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Inwieweit leistet die geschichtliche Unterrichtseinheit "Slaven - Wikinger - Germanen" einen Beitrag zum interkulturellen Lernen?

Eine siebte Hauptschulklasse stellt Beziehungen zwischen der Geschichte ihrer Region und ihrem Stadtteil her

Inwieweit leistet die geschichtliche Unterrichtseinheit "Slaven - Wikinger - Germanen" einen Beitrag zum interkulturellen Lernen?
Über dieses Buch
  • Art: Staatsexamensarbeit
  • Autor: Nadine Ahrens
  • Abgabedatum: Februar 2003
  • Umfang: 114 Seiten
  • Dateigröße: 9,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Regionalseminar Ost Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7820-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7820-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7820-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ahrens, Nadine Februar 2003: Inwieweit leistet die geschichtliche Unterrichtseinheit "Slaven - Wikinger - Germanen" einen Beitrag zum interkulturellen Lernen?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kompetenzen, Geschichtsdidaktik, Pädagogik, Unterricht, interkulturell

Staatsexamensarbeit von Nadine Ahrens

Einleitung:

„Wenn du aus Buntekuh kommst, hast du ja doch keine Chance!“ Schüleräußerungen wie diese, die ich vielfach von den Schülern meiner Geschichtsklasse höre, sind Anlass für diese Unterrichtseinheit im Geschichtsunterricht geworden. Die Otto-Passarge-Schule, Grund- und Hauptschule in einem Stadtteil, der sich durch eine interkulturelle Bevölkerung auszeichnet und in Lübeck als allgemein „schwierig“ und „sozialer Brennpunkt“ verstanden wird, hat sich wiederholt mit Problemen auseinander zu setzen, die aus der Lebenssituation der Schüler erwachsen. Ihre Herkunft aus diesem Stadtteil, schwierige Familiensituationen und von den Schülern als sehr negativ empfundene Zukunftsperspektiven als Hauptschüler haben dazu geführt, dass das Selbstbild der Schüler in vielen Fällen sehr negativ und pessimistisch ist.

Diese Situation ist Anlass und Ziel zugleich, eine Unterrichtseinheit zu konzipieren, die den Schülern positive Identifikationsmöglichkeiten aufweist. Sie sollen erfahren, dass interkulturelle Kompetenzen sehr bedeutsame und für unsere Gesellschaft wichtige sind. Da die Schüler in ihrem Alltag im Stadtteil und in der Schule tagtäglich in einen interkulturellen Austausch treten und wichtige Kompetenzen in der Kommunikation „zwischen den Kulturen“ gewonnen haben, gilt es, den Schülern diese bedeutsamen Fähigkeiten bewusst zu machen und gleichzeitig zu stärken.

Weiterer Anlass für diese Idee sind meine eigenen interkulturellen Begegnungen im Ausland, die mir die Bestätigung gaben, interkulturelles Lernen als wichtigen Lerninhalt zu betrachten. Die Erfahrungen, die ich in diesem Austausch während meines Europäischen Freiwilligendienstes in England sammeln durfte, werde ich im Rahmen dieser Einheit nutzen und besonders während des beschriebenen Projekttages umsetzen.

Dass dieses Themengebiet auch von allgemeiner gesellschaftlicher Bedeutung und von großem Interesse ist, wird anhand der zahlreichen Publikationen und Stiftungen, die sich diesem Thema angenommen haben, deutlich. So äußert sich z.B. die BMW-Stiftung folgendermaßen: „Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren sehr verändert, dass wir mit einem völlig neuen Bewusstsein, neuen Methoden und neuem Wissen an den gesellschaftlichen, sozialen und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Aufbau Europas herangehen müssen. [...] Pädagogen kommt im Prozess der Vermittlung zwischen den Kulturen eine besonders hohe Bedeutung zu.“ Inwiefern sich im Rahmen des Faches Geschichte die Unterrichtseinheit Slawen-Wikinger-Germanen mit dem inhaltlichen Schwerpunkt des interkulturellen Austausches in dieser Zeit eignet, um interkulturelle Fähigkeiten bewusst zu machen und zu festigen, wird im Mittelpunkt der praktischen und theoretischen Auseinandersetzung dieser Arbeit stehen.

Die Schüler werden dabei den kulturellen Austausch vor rund 1000 Jahren in ihrer Region untersuchen und angeregt, diesen mit dem interkulturellen Zusammenleben heute zu vergleichen. An diesem Punkt werden die Lebenssituationen der Schüler näher untersucht und die Besonderheiten ihres Stadtteils herausgearbeitet. Ich beabsichtige, die Schüler handlungsorientiert an das Thema heranzuführen und die beiden inhaltlichen Schwerpunkte der Einheit (interkulturelles Leben in der Geschichte des frühen Mittelalters sowie in der Lebenswelt der Schüler) immer wieder in Beziehung zueinander zu setzen. Zentrale Zielsetzung ist dabei, die Schüler für interkulturelle Inhalte zu sensibilisieren und sie somit auf die Chancen, die ihnen das Aufwachsen in ihrem Stadtteil in diesem Zusammenhang bieten, hinzuweisen.

In dieser Arbeit werde ich besonders in geschichtswissenschaftlicher Hinsicht ausgewählte Merkmale der behandelten Zeit und Völker pointieren, die genutzt werden, um den Schülern zum einen die Geschichte dieser Zeit greifbar zu machen und um zum anderen interkulturelle Aspekte hervorzuheben. Damit wird in dieser Einheit ein deutlicher Schwerpunkt gesetzt, der andere Aspekte vernachlässigen muss.

Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung 4
II. Sachanalytische Auseinandersetzung 6
1. Historische Einbettung 6
1.1 Slawen 8
1.2 Wikinger 10
1.3 Germanische Stämme 11
1.4 Interkulturelle Beziehungen der Völker mit dem Schwerpunkt Handel 13
2. Bundesrepublik Deutschland: Bedingungen und Faktoren einer „interkulturellen Gesellschaft“ 14
3. Der Lübecker Stadtteil „Buntekuh“ 16
III. Didaktisch-pädagogischer Hintergrund 18
4. Überlegungen zum interkulturellen Lernen 18
4.1 Interkulturelle Gesichtspunkte im Alltag von Kindern und Jugendlichen – didaktische Konsequenzen 20
4.2 Entwicklung und Ziele interkultureller Kompetenzen 22
5. Geschichtsdidaktische Überlegungen 25
6. Die Einheit als Schnittstelle zwischen Geschichtsdidaktik und interkultureller Pädagogik 28
7. Bildungs- und Erziehungsabsichten der Unterrichtseinheit unter Heranziehung des schleswig-holsteinischen Lehrplans für das Fach Geschichte/ angestrebte Schlüsselqualifikationen 31
IV. Einblick in die unterrichtliche Umsetzung 33
8. Lernausgangslage 33
9. Übersicht über den Verlauf der Unterrichtseinheit 35
10. Darstellung und Reflexion ausgewählter Unterrichtssequenzen 37
10.1 Gruppenarbeit Slawen-Wikinger-Germanen 38
10.2 Projekttag „Interkulturelle Aspekte im Stadtteil Buntekuh“ 43
10.3 Besuch eines außerschulischen Lernortes: Bauspielplatz Roter Hahn/ Kücknitz 47
10.4 Abschluss/ Reflexion der Einheit 51
V Abschließende Reflexion und Ausblick 54
VI. Literatur- und Medienverzeichnis 58
Anhangsverzeichnis 62
Anhang

Arbeit zitieren:
Ahrens, Nadine Februar 2003: Inwieweit leistet die geschichtliche Unterrichtseinheit "Slaven - Wikinger - Germanen" einen Beitrag zum interkulturellen Lernen?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kompetenzen, Geschichtsdidaktik, Pädagogik, Unterricht, interkulturell

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