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Standardisierungsinitiativen zur Geschäftsabwicklung über Elektronische Märkte

Unter besonderer Berücksichtigung der Standards BMEcat und ecl@ss

Standardisierungsinitiativen zur Geschäftsabwicklung über Elektronische Märkte
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marc Schlieper
  • Abgabedatum: November 2001
  • Umfang: 86 Seiten
  • Dateigröße: 639,1 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5726-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5726-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5726-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schlieper, Marc November 2001: Standardisierungsinitiativen zur Geschäftsabwicklung über Elektronische Märkte, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Online Katalog, E-Business, Produktkatalogerstellung, XML, Datenübertragungsstandard

Diplomarbeit von Marc Schlieper

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit untersucht eine Auswahl von Standardisierungsaktivitäten, die u.a. für den Einsatz auf Elektronischen Märkten konzipiert wurden bzw. sich noch in der Entwicklung befinden. Dazu werden zunächst Grundlagen Elektronischer Märkte erläutert, die für eine Einordnung der betrachteten Standards in ihr Einsatzumfeld von Bedeutung sind sowie eine Übersicht über den aktuellen Entwicklungsstand Elektronischer Märkte gegeben.

Es werden Zusammenhänge zu Standardisierungsaktivitäten i.a. und zur Informationsverarbeitung und zu Elektronischen Märkten im speziellen hergestellt. Diese werden sowohl in technischer als auch in ökonomischer Hinsicht analysiert. Darauf aufbauend wird, ausgehend von Überschneidungen mit den Zielsetzungen von BMEcat und ecl@ss, eine Auswahl von Standardisierungsinitiativen vorgestellt. Der Zielsetzung der Arbeit entsprechend wird ein Bezugsrahmen vorgestellt anhand, dessen die betrachteten Standards bewertet werden. Aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit können jeweils nur ausgewählte Aspekte der verschiedenen Standards Berücksichtigung finden.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
1.1 Untersuchungsgegenstand und Ziel der Arbeit 1
1.2 Aufbau der Arbeit 1
2. ELEKTRONISCHE MÄRKTE 3
2.1 Grundlagen Elektronischer Märkte 3
2.2 Andere Koordinationsformen 4
2.3 Abgrenzung Elektronischer Märkte 4
2.3.1 Definitionen 4
2.3.2 Klassifikationen von Märkten 8
2.3.2.1 Anzahl der Teilnehmer 8
2.3.2.2 Preisbildungsmechanismus 8
2.3.2.3 Art der Akteure 9
2.3.2.4 Art der Koordination (Marktmodelle) 9
2.3.2.5 Elektronische Märkte zur Ressourcenallokation 10
2.3.3 Phasenmodell der Markttransaktion 10
2.4 Auswirkungen 13
2.4.1 Transaktionskosten 13
2.4.2 Effekte des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologie 14
2.4.2.1 Brokerage-Effekt, Disintermediation 14
2.4.2.2 Kommunikationseffekt 14
2.4.2.3 Integrationseffekt 15
2.4 Elektronische Produktkataloge 17
2.4.1 Ziele von Katalogen auf elektronischen Märkten 17
2.4.2 Basisansätze zur Produktmodellierung 19
2.4.3 Anforderungen an Kataloge und Produktmodelle 19
2.4.4 Integration der Kataloge 21
2.5 Entwicklungsstand 23
3. STANDARDISIERUNG 25
3.1 Standardisierung im allgemeinen 25
3.1.1 Grundlagen, Begriff 25
3.1.2 Allgemeine ökonomische Bewertungsansätze 27
3.2 Standardisierung in der Informationsverarbeitung und auf ElektronischenMärkten 29
3.2.1 Standardisierungsziele 29
3.2.1.1 Systemtechnische Sicht 30
3.2.1.2 Ökonomische Sicht 33
3.2.2 Standardisierungsprobleme 34
3.2.3 Standardisierungsarten 35
3.3 Standards auf Elektronischen Märkten 36
3.3.1 Bedeutung für Elektronische Märkte 36
3.3.2 XML: ein Meta-Standard 37
3.3.3 Standards auf Prozeßebene 42
3.3.3.1 OBI 43
3.3.3.2 CPFR 43
3.3.3.3 ebXML 43
3.3.4.1 xCBL 44
3.3.4.2 cXML 44
3.3.4.3 OCF 45
3.3.4.4 ETIM 45
3.3.4.5 UN/SPSC 45
4. BMECAT 46
4.1 Ziele 46
4.2 Aufbau von BMEcat und Zusammenhang mit ecl@ss 47
4.2.1 Kopf-Element 49
4.2.2 Transaktions-Element 49
4.2.2.1 Artikeldaten 50
4.2.2.2 Strukturdaten 50
5. ECL@SS 53
5.1 Ziele 53
5.2 Aufbau 54
5.2.1 Klassifikation 54
5.2.2 Standard-Merkmalleisten 55
5.3 Entstehung 57
5.4 Aktualisierung und Pflege 58
6. EVALUATION 58
6.1 Evaluation in der Wirtschaftsinformatik 58
6.2 Bezugsrahmen 60
6.2.1 Unterstützung 62
6.2.2 Generelle Gültigkeit 63
6.2.3 Angemessenheit und Vollständigkeit 64
6.2.4 Stabilität 65
6.2.5 Flexibilität 66
6.2.6 Wirtschaftlichkeit in Einführung und Nutzung 67
6.3 Verbesserungsvorschläge 69
7. SCHLUßBETRACHTUNG 70
Literaturverzeichnis VII
Ehrenwörtliche Erklärung XIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

dung im richtigen Kontext voraus.125 Folgendes Beispiel soll der Veranschaulichung dienen: Ein bestimmtes Wort („Bescheid“), das ausgesprochen von einer bestimmten Person (Gast) in einer bestimmten Umgebung (Gaststätte), dazu führt, daß eine andere Person (Gastwirt) weiß, daß die betreffende Person (Gast) damit bei ihr eine bestimmte Handlung (Bestellung eines Getränkes) hervorrufen will. Die betreffende Person muß wissen, welche Bedeutung die andere Person der übermittelten Nachricht beimißt. Die pragmatische Ebene ist somit auf die inner- und zwischenbetriebliche Organisation von Transaktionen und Prozeßschritten gerichtet, die als wesentlicher Aspekt des Mehrwertes elektronischer Märkte identifiziert wurde.126 Die Integration auf semantischer und pragmatischer Ebene ist eine zentrale Herausforderung der inner- und zwischenbetrieblichen Integration, da insbesondere im geschäftlichen Bereich eine inhaltliche Koordination erfolgen muß. Allerdings ist eine eindeutige Zuordnung einzelner Standards zu den Integrationsebenen nicht immer möglich. Das zweite wesentliche Ziel auf Systemebene, welches durch die Standardisierung angestrebt wird, ist die Wiederverwendbarkeit. Standardisierte Objekte eines IuK-Systems können mit allen anderen dem Standard entsprechenden Komponenten kommunizieren. Dadurch werden weniger Schnittstellen zu anderen Komponenten benötigt. Zwischen Wiederverwendbarkeit und semantischem Niveau besteht ein Zielkonflikt: Die Wiederverwendbarkeit ist desto geringer, je höher die Semantik eines Standards ist. Gleichzeitig ist jedoch der Wiederverwendungsnutzen i.d.R. bei semantisch reichhaltigeren Konzepten deutlich höher. Um den Konflikt zwischen Wiederverwendungsnutzen und reichweite zu entschärfen, bieten sich Spezialisierungshierarchien an. Als Beispiel kann hier XML dienen, da dieser Standard keine Semantik spezifiziert, dadurch selbst nur geringen Wiederverwendungsnutzen bietet. Das im Vergleich zu den darauf basierenden, spezialisierenden Standards wie bspw. BMEcat höhere Abstraktionsniveau ist allerdings für eine hohe Wiederverwendbarkeit in einer Vielzahl von weiteren Standards verantwortlich.127 3.2.1.2 Ökonomische Sicht Neben den ökonomischen Vor- und Nachteilen, die bereits bei der Vorstellung der Ergebnisse des Modells von Buxmann und König128 angeführt wurden, können weitere [...]

Ziel der syntaktischen Ebene ist das Organisieren der richtigen und vollständigen Übertragung von Informationen. Sie betrifft jedoch nicht deren inhaltliches Verständnis. Auch auf dieser Ebene ist die Standardisierung weit fortgeschritten, so daß die syntaktische Integration heute durch allgemein akzeptierte Standards als gewährleistet gilt123 und das für die technische Ebene Gesagte analog gilt und daher nicht näher betrachtet wird. Das richtige inhaltliche Verständnis ist Voraussetzung für die semantische Integration, deren Ziel es ist, sicherzustellen, daß den übermittelten Daten die richtige inhaltliche Bedeutung zukommt. Da übermittelte Zeichen erst durch die Einordnung in ein Rahmen-Konzept einen Informationswert erhalten, tritt das Problem der semantischen Integration immer dann auf, wenn die Übereinstimmung von Begriffen mit den entsprechenden Inhalten nicht vorausgesetzt werden kann, weil möglicherweise unterschiedliche Rahmen-Konzepte zugrundeliegen. Am semantischen Gehalt kann die Qualität der Integration der zugrunde liegenden Konzepte gemessen werden, da durch ihn grundsätzlich erwünschte, differenzierte Informationen und Zugriffe ermöglicht werden. Der Begriff Semantik wird von verschiedenen Autoren jedoch unterschiedlich definiert und soll hier als Informationsgehalt der Nachrichten verstanden werden. Dieser ist desto größer, je mehr denkmögliche Interpretationen ausgeschlossen werden, je selektiver also einzelne Botschaften sind. Bspw. kann eine Sequenz von Zeichen, die einer Systemkomponente übermittelt wird, in Abhängigkeit vom zugrundeliegenden Konzept in das die Zeichen einzuordnen sind, als eine Referenz auf einen Kunden in einer Datenbank oder eben „nur“ als Sequenz von Zeichen interpretiert werden. Die semantische Ebene ist in dieser Arbeit von besonderem Interesse, weil die Integration auf dieser Ebene eine Voraussetzung vollständiger Automatisierung überbetrieblicher Prozeßkoordination, insbesondere der für elektronische Märkte typischen m:n-Kommunikation ist. Wenn also potentiell viele Anbieter mit vielen Nachfragern in Kontakt treten, die sich nicht zuvor über alle Details der Transaktion absprechen können und sich daher auf Standards einigen müssen, die eine inhaltliche Interpretation der übermittelten Informationen vorgeben. Die traditionellen Mängel der Standards auf semantischer Ebene werden als wesentliche Hürde der überbetrieblichen Integration bezeichnet.124 Die pragmatische Ebene ist nur schwer von der semantischen abzugrenzen. Sie zielt auf die richtige Verwendung der übertragenen Daten und setzt sowohl gemeinsames Wissen als auch das Wissen über das Wissen der Informationsempfänger als auch die Verwen123 124 [...]

Datenstrukturen vereinheitlichen und damit Grundlage der weiteren Integrationsebenen sind. Integration auf Funktionsebene soll dazu führen, daß (halb-) automatisch auf die gleichen Daten zugegriffen wird. Diese Ebene baut somit über die Daten auf der statischen Integration auf und legt bspw. mittels Datenflußdiagrammen die Funktionen fest, die bestimmte Systemteile aufrufen können, die in den Schnittstellenbeschreibungen von Anwendungen (application programming interface, API) oder in Funktions- und Klassenbibliotheken abgebildet sein können. Statische und funktionale Integration sowie ein Verzeichnis der Systemzustände und Ereignisse sind Voraussetzung für eine Beschreibung der Regeln, die die zeitliche Reihenfolge der Funktionen festlegt, die bspw. mittels Zustandsdiagrammen abgebildet werden kann. Ziel ist die dynamische Integration, d.h. die Integration der Prozesse, die allgemein in Frameworks angestrebt wird und auf Seiten der Transaktionspartner ein grundlegendes, einheitliches Prozeßverständnis administrativer und dispositiver Tätigkeiten und eine die gesamte Wertschöpfungskette umfassende Sicht voraussetzt, insbesondere weil über elektronische Märkte verschiedene Unternehmensbereiche und Unternehmen verschiedener Branchen interagieren.121 Eine weitere Untergliederung der Integrationsformen von IuK-Systemen und damit Standards, die zur obigen Gruppe nicht überschneidungsfrei ist, soll in dieser Arbeit zur Systematisierung der zu betrachtenden Standardisierungsinitiativen dienen und differenziert vier Ebenen:122 - Technik - Syntax - Semantik - Pragmatik Die technische Ebene betrifft die Kompatibilität der unterschiedlichen Hardwarekomponenten. Diese ist als Voraussetzung für alle weiteren Stufen zu betrachten. Dennoch soll in dieser Arbeit von dieser Ebene abgesehen werden, da eine Diskussion der Zusammenhänge technisches Spezialwissen voraussetzt. Zudem sind weitere Standardisierungsbemühungen in diesem Bereich, obwohl sie kontinuierlicher Weiterentwicklung bedürfen, bereits weit fortgeschritten und ökonomische Fortschritte in diesem Bereich sind daher relativ zu „höheren“ Ebenen nur mit größeren Anstrengungen zu erreichen. [...]

Arbeit zitieren:
Schlieper, Marc November 2001: Standardisierungsinitiativen zur Geschäftsabwicklung über Elektronische Märkte, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Online Katalog, E-Business, Produktkatalogerstellung, XML, Datenübertragungsstandard

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