Stadtmarketing als Ansatz der kommunikativen Gestaltung und Vermarktung einer Stadt am Beispiel der Stadt Oldenburg
Analyse der bisherigen Entwicklungen, Erfolgscontrolling und Handlungsempfehlungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christina Hobbie
- Abgabedatum: Januar 2005
- Umfang: 86 Seiten
- Dateigröße: 614,2 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8721-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8721-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8721-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hobbie, Christina Januar 2005: Stadtmarketing als Ansatz der kommunikativen Gestaltung und Vermarktung einer Stadt am Beispiel der Stadt Oldenburg, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marketing, Leitbild, Erfolgsfaktoren, Erfolgskontrolle, Stadtwerbung
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Diplomarbeit von Christina Hobbie
Zusammenfassung:
Die Stadt Oldenburg stellt den wirtschaftlichen, administrativen und kulturellen Mittelpunkt des Regierungsbezirkes Weser-Ems dar und verfügt über eine über-durchschnittliche Wohn- und Lebensqualität. Dies wird durch Umfragen unter Stadtbewohnern immer wieder belegt.
Allerdings hat sich die Stadtverwaltung auf dieser Erkenntnis einige Jahre lang ausgeruht. Der Ausspruch „Die Oldenbürger“, von dem die Stadt seit 25 Jahren zehrt, wurde bislang nicht „gelebt“ oder als Marke für Oldenburg etabliert, so dass dem heutigen Oldenburg nicht nur die Anziehungskraft sondern auch ein prägnantes Markenzeichen fehlen. Frühere Vorteile, die Oldenburg beispielsweise als „Kleinste Großstadt mit der ersten Fußgängerzone“ oder als „Fahrradfahrerstadt“ in Deutschland populär machten, haben sich mittlerweile verloren, denn sie wurden über die Jahre nicht ausgebaut und ergänzt.
Andere Städte, wie beispielsweise Bremen und Osnabrück, haben in punkto Attraktivität deutlich aufgeholt.
Um sich diesem Wettbewerb zu stellen, ist im Januar 2004 der Startschuss für das Projekt Stadtmarketing Oldenburg gefallen, das mit einem Etat von 850.000 Euro ausgestattet wurde.
Zielsetzung dieser Diplomarbeit ist es, für das oben erwähnte Stadtmarketing- Projekt nach einem Jahr Umsetzungsphase die bisherigen Entwicklungen zu analysieren, Vorschläge für ein effektives Erfolgscontrolling zu erarbeiten und anhand relevanter Erfolgsfaktoren eine Zwischenbilanz des Stadtmarketingprozesses zu ziehen. Zur Erreichung dieser Ziele wurden neben einer umfangreichen Literaturrecherche mehrere Expertengespräche vor Ort durchgeführt, um eine systematische Erfassung der Stadtmarketingaktivitäten in Oldenburg zu erreichen und darauf aufbauend Schlussfolgerungen für eine erfolgsversprechende Implementierung des Stadtmarketing zu ziehen.
Gang der Untersuchung:
Nachdem in Kapitel 2 der vorliegenden Arbeit die theoretischen Grundlagen und Vorgehensweisen des Stadtmarketing erläutert werden, beschäftigt sich Kapitel 3 mit dem Stadtmarketing-Ansatz in der Stadt Oldenburg. Hierbei werden die Entwicklungen des Stadtmarketing Oldenburg vorgestellt, beginnend bei Aktivitäten vor dem eigentlichen Stadtmarketingprozess, über die strategische Ausrichtung bis hin zur Realisation und Institutionalisierung.
In Kapitel 4 werden darauf aufbauend Ansätze zur bislang unberücksichtigten Erfolgskontrolle des Stadtmarketing Oldenburg diskutiert und anhand eines Praxisbeispiels eine mögliche Systematisierung des Controllings für ein strategisches Event vorgeschlagen.
Ausgehend von den bisherigen Ergebnissen setzt sich Kapitel 5 kritisch mit dem Stadtmarketing-Ansatz in Oldenburg auseinander und analysiert die Aktivitäten und Vorgehensweisen anhand geeigneter Erfolgsfaktoren.
Schließlich werden in einem zusammenfassenden Fazit in Kapitel 6 die Sichtweisen der Sponsoren wiedergegeben und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Ausrichtung der Stadtmarketingaktivitäten aufgestellt.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Zielsetzung der vorliegenden Arbeit | 1 |
| 1.2 | Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Grundlagen des Stadtmarketing | 3 |
| 2.1 | Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen | 4 |
| 2.2 | Übertragbarkeit der Ansätze des betriebswirtschaftlichen Marketing | 8 |
| 2.3 | Der Prozess eines professionellen Stadtmarketing | 9 |
| 2.3.1 | Analysephase | 10 |
| 2.3.2 | Konzeptionsphase | 10 |
| 2.3.2.1 | Vision- und Leitbildentwicklung zur Positionierung | 11 |
| 2.3.2.2 | Formulierung von Marketingstrategien | 11 |
| 2.3.2.3 | Ableitung von Maßnahmen | 12 |
| 2.3.2.4 | Gestaltung des Stadtmarketing-Mix | 13 |
| 2.3.3 | Realisationsphase | 13 |
| 2.3.3.1 | Realisations-Organisation | 13 |
| 2.3.3.2 | Umsetzung des Maßnahmenkatalogs | 14 |
| 2.3.3.3 | Finanzierung | 15 |
| 2.3.3.4 | Controlling | 16 |
| 2.4 | Probleme bei der Umsetzung | 18 |
| 3. | Stadtmarketing in der Stadt Oldenburg | 19 |
| 3.1 | Allgemeine Informationen zur Stadt Oldenburg | 19 |
| 3.2 | Spezifische Stärken und Schwächen der Stadt | 20 |
| 3.3 | Ausgangs- und Rahmenbedingungen für die Leitbildentwicklung | 21 |
| 3.4 | Der Stadtleitbildprozess | 22 |
| 3.5 | Anschubphase zum Stadtmarketing Oldenburg | 24 |
| 3.6 | Initiative und Aufbauorganisation | 25 |
| 3.7 | Stadtmarketingkonzeption | 27 |
| 3.7.1 | Ziele und Zielgruppen | 27 |
| 3.7.2 | Markenpositionierung | 28 |
| 3.7.3 | Stadtmarketing-Strategie | 29 |
| 3.7.4 | Kommunikationsgestaltung | 30 |
| 3.8 | Realisationsphase des Stadtmarketing Oldenburg | 32 |
| 3.8.1 | Auftaktveranstaltung | 32 |
| 3.8.2 | Aktionsplan 2004 | 33 |
| 3.8.3 | Stadtmarketing-Budget | 36 |
| 3.8.4 | Erfolgskontrolle | 36 |
| 3.9 | Änderung in der Organisationsstruktur | 36 |
| 4. | Ansätze zum Erfolgscontrolling des Stadtmarketing OL | 38 |
| 4.1 | Voraussetzungen für eine Erfolgskontrolle | 38 |
| 4.2 | Controlling im operativen Bereich | 40 |
| 4.2.1 | Controlling der Pressearbeit | 40 |
| 4.2.2 | Controlling von Veranstaltungen | 40 |
| Definition eines Rasters zur Systematisierung | 41 | |
| Umsetzungsbeispiel für den Lambertimarkt Oldenburg | 44 | |
| 5. | Bewertung des Stadtmarketing Oldenburg | 47 |
| 5.1 | Stadtmarketing-Ansatz | 47 |
| 5.2 | Vorgehen | 48 |
| 5.3 | Erfolgsfaktoren des Stadtmarketing | 49 |
| 5.3.1 | Motivation und Beteiligung | 51 |
| 5.3.2 | Einbeziehung der Bürger | 53 |
| 5.3.3 | Klare Zielformulierung | 54 |
| 5.3.4 | Gesicherte Finanzierung | 55 |
| 5.3.5 | Kommunikation und Koordination zwischen den Akteuren | 56 |
| 5.3.6 | Begleitende Öffentlichkeitsarbeit | 58 |
| 5.3.7 | Geeignete Institutionalisierung | 58 |
| 5.3.8 | Weitere Erfolgsfaktoren | 60 |
| 5.4 | Stadtmarketing ist mehr als nur Stadtwerbung | 60 |
| 5.5 | Umfassendes Stadtmarketing – Der ideale Ansatz? | 63 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 64 |
| 6.1 | Einschätzung der privaten Akteure | 64 |
| 6.2 | Fazit | 64 |
| Literaturverzeichnis | VI | |
| Anhang | X | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | XVII |
Insgesamt 42 Anträge sind bei der Geschäftsführung des Stadtmarketing eingegangen, die mit einem Gesamtvolumen von 1,6 Mio. Euro nicht alle berücksichtigt werden konnten. Mit Hilfe eines standardisierten Verfahrens (zentrale Bewertungskriterien: Imagegewinn und ökonomischer Zusatznutzen) wurden die Anträge bewertet und ein Finanzvorschlag erarbeitet, der u.a. auch Vorschläge zur thematischen Bündelung enthielt. Während einer gesonderten Besprechung der Mitglieder des Kreativkreises Anfang März 2004 kam man jedoch nach intensiver Diskussion zu dem Ergebnis, die Mittel für das Co-Marketing auf ein Minimum zu beschränken und mehr Aktivitäten im zentralen Marketing durchzuführen. Gründe dafür waren zum einen die bessere Wahrnehmung von zentralen Marketingmaßnahmen, die gerade in der Startphase von besonderer Wichtigkeit seien. Man wollte eine „Verzettelung in Einzelmaßnahmen“ vermeiden. Zum anderen sollte die Gefahr von Mitnahmeeffekten und „Doppelsponsoring“ ausgeschlossen werden. Vor allem aber hatten die Anträge größtenteils nicht die gewünschte Qualität. [...]
Durch ein offensives Stadtmarketing soll auf langfristige Sicht vier Mal im Jahr von Oldenburg ein spürbarer Impuls ausgehen, der in der Region Aufmerksamkeit erzeugt und so für eine spürbar höhere Frequenz in der Stadt sorgt. Dafür werden vier große Themen pro Jahr zu einem durchdachten Gesamtpaket geschnürt und durch zentrale Marketingmaßnahmen, wie z.B. Erstellung von Zeitungsbeilagen und Funkspots, flankiert. Die langfristig geplanten Jahresthemen entstehen in Kooperation mit den Leistungsanbietern (Unternehmen, Organisationen, Einzelpersonen, Vereine), die auf Antrag Marketingzuschüsse aus dem Stadtmarketingetat erhalten, wenn Ihre Projekte bestimmte Kriterien erfüllen96 („Strategie des koordinierenden Co-Marketings“ 97). Hierzu zählen zum einen die Art des Projektes. Unterstützt werden: [...]
Die Kernarbeit des Stadtmarketing wurde im ersten Jahr durch die eng miteinander kooperierenden Institutionen Stadt, City Management Oldenburg e.V. (CMO) und Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM) in einer nicht institutionalisierten Form geleistet. Dazu wurde ein Projektmanagement gebildet, dem die Geschäftsführung der OTM und des CMO sowie die Leiterin des Fachdienstes Standortmarketing der städtischen Wirtschaftsförderung angehörten. Aufgabe der Projektmanager ist es, Projekte zu initiieren, den Kontakt mit den Leistungsanbietern zu pflegen, entsprechende Netzwerke aufzubauen und diese zu betreuen. Außerdem wirken sie an der Herstellung und Distribution von Werbe- und Informationsmaterialien mit. Der Leiterin des Fachdienstes Standortmarketing wurde auch die Geschäftsführung übertragen. Sie bündelt alle Aktivitäten, ist für die Umsetzung aller beschlossenen Aktivitäten und die Abwicklung der Finanzen verantwortlich und kümmert sich um die Wirkungskontrolle. Außerdem vertritt sie das Stadtmarketing nach außen. Dem Projektmanagement wurde ein Kreativkreis zur Seite gestellt, der sich neben dem Projektteam aus Marketingexperten der Wirtschaft, Sponsoren und weiteren Experten zusammensetzt. Aufgabe des Kreativkreises ist es, das Projektmanagement zu beraten, Ideen zu entwickeln und Projekte zu bewerten. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden durch das Projektmanagement in Jahresund Mehrjahreskonzepten gebündelt und die dafür erforderlichen Finanzpläne erstellt, die dann als Entscheidungsgrundlage dem Gremium der Förderer vorgelegt werden. Sobald hier die Entscheidungen über umzusetzende Projekte getroffen werden, kann das Projektmanagement die Umsetzung in Zusammenarbeit mit den einzelnen Projekt- und Leistungsträgern organisieren. 95 Profil erhalten die Projekte durch Konzentration auf die Kernfelder Kultur, Sport, Wissenschaft und Leben. Die Frese & Wolff GmbH wurde beauftragt hierfür das Gestaltungskonzept und den zugehörigen Mediaplan zu erarbeiten. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832487218
Arbeit zitieren:
Hobbie, Christina Januar 2005: Stadtmarketing als Ansatz der kommunikativen Gestaltung und Vermarktung einer Stadt am Beispiel der Stadt Oldenburg, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Marketing, Leitbild, Erfolgsfaktoren, Erfolgskontrolle, Stadtwerbung



