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Standortentscheidung eines Einkaufzentrums unter Berücksichtigung von Vorstellungen der Bevölkerung und übergreifenden Einflussfaktoren

Erläutert anhand der Standortentscheidung in der Gemeinde Frickenhausen, Baden-Württemberg

Standortentscheidung eines Einkaufzentrums unter Berücksichtigung von Vorstellungen der Bevölkerung und übergreifenden Einflussfaktoren
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Katja Zeisner
  • Abgabedatum: Juli 2003
  • Umfang: 157 Seiten
  • Dateigröße: 14,7 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nürtingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7717-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7717-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7717-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Zeisner, Katja Juli 2003: Standortentscheidung eines Einkaufzentrums unter Berücksichtigung von Vorstellungen der Bevölkerung und übergreifenden Einflussfaktoren, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Lebensmitteleinzelhandel, Befragung, Marktforschung, Konsument, Untersuchung

Diplomarbeit von Katja Zeisner

Zusammenfassung:

Die Diplomarbeit hat als Zielgruppe Handelsunternehmen und Studierende der Bereiche Marktforschung und Handelsbetriebslehre.

Auftraggeber der Diplomarbeit war die Gemeinde Frickenhausen (Baden-Württemberg), die durch eine Vollerhebung und eine weitere Befragung (Tiefeninterviews) die Einstellungen der Bürger gegenüber eines geplanten Einkaufszentrums ermitteln sollte. Des weiteren werden in der Diplomarbeit Faktoren beleuchtet, die auf die Standortentscheidungen von Handelsunternehmen Einfluss haben. Auf Grundlage der Diplomarbeit wird die Gemeinde im laufendem/ kommendem Jahr eine Standortentscheidung treffen.

Vermittelt werden soll zum einen die Grundlagen der Marktforschung und wie diese, anhand eines praktischen Beispiels erläutert, ihre Anwendung finden. Beleuchtet werden als erstes die Grundlagen der Marktforschung: Was bedeutet der Begriff Marktforschung?, Wie gewinne ich Informationen in der Marktforschung?, Wie stelle ich die Fragen? und welche statistischen Möglichkeiten stehen in der Marktforschung offen? Zum anderen wird ein Untersuchungsablauf, angefangen von der Zielsetzung, über die Planung und Ausführung, bis hin zum Ergebnisbericht erläutert. Folgende Punkte werden in der Diplomarbeit erklärt und angewandt: Untersuchungsgegenstand, Forschungsdesign (Fragebogengestaltung, Arten von Befragungen), Pre-Test, Datenerfassung, Berechnung der Ergebnisse und Darstellung sowie Interpretation der Ergebnisse.

Des weiteren werden in der Diplomarbeit Einflussfaktoren auf Standortentscheidungen und deren Entwicklung dargestellt. Gegenstand dieses Kapitels sind die Bevölkerungsentwicklung (Singlehaushalte, Verrentung, Verstädterung, Wanderung, Arbeitslosigkeit, Privater Konsum), die Entwicklung der Konsumentenwerte und Standorte von Einkaufszentren (Entwicklung der Lage von Standorten, Analyse von Einkaufszentrenstandorten, Förderung des Standorts Innenstadt). Auch die Finanzierungsmöglichkeiten und die rechtlichen Rahmenbedingungen einer Standortentscheidung werden angesprochen.

In einem abschließendem Kapitel werden die Ergebnisse der Untersuchung in der Gemeinde und die ermittelten Einflussfaktoren gegenübergestellt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
Kartenverzeichnis VII
1. Einleitung 1
2. Grundlagen der Marktforschung 3
2.1 Begriff Marktforschung 3
2.2 Informationsgewinnung in der Marktforschung 4
2.3 Fragestellung bei einer Befragung 7
2.3.1 Regeln für die Frageformulierung 7
2.3.2 Antwortmöglichkeit bei einer Frage 8
2.4 Klärung statistischer Begriffe 9
3. Methode und Ergebnisse der Untersuchung in der Gemeinde 10
3.1 Ziel der Untersuchung (Untersuchungsgegenstand) 10
3.2 Planung und Zeithorizont der Untersuchung 10
3.3 Vorgehensweise zur Untersuchung (Forschungsdesign) 11
3.3.1 Schriftliche Befragung 12
3.3.1.1 Fragebogen 12
3.3.1.2 Auswahl der zu Befragenden 15
3.3.1.3 Anschreiben zur Befragung 16
3.3.1.4 Rücklauf der Befragung 17
3.3.2 Persönliche Befragung 18
3.3.2.1 Fragebogen 18
3.3.2.2 Anleitung zur Durchführung der Interviews 20
3.3.2.3 Auswahl der Interviewpartner 22
3.3.2.3.1 Bewusste Auswahl 22
3.3.2.3.2 Zufallsgesteuerte Auswahl 27
3.3.2.3.3 Kombinierte Verfahren 29
3.4 Erprobung der Fragebögen (Pre-Tests) 30
3.5 Datenerfassung 32
3.6 Ergebnisse der Untersuchung mit Interpretationen 33
3.6.1 Wichtigkeit der Eröffnung des Einkaufszentrums 33
3.6.2 Standortwunsch für das Einkaufszentrum 35
3.6.3 Gründe, die für und gegen die Ortsmitte sprechen 38
3.6.4 Gründe, die für und gegen den Außenstandort sprechen 41
3.6.5 Die jetzige Einkaufssituation 43
3.6.6 Gewünschtes Leistungs- und Dienstleistungsangebot für das Einkaufszentrum 48
3.6.7 Gewünschte Einkaufszeiten 50
3.6.8 Gewünschte Betriebsform für das Einkaufszentrum 51
3.6.9 Sonstige Ergebnisse 53
4. Übergreifende Einflussfaktoren auf Standortentscheidungen und deren Entwicklung 55
4.1 Bevölkerung 55
4.1.1 Deutschland gesamt 55
4.1.2 Frickenhausen mit den Ortsteilen 59
4.1.3 Konsequenzen für die Standortentscheidung 62
4.2 Konsumentenwerte 64
4.2.1 Werte und Konsum 64
4.2.2 Konsequenzen für die Standortentscheidung 66
4.3 Standorte von Einkaufszentren 67
4.3.1 Lage von Standorten 67
4.3.2 Analyse von Einkaufszentrenstandorten der letzten Jahre 69
4.3.3 Förderung des Standorts Innenstadt 71
4.3.4 Beispiel für Standortentscheidung einer Gemeinde 74
4.4 Finanzierungsmöglichkeiten 78
4.5 Rechtliche Rahmenbedingungen 79
4.6 Sonstige Einflussfaktoren 80
5. Gegenüberstellung der Untersuchungsergebnisse mit den Einflussfaktoren im Bezug auf die Standortentscheidung 83
5.1 Entscheidung über Realisierung des Einkaufszentrums 83
5.2 Entscheidung über den Standort des Einkaufszentrums 83
5.3 Weitere Gegenüberstellungen 85
6. Resümee und Ausblick 87
Anhang
A: Zeitplan 90
B: Kostenvoranschlag 91
C: Fragebogen der schriftlichen Befragung 92
D: Zoneneinteilung für schriftliche Befragung 94
E: Anschreiben zur schriftlichen Befragung 95
F: Veröffentlichungen, die die Rücklaufquote beeinflusst haben 96
G: Fragebogen der persönlichen Befragung 99
H: Unterlagen für die Interviewer 108
I: Proportional geschichtete Stichprobe der Interviews 111
J: Kriterien zur Repräsentativität 112
K: Nicht verwendeter Fragebogen der persönlichen Befragung 113
L: Unterlagen für die Gemeinde zur Erfassung der schriftlichen Befragung 122
M: Codeplan zur Erfassung der persönlichen Befragung 128
N: Verteilung der Einwohner von Frickenhausen nach Ortsteil und Altersgruppe 135
O: Eröffnete Einkaufszentren im Verhältnis zur Bevölkerungszahl 136
P: Tatsächliche Kosten 137
Q: Zeitaufwand für die Untersuchung 138
R: Pressemitteilungen nach der Untersuchung 139
Literaturverzeichnis VIII
Ehrenwörtliche Erklärung XIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Betriebsformen nebeneinander existieren können, könnte die Umwandlung des ReweMarktes in einen Convenience-Store sein. „Hierbei handelt es sich um eine moderne und professionell geführte Form des früheren Tante-Emma-Geschäfts. Angeboten wird ein überwiegend lebensmittelorientiertes Sortiment zur Deckung des Alltagsbedarfs sowie eine Palette von ebenfalls alltäglich benötigten Dienstleistungen.“43 Voraussetzung hierfür ist ein geeigneter Standort des Convenience-Shops. Dieser muss eine räumliche Nähe zum Kunden haben – was beim Rewe-Markt durch seine Innenstadtlage gegeben ist. Das Konzept des Rewe müsste umgestellt werden und von nun an lauten: Kundenorientierung. Dem Kunden wird versprochen, dass durch das Angebot von Handel, Dienstleistung mit (z. B. Filmentwicklung, Lotto-Toto-Annahme, telefonische Bestellannahme Zustellung, [...]

Neben dem Leistungsangebot wurde in der schriftlichen Befragung auch das gewünschte Dienstleistungsangebot abgefragt. Das Dienstleistungsangebot ist in einem kleineren Teil der Gesamtfläche des Einkaufszentrums geplant. Wie viele Dienstleister oder sonstige Anbieter in dem Einkaufszentrum verwirklicht werden, steht noch nicht fest. Diese Entscheidung hängt auch von der Standortentscheidung ab. Wird der Standort im Ortskern realisiert, ist die Wahrscheinlichkeit eher gering, dass viele zusätzliche Anbieter in dem Einkaufszentrum berücksichtigt werden. Wegen des größeren Flächenangebots und noch fehlender Bebauung, kann das Einkaufszentrum am Außenstandort vermehrt an den Wünschen der Bürger von Frickenhausen ausgerichtet werden. Die Ansiedlung einiger kleiner Anbieter erscheint am Außenstandort wahrscheinlicher, als in der Ortsmitte. Ein Grossteil der Gemeindemitglieder hat sich für die Ansiedlung einer Postagentur (31,9 Prozent), einer Schuhreparatur (27,6 Prozent) und einer Reinigung (24,7 Prozent) ausgesprochen. Weitere Informationen befinden sich im Ergebnisbericht auf der Seite 90f. [...]

eingestuft. Ab einem Mittelwert von 2,5 lautet die Bewertung „Eher wichtig“. Die Aufteilung der Schulnoten geht so immer um eine Notenstufe höher und teilt die Kriterien in „Eher unwichtig“ (3,5+), „Unwichtig“ (4,5+) und „Äußerst unwichtig“ (5,5+) ein. In Frage 8 erfolgte eine Bewertung von dem Probanden, der aus der Frage 5 bis 7 jeweils wichtigsten Einkaufsstätte (Geschäfte/ Märkte, in denen Lebensmittel-, NonFood- und Lebensmittel mit NonFood-Einkäufe getätigt werden) anhand der Kriterien aus Frage 3. Die Vorgehensweise bei der Auswertung der Frage 8 ist analog zur Auswertung der Frage 3. Allerdings wurden bei der Frage 8 für die Wichtigkeitskriterien nur die Mittelwerte der drei Geschäfte/ Märkte (getrennt für Lebensmittel, NonFood und Lebensmittel mit NonFood) berechnet, die in der Frage 8 am häufigsten genannt wurden. Im Anschluss daran wurden die Mittelwerte der Frage 3 (Tabelle 3, Wunschzustand der Befragen im Bezug auf die Einkaufsstätten) den Mittelwerten aus der Frage 8 (Ist-Zustand der Einkaufsstätten) gegenüber gestellt. Aus der Differenz der Mittelwerte aus Frage 3 (Wunschzustand) und den Mittelwerten der Frage 8 (Istzustand) ergeben sich folgende Lücken (ungedeckte Konsumentenbedürfnisse): • Für Lebensmittelanbieter: Die Bewohner der Gemeinde erwarten ein freundlicheres Personal als bei Aldi und Real und günstigere Preise als bei Rewe. An zweiter Stelle stehen eine angenehmere Einkaufsatmosphäre als bei Aldi, niedrigere Preise als bei Real und frischere Lebensmittel als bei Rewe. • Für NonFood-Anbieter: Deutlich niedrigere Preise als beim Hagebaumarkt, freundlicheres Personal als bei Real und einen übersichtlicheren Verkaufsraum als bei Schlecker sind hier die größten Positionen. Des Weiteren sollte das Personal freundlicher sein, als beim Hagebaumarkt, und eine größere Anzahl an Parkplätzen als beim Schlecker geboten werden. Die weiteren Ergebnisse sind im Ergebnisbericht ab der Seite 36 abgebildet. Neben den aufgeführten Lücken, sollte das geplante Einkaufszentrum auf folgende Aspekte achten: Im Bezug auf das Lebensmittelangebot sollte ein breites Sortiment in einem übersichtlichen Verkaufsraum angeboten werden. Bei dem NonFood-Angebot sollte ebenfalls für einen übersichtlichen Verkaufsraum gesorgt werden. Außerdem spielt die leichte Erreichbarkeit der Einkaufsstätte eine Rolle. Bei der Planung für das Einkaufszentrum ist auf die Bereitstellung eines ausreichenden ebenerdigen Parkplatzangebots zu achten. Gerade die Parkplatzsituation und die Anzahl der Bürger, die mit dem PKW zum Einkaufen fährt, ist hier zu berücksichtigen (siehe Kapitel 3.6.3). [...]

Arbeit zitieren:
Zeisner, Katja Juli 2003: Standortentscheidung eines Einkaufzentrums unter Berücksichtigung von Vorstellungen der Bevölkerung und übergreifenden Einflussfaktoren, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Lebensmitteleinzelhandel, Befragung, Marktforschung, Konsument, Untersuchung

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