Standortplanung des Einzelhandels in der Angloamerikanischen Literatur
Überblick und Vergleich zur deutschsprachigen Literatur
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Guido Mihm
- Abgabedatum: Juli 1994
- Umfang: 77 Seiten
- Dateigröße: 10,9 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
- Bibliografie: ca. 83
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0691-2
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mihm, Guido Juli 1994: Standortplanung des Einzelhandels in der Angloamerikanischen Literatur, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Standorttypen, Retail Location, Standortplanung, Einzelhandel, Planungsprozess
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Diplomarbeit von Guido Mihm
Einleitung:
„The three most researched issues in retailing are location, location and location (Brown 1992). Das große Interesse der Forschung an der Standortplanung ist darauf zurückzuführen, daß die Wahl eines Standortes eine der wichtigsten Entscheidungen ist, die ein Einzelhändler zu treffen hat.
Durch den Standort werden Güter und Dienstleistungen für den potentiellen Kunden erreichbar. Gute Standorte sind schnell erreichbar, ziehen eine große Zahl von Kunden an und erhöhen den potentiellen Umsatz eines Einzelhandelsunternehmens. In der extrem wettbewerblichen Handelslandschaft können sogar kleine Unterschiede bei der Standortqualität zu einem spürbaren Einfluß auf Marktanteil und Profitabilität führen.
Folgende Faktoren begründen die Bedeutung der Standortentscheidung:
- Die Standortentscheidung wirkt langfristig.
- Fehler bei der Wahl des Standortes sind schwer korrigierbar.
- Hohe finanzielle Aufwendungen sind im Zusammenhang mit der Neubesetzung oder dem Umbau eines Standortes erforderlich.
- Der Standort hat entscheidenden Einfluß auf den Umsatz.
Neben diesen, schon seit langem geltenden, Eigenschaften einer Standortentscheidung, sind es vor allem folgende vier Gründe der neueren Entwicklung des Handelssektors, die die Standortentscheidung zunehmend erschweren und den Einsatz verbesserter Methoden erfordern.
Bei Einführung einer neuen Betriebsform gibt es eine Vielzahl passender Plätze. Mit fortschreitender Expansion sind die besten Standorte mit hohem Marktpotential und wenig Konkurrenz besetzt. Nun muß mit Plätzen mit nicht so offensichtlich vorteilhaften Merkmalen experimentiert werden.
In der Vergangenheit basierten Standortentscheidungen auf dem Erfahrungsschatz der Praktiker. Dieser ist wenig hilfreich bei zunehmender Konkurrenzsituation, sich ändernden Märkten, z.B. die Bevölkerungswanderung in die Vorstädte, und sich ändernden Nachfragemustern, z.B. durch zunehmende Einpersonenhaushalte.
Steigende Fehlerkosten: Mit steigender durchschnittlicher Ladengröße und zunehmendem Wettbewerb um gute Standorte steigt das zu investierende Kapital und damit das einer Standortentscheidung zuzurechnende Risiko.
Zunehmender Druck, in neue Läden zu investieren: Der intensive Wettbewerb zwischen wenigen großen Handelsunternehmen führt zum Antrieb, in weitere Expansion zu investieren und die finanziellen Ressourcen möglichst effektiv zu nutzen. Neben anderen alternativen Investitionsrichtungen in Organisation und Ausstattung bleibt die geographische Expansion ein wichtiger Faktor in der Wettbewerbsstrategie der meisten großen Handelsunternehmen.
Der Standort: Der Standort kann definiert werden als physischer Ort, von dem aus ein Einzelhandelsunternehmen operiert. Dabei kann noch unterschieden werden zwischen dem absoluten Standort als enge Auslegung des Begriffs und dem relativen Standort als eine weitergehende Fassung des Begriffs. Der absolute Standort kennzeichnet die geographische Platzierung. Der relative Standort beschreibt die Lage bezüglich anderer Standorte und der auf den Standort wirkenden Einflussfaktoren.
Die wenigsten Autoren definieren überhaupt grundlegende Begriffe, wie z.B. den Standort. Und wenn, werden die Begriffsinhalte entsprechend dem Untersuchungsziel festgelegt, was zur eingeschränkten Vergleichbarkeit der Ergebnisse führt. Brown definiert den Begriff MikroStandort als Standort bezüglich anderer Handelsaktivitäten innerhalb einer Einzelhandelsagglomeration. Demgegenüber sei ein Makro-Standort ein Standort bezüglich der räumlichen Struktur von Handelsaktivitäten auf urbanem, regionalem, nationalem und internationalem Niveau. Brown trifft diese Festlegungen für seine Untersuchungen von Standorten in Einzelhandelszentren und -distrikten, verweist aber auf Autoren, die in anderem Zusammenhang diese Begriffe anders definiert haben.
Nicht betrachtet werden soll im Rahmen dieser Arbeit der sogenannte innerbetriebliche Standort. Bei der innerbetrieblichen Standortplanung geht es um die Planung der Standorte der einzelnen Warengruppen und um die Aufteilung der Verkaufsfläche.
Problemstellung:
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Behandlung des Standortplanungsproblems in der englischsprachigen Literatur zu geben. Dazu werden zunächst die theoretischen Grundlagen (2.) - die Standorttypen und die Standortfaktoren - dargestellt. Der Standortplanungsprozeß (3.) wird an hand eines idealtypischen Ablaufschemas erläutert. Schließlich sollen die verschiedenen Methoden der Standortbewertung (4.) beschrieben und deren Vor- und Nachteile aufgezeigt werden. Für jeden der genannten Gliederungspunkte wird außerdem ein Vergleich mit der deutschsprachigen Literatur gezogen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| Theoretische Grundlagen | 3 | |
| 2.1 | Standorttypen | 3 |
| 2.1.1 | Klassifizierungsansätze | 3 |
| 2.1.2 | Kerntypen | 5 |
| 2.1.3 | Standorttypen in der deutschsprachigen Literatur | 7 |
| 2.2 | Standortfaktoren | 8 |
| 2.2.1 | Systematisierungsansätze | 8 |
| 2.2.2 | Kernfaktoren | 10 |
| 2.2.2.1 | Nachfragepotential | 10 |
| 2.2.2.2 | Konkurrenz | 11 |
| 2.2.2.3 | Verkehr/Erreichbarkeit | 14 |
| 2.2.2.4 | Objektmerkmale und Kosten | 15 |
| 2.2.3 | Standortfaktoren in der deutschsprachigen Literatur | 16 |
| 3. | Standortplanungsprozeß | 18 |
| 3.1 | Strukturierungsansätze | 18 |
| 3.2 | Ablauf | 21 |
| 3.2.1 | Formulierung einer Marketingstrategie | 21 |
| 3.2.1.1 | Einordnung der Standortplanung in den unternehmerischen Planungsprozeß | 21 |
| 3.2.1.2 | Verschiedene Standortstrategien | 22 |
| 3.2.1.2.1 | Wachstumsstrategien | 22 |
| 3.2.1.2.2 | Wettbewerbstrategien | 23 |
| 3.2.1.2.3 | Strategie der Marktabdeckung | 25 |
| 3.2.2 | Makroanalyse | 26 |
| 3.2.3 | Bestimmung der räumlichen Ausdehnung des Absatzgebietes | 29 |
| 3.2.3.1 | Abgrenzungsverfahren unter Annahme eines räumlichen Monopols | 30 |
| 3.2.3.2 | Customer Spotting Techniques | 31 |
| 3.2.3.3 | Gravitationsmodelle | 33 |
| 3.2.4 | Mikroanalyse | 34 |
| 3.3 | Prozeß der Standortplanung in der deutschsprachigen Literatur | 35 |
| 4. | Methoden der Standortbewertung | .37 |
| 4.1 | Univariate Techniken | 37 |
| 4.2 | Checklistenmethode | 38 |
| 4.3 | Analogverfahren | 39 |
| 4.4 | Statistische Verfahren | 41 |
| 4.4.1 | Multiple Regressionsanalyse | 41 |
| 4.4.1.1 | Modell | 41 |
| 4.4.1.2 | Anwendung | 43 |
| 4.4.1.3 | Kritik | 44 |
| 4.4.2 | Diskriminanzanalyse und Kontrastgruppenanalyse | 45 |
| 4.5 | Portfolio-Analyse | 47 |
| 4.6 | Filialnetzplanung | 49 |
| 4.7 | Anwendung der Verfahren in der Praxis | 51 |
| 4.8 | Methoden der Standortbewertung in der deutschsprachigen Literatur | 53 |
| 5. | Fazit und abschließende Kritik | 54 |
| Literaturverzeichnis | 57 | |
| Anhang | 64 |
Textprobe:
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836606912
Arbeit zitieren:
Mihm, Guido Juli 1994: Standortplanung des Einzelhandels in der Angloamerikanischen Literatur, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Standorttypen, Retail Location, Standortplanung, Einzelhandel, Planungsprozess



