Die Stadt von Velletri
Entwicklungsgeschichte und Forschungen zu städtebaulichen Ausdehnungsphasen, Haustypologien und Konstruktionsmethoden
- Art: Studienarbeit
- Autor: Elettra Griesi
- Abgabedatum: November 2007
- Umfang: 112 Seiten
- Dateigröße: 6,1 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) Deutschland
- Bibliografie: ca. 37
- ISBN (eBook): 978-3-8366-3786-2
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Griesi, Elettra November 2007: Die Stadt von Velletri, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Architektur, Mauertechnik, Tür, Addossamenti, Mittelalter
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Studienarbeit von Elettra Griesi
Inhaltsangabe:
Einleitung:
Die vorliegende Untersuchung möchte einen Beitrag zur Erforschung der Stadtbau- und Baugeschichte Velletri’s in der italienischen Provinz Latium leisten. Es soll eine Übersicht über die städtebauliche Entwicklung Velletri’s sowie über die Haustypologie und deren Konstruktionsmethoden vermittelt werden. Ziel ist die Stadt in ihrer Gesamtheit erfassen zu können, so dass eine Betrachtung von ihrer Gesamtheit (sprich die städtebauliche Entwicklung) bis ins Detail (Konstruktionsmethoden) erforderlich war.
Die Arbeit wurde im Rahmen des Seminares ‘Laboratorio di Restauro’ an der Università degli Studi Roma Tre in Rom im Jahr 2004 angefangen.
Zielsetzung der Arbeit soll die Klärung folgender Fragestellungen sein:
Ab wann kann man im Falle von Velletri von Stadt im typologischen Sinne sprechen?
Wie entwickelt sich die Stadt im Laufe der Zeit?
Inwieweit kann an diesem Ort eine Siedlungskontinuität seit der Frühzeit der Besiedlung nachgewiesen werden?
Da die Stadt in der Zeit sukzessive gewachsen ist, werden in den älteren Stadtgebieten – die im zweiten Teil der Arbeit untersucht werden - andere Haustypologien erwartet als in den Neueren.
Durch die Untersuchung von Grundrissgefügen und Konstruktionsmethoden soll diese Annahme unterstützt werden und dadurch eine Haustypologie für die Stadt erarbeitet werden. Lassen sich in Velletri vielleicht unterschiedliche Gebäudetypologien, abhängig vom alter der Stadtviertel, nachweisen oder existiert im gesamten Gebiet lediglich ein als charakteristisch anzunehmender Haustyp?
Die Arbeit gliedert sich in drei Teile, die in ihrer Reihenfolge wie Kettenglieder aufeinander aufbauen.
Im ersten Teil der Arbeit geht es um die Bestandsaufnahme der Entwicklungsgeschichte Velletri’s. Es soll dem Leser ein Grundwissen über die naturräumliche Situation der Stadt und die geschichtliche Entwicklung der gesamten Region vermittelt werden. Dabei werden archäologische Funde sowie historische Fakten aus schriftlichen Quellen und der Literatur zusammengetragen, um auf der einen Seite die Siedlungsgeschichte dieses Gebietes darzustellen, auf der anderen Seite Aussagen über die Stadtausdehnung und Straßenverläufe zu ermöglichen.
Im ersten Teil des Kapitels wird sehr stark auf archäologische Funde eingegangen, vor allem auf die Dichte unterschiedlicher Materialkonzentrationen, da diese für eine spätere Rekonstruktion von Straßenverläufen sowie die Stadtausdehnung von wesentlicher Bedeutung ist. Ab mittelalterlicher Zeit wird ausschließlich anhand schriftlicher Quellen gearbeitet. Diese erlauben eine hinreichend genaue Auswertung der Bestandsaufnahme, die im Gebiet der Stadt Velletri zu erkennen sind.
Die einzelnen Karten sind nach Epochen sortiert und die untersuchten Bauwerke, anhand der Buchstaben identifizierbar, bieten so dem Leser einen Überblick über die Entwicklung Velletri’s.
Der zweite Teil der Untersuchung ist ein möglicher Vorschlag, was die Entwicklungsgeschichte Velletri’s anbelangt. Zunächst soll anhand der dargestellten archäologischen Befunde, kombiniert mit den Erkenntnissen aus den Quellen und der Literatur ein Vorschlag für die mögliche Besiedlung des Gebietes der heutigen Stadt Velletri’s vom Paläolothikum bis zur Eisenzeit gemacht werden.
Im zweiten Kapitel wir die Frage der Stadtgründung erarbeitet. Daran schließt sich eine Untersuchung der Siedlungskontinuität an.
Um einen Vorschlag für die Stadtausdehnung und Straßenverläufen in vorrömischer und römischer Zeit formulieren zu können, stütze ich mich fast ausschließlich auf archäologische Funde, da diese sehr viele Informationen über die Lage, die Nutzung und die Datierung der Gebäude liefern. Dadurch werden wesentliche Daten für eine Rekonstruktion verfügbar. Außerdem soll anhand von antiken Funden untersucht werden, ob heilige Bezirke mit Kontinuität durch die Zeit genutzt wurden.
Die Untersuchung der Stadtausdehnung und der Straßenverläufe seit dem Mittelalter basiert im Wesentlichen auf schriftliche Quellen. Diese liefern umfassende Informationen über die Gestalt der Stadt. Untersucht werden dort öffentliche Bauten und Kirchen, da diese für die Ausdehnung der Stadt sowie die Lage der Hauptverkehrsstraßen ausschlaggebend sind.
Zum Schluss soll noch auf die Kriegsverluste eingegangen werden, spielen diese doch für die Haustypologieuntersuchung im nächsten Kapitel eine wichtige Rolle.
Im dritten Teil der Arbeit geht es um den Versuch der Bearbeitung aller bisher zusammengetragenen Fakten. Es geht um die Untersuchung von Parzellen- und Blockgrößen, Haustypologien und Konstruktionsmethoden, sowie verwendete Materialien. Hierbei werden Beispiele ausgewählt, die sich in den vorrömischen, römischen, mittelalterlichen und neuzeitlichen Stadtgebieten befinden, die im vorherigen Kapitel festgelegt wurden.
Ziel dabei ist herauszufinden, ob in allen Stadtteilen, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind, sich gleiche Haustypen und Konstruktionstechniken erkennen lassen, können diese auf ältere Zeiten zurückgeführt werden? Hat man diese im Laufe der Zeit verändert und den wechselnden Bedürfnissen der Bewohner angepasst?
Untersucht wurden verschiedene Beispiele, die wegen ihrer Zugänglichkeit, aufgrund wichtiger Informationen und ihrer Lage im Stadtraum ausgewählt wurden.
Unterschieden wird zwischen Hauptverkehrs- und Nebenstraßen, da die Bauten dort unterschiedliche Merkmale aufweisen können. Die meisten untersuchten Bauten befinden sich in Nebenstraßen, so dass eine höhere Authentizität in der Grundriss- und Fassadenorganisation sowie den Konstruktionsmethoden zu erwarten ist.
Im Zusammenhang mit der baulichen Untersuchung sind auch die Ausbaudetails wie Fenster, Türen, Decken und Mauerarten zu sehen. Lassen sich auch hier Gemeinsamkeiten feststellen, die zur Datierung der Bauwerke heranzuziehen sind?
Für ein besseres Verständnis wurde auf der Grundlage des CTR (Carta Regionale Territoriale) eine Karte angefertigt, in der alle untersuchten Gebäude kartiert werden.
Die Fassaden wurden vor Ort untersucht und sowohl fotografisch als auch in Form von Skizzen dokumentiert.
Eine weitere Hilfe dabei war die Befragung der Stadtbewohner, die wichtige Informationen geliefert haben.
Zum Schluss werden eine kurze Zusammenfassung und die Erkenntnisse daraus präsentiert.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung: Thema und Ziel der Arbeit | 3 | |
| 1. | Geographische Lage der Stadt | 5 |
| 2. | Bestandsaufnahme der Entwicklungsgeschichte Velletris | 6 |
| 2.1 | Vom Paläolithikum bis zur Eisenzeit (ca. 60.000 v. Chr. – ca. 8. Jh. v. Chr.) | 7 |
| 2.2 | Vorrömische Zeit (7. Jh. v. Chr. –4. Jh. v. Chr.) | 9 |
| 2.3 | Römische Zeit (3 Jh. v. Chr. – 5. Jh. n. Chr.) | 12 |
| 2.4 | Mittelalter (5. Jh. n. Chr. - 15. Jh.) | 16 |
| 2.5 | Neuzeit (16. Jh. bis zum zweiten Weltkrieg) | 19 |
| 3. | Deutung der Bestandsaufnahme | 23 |
| 3.1 | Vom Paläolithikum bis zur Eisenzeit (ca. 60.000 v. Chr. – ca. 8. Jh. v. Chr.) | 24 |
| 3.2 | Vorrömische Zeit (7. Jh. v. Chr. –4. Jh. v. Chr.) | 25 |
| 3.3 | Römische Zeit (3 Jh. v. Chr. –5. Jh. n. Chr.) | 30 |
| 3.4 | Mittelalterliche Zeit (5. Jh. n. Chr. - 15. Jh.) | 35 |
| 3.5 | Neuzeit (16. Jh. bis zum zweiten Weltkrieg) | 41 |
| 3.6 | Nach dem Zweiten Weltkrieg | 43 |
| 3.7 | Zusammenfassung der Ergebnisse | 44 |
| 4. | Haustypologie und Konstruktionsmethoden | 46 |
| 4.1 | Einführung über die Entwicklung der Haustypologie | 48 |
| 4.2 | Parzellengrößen und Haustypen im römischen, mittelalterlichen und neuzeitlichen Quartier | 44 |
| 4.3 | Geologie des Gebietes | 72 |
| 4.4 | Eingangstüren | 73 |
| 4.5 | Fenster | 76 |
| 4.6 | Mauertechnik | 79 |
| 4.7 | Konstruktion der Mauerecken | 82 |
| 4.8 | Addossamenti | 83 |
| 4.9 | Decken | 85 |
| Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussbetrachtung | 87 | |
| Literatur | 91 | |
| Abbildungsnachweis | 94 |
Textprobe:
Kapitel 3.2, Vorrömische Zeit (7. Jh. v. Chr. – 4. Jh. v. Chr.):
Im folgenden Kapitel soll die Fragestellung etwas näher erläutert werden, seit welchem Zeitpunkt wir in Velletri von Stadt sprechen können. Wer waren die Stadtgründer? Welche Ausdehnung wies die Stadt auf?
Im Kapitel 2.2 kamen als mögliche Stadtgründer Latiner, Volsker und Etrusker in Frage. Die Analyse der Bräuche der Feuerbestattung und Beerdigung stellt sich für die Chronologie der in Velletri anzutreffenden Bevölkerungen als sehr hilfsreich dar.
Aus archäologischen Zeugnissen und antiken Schriftquellen ist bekannt, dass die Latiner im Gegensatz zu den Volskern ihre Toten verbrannt und deren Asche in Urnen bestattet haben. Die Volsker beerdigten ihre Toten lediglich. Im Gebiet um die Stadt Velletri’s lassen sich Feuerbestattungen bis zum 7. bzw. 6. Jh. v. Chr. nachweisen. Danach findet man meist Grundkörperbestattungen.
Also könnte das 7.-6- Jh. v. Chr. mit dem Kommen der Volsci übereinstimmen, die nach den Latinern dort anzutreffen sind. Coarelli spricht von einer wahrscheinlich kompletten Ausbreitung der Volsci erst im 4. Jh. v. Chr.
Ein letzter wichtiger Aspekt, der unbedingt in Betracht genommen werden soll ist die mögliche Gründung unter den Etruskern. In diesem Zusammenhang sind die Analyse und der Vergleich des sog. Volskertempels in Velletri mit drei weiteren Tempeln, die unter den Etruskern gegründet wurden, von Bedeutung.
Analyse und Vergleiche mit Satricum, Veio und dem Tempel von Omobono in Rom:
Die Tempel werden dort nur grob vorgestellt. Es sollen stilistische Einflüsse sowie typologische Ähnlichkeiten dieser Bauten untereinander gezeigt werden. Daher beschränkt sich die Baubeschreibung nur auf wenige Details, die für eine Schlussfolgerung aussagekräftig sein können. Der interessierte Leser kann diese Themen unter der jeweils angegebenen Literatur nachschlagen.
Die Suche nach vergleichbaren Tempelbauten zum Volskertempel in Velletri führt sehr schnell zum etrusko-italischen Tempel von Omobono in Rom, da dieser sowohl vom Aufbau als auch von den Dimensionen sehr ähnlich ist.
Ein Vergleich der Marmorverkleidungen aus dem 6. Jh. v. Chr. die am Tempel in Velletri gefunden wurden zeigen dabei ebenfalls Ähnlichkeiten zum Tempel von Omobono. Insbesondere zeigt die Darstellung eines Wagenrennens auf einer dieser Platten starke Parallelen mit einer Tympanonplatte von Omobono.
Weitere Vergleiche lassen sich zum Tempel der Stadt Satricum (Borgo le Ferriere) ziehen, die 488 v. Chr. von den Volsci erobert wurde. Es ist aus der Literatur bekannt, dass die Stadt von Satricum einen großen stilistischen Einfluss der etruskischen Kultur erlebte.
Satricum liegt an der Kreuzung zweier wichtiger archaischer Verkehrswege, der Strasse Antium - Velletri – Palestrina. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass besonders diese Städte Beziehungen miteinander pflegten und dass es hier einen kulturellen Austausch gab.
Neben dem Grundriss lassen sich zwei Verkleidungsplatten und zwei Antefixe aus Velletri und Satricum vergleichen und zeigen zahlreiche stilistische Gemeinsamkeiten.
Ein letzter zu nennender Vergleich findet sich im Tempel von Veio, in einer der größten etruskischen Städte Süditaliens. Diesem Tempel werden zwei Bauphasen zugewiesen, die in die Mitte und gegen Ende des 6. Jh. datieren werden.
Die Liste der Vergleiche lässt beim derzeitigen Stand der Grabungen noch keine genaueren Aussagen zur stilistischen Entwicklung des Tempels von Velletri zu, sie unterstützen jedoch die zeitliche Einordnung in das 7. oder 6. Jh. v. Chr.
Wie bereits erläutert, ist anzunehmen, dass die Volsker zu dieser Zeit in Velletri anzutreffen sind. Wenn dies der Fall ist, kann der Tempel ihnen zugeschrieben werden.
Allerdings ist der deutliche kulturelle Einfluss durch die Etrusker offenbar. Dieser kann auch in Satricum beobachtet werden, als die Stadt von den Volskern besetzt war und hier ebenfalls etrusko-italische Kunsteinflüsse deutlich spürbar blieben. Jedoch ist eine Gründung Velletri’s unter den Etruskern auszuschließen, da außer der stilistischen Kunsteinflüsse und der Ähnlichkeit, die der Name Velhatri mit etruskischen Stadtnamen aufweist, nirgendwo eine Verbindung zwischen der Stadt Velletri und den Etruskern belegt ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Velletri vermutlich unter den Latinern (wenn nicht schon vorher) gegründet worden ist, die vor den Volsci in Velletri anzutreffen sind. Wahrscheinlich ist aber von der Existenz einer Stadt erst mit dem Bau des Tempels unter den Volsci zu sprechen, der einen starken stilistischen Einfluss der etruskischen Kultur erlebt.
Die heftigen Auseinandersetzungen der Volsker mit den Römern macht es ebenfalls wahrscheinlich, dass Velletri zu dieser Zeit bereits befestigt worden ist, indem die Stadt mit einer Mauer umschlossen worden ist. Aus Zwecken der Verteidigung ist eine Ausbreitung der Stadt auf dem Hügel von Velletri von Anfang an zu postulieren. Zugänge zur Stadt sind im Norden und Süden anzunehmen, da die nachgewiesenen Straßen von Norden und Süden nach Velletri führen.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Ausdehnung zu dieser Zeit nicht sehr groß gewesen.
Bei der Betrachtung des aktuellen Stadtplans fällt auf, dass die Via Velletrano, die Via della Repubblica und die Via dei Lauri die einzigen Straßen in der gesamten Stadt sind, die der Topographie folgend einen halbrunden Verlauf aufweisen. Dies ist keine moderne Straßenentwicklung, da diese Beobachtung sich schon auf älteren Karten deutlich macht.
Natürlich hängt dies bei der Via Velletrano mit dem Verlauf der Topographie zusammen, jedoch ist sie ein möglicher Ort für die Annahme einer Stadtmauer, da dieser als höchster Punkt der Stadt aus strategischen Gründen sicherlich innerhalb der Stadtmauer lag.
Dass sich der höchste Punkt der Stadt innerhalb der Mauer befindet, ist kein isolierter Fakt, da wir dieses Phänomen bei antiken Städten oft beobachten. Man verhindert damit, dass der Angreifer einen erhöhten Standpunkt gegenüber den Befestigungsanlagen einnehmen kann und damit eine günstigere Schussposition auf und hinter die Stadtmauer besitzt.
Stutzig macht der weitere Verlauf in Richtung der Via della Repubblica, da sie ebenfalls einen halbrunden Verlauf aufweist, der dieses Mal nicht der Topografie folgt, sondern den Hang hinunterläuft. Diese Art der Straßenführung taucht als solche kein zweites Mal in der Stadt auf und bildet die Fortsetzung der Via Velletrano, so dass sie eine mögliche Mauerflucht der Verteidigungsanlagen nachzeichnen könnte. Eine analoge Schlussfolgerung kann man auf die Via del Lauri übertragen.
Natürlich kann man diese Beobachtung nicht im Allgemeinen auf Stadtmauern anwenden, jedoch könnten sie ein wichtiger Hinweis für eine mögliche Stadtausdehnung bzw. einen Stadtmauerverlauf für die Stadt Velletri sein.
Auch verwundert die Lage des Tempels im tiefer gelegenen Teil der Stadt nicht. Der Tempel in Velletri befand sich sehr wahrscheinlich innerhalb der Stadtmauer. Betrachtet man den Tempel in Satricum, so ist es auch für Velletri nicht unwahrscheinlich, dass die Stadtgrenze etwas südlich davon, der Topografie folgend, verlaufen ist.
Wenn der Mauerverlauf so angenommen wird, lag auch der Tempel aus dem 6.-2. Jh. v. Chr. auf der Piazza del Comune innerhalb der Befestigung an einer hoch gelegenen Lage.
Somit entsteht ein erstes mögliches Bild der Größe der Ansiedlung. Sehr wahrscheinlich wird die Stadtmauer keinen so regelmäßigen Verlauf gehabt haben, um bestimmte topographische Bereiche ein- oder auszuschließen, jedoch sind das wichtige Beobachtungen, die für die spätere Weiterentwicklung der Stadt von Bedeutung sind.
Wenn man die hypothetische Rekonstruktion der Strassen im Umland von Velletri beobachtet, kann man wichtige Schlussfolgerungen daraus ziehen. Wie bereits oben erwähnt war die Stadt mit Satricum, Nemi, Lariano und Palestrina verbunden. Daraus folgend ist ein Stadteingang im Norden und Süden auf der Verlängerung dieser Strassen stark anzunehmen. Diese zogen sich wahrscheinlich bis zum höchsten Punkt der Stadt weiter.
Weiterhin ist anzunehmen, dass die Strassen im Westen Richtung Lanuvio und Osten Richtung Cori, Norma und Sezze geführt haben.
Aufgrund der wenigen Quellen und Funde kann ein Straßenverlauf innerhalb der Stadt nicht genauer wiedergegeben werden.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836637862
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Griesi, Elettra November 2007: Die Stadt von Velletri, Hamburg: Diplomica Verlag
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Architektur, Mauertechnik, Tür, Addossamenti, Mittelalter



