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Stadtumbau in schrumpfenden Städten Ostdeutschlands

Schrumpfungsmanagement im Bereich Wohnen

Stadtumbau in schrumpfenden Städten Ostdeutschlands
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Lars Liebe
  • Abgabedatum: Juli 2001
  • Umfang: 151 Seiten
  • Dateigröße: 4,2 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dresden Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5037-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5037-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5037-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Liebe, Lars Juli 2001: Stadtumbau in schrumpfenden Städten Ostdeutschlands, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Stadtentwicklungsplanung, Raumordnung, Städtebau, Wohnungswirtschaft

Diplomarbeit von Lars Liebe

Einleitung:

Die Arbeit befasst sich mit einem hochaktuellen und gleichermaßen praxisrelevanten Thema, das speziell in Ostdeutschland eine wichtige Rolle spielt. Sie stellt zum einen eine Auseinandersetzung mit der Stadtentwicklung in Ostdeutschland in den 90er Jahren dar. Zum anderen untersucht sie die Reaktionsmöglichkeiten auf den Schrumpfungsprozess im Bereich der Stadtentwicklungsplanung. Dabei steht die Funktion Wohnen der Städte im Mittelpunkt eines umfassenderen Schrumpfungsmanagements.

Gang der Untersuchung:

Der erste Hauptteil der Arbeit ist eine umfassende Betrachtung der Determinanten städtischer Entwicklung. Über die Untersuchung der Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung der 90er Jahre hinaus, versucht sie die jeweiligen Perspektiven auszuleuchten. In einem weiteren Schritt erkundet sie die Auswirkungen auf die räumliche Struktur der Stadt in Ostdeutschland. Um die Aussagen zu vertiefen, betrachtet die Arbeit bei ähnlicher Herangehensweise beispielhaft die Stadtentwicklung von Leipzig seit 1989 sowie deren Perspektiven.

Der zweite Hauptteil beschäftigt sich kritisch mit den einzelnen Elementen des Schrumpfungsmanagements, dass als Antwort auf den formulierten Handlungsbedarf gesehen wird.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Ausgangslage 1
1.2 Forschungsdesign 2
1.2.1 Zielstellung 2
1.2.2 Aufbau der Arbeit und Eingrenzung des Themas 3
1.2.3 Methodik 4
1.3 Schlüsselbegriffe 5
2. Grundlagen - Determinanten städtischer Entwicklung und die Auswirkungen auf die Stadtstruktur unter Schrumpfungsbedingungen 12
2.1 Bevölkerung 13
2.1.1 Demographische Bestimmungsfaktoren 14
2.1.2 Perspektiven der Bevölkerungsentwicklung im Überblick 15
2.1.3 Segregation und Polarisation 18
2.2 Wirtschaft 22
2.2.1 Städtische und stadtregionale Märkte 22
2.2.1.1 Boden- und Immobilienmarkt 22
2.2.1.2 Wohnungsmarkt 26
2.2.1.3 Arbeitsmarkt 30
2.2.2 Wirtschaftlicher Wandel 34
2.2.3 Gesellschaftlicher Kontext 39
2.2.4 Kommunale Finanzen 40
2.3 Auswirkungen auf die Stadtstruktur 44
2.4 Beispiel - Leipzig 48
2.4.1 Entwicklung seit 1990 und heutige Situation 50
2.4.1.1 Bevölkerung 50
2.4.1.2 Wirtschaft 52
2.4.1.3 Stadtstruktur 58
2.4.2 Perspektiven der Leipziger Stadtentwicklung 64
3. Zwischenbilanz I - Handlungsbedarf in der schrumpfenden Stadt 66
4. Konsequenzen - Management der schrumpfenden Stadt im Bereich Wohnen 72
4.1 Informelle Instrumente – Stadtentwicklungsplanung 73
4.1.1 Prioritätensetzung im Bestand 76
4.1.2 Neubausteuerung 82
4.2 Formelle Planungsinstrumente des BauGB 87
4.3 Strategien und Maßnahmen der Planumsetzung 92
4.3.1 Koordinations- und Umsetzungsorganisation 93
4.3.1.1 Organisation innerhalb der Verwaltung 93
4.3.1.2 Öffentlichkeitsarbeit 93
4.3.1.3 Kooperation 94
4.3.1.4 Pilotprojekte / Modellprojekte 94
4.3.1.5 Stadtteilentwicklungsagenturen 94
4.3.2 Thematische Bausteine zur Umsetzung 97
4.3.2.1 Baustein Grundstückspool 97
4.3.2.2 Baustein Eigentumsförderung 98
4.3.2.3 Baustein Soziale Stadt / Quartiersmanagement 100
4.3.2.4 Baustein Maßnahmen zum Stadtumbau 103
4.2.3.5 Exkurs: Infrastrukturveränderung unter Schrumpfungsbedingungen 110
4.4 Reformierung flankierender Instrumente 111
4.4.1 Städtebauförderung 112
4.4.2 Altschuldenregelung 115
4.4.3 Grundsteuer / Grunderwerbssteuer 116
4.4.4 Eigentumsförderung 117
5. Zwischenbilanz II - Erfolgsaussichten des Schrumpfungsmanagements 118
Zusammenfassung 122
Anhang 125
Quellen 126
E-Mail-Fragebogen 136
Experteninterview-Leitfaden 139
Dank 140
Erklärung zur Urheberschaft 141

Automatisiert erstellter Textauszug:

In den 90er Jahren setzte ein intensiver Sanierungsprozess ein, der die Stadtteile in unterschiedlichen Ausmaß ergriff. Besonders die Stadtgebiete mit geringer Wohnqualität verzeichnen auch heute noch Leerstand in unsanierten und sanierten Beständen, verfallende Bausubstanz und Sanierungsbedarf (lässt man die Nachfrageentwicklung auf Grund der Bevölkerungsentwicklung außer Acht). Stadtteile mit großen Entwicklungs- und Umstrukturierungsbedarf liegen im Leipziger Osten und in kleinräumiger Ausprägung in den Stadtteilen Altlindenau, Kleinzschocher, Lindenau und Teilen von Plagwitz sowie entlang der großen Einfallsstraßen. Der industrielle Wohnungsbau konzentriert sich in Grünau (35.000 WE) und Paunsdorf (6700 WE).122 Diese beiden Großwohnsiedlungen stellen die Antwort auf das seit den 70er Jahren zunehmende Wohnungsproblem dar. In die Siedlungen zogen zum Großteil Einwohner der verfallenden Gründerzeitgebiete und Bewohner der durch den Bergbau devastierten Gemeinden des Umlandes. Im Leipziger Stadtgebiet lassen sich vergleichsweise wenig Ein- und Zweifamilienhausgebiete finden. Mit circa 25.000 Wohnungen bestehen im Vergleich zu anderen Städten in diesem Teilmarkt Defizite.123 [...]

Die Stadt ist durch große gründerzeitliche Gebiete mit gemischten Nutzungsstrukturen einerseits und große, in industrieller Bauweise errichtete, Wohnungsneubaugebiete andererseits gekennzeichnet (s. Abb. 15). Ergänzt werden diese Gebiete durch die Bebauung der 20er und 30er Jahre. Die gründerzeitlichen Gebiete verzeichnen entsprechend ihrer Entstehungsgeschichte sowie ihrer stadträumlichen Lage insbesondere zum Leipziger Auenwald deutliche Qualitätsunterschiede. Während einige Gründerzeitquartiere wie bspw. das Waldstraßenviertel beliebte Wohnviertel darstellen, sind andere wie Volkmarsdorf erheblich unattraktiver. Auch in Leipzig wurde die Altbausubstanz jahrzehntelang vernachlässigt. Besonders in den 80er Jahren stieg der Anteil leerstehender und schwer beschädigter Gebäude. Der flächendeckende Verfall von innerstädtischen Altbaugebieten führte in Leipzig lediglich in Teilen der westlichen und östlichen Vorstadt sowie dem südlichen Cityrandbereich zum Abriss und anschließenden Neubau. Im Stadtteil Connewitz verhinderte die Wende den Abriss bereits geräumter Gebäude.121 [...]

gen sich in den sanierten Beständen höhere Leerstände, da sie z.T. zu teuer und nicht nachfragegerecht saniert wurden.119 In städtebaulichen Ungunstlagen, wie Hauptverkehrsstraßen (Eisenbahnstraße, GeorgSchuhmann-Straße) oder Stadtteilen mit fehlender Grünanbindung (Volkmarsdorf etc.) konzentrieren sich die Leerstände in den Altbaugebieten besonders. Plattenbauten sind mit maximal 14% Leerstand vergleichsweise gering betroffen, verzeichnen jedoch steigende Leerstandsraten. In bestimmten Lagen kommt es allerdings auch hier zur Ballung von Leerständen. Auf Grund des erhöhten Angebots durch die Bautätigkeit in der Stadt und im Umland entspannte sich der Wohnungsmarkt in Leipzig in der zweiten Hälfte der 90er Jahre. Nachvollziehbar ist dies bspw. anhand des Mietzinses. Die Nettokaltmiete für eine neugebaute 3Raum-Wohnung in guter Lage von 21,00 DM pro qm (1993) auf 13,75 DM pro qm (2000) zurück. Die durchschnittlich erzielbare Nettokaltmiete für eine sanierte Wohnung beträgt noch circa 9,50 DM.120 [...]

Arbeit zitieren:
Liebe, Lars Juli 2001: Stadtumbau in schrumpfenden Städten Ostdeutschlands, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Stadtentwicklungsplanung, Raumordnung, Städtebau, Wohnungswirtschaft

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