Stadtmarketing als Instrument zur Revitalisierung der ostdeutschen Städte
Das Beispiel Weimar
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Annette Bona
- Abgabedatum: Dezember 1997
- Umfang: 133 Seiten
- Dateigröße: 11,8 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0707-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0707-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0707-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Bona, Annette Dezember 1997: Stadtmarketing als Instrument zur Revitalisierung der ostdeutschen Städte, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Ostdeutschland, Revitalisierung, Städtevergleich, Stadtmarketing, Strukturwandel
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Diplomarbeit von Annette Bona
Einleitung:
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Beitrag zur Leitbildfindung im Stadtmarketingprozeß von Weimar zu leisten, der die Grundlage zur Erstellung eines geeigneten Maßnahmenkatalogs für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung bilden soll. Voraussetzung dazu ist eine detaillierte Analyse der Stärken und Schwächen der Stadt Weimar: zum einen in Bezug auf ihre eigenen Entwicklungsmöglichkeiten (Standortanalyse) und zum anderen bezogen auf ihre Position im regionalen Umfeld (Umfeldanalyse). Den verantwortlichen Stadtmarketingakteuren soll ein theoretisch-konzeptioneller Handlungsrahmen zur Verfügung gestellt werden, der den Prozeß der Kooperation und Kommunikation im Stadtmarketing erleichtern und zu einer erfolgreichen Revitalisierung der Stadt führen kann.
Gang der Untersuchung:
Die Vorgehensweise zu dieser Arbeit kann in mehrere Phasen unterteilt werden. Die erste Phase soll einen Überblick über das Instrument Stadtmarketing schaffen: Es gilt zu klären: Was ist Stadtmarketing, welche Ziele verfolgt es, und wie ist das neue Steuerungsinstrument der Stadtentwicklung im gesellschafts- und planungstheoretischen Kontext einzuordnen?
In der zweiten Phase werden die aktuellen gesamträumlichen Probleme der ostdeutschen Innenstädte als Resultate der Umstrukturierung aus 40 Jahren sozialistischer Planwirtschaft und sozialistischem Städtebau betrachtet. Stadtmarketing bietet als Strategie einen Lösungsansatz zur Bewältigung des Problemkatalogs der ostdeutschen Innenstädte. Nach der Bewertung der Erfolgschancen, die es zur Revitalisierung im allgemeinen bietet, steht die Einzelfallstudie der Stadt Weimar im Mittelpunkt dieser Arbeit. Auf der Basis einer intensiven Datenrecherche vor Ort sowie der Auswertung statistischen Datenmaterials wird anhand des theoretischen Ablaufschemas zum Stadtmarketing die Arbeit des "Weimarer Innenstadt e. V." unterstützt, was im einzelnen bedeutet:
- Ursachen für ein Stadtmarketingprojekt Weimar, Vorstellung der Akteure im Verein, Reflexion über die bisherige Arbeit.
- Erarbeitung des IST-Profils von Weimar, auch im regionalen Kontext. Welche Stärken und Schwächen hat die Stadt, welches sind die potentiellen Chancen und Risiken in Bezug auf den Handel, die Infrastruktur, den Tourismus etc.?
- Entwicklung von Zielen und Leitbildern als Maßnahmen zur Revitalisierung der Innenstadt von Weimar und Orientierungshilfe für die zukünftige Stadtentwicklung.
Betont werden muß, daß es sich hier nicht um die Erstellung einer konkreten Stadtmarketingkonzeption handelt, sondern daß lediglich Empfehlungen und Orientierungshilfen für das Projekt Weimar gegeben werden sollen. Die Erfahrung zeigt nämlich, daß sich die Erarbeitung von Stadtmarketingprojekten aufgrund des ganzheitlichen Ansatzes teilweise über mehrere Jahre hinstreckt. Und eine Konzepterarbeitung im Sinne eines Gutachtens einer außenstehenden "Nicht-Weimarerin" wäre das, was man durch kommunikatives Stadtmarketing verhindern will.
Neben einer intensiven Literatur- und Datenrecherche (Statistiken des Landes Thüringen und der Stadt Weimar und Auswertung von Zeitungsartikeln im Zeitraum von Januar bis September 1997) und einer Befragung zum derzeitigen Erfahrungsstand einiger deutscher Stadtmarketingprojekte im Rahmen eines Praktikums beim Deutschen Seminar für Städtebau und Wirtschaft (DSSW) in Bonn wurden Experteninterviews mit den Akteuren des Stadtmarketings in Weimar 4 geführt und an den Vorstandssitzungen des "Weimarer Innenstadt e. V." teilgenommen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Ziel der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Vorgehensweise und methodische Grundlagen | 3 |
| 2. | Stadtmarketing - ein neues Steuerungsinstrument in der Stadtentwicklung | 6 |
| 2.1 | Begriffsvielfalt und Definitionsansätze | 6 |
| 2.2 | Vom traditionellen Marketing zum "Marketing Broadening" | 8 |
| 2.3 | Die Entstehungsbedingungen von Stadtmarketing | 11 |
| 2.3.1 | Stadtmarketing im gesellschaftstheoretischen Kontext: Der Wandel vom Fordismus zum Postfordismus | 11 |
| 2.3.2 | Stadtmarketing im planungstheoretischen Kontext | 15 |
| 2.4 | Varianten | 16 |
| 2.4.1 | Stadtmarketing als Werbestrategie | 16 |
| 2.4.2 | Stadtmarketing als kommunales Management | 17 |
| 2.4.3 | Stadtmarketing als public-private-partnership (ppp)- Ansatz | 18 |
| 2.4.4 | Stadtmarketing als ganzheitlicher Ansatz und politische Neuinterpretation | 19 |
| 2.5 | Allgemeine Ziele des Stadtmarketings | 20 |
| 2.6 | Bausteine des Stadtmarketings | 21 |
| 2.6.1 | Die informelle Anschubphase | 21 |
| 2.6.2 | Die Analysephase | 22 |
| 2.6.3 | Die Konzeptionsphase | 23 |
| 2.6.4 | Die Realisierungsphase | 23 |
| 2.7 | Stadtmarketing - eine Herausforderung für ostdeutschen Innenstädte | 28 |
| 3. | Die Problemsituation der ostdeutschen Innenstädte | 29 |
| 3.1 | Stadtentwicklung in Ostdeutschland bis 1990 | 29 |
| 3.1.1 | Leitbilder des Städtebaus in der DDR | 29 |
| 3.1.2 | Stadtstruktur | 31 |
| 3.1.3 | Umgang mit den Altbaugebieten | 31 |
| 3.2 | Stadtentwicklung in Ostdeutschland seit 1990: Aktuelle Entwicklungen und Probleme | 33 |
| 3.3 | Stadtmarketing als Chance zur Revitalisierung der ostdeutschen Städte | 36 |
| 4. | Stadtmarketing als Instrument zur Revitalisierung der Stadt Weimar | 39 |
| 4.1 | Weimar im Überblick | 39 |
| 4.2 | Die Anschubphase des Stadtmarketings | 47 |
| 4.2.1 | Die Institutionalisierung | 49 |
| 4.2.2 | Vorstellung der Akteure | 49 |
| 4.2.3 | Die Finanzierung | 50 |
| 4.3 | Weimar: Standort- und Umfeldanalyse | 51 |
| 4.3.1 | Lage im Raum | 52 |
| 4.3.2 | Demographische Daten | 54 |
| 4.3.3 | Infrastruktur und Bautätigkeit | 55 |
| 4.3.4 | Wirtschaftsstruktur | 65 |
| 4.3.5 | Branchenstruktur | 72 |
| 4.3.6 | Einzelhandel | 76 |
| 4.3.7 | Fremdenverkehr | 83 |
| 4.3.8 | Öffentliche Finanzen und Steuern | 86 |
| 4.3.9 | Standortprofil Weimar - Die Stärken- und Schwächen-Analyse in der Zusammenfassung | 88 |
| 4.4 | Leitbildphase | 96 |
| 4.4.1 | Bestehende Ansätze | 96 |
| 4.4.2 | Versuch einer Zielentwicklung | 98 |
| 4.4.3 | Empfehlung zu einer Leitbildentwicklung | 102 |
| 4.5 | Fazit und Empfehlungen für das Stadtmarketingprojekt Weimar | 104 |
| 5. | Zusammenfassung, Schlußfolgerungen und Ausblick | 108 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832407070
Arbeit zitieren:
Bona, Annette Dezember 1997: Stadtmarketing als Instrument zur Revitalisierung der ostdeutschen Städte, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Ostdeutschland, Revitalisierung, Städtevergleich, Stadtmarketing, Strukturwandel



