Die ersten Städte der Erde im vorderen Orient und heutigen Irak
- Art: Studienarbeit
- Autor: Elmar Khan
- Abgabedatum: Januar 2003
- Umfang: 59 Seiten
- Dateigröße: 8,1 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Universität der Künste Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6737-1
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Khan, Elmar Januar 2003: Die ersten Städte der Erde im vorderen Orient und heutigen Irak, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Präurban, Sumerien, Assyrien, Assur, Babylon
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Studienarbeit von Elmar Khan
Zusammenfassung:
Die vorliegende Arbeit soll einen kurzen Überblick auf einige der ersten Städte dieser Erde im vorderen Orient und heutigen Irak, im Kontext der politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen der damaligen Zeit, verschaffen. Dies geschieht mittels zahlreicher Abbildungen, Karten und Tabellen, die zum leichteren Verständnis parallel neben dem Text betrachtet werden sollen.
Inhaltsverzeichnis:
| PRÄURBANE ENTWICKLUNG | 3 | |
| MESEPOTAMIEN/DAS ZWEISTROMLAND | 7 | |
| VORDERASIEN | 8 | |
| DIE FRÜHZEIT DER STADT IN MESEPOTAMIEN | 10 | |
| SUMERIEN/AKKADIEN | 13 | |
| Das Neu-Sumerische Reich | 14 | |
| Abriß der Stadtgeschichte | 18 | |
| ASSYRIEN | 21 | |
| Ausdehnung des Reiches | 22 | |
| Höhepunkt und Fall | 23 | |
| Assyrischen Städte | 24 | |
| Kalchu | 25 | |
| Ninive | 26 | |
| Dur-Scharrukin | 27 | |
| Assur | 32 | |
| Die archaischen Ischtar-Tempel | 34 | |
| Der Ischtar-Tempel und seine Gründungsdokumente | 36 | |
| Stiftungsensemble des Brauers Schamasch-Tukulti | 37 | |
| BABYLONIEN | 40 |
Assyrien hatte damit den Zenit seiner Macht erreicht. Die Entwicklungen des 7. Jahrhunderts v.Chr. umfassen die Blütezeit aber auch den Niedergang des assyrischen Reiches. Mit Quellwasser, das mit Hilfe von Schleusen und Kanälen, die über ein gewaltiges, teilweise 50 km langes Aquädukt geführt wurden, bewässerte er das Umland. Diese technische Leistung gehört zu den großartigsten und aufwendigsten Baumaßnahmen assyrischer Könige. Zugleich belagerte Sanherib 701 v. Chr. die Stadt Jerusalem, die sich schließlich durch einen hohen Tribut freikaufte, und zerstörte zahlreiche Städte Palästinas. In Babylonien mußte in langwierigen Kämpfen der aus dem Exil zurückgekehrte Merodach-baladan erneut vertrieben werden. Babylon selbst wurde dabei im Jahre 689 v.Chr. zerstört, seine Bewohner getötet oder vertrieben. Sanheribs Sohn Asarhaddon (681-669 v.Chr.) beendete die antibabylonische Politik seines Vaters und widmete sich der Wiederherstellung Babylons. Auf dem Höhepunkt seiner Macht begann er einen Feldzug gegen Ägypten. Erstmals wurde das Nilland von einem mesopotamischen Heer angegriffen und in Memphis ein assyrischer Gouverneur eingesetzt. Eine in Sendschirli (Sam'al) entdeckte Stele zeigt ihn als Sieger über Ägypten und rühmt seine Taten. Um die assyrische Position in Ägypten zu stärken, unternahm Asarhaddon einen weiteren Feldzug, auf dem er sein Leben verlor. So blieb es seinem Sohn Assurbanipal (668-612 v.Chr.) vorbehalten, wieder in Ägypten einzufallen. Im Jahre 667 v. Chr. eroberte er erneut Memphis, und nach einem ägyptischen Aufstand wurde sogar das oberägyptische Theben eingenommen. Die assyrische Herrschaft über das Niltal war nicht von Dauer. Trotzdem gaben die Tribute, Beute und Abgaben Assurbanipal die Möglichkeit, seine Residenzstadt Ninive prächtig auszubauen. Er schmückte die Paläste mit Darstellungen seiner Erfolge im Krieg und bei der Jagd. Außerdem legte er eine umfangreiche Tontafelbibliothek an, die uns heute Einblicke in viele Aspekte der Geschichte und Kultur Assyriens gibt. Doch das Ende Ninives und des Reiches war nicht mehr fern. Die Babylonier verbündeten sich mit den Medern des iranischen Berglandes, und gemeinsam eroberten sie im Jahre 614 v.Chr. die alte Kultstadt Assur und 612 v. Chr. die glanzvolle Residenz Ninive. Das assyrische Weltreich hatte sein Ende gefunden. [...]
Salmanassar V (726 -722 v. Chr.) war es wohl, der am Ende seiner Herrschaft die Stadt Samaria in Israel nach langer Belagerung einnehmen konnte - ein Ereignis, das er auch auf den Wandreliefs seines Palastes darstellen ließ. Auch nach dieser Eroberung wurden zahlreiche Bewohner der Stadt deportiert. Nachdem Salmanassar V während einer assyrischen Rebellion sein Ende gefunden hatte, bestieg ein Usurpator, Sargon II. (721-705 v.Chr.), den Thron. Zuvor war er bereits ein erfolgreicher Truppenführer gewesen und repräsentierte in seiner Person den Charakter Assyriens als Militärstaat, in dem auch die wesentlichen Verwaltungsämter von Offizieren besetzt wurden. Interne Unruhen hatten zum Abfall insbesondere der wichtigen südsyrischen Provinzen geführt, die offenbar von Ägypten Rückendeckung erhielten. Sargon II. konnte die assyrische Herrschaft wiederherstellen und übte schreckliche Rache an den Besiegten. Militärische Erfolge erzielte er auch im Norden gegen den Phryger Mita (Midas) sowie im Nordosten gegen das Königreich Urartu. Ein besonderes Problem blieb aber Babylonien. Der Stammesführer Marduk-apla-iddina (biblisch: Merodach-baladan) hatte dort die Macht an sich gerissen und konnte erst im Jahre 710 v.Chr. vertrieben werden. Im Gegenzug ließ sich Sargon zum König von Babylonien krönen. Bedeutende Ereignisse seiner Regierungszeit wurden vor allem auf den Reliefs dargestellt, die er in seiner neuen Hauptstadt Dur-Scharrukin, „Festung des Sargon", anbringen und mit Inschriften versehen ließ. [...]
Eine neue Periode in der Geschichte des neuassyrischen Reiches begann unter König Tiglatpileser III. (744-727 v. Chr.). Ihm gelang es, die bis nach Nordsyrien vorgedrungenen Urartäer zurückzuwerfen, bei einem Syrienfeldzug sogar Gaza zu erreichen und schließlich, im Jahr 732 v.Chr., das starke Damaskus zu erobern. Seine Strategie war weniger Unterwerfung der lokalen Herrscher und das Eintreiben von Abgaben, als eine Neuorganisierung der Verwaltung. Die eroberten Gebiete wurden als Provinzen in den assyrischen Staat eingegliedert und weite Teile der Bevölkerung umgesiedelt, um so möglichen Aufständen vorzubeugen. Die militärischen Erfolge Assyriens beruhten ferner auf einer zunehmenden Spezialisierung von Heereseinheiten, militärtechnischen Neuerungen und Verbesserungen der Waffen und Ausrüstungen. So erhält der auf den Palastreliefs häufig dargestellte assyrische Streitwagen durch Erhöhung der Speichenzahl eine größere Stabilität. Die Vergrößerung des Wagenkastens führte dazu, daß vier statt bisher zwei Krieger vom Wagen aus kämpfen konnten. [...]
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