationssuchenden möchten sich am Bildschirm schnell orientieren können und aufgrund der Ergonomie am Bilschirmarbeitsplatz ist es notwendig, dass eine Textgestaltung vorhanden ist, die eine Konzentrationsfähigkeit über einen längeren Zeitraum hinaus zulassen. Die Ästhetik muss sich hier in gewisser Weise etwas unterordnen. Auch Firmen präsentieren sich im Internet, um sich einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Sie möchten Werbung betreiben, Produkte verkaufen und präsentieren, aber auch Kontakte mit vielleicht potentiellen Kunden knüpfen.

Das Leseverhalten am Bildschirm ist anstrengender als auf dem Papier. Die Informationssuchenden haben ein selektierendes Leseverhalten. Die Lesegeschwindigkeit ist dreimal so hoch als wie beim normalen Lesen, das darauf hinweist, dass das Bildschirmlesen für das menschliche Auge anstrengender ist als beim normalen Lesen. Deshalb ist die richtige Textgestaltung am Bildschirm zu verwenden, um die durchschnittliche Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen.

Technische Voraussetzungen und die Qualität des Bildschirmes beeinflussen die Ermüdung der Augen. Die Auflösung und die Strahlung der Computermonitore spielen hier eine wichtige Rolle.

Inhaltsverzeichnis:

1. Vorwort 4
2. Hypothese 5
3. Einleitung 6
4. Typografie 7
4.2 Wie entsteht Typografie? 7
4.2.1 Aufgabe und Funktion der Typographie 8
4.2.2 Inhaltliche und funktionale Bedeutung 9
4.3 Typografie als Medium 9
4.4 Lesbarkeit 10
4.4.1 Geschäftsbriefe 10
4.4.2 Leserhythmus 11
4.4.3 Was heißt „gute Lesbarkeit“? 12
4.5 Medienspezifische Umsetzung 13
4.5.1 Benutzerführung 14
4.5.2 Technische Vorgaben 15
4.5.3 Das Pixel 15
4.5.3.a Anti-Aliasing 16
4.6 Webseiten 16
4.6.1.a Websurfer 17
4.6.1.b Vielsurfer 18
4.7 Satzarten 18
4.7.1 Flattersatz versus Blocksatz 18
4.7.2 Textausrichtungen 19
4.7.3 Worttrennung 19
4.7.4 Worttrennungen eines Absatzes 20
4.7.5 Trennzeichen 20
4.7.6 Zeilenanfänge 20
4.8 Auszeichnungsmöglichkeiten von Texten 21
4.9 Inhaltliche Gliederung 22
4.9.1 Texthervorhebungen 22
5. Untersuchungsbeschreibung 23
5.2 Hypothesenbegründung 23
5.3 Hypothesenfindung 24
5.4 Methodenfindung 25
5.5 Folienbeschreibung 26
5.5.1 Layout 26
5.5.2 Aufgabenstellungen 27
5.5.2.a Lesegeschwindigkeit 27
5.5.2.b Konzentrationsfähigkeit 28
5.5.2.c Optik 28
5.6 Forschungsdesign 29
5.7 Teststrecke 29
5.7.1 Funktionalität 30
5.7.2 Zeitmessung 31
5.8 Probleme 32
5.8.1 Probanden 32
5.8.2 Erstellung von MS PowerPoint-Folien 32
5.8.3 Zeitmanagement 33
5.9 Datenerhebung 34
5.9.1 Soziodemographische Daten 35
6. Hypothesenprüfung 39
6.2 Linksbündiger Flattersatz 39
6.2.1 Lesegeschwindigkeit 39
6.2.2 Konzentrationsfähigkeit 39
6.3 Blocksatz 40
6.3.1 Lesegeschwindigkeit 40
6.3.2 Konzentrationsfähigkeit 40
7. Auswertung und Interpretation 40
7.2 Lesegeschwindigkeit 40
7.2.1 Ergebnis 41
7.2.2 Gegenprobe 43
7.2.2.a Zusammenfassung 44
7.3 Konzentrationsfähigkeit 45
7.3.1 Ergebnis 45
7.3.2 Gegenprobe 47
7.3.2.a Zusammenfassung 47
7.4 Exkurs: Optik 48
7.4.1 Ergebnis 48
8. Ausblick 49
8.2 Aus der Sicht der Unterrichtswissenschaft 49
8.3 Aus der Sicht der Textverarbeitung und Publishing 50
9. Zusammenfassung 52
10. Summary 55
11. Danksagung 57
12. Erklärung 58
13. Glossar 59
14. Literaturverzeichnis 62
15. Anhang 62

Automatisiert erstellter Textauszug:

Im Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer in Graz wird ein PC-Raum für das Testverfahren zur Verfügung gestellt. Einige Wochen vor der eigentlichen Untersuchung wurden die MS Power Point Folien programmiert und für den Test medienspezifisch umgesetzt. Als Grundlage dienen die PowerPoint-Folien und die Beschreibung bzw. die Aufgabenstellungen der Folien. Sehr wichtig ist es, die Antwortmöglichkeiten für die Probanden so einfach wie möglich zu gestalten, damit keine Missverständnisse oder Probleme bei der Durchführung auftreten. Es gibt unter den Versuchspersonen auch Leute, die mit dem Medium Computer noch nicht so vertraut sind, als man eigentlich annehmen könnte. Die Programmierung der Teststrecke entsteht in Partnerarbeit. Der Hauptverantwortliche für die Programmierung und die Organisation ist Herr Peter Kalcher, dem ich großen Dank für seine Unterstützung aussprechen möchte. Meinen Probanden wurde ein hochqualitativer Kristallbildschirm zur Verfügung gestellt und so ist ein angenehmes Arbeiten ermöglicht worden. Das Programm meiner Teststrecke wurde auf ca. zwanzig PCs überspielt und somit konnte man genau soviele Personen gleichzeitig testen. Von meinem PC aus kann ich das Einblenden der Frage- bzw. Aufgabenstellungen steuern. Nach jeder Folie haben alle gemeinsam gewartet bis der/die Letzte/r die Fragen beantwortet hat. Mein Partner Helmut Aschbacher beobachtet die Versuchspersonen hinter ihren Rücken und er gibt mir ein Handzeichen, wenn alle Probanden die Aufgabenstellung gelöst haben. Danach wird die nächste Frage gleichzeitig bei allen Probanden eingeblendet. Die Ergebnisse werden unmittelbar in eine Access-Datenbank übertragen und hat den Vorteil, dass man nach dem ersten Probelauf sofort die Ergebnisse in der Datenbank bewerten kann. Falls im Probelauf große Pro30 [...]

Das Testverfahren erfordert verschiedene Funktionen zu erfüllen. Erstens die Zeitmessung zwischen den Aufgabenstellungen bis zur Lösung der Problemstellung. Die Benutzerfreundlichkeit soll gegeben sein, dh dass die Antwortmöglichkeiten auf der Haupttastatur so einfach wie möglich gehalten werden sollen. Das bedeutet nun speziell, dass bei einer Antwortmöglichkeit zwischen "Ja und Nein" die Eingabe eines "j" oder eines "n" für die Lösung der Aufgabenstellung reicht. Komplizierte und missverständliche Anweisungen können zu einem falschen Ergebnis führen. Außerdem würden lange Erklärungen der Benutzung dieses Testverfahrens zu einer Desmotivation der Probanden führen. Der dritte Punkt erfordert, dass die Teststrecke die Umsetzung der MS PowerPoint-Folien mit den dazugehörigen Aufgabenstellungen 100 %-ig umsetzen kann. Außerdem soll die Teststrecke mehrere Personen zur gleichen Zeit testen können, um effizient und zeitsparend arbeiten zu können. [...]

richtung anzuklicken, die ihnen persönlich besser gefällt. Diese Ergebnisse liefern wichtige Nebenwerte für meine Untersuchung. Wenn sich verschiedene Möglichkeiten für die Auswertung einer Fähigkeit ergeben, sollte man diese in den Test einbringen, da es einerseits für die Testpersonen eine Abwechslung bietet und andererseits für das Ergebnis eine wesentliche Rolle spielen kann. Nicht jede Möglichkeit liefert eine befriedigende Auswertung, die für die Untersuchung aber vom Vorteil wäre. Nun habe ich bereits für alle Faktoren meiner Hypothese Folien erstellt, die eine bestmögliche Auswertung und interessante Testergebnisse ermöglichen sollen. Es sind insgesamt dreizehn Folien, die im Anhang am Ende dieses Skriptums zu finden sind. [...]

Arbeit zitieren:
Taucher, Silke Juni 2000: Steigerung der Lesegeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit am Bildschirm, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Typografie, Design, Lesbarkeit, Publishing, Website

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