Staatliche und private Unterstützungsprogramme für die internationale Markterschließung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Thomas Marx
- Abgabedatum: Mai 2002
- Umfang: 92 Seiten
- Dateigröße: 991,5 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Göttingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5640-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5640-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5640-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Marx, Thomas Mai 2002: Staatliche und private Unterstützungsprogramme für die internationale Markterschließung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Europäische Förderung, Marketingstrategien, Internationalisierung, Förderpolitik
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Diplomarbeit von Thomas Marx
Einleitung:
Die Globalisierung der Märkte zwingt die deutschen und europäischen Unternehmen als traditionell bereits stark im Auslandsgeschäft präsente und tätige Nationen zu überprüfen, ob ihr internationales Engagement den veränderten Rahmenbedingungen noch entspricht. Auf der Grundlage aktualisierter wissenschaftlicher und erfahrungsgebundener Erkenntnisse auf dem Gebiet der internationalen Wirtschaft müssen Unternehmungen, die weiterhin erfolgreich auf den nationalen, internationalen und globalen Märkten agieren und bestehen wollen, intensive Bemühungen tätigen, um Marktanteile zu halten und zu gewinnen. Dabei muss besonderes Augenmerk auf die bestehende Unternehmenskultur, Unternehmensstrategie und die vorhandenen Unternehmensressourcen gelegt werden. Denn nur eine intensive Analyse dieser Merkmale, in Kombination mit neuen betriebswirtschaftlichen Standards, kann darlegen, inwieweit eine Unternehmung Internationalisierungspotential aufweist.
Die Internationalisierung einer Unternehmung ist ein langfristiger Prozess und sollte konsequent vom Management in das strategische und operative Tätigkeitsfeld eingebunden werden. Märkte, Konkurrenten, Zulieferer, Behörden und die Gesetzgebung sind ernst zu nehmende Indikatoren, um die Entscheidungsfindung für internationale Absatz- bzw. Handelswege zu erleichtern. Eine durchdringende und genaue Recherche möglicher internationaler Engagements ist unumgänglich, um eventuellen Risiken und Mehrkosten vorzubeugen. Ist die Unternehmensmentalität gegenüber internationalen Geschäftsaktivitäten eher schüchtern ausgeprägt, bieten einige Marktbearbeitungsstrategien die Möglichkeit, mit kalkuliertem Aufwand, Einblick in das weltweite Marktgeschehen zu erlangen (siehe Kapitel III / 3). Internationales Terrain wird auch gemieden, um kulturelle, politische und rechtliche Konflikte zu vermeiden, obwohl bereits internationale Beschaffungs-, Rechnungslegungs- und Personalpolitik im Unternehmen betrieben wird.
Die fortschreitende Globalisierung der Märkte nimmt eine entscheidende Bedeutung für die Förderpolitik der Europäischen Kommission und der Bundesrepublik Deutschland ein. Im ständigen Konkurrenzkampf mit globalen Wirtschaftsmächten muss das zusammenwachsende Europa dem internationalen Wirtschaftsdruck standhalten, Verantwortung und Fürsorge seinen Bürgern und Unternehmern gegenüber demonstrieren. Dadurch soll gewährleistet werden, dass auch in Zukunft innovative, technisch orientierte, fortschrittliche und dynamische Unternehmen entstehen, sich weiterentwickeln, international handeln, agieren, kooperieren, um somit Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Diesem Ziel der positiven Entwicklung im Internationalisierungsprozess der Unternehmen steht aber die Kritik entgegen, dass die Überschaubarkeit der angebotenen Programme unzureichend gegeben ist, was zur Folge haben kann, dass gut durchdachte und konzeptionierte Programme wegen mangelnder Resonanz abgesetzt wurden. Die Unternehmen sehen sich auch mit dem Problem konfrontiert, den richtigen Ansprechpartner in förderrelevanten Fragen ausfindig zu machen. Diese Barrieren müssen im Interesse der europäischen Unternehmen, die einerseits einen Neustart auf internationalen Märkten beginnen oder andererseits einen andauernden Erfolg auf diesen erwirken wollen, beseitigt werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | 1 | |
| I. | Definitionen | 6 |
| 1. | Grundlagen des Marketing | 6 |
| 1.1 | Definition und Merkmale | 6 |
| 1.2 | Die vier Elemente des Marketing | 9 |
| 2. | Internationales Marketing | 10 |
| 2.1 | Merkmale | 10 |
| 2.2 | Markterschließung und internationale Markteintrittstrategien | 12 |
| 3. | Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) | 12 |
| 3.1 | KMU nach der EU-Definition | 12 |
| 3.2 | Merkmale der KMU | 13 |
| 3.3 | Die Bedeutung von KMU für die deutsche Wirtschaft und für wirtschaftliche Stabilität | 13 |
| 3.4 | Das internationale KMU | 14 |
| II. | Internationalisierungsstrategien | 16 |
| 1. | Begriffsbestimmung | 16 |
| 2. | Unternehmensanalyse | 18 |
| 2.1 | Einführung | 18 |
| 2.2 | Unternehmenskultur | 19 |
| 2.3 | Unternehmensstrategie | 20 |
| 2.3.1 | Kostenführerschaft | 21 |
| 2.3.2 | Differenzierungsstrategie | 21 |
| 2.4 | Unternehmensressourcen | 21 |
| 3. | Marktbearbeitungsstrategien | 23 |
| 3.1 | Einleitung | 23 |
| 3.2 | Indirekter Export | 24 |
| 3.3 | Direkter Export | 25 |
| 3.4 | Gegen- und Kompensationsgeschäfte | 25 |
| 3.5 | Projekte und Betreibermodelle | 26 |
| 3.6 | Lohnfertigung und Co-Produktion | 26 |
| 3.7 | Lizenzabkommen und Franchising | 27 |
| 3.7.1 | Lizenzabkommen | 27 |
| 3.7.2 | Franchising | 27 |
| 3.8 | Kooperationen und Allianzen | 28 |
| 3.9 | Niederlassungen und Tochterunternehmen | 28 |
| 3.10 | Gemeinschaftsunternehmen (Joint-venture) | 29 |
| III. | Staatliche und private Unterstützungs- und Förderprogramme zur internationalen Markterschließung | 30 |
| 1. | Förderprogramme der Europäischen Kommission | 31 |
| 1.1 | Prinzipien der Förderprogramme | 31 |
| 1.2 | Finanzielle Förderung von Unternehmensgründung und Wachstum durch die Europäische Kommission | 32 |
| 1.2.1 | Der Europäische Investitionsfonds | 32 |
| 1.2.1.1 | ETF (Europäische Technologiefazilität) – Startkapitalfazilität | 33 |
| 1.2.1.2 | KMU-Bürgschaftsfazilität | 34 |
| 1.2.1.3 | Startkapitalaktion (Wagniskapital für Unternehmen in der Gründungsphase) | 35 |
| 1.2.1.4 | EIF-Garantien und Kapitalbeteiligungen des Europäischen Investitionsfonds | 35 |
| 1.2.2 | JEV (Programm zur Förderung transnationaler Joint-ventures) | 36 |
| 1.2.3 | EVCA (European Venture Capital Association) | 37 |
| 1.2.4 | Finanzierungshilfen der Europäischen Investitionsbank (EIB) | 38 |
| 1.3 | Exportförderung für kleine und mittelständische Unternehmen | 39 |
| 1.3.1 | Gateway to Japan | 39 |
| 1.3.2 | JOP-Fördermittel für Joint-Venture-Gründungen in Osteuropa | 39 |
| 1.3.3 | ECIP (EC Investment Partners – Förderung zur Unterstützung von Kooperationen in Asien, Lateinamerika, Asien, des Mittelmeerraumes und Südafrika) | 40 |
| 1.3.4 | Europäischer Entwicklungsfonds (EEF) | 41 |
| 1.4 | Kooperationsförderung und internationale Netzwerke der Europäischen Union | 42 |
| 1.4.1 | BC-NET / Business Cooperation Network | 42 |
| 1.4.2 | BRE / Bureau de Rapprochement des Enterprise | 43 |
| 1.4.3 | Europartenariat (Europäische Kooperationsbörse) | 44 |
| 1.4.4 | Interprise – Initiative zur Förderung von Unternehmenspartnerschaften im europäischen Industrie- und Dienstleistungssektor | 46 |
| 1.4.5 | Medpartenariat | 47 |
| 1.4.6 | Integrierte EURO-Datenbanken der Europäischen Union | 47 |
| 1.5 | Messebeteiligungs-Programm der Europäischen Kommission | 48 |
| 2. | Förderprogramme der Bundesrepublik Deutschland | 48 |
| 2.1 | Einführung | 48 |
| 2.2 | Finanzielle Förderung von Unternehmensgründung und Wachstum, Kapitalbeteiligungen und Venture-Capital-Unterstützung | 50 |
| 2.2.1 | KfW/BMBF-Technologie-Beteiligungsprogramm | 51 |
| 2.2.2 | Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft (tbg) | 51 |
| 2.2.3 | Privatwirtschaftliche Venture-Capital-Gesellschaften | 52 |
| 2.2.4 | Finanzierung von Existenzgründungen durch die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) | 52 |
| 2.3 | Exportfinanzierung für kleine und mittlere Unternehmen | 53 |
| 2.3.1 | Die Ausfuhrkredit-Gesellschaft (AKA) | 54 |
| 2.3.2 | Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) | 54 |
| 2.3.2.1 | Das KfW/ERP-Exportfinanzierungsprogramm | 55 |
| 2.3.2.2 | Das KfW-Mittelstandsprogramm-Ausland | 55 |
| 2.3.3 | Auslands-Messeprogramm der Bundesregierung | 56 |
| 2.3.3.1 | Firmengemeinschaftsausstellungen | 58 |
| 2.3.3.2 | Fachsymposien | 60 |
| 2.3.3.3 | Informationsstände und -zentren | 59 |
| 2.3.3.4 | Sonderschauen und Sonderveranstaltungen | 60 |
| 2.3.4 | PPP-Public Private Partnership (Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft) | 61 |
| 2.3.5 | Garantien für Export und Auslandsinvestitionen | 62 |
| 2.3.5.1 | Staatliche Exportkreditversicherung | 62 |
| 2.3.5.2 | Private Exportversicherung | 63 |
| IV. | Zusammenfassung und Ausblick | 65 |
| Literaturverzeichnis | ||
| Anhang |
„Für kleine und mittlere Unternehmen besonders interessant sind die Zuschüsse zur Vorbereitung der Joint-venture-Gründung. Hier besteht die Möglichkeit, sich das Risiko des Vorhabens im Rahmen einer Durchführbarkeitsstudie durch erfahrene Berater abschätzen zu lassen, bevor Investitionen getätigt werden. Die Studie dient gleichermaßen der Kreditbeschaffung bei Banken, Finanzinstituten und Beteiligungsgesellschaften. Weiterhin bezuschusst werden Marktanalysen, Geschäftsplanung, rechtliche und steuerliche Beratung, technische Gutachten und Demonstrationen, soweit sie zur Vorbereitung der Jointventure-Gründung erforderlich sind.“34 „[Die zuschüssigen] Mittel belaufen sich ab dem Jahr 2000 auf 1,560 Milliarden Euro pro Jahr.“35 1.3.3 ECIP (EC Investment Partners – Förderung zur Unterstützung von Kooperationen in Asien, Lateinamerika, Asien, des Mittelmeerraumes und Südafrika) „Das europäische ECIP-Programm bezieht sich vorrangig auf die Unterstützung bei der Suche von Geschäftspartnern für Gemeinschaftsvorhaben wie der Technologiekooperation, der Lizenzvergabe, einer finanziellen Beteiligung an einem bestehenden Unternehmen oder sogar einer gemeinsamen Neugründung eines Unternehmens im Partnerland.“36 In dezentralisierter Form wird das ECIP-Instrument von der Europäischen Kommission (Generaldirektion für Auswärtige Beziehungen GD I B/D/3) über ihr Netz von ECIP-Finanzinstituten (Handelsbanken, Geschäftsbanken und Entwicklungsbanken sowie Organisati- [...]
„EVCA wurde auf gemeinsame Initiative der Wagniskapitalbranche (Venture Capital) und der Europäischen Kommission 1983 gegründet mit den Zielen, Risikokapital für junge, schnell wachsende und innovative Klein- und Mittelbetriebe zur Verfügung zu stellen, die Europäische Kommission beim Einsatz neuer Finanzierungsinstrumente zu unterstützen und Informationen sowie Ausund Weiterbildung auf dem Gebiet des Venture Capital zu Verfügung zu stellen.“25 Förder- und Unterstützungsbereiche der Entwicklung von Kapitalmärkten für wachstumsorientierte Unternehmen in der Europäischen Union sind:26 Förderung der europäischen Beteiligungs- und Wagnisfinanzierungsgesellschaften, Bündelung von Investitionen bei aufstrebenden Unternehmen, Interessenvertretung von Beteiligungs- und Wagnisfinanzierungsgesellschaften, Aus- und Weiterbildung im Beteiligungs- und Wagniskapitalmanagement und Informationsdienste über Risikokapital- und Beteiligungskapitaltechniken sowie Investitionsmöglichkeiten. [...]
KAP. III: FÖRDERPROGRAMME ZUR INTERNATIONALEN MARKTERSCHLIEßUNG Es gelten die Finanzierungskonditionen der kreditgebenden Finanzmittler. Es werden Minderheitsbeteiligungen von max. 25% des Kapitals der einzelnen Risikokapitalfonds bis zu einem Höchstbetrag von 12,5 Mio. Euro pro Beteiligung gewährt.20 1.2.2 JEV (Programm zur Förderung transnationaler Joint-ventures) „Im Rahmen des Joint European Venture-Programms (JEV) wird die Europäische Union die Erreichung neuer Joint-Ventures von KMU aus mindestens zwei Mitgliedstaaten innerhalb der EU mit maximal 100.000 Euro unterstützen, um kleinen Unternehmen den Schritt in neue Partnerschaften zu erleichtern.“21 Das Joint-venture muss eine eigene Rechtspersönlichkeit haben, wobei ein Joint-venture-Partner höchstens 75% der Anteile an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen halten darf.22 Die finanziellen Mittel der JEV-Initiative werden von den folgenden Banken verwaltet und vergeben: Europa Bank AG, Investitionsbank NRW (Zentralbereich der WestLB), Investitionsbank Schleswig Holstein, Deutsche Bank, Landesbank Berlin, Deutsche Ausgleichsbank, Kreditanstalt für Wiederaufbau.23 Antragsberechtigt sind KMU mit Sitz in der Europäischen Union. Gefördert wird in zwei Phasen:24 Stufe 1: Die EU übernimmt bis zu 50% der Kosten (höchstens jedoch 50.000 EUR), die für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie, für Beratungen, für Sachverständige, deren Reisekosten und sonstige projektbezogene Vorbereitungskosten anfallen. Die erste Hälfte des Förderbetrages (maximal 25.000 EUR) wird zunächst als rückzahlbarer Vorschuss gewährt. Nach Prüfung der Belege für alle geltend gemachten Ausgaben sowie eines Projektbewertungsberichtes und Anerkennung dieser Unterlagen durch die EU-Kommission erfolgt die Umwandlung des Vorschusses in einen Zuschuss und die Auszahlung des zweiten Teilbetrages. [...]
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Marx, Thomas Mai 2002: Staatliche und private Unterstützungsprogramme für die internationale Markterschließung, Hamburg: Diplomica Verlag
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Europäische Förderung, Marketingstrategien, Internationalisierung, Förderpolitik



