Stand und Entwicklungstendenzen der Budgetierung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sandra Utke
- Abgabedatum: Juni 2005
- Umfang: 123 Seiten
- Dateigröße: 1,2 MB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Technische Fachhochschule Wildau Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8994-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8994-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8994-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Utke, Sandra Juni 2005: Stand und Entwicklungstendenzen der Budgetierung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Better Budgeting, Beyond Budgeting, Controlling, Balanced Scorecard, Planung
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Diplomarbeit von Sandra Utke
Einleitung:
Die traditionelle Budgetierung entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA. Ziel war es damals, die immer komplexer werdenden Großunternehmen, besser steuerbar zu machen, d.h. eine sinnvolle Prognose, Koordination und Motivation zu gewährleisten. Jedoch ist das traditionelle Modell der Budgetierung in den letzten Jahren zunehmend kritisiert worden. Dabei richtet sich die Kritik vor allem auf den beträchtlich angestiegenen Budgetierungsaufwand, der mangelnden Flexibilität gegenüber Umweltveränderungen sowie der unzureichenden Verknüpfung zwischen der strategischen und der operativen Planung. Außerdem wird auch häufig das Problem des dysfunktionalen Verhaltens angesprochen.
In den letzten Jahren haben sich zwei wesentliche Entwicklungstendenzen herausgebildet, die die Probleme der herkömmlichen Budgetierung beseitigen wollen. Dabei handelt es sich zum einen um das „Better Budgeting“ und zum anderen um das „Beyond Budgeting“.
Unter den Begriffen „Better Budgeting“ und „Beyond Budgeting“ werden diese aktuellen Entwicklungen der herkömmlichen Budgetierung verstanden. Unter dem Begriff „Better Budgeting“ (z.T. als „Advanced Budgeting“ bezeichnet) wird eine Vielzahl von Lösungskonzepten zusammengefasst, die alle die Verbesserung der traditionellen Budgetierung zum Ziel haben. Dagegen verzichtet das Beyond Budgeting grundsätzlich auf Budgets und setzt auf anpassungsfähige Managementprozesse und eine dezentralisierte Organisation.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Eigenschaften der traditionellen Budgetierung darzustellen, ihre Problemfelder zu analysieren und anhand einer eigenen empirischen Untersuchung zu prüfen, wie die befragten Unternehmen die Probleme der Budgetierung selbst einschätzen. Darauf aufbauend werden die beiden o.g. aktuellen Entwicklungen der herkömmlichen Budgetierung mit ihren Merkmalen vorgestellt und bewertet.
Gang der Untersuchung:
Im zweiten Kapitel liegt der Fokus auf den Grundlagen der Budgetierung im Allgemeinen. Dazu werden zum einen als Ausgangspunkt für die Budgetierung die Begriffe „Controlling“ und „Planung“ näher beschrieben und zum anderen die Bausteine der Budgetierung erläutert.
Kapitel drei befasst sich mit den Eigenschaften der traditionellen Budgetierung und den Verfahren der Budgeterstellung. Darauf aufbauend werden die Problemfelder der herkömmlichen Budgetierung dargelegt und kritisch hinterfragt.
Die Durchführung einer eigenen empirischen Untersuchung ist Gegenstand von Kapitel vier. Dabei dreht es sich insbesondere um die Frage, wie die befragten Unternehmen die Problemfelder der herkömmlichen Budgetierung selbst einschätzen. Nachdem die Grundlagen der empirischen Forschung erläutert wurden, folgt danach eine ausführliche Darlegung des gesamten Forschungsablaufes. Als Forschungswerkzeug wurde für die Untersuchung eine schriftliche Befragung mittels eines Fragebogens ausgesucht.
Im folgenden Kapitel fünf werden dann die Entwicklungstendenzen der Budgetierung – Better Budgeting und Beyond Budgeting – vorgestellt. Nach der Erarbeitung der Merkmale und Prinzipien werden Praxisbeispiele vorgestellt und die Implementierung erörtert.
Im Anschluss daran erfolgt ein Vergleich beider Modelle sowie eine Praxisbeurteilung. Abschließend werden im Kapitel sechs die Ergebnisse zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | I | |
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Grundlagen der Budgetierung | 3 |
| 2.1 | Controlling als Ausgangspunkt | 3 |
| 2.1.1 | Zielbezug und Stufen der Planung | 5 |
| 2.1.2 | Planungsprozess | 7 |
| 2.2 | Die Bausteine der Budgetierung | 9 |
| 2.2.1 | Budgetsystem | 9 |
| 2.2.2 | Budgetierungsprozess | 12 |
| 2.2.3 | Budgetierungsorgane | 13 |
| 2.2.4 | Funktionen der Budgetierung | 14 |
| 2.3 | Zusammenfassung - Grundlagen | 15 |
| 3. | Traditionelle Budgetierung | 16 |
| 3.1 | Eigenschaften | 16 |
| 3.2 | Techniken der Budgeterstellung | 19 |
| 3.2.1 | Problemorientierte Techniken | 20 |
| 3.2.2 | Verfahrensorientierte Techniken | 21 |
| 3.2.2.1 | Inputorientierte Verfahren | 22 |
| 3.2.2.2 | Outputorientierte Verfahren | 23 |
| 3.3 | Problemfelder der Traditionellen Budgetierung | 25 |
| 3.3.1 | Planungs- und Budgetierungsaufwand | 26 |
| 3.3.1.1 | Detaillierung und Vollständigkeit der Budgetierung | 26 |
| 3.3.1.2 | Fehlende Top-down-Vorgaben und Verhandlungsspiele | 27 |
| 3.3.1.3 | Mangelnde IT- Unterstützung | 27 |
| 3.3.2 | Budgetierungsqualität | 28 |
| 3.3.2.1 | Fortschreibungsorientierung | 28 |
| 3.3.2.2 | Einjahresfokus | 28 |
| 3.3.2.3 | Mangelnde Verknüpfung der strategischen und operativen Planung | 29 |
| 3.3.2.4 | Eindimensionalität | 29 |
| 3.3.2.5 | Flexibilität | 30 |
| 3.3.3 | Dysfunktionale Wirkung | 31 |
| 3.3.4 | Fehlende Akzeptanz der Budgetierung | 32 |
| 3.4 | Zusammenfassung - Traditionelle Budgetierung | 33 |
| 4. | Eigene empirische Untersuchung | 35 |
| 4.1 | Zielsetzung der empirischen Untersuchung | 35 |
| 4.2 | Forschungstechnische Grundlagen | 35 |
| 4.3 | Ablauf der empirischen Untersuchung | 36 |
| 4.3.1 | Problembenennung | 36 |
| 4.3.2 | Gegenstandsbenennung und Gestaltung des Fragebogens | 36 |
| 4.3.3 | Datenerhebung | 38 |
| 4.3.4 | Datenauswertung | 39 |
| 4.4 | Zusammenfassung - Empirische Untersuchung | 45 |
| 5. | Entwicklungstendenzen der Budgetierung | 47 |
| 5.1 | Better Budgeting | 47 |
| 5.1.1 | Die wichtigsten Vorschläge des Better Budgeting | 48 |
| 5.1.1.1 | Verbesserung des Budgetierungsprozesses | 48 |
| 5.1.1.2 | Instrumente und Werkzeuge | 50 |
| 5.1.2 | Konzept in der Praxis | 54 |
| 5.1.3 | Implementierung | 57 |
| 5.1.4 | Bewertung | 58 |
| 5.2 | Beyond Budgeting | 60 |
| 5.2.1 | Eigenschaften und Prinzipien | 60 |
| 5.2.1.1 | Flexible Managementprozesse | 62 |
| 5.2.1.2 | Radikale dezentrale Führungsprinzipien: | 63 |
| 5.2.2 | Konzept in der Praxis | 66 |
| 5.2.3 | Instrumente | 72 |
| 5.2.4 | Implementierung | 74 |
| 5.2.5 | Bewertung | 76 |
| 5.3 | Zusammenfassung - Entwicklungstendenzen der Budgetierung | 78 |
| 6. | Zusammenfassung | 81 |
| Medienverzeichnis | 85 | |
| Anlagen | 92 | |
| Anlage 1. | Grundgesamtheit "Die Top 100 des Ostens" | 92 |
| Anlage 2. | Anschreiben für die Controllingabteilung | 94 |
| Anlage 3. | Anschreiben für die Pressesprecher | 95 |
| Anlage 4. | Ausgefüllter Fragebogen von Unternehmen A | 96 |
| Anlage 5. | Ausgefüllter Fragebogen von Unternehmen B | 100 |
| Anlage 6. | Ausgefüllter Fragebogen von Unternehmen C | 104 |
| Anlage 7. | Ausgefüllter Fragebogen von Unternehmen D | 108 |
| Anlage 8. | Planungswerkzeuge | 112 |
Budgetmanipulationen: Alle vier Unternehmen sind sich bewusst darüber, dass Budgetmanipulationen auftreten. Das Unternehmen A spricht eher von einem Einbau von Puffern, der sogar bis zu einem bestimmten Grad von der Unternehmensleitung vorgeschrieben wird. Dagegen erhofft sich das Unternehmen D durch die Gegenstromplanung die Budgetmanipulationen zu verhindern. Zufriedenheit und Verbesserungsvorschläge: Im Großen und Ganzen sind die vier Unternehmen mit dem Budgetierungsprozess zufrieden. Unternehmen A erhofft sich eine bessere und rechtzeitige Vorgabe von Zielen und Budgetierungsrichtlinien. Für das Unternehmen B steht die Beseitigung von Akzeptanzproblemen im Vordergrund einer Verbesserung. Unternehmen C scheint mit seiner Budgetierung vollkommen zufrieden zu sein, da nur sehr wenige Angaben bei der Beantwortung der Frage gemacht wurden. Dagegen kann sich Unternehmen D eine Verbesserung hinsichtlich des Kontrollaufwandes und der Straffung des Planungsprozesses durchaus vorstellen. [...]
Das Unternehmen B führt sogar nur noch eine Neuplanung durch. Auch das angesprochene Problem der Eindimensionalität besteht nicht mehr so ausgeprägt in der Praxis, weil Unternehmen bereits unternehmensexterne Faktoren bei der Budgeterstellung mit einfließen lassen. Eine schlechte Verknüpfung zwischen der strategischen und der operativen Planung sehen die Unternehmen nicht, obwohl keines von ihnen eine Balanced Scorecard einsetzt. Der Kritikpunkt Flexibilität wird in den Unternehmen unterschiedlich behandelt. Das eine Unternehmen hofft auf gute Verhandlungen des Einkaufs, um so Einsparungen zu erzielen, die dann als zusätzliche Mittel dem Unternehmen zur Verfügung stehen. Ein anderes Unternehmen versucht durch monatlich angepasste Forecast Marktveränderungen rechtzeitig zu begegnen. [...]
Sind Sie der Auffassung, dass Sie ihr Budget schnell und flexibel an veränderte Umweltbedingungen (z.B. neuer Wettbewerber tritt auf dem Markt) anpassen können? Ja Ein Budget lässt sich immer leicht anpassen, jedoch die Umsetzung gerade von Restrukturierungen hinkt dann häufig hinter der Planung hinterher aufgrund verschiedener externer und interner Einflüsse. Ja …Für zusätzlichen Bedarf müssen andere Maßnahmen gekürzt werden. Meist werden aber durch geschickte Verhandlungen des Einkaufs Einsparungen erzielt, so dass Restmittel zur Verfügung stehen. Ja Budgetumschichtungen ohne Ergebnisveränderungen sind zügig möglich Ja Der Plan wird nach Verabschiedung nicht mehr verändert. Nur der monatliche Forecast verändert sich. Der Forecast kann technisch gesehen sofort angepasst werden. Die Treffsicherheit der neuen Prognose hängt von der Fähigkeit der involvierten Kollegen ab, die neue Marktsituation richtig einzuschätzen und sinnvolle Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Abb. 20: Fragebogen: Ergebnisse der 11. Frage- Flexibilität der Budgets [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832489946
Arbeit zitieren:
Utke, Sandra Juni 2005: Stand und Entwicklungstendenzen der Budgetierung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Better Budgeting, Beyond Budgeting, Controlling, Balanced Scorecard, Planung



