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Stand und Entwicklungsperspektiven mobiler Anwendungen im Musikfernsehen in Deutschland

Stand und Entwicklungsperspektiven mobiler Anwendungen im Musikfernsehen in Deutschland
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Yvonne Trappe
  • Abgabedatum: Dezember 2004
  • Umfang: 101 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Mittweida (FH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9236-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9236-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9236-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Trappe, Yvonne Dezember 2004: Stand und Entwicklungsperspektiven mobiler Anwendungen im Musikfernsehen in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: SMS, VIVA, MTV, Mobilfunk, Klingeltöne

Diplomarbeit von Yvonne Trappe

Einleitung:

Schätzungsweise 150 Mio Euro wurden 2003 allein in Deutschland für Klingeltöne ausgegeben. Ein beträchtliches Volumen, das auf mehr hoffen lässt. Das Mobilfunkgerät ermöglicht den direkten Zugang zu jungen Zielgruppen und verspricht eine enorme Umsatzgenerierung. Dies ist vor allem für Musikfernsehsender interessant, die in vergangenen Jahren mit hohen Verlusten rechnen mussten.

Die Diplomarbeit fast Fakten und Zahlenmaterial aus Mobilfunkmarkt und Musikfernsehen zusammen und stellt einen Zusammenhang zwischen beiden Märkten her. Dabei wird vor allem auf mobile Anwendungen, als Schlüsselelement zur Umsatzgenerierung eingegangen. Die Arbeit beschäftigt sich mit Geschäftsmodellen, die auf mobilen Anwendungen aufbauen und im Musikfernsehen bereits erfolgreich eingesetzt werden. Im Fokus stehen dabei Anwendungen, die mittels SMS realisiert werden.

Nach dieser Ist-Analyse werden Entwicklungsperspektiven mobiler Anwendungen im Musikfernsehen abgeleitet. Dabei wird auch auf rechtliche und technische Rahmenbedingungen eingegangen, die auf mobile Anwendungen im Musikfernsehen Einfluss haben.

Das untersuchte Themenfeld betrachtet einen schnell wachsenden Markt und unterliegt großen dynamischen Veränderungen. Das Angebot mobiler Anwendungen ist kaum erforscht und gilt in der Branche als ein eher prekäres Thema, so dass auch mit konkreten Daten oft zurückhaltend umgegangen wird. Der Grund hierfür dürfte zum einen in der Konkurrenzsituation der Anbieter und zum anderen in der Erlöshöhe für kostenpflichtige mobile Anwendungen liegen, die moralisch umstritten ist.

Ziel der Arbeit ist es die gegenwärtige Situation darzustellen, Möglichkeiten und Grenzen der mobilen Anwendungen im Musikfernsehen zu zeigen und die Vernetzung zwischen Mobilfunk und Musikfernsehen abzubilden. Dabei sollen folgende Thesen überprüft werden:

Musikfernsehsender sind aufgrund der wirtschaftlichen Situation gezwungen, ihre Geschäftsmodelle zu ändern.

Dabei nutzen sie mobile Anwendungen um Umsätze zu generieren.

Musikfernsehen und Mobilfunk werden zukünftig immer stärker zusammenwachsen.

Die Arbeit beruht auf empirischen Erkenntnissen und wird schwerpunktmäßig unter wirtschaftlichen und inhaltlichen Gesichtspunkten betrachtet. Zum Ergebnis der Arbeit führten Experteninterviews, Auswertungen von Sekundärstudien, Presseartikeln Internet- und Literaturrecherchen. Darüber hinaus wurden mobile Anwendungen im Musikfernsehen analysiert. Anhand der Fernsehprogrammvorschau der Sender MTV, MTV2, VIVA und VIVA Plus wurden konkrete Sendungen, mit SMS Inhalten ausgesucht und anhand der durch Recherchen ermittelten Fakten überprüft.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 6
1.1 FRAGESTELLUNG UND METHODIK 7
2. ÜBERBLICK MOBILFUNKMARKT 8
2.1 MOBILFUNKNETZE 8
2.2 MOBILFUNKSTANDARDS 10
2.2.1 GSM 10
2.2.2 GPRS 10
2.2.3 UMTS 11
2.3 MOBILE DATENDIENSTE 12
2.3.1 SMS 12
2.3.2 Premium SMS 16
2.3.3 EMS 19
2.3.4 MMS 19
2.4 MOBILES INTERNET 21
2.4.1 WAP 21
2.4.2 I-mode 22
2.4.3 MULTIMEDIAPORTALE 23
2.5 MOBILFUNKNETZBETREIBER 23
2.5.1 Tarifmodelle der Mobilfunkbetreiber 24
2.5.2 Umsätze der Mobilfunkbetreiber 24
2.6 ENDGERÄTEHERSTELLER 26
3. MUSIKFERNSEHEN IN DEUTSCHLAND 27
3.1 EINFLUSSFAKTOR MUSIKWIRTSCHAFT 28
3.2 EINFLUSSFAKTOR WERBEINDUSTRIE 29
3.3 MARKTBETRACHTUNG 31
3.4 SENDER 33
3.4.1 MTV 33
3.4.2 MTV2Pop 35
3.4.3 Viva 36
3.4.4 Viva Plus 37
4. ANGEBOTE MOBILER ANWENDUNGEN IM FERNSEHEN 40
4.1 INFORMATIONSANGEBOTE 40
4.1.1 Pull-Angebote 41
4.1.2 Push-Angebote 41
4.2 PERSONALISIERUNGSANGEBOTE 42
4.2.1 Klingeltöne 42
4.2.2 Logos, Wallpaper, Screen Saver 45
4.3 UNTERHALTUNGSANGEBOTE 46
4.3.1 Gewinnspiele 47
4.3.2 On-Screen-Games 48
4.3.3 Votings 48
4.3.4 Mobile Gaming 50
4.3.5 Mobile Music 52
4.3.6 SMS Music Messages 53
4.3.7 Videos 53
4.4 KOMMUNIKATIONSANGEBOTE 53
4.4.1 SMS-Teletext-Chat 54
4.4.2 SMS-TV-Chat 55
4.4.3 One-to-One Kommunikation 56
4.4.4 Grüße 56
4.5 HANDELS- UND TRANSAKTIONSANGEBOTE 57
4.5.1 Mobile Ticket 58
4.6 FAZIT 58
5. ANALYSE MOBILER ANWENDUNGEN IM MUSIKFERNSEHEN 60
5.1 PROGRAMMABHÄNGIGE ANWENDUNGEN 61
5.2 PROGRAMMUNABHÄNGIGE ANWENDUNGEN 64
5.3 GESCHÄFTSMODELL DER MUSIKFERNSEHSENDER 66
5.3.1 Werbetreibende Wirtschaft 66
5.3.2 Erlösgenerierung durch mobile Anwendungen 68
5.3.3 Mobile Marketing fürs Musikfernsehen 70
5.4 DIE ZIELGRUPPE 70
6. ENTWICKLUNGSPERSPEKTIVEN 73
6.1 RAHMENBEDINGUNGEN MOBILER ANGEBOTE IM MUSIKFERNSEHEN 73
6.1.1 rechtliche und politische Faktoren 73
6.1.2 technische Faktoren 76
6.2 KONVERGENZ DER MÄRKTE 77
6.2.1 Kooperationen mit Mobilfunkunternehmen 77
6.2.2 Konsolidierung des Musikfernsehmarktes 79
6.2.3 Strategien der Sender in mobilen Märkten 80
6.3 EINFLUSS TECHNISCHER ENTWICKLUNGEN 83
6.3.1 Mobile Anwendungen mit UMTS 83
6.3.2 DVB-H 83
6.3.3 interaktive Fernbedienung 84
6.3.4 MHP 85
6.3.5 Vergleich 86
6.4 FORMATENTWICKLUNG 86
6.5 ZUKÜNFTIGE MOBILE ANGEBOTE IM DEUTSCHEN MUSIKFERNSEHEN 87
6.6 FAZIT 89
7. ANHANG 93
7.1 LITERATURVERZEICHNIS 93
7.3 STUDIEN 99

Automatisiert erstellter Textauszug:

Für die Nutzer gibt es im Allgemeinen zwei Arten an Logos, Wallpaper und Screensaver zu gelangen. Entweder sie laden sich ein von Inhalte-Anbietern bereitgestelltes Logo herunter oder sie erstellen es sich selbst am PC und senden es sich auf das Handy. Die zweite Variante ist besonders bei Jugendlichen sehr beliebt, da sie stärker mit dem Wunsch nach Individualität verbunden ist.130 In Abhängigkeit des Gerätetypes gibt es Logos, Screensaver und Wallpaper die s/w oder farbig dargestellt werden. Dementsprechend variieren auch die Preise für solche Dienste. Um diesen Trend zu folgen bietet MTV seinen Zuschauern farbige Logos an, die durch Ergänzung des eigenen oder eines anderen gewünschten Namens personalisiert werden. Das Logo können sich Interessenten für 1,99 Euro bestellen. [...]

kostet der Download eines monophonen Klingeltons den Nutzer ca. 1,99 Euro, wobei für polyphone Klingeltöne oft 2,99 Euro und für Realtones sogar bis zu 3,99 Euro bezahlt werden müssen. Während der monophone Klingelton direkt per SMS übertragen werden kann, müssen neuere Klingeltöne - wie der polyphone - per WAP-Push oder ähnlichem herunter geladen werden. Hierfür fallen für den Endkunden zusätzliche Verbindungskosten an. Um den Markt mit den Klingeltönen weiterhin am Leben zu erhalten, sind neben den Realtones weitere technische Neuerungen geplant. Als Beispiel seien hier Klingeltöne in Stereoqualität genannt, die zukünftig für UMTS fähige Endgeräte verfügbar sein sollen. Aber auch so genannte Moodies (vom engl. Wort mood = Stimmung abgeleitet) sollen ihren Einsatz finden. Moodies bezeichnen emotionalisierende Klingeltöne, die je nach eigener Stimmung (sogar vom Anrufenden aus) eingestellt werden könnten.129 Eine Weiterentwicklung der Klingeltöne stellen auch die Video-Klingeltöne dar. Mit einem Video-Sound ausgestattet meldet sich das Handy nicht nur akustisch über den bekannten Klingelton, sondern spielt zusätzlich auf dem Display einen Videoclip ab. Ringback Tones Ringback Tones oder auch Ringtone Replacements genannt, ersetzen den Piepton während dem Verbindungsaufbau bzw. bis der Angerufene abhebt (ähnlich wie in Warteschleifen) durch Musik oder andere Töne. Dieser neuartige Dienst wird von T-Mobile unter dem Namen Sound Logo und von Vodafone unter dem Namen Ring-Up Tones angeboten. Mobilfunkkunden können hierfür als Freizeichen ein Musikstück wählen und auch bestimmten Anrufergruppen, z.B. Freunden, Geschäftspartnern oder Eltern, unterschiedliche Musikstücke zuordnen. Das Musikstück endet, sobald der Angerufene das Gespräch entgegennimmt. Das Soundlogo kann per Anruf oder SMS bestellt werden. Für die Bereitstellung des Dienstes bezahlt der Mobilfunkkunde eine zusätzliche monatliche Gebühr. Da spezielle Einstellungen notwendig sind, können Ringback Tones derzeit nicht von Dritten angeboten werden, sondern sind auf das Angebot der Netzbetreiber beschränkt. [...]

Für 2003 wurde das Marktvolumen für Klingeltöne in Deutschland auf insgesamt 150 Mio. Euro geschätzt.121 In diesem Jahr sollen Klingeltöne sogar rund 200 Mio. Euro einbringen.122 Momentan sollen neben den Netzbetreibern vor allem Anbieter wie der Marktführer Jamba an den Klingeltönen verdienen. Die Plattenfirmen selbst sollen sich über die Rechteverwertungsgesellschaft 123 Die Rechte der Künstler sollen über die GVL GEMA ihren Anteil sichern. wahrgenommen werden. Bei gebräuchlichen monophonen und polyphonen Ruftonmelodien sollen bei Verwendung urheberrechtlich geschützter Werke ca. 15 Prozent des Netto-Endkundenpreises an die GEMA abgegeben werden.124 Im vergangenen Jahr hat die GEMA rund 5 Mio. Euro mit den Ruftonmelodien erwirtschaften können.125 Da es sich jedoch bei den derzeitigen Klingeltönen nicht um die realen Songs handelt, ist die monetäre Abgabe an die GEMA umstritten. Der Markt der Musikrechte gilt jedoch als Schlüssel zur mobilen Musikzukunft, so dass derzeit regelrechte Verteilungskämpfe geführt werden. “Urheber und Anbieter von Klingeltönen streiten bei der Schiedsstelle des Deutschen Patentamtes über die Höhe der GEMA-Tarife.”126 Zukünftig soll die Zweitverwertung von Songs als Anrufton in allen Plattenverträgen mit geregelt werden. Darüber hinaus sollen auch Bild- und Videorechte zur mobilen Auswertung gegeben werden.127 In Deutschland sollen die Umsätze mit den Klingeltönen im 1. Halbjahr 2004 insgesamt 6,4 Prozent des gesamten Musikmarkts ausgemacht haben.128 Bei einigen Sendern gehört es bereits zum ‚guten Ton’ parallel zur laufenden Sendung Klingeltöne zu bewerben. Medienrechtlich befindet sich diese Art der Werbung in einer Art Grauzone, da sie als Werbung im normalen Programmablauf integriert sind. Unproblematisch ist jedoch, was MTV unter dem Namen „Ringtone des Monats“ vermarktet. Der Sender bietet innerhalb freier Werbekapazitäten ein monatliches Angebot von Klingeltönen, bei dem sich die Zuschauer die neuesten Tracks aus den Charts aufs Handy laden können. Daneben bietet MTV auch eigens kreierte Klingeltöne und Logos an. Diese werden durch die eigens dafür geschaffene Figur Roque – eine überdimensional große Kakerlake - beworben. Der Preis von Klingeltönen ist im Allgemeinen abhängig von deren Qualität. So [...]

Arbeit zitieren:
Trappe, Yvonne Dezember 2004: Stand und Entwicklungsperspektiven mobiler Anwendungen im Musikfernsehen in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
SMS, VIVA, MTV, Mobilfunk, Klingeltöne

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