Staatliche Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland und Frankreich auf regionaler Ebene
Bestandsaufnahme und Vergleich
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Stefan Hezel
- Abgabedatum: September 2001
- Umfang: 219 Seiten
- Dateigröße: 1,7 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5315-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5315-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5315-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hezel, Stefan September 2001: Staatliche Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland und Frankreich auf regionaler Ebene, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: PR, Regionen
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Diplomarbeit von Stefan Hezel
Einleitung:
„Bürgerinformation“ ist die erste Pflicht staatlicher Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sachlich, neutral und objektiv zu informieren ist dabei zentraler Anspruch und Wesenselement funktionierender Demokratien gleichermaßen.
In der vorliegenden Arbeit werden mögliche Lücken zwischen diesem Anspruch und der Wirklichkeit untersucht. Ausgangspunkt hierfür sind zunächst die Vorgaben aus der PR-Theorie bzw. Forschung sowie die aktuellen gesetzlichen Vorgaben für staatliche Öffentlichkeitsarbeit, welche den normativen Rahmen des Tätigkeitsfeldes prägen. Ob diese „idealtypischen“ Ansprüche in der Praxis verwirklicht werden, wird eine an diesen Grundlagen orientierte empirische Untersuchung erbringen. Das Augenmerk gilt dabei insbesondere den Teilbereichen Struktur, Aufgaben und Arbeitsweisen staatlicher Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zentraler Untersuchungsgegenstand ist die noch wenig bearbeitete regionale Ebene.
Gleichzeitig wird ein länderübergreifender Ansatz verfolgt: Deutschland (wie zu zeigen sein wird: die Bundesländer) und in Frankreich (die régions) werden untersucht und verglichen. Ziel ist es, länderspezifische Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erarbeiten, und mit den Ergebnissen zu einem Ausbau des Forschungsstandes Öffentlichkeitsarbeit beizutragen. So ist auch hier, wie Bischoff bereits vor mehr als 20 Jahren auf kommunaler Ebene bemerkt, „für die vorliegende Untersuchung die Beobachtung entscheidend, dass es in unserem Staat nicht unbedingt an Werten mangelt, die davon abhängen, dass eine aktive Gesellschaft existiert, sondern an deren Realisierung.“.
Gang der Untersuchung:
Zunächst wird, ausgehend von den Prämissen vergleichender Forschung, anhand historischer, politischer, wirtschaftlicher und kultureller Faktoren, die funktionale Äquivalenz französischer Regionen und deutscher Bundesländer als notwendige Bedingung der Vergleichbarkeit erarbeitet (Kapitel 2).
Die Definition (Kapitel 3) und Geschichte (Kapitel 4) staatlicher Öffentlichkeitsarbeit in Frankreich und Deutschland wird kurz nachgezeichnet.
Aufbauend auf den idealtypischen Vorgaben aus der Theorie (Kapitel 5) und den normativen Ansprüchen der jeweiligen Gesetzgebung (Kapitel 6) folgt eine Zusammenschau des Stands der Forschung auf gesamtstaatlicher, regionaler und kommunaler Ebene zum Themenfeld staatlicher Öffentlichkeitsarbeit in den beiden Ländern (Kapitel 7).
Auf dieser Basis wird das Untersuchungsziel, die Analyse regionaler Öffentlichkeitsarbeit in den Bereichen Struktur, Aufgaben und Arbeitsweisen, operationalisiert, und anschließend in Deutschland und Frankreich empirisch erhoben (Kapitel 8).
In der abschließenden Analyse- und Vergleichsphase (Kapitel 9) werden Charakteristika regionaler Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland und Frankreich aufgezeigt und mit zuvor aufgestellten Arbeitsannahmen abgeglichen.
Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, beschäftigt sich mit möglicher Kritik und gewährt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Themenbereich (Kapitel 10).
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einführung | 7 |
| 2. | Vergleichsforschung und funktionale Äquivalenz der Regionen | 9 |
| 2.1 | Probleme der Vergleichsforschung und Auswahl der Untersuchungsobjekte | 9 |
| 2.2 | Zur funktionalen Äquivalenz deutscher Bundesländer und französischer Regionen | 11 |
| 2.2.1 | Europa als Bezugspunkt | 11 |
| 2.2.2 | Deutsche Bundesländer | 14 |
| 2.2.3 | Französische Regionen | 16 |
| 3. | Definition von Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland und Frankreich | 21 |
| 4. | Geschichte staatlicher Öffentlichkeitsarbeit | 23 |
| 4.1 | Geschichte staatlicher Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland | 23 |
| 4.2 | Geschichte staatlicher Öffentlichkeitsarbeit in Frankreich | 24 |
| 5. | Struktur, Aufgaben und Arbeitsweise staatlicher Öffentlichkeitsarbeit in idealtypischer Darstellung | 26 |
| 5.1 | Idealtypische Struktur | 26 |
| 5.2 | Idealtypische Aufgaben | 27 |
| 5.3 | Idealtypische Arbeitsweise | 30 |
| 6. | Normative Vorgaben staatlicher Öffentlichkeitsarbeit nach dem Gesetz | 32 |
| 6.1 | Deutschland | 32 |
| 6.1.1 | Staatliche Ebene | 32 |
| 6.1.2 | Regionale Ebene | 34 |
| 6.1.3 | Kommunale Ebene | 35 |
| 6.2 | Frankreich | 37 |
| 6.2.1 | Staatliche Ebene | 37 |
| 6.2.2 | Regionale Ebene | 39 |
| 7. | Stand der Forschung | 41 |
| 7.1 | Deutschland | 41 |
| 7.1.1 | Staatliche Ebene | 41 |
| 7.1.2 | Regionale Ebene | 43 |
| 7.1.3 | Kommunale Ebene | 46 |
| 7.2 | Frankreich | 50 |
| 7.2.1 | Staatliche Ebene | 50 |
| 7.2.2 | Regionale Ebene | 53 |
| 7.2.3 | Kommunale Ebene | 54 |
| 8. | Operationalisierung des Untersuchungsziels | 58 |
| 8.1 | Voruntersuchungen | 58 |
| 8.1.1 | Voruntersuchung 1: Öffentlichkeitsarbeit und regionale Identität | 58 |
| 8.1.2 | Voruntersuchung 2: Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus | 60 |
| 8.2 | Entwicklung der Arbeitsannahmen | 64 |
| 8.2.1 | Drei Teilbereiche der Untersuchung | 64 |
| 8.2.2 | Formulierung der Arbeitsannahmen | 65 |
| 8.3 | Die Untersuchungsmethode | 67 |
| 8.3.1 | Art und Auswahl der Untersuchungsmethode | 68 |
| 8.3.2 | Wahl eines zweiteiligen Untersuchungsaufbaus | 70 |
| 8.4 | Der Fragebogen | 73 |
| 8.4.1 | Rolle des Fragebogens | 73 |
| 8.4.2 | Erläuterung der Fragen | 74 |
| 8.5 | Pretests | 89 |
| 8.5.1 | Zwei mal zwei Pretests | 90 |
| 8.5.2 | Ergebnisse der Pretests | 92 |
| 8.6 | Weitere Schriftstücke | 94 |
| 8.6.1 | Das Anschreiben | 94 |
| 8.6.1.1 | Ansprechpartner und Anrede | 95 |
| 8.6.1.2 | Inhalt des Anschreibens | 95 |
| 8.6.1.3 | Äußeres Erscheinungsbild | 96 |
| 8.6.2 | Das Begleitschreiben | 96 |
| 8.6.3 | Umschlag und Adressierung | 97 |
| 8.7 | Vorbereitung der Erhebung | 97 |
| 8.7.1 | Die Adressermittlung | 97 |
| 8.7.2 | Die Rücksendeoptionen | 98 |
| 8.7.3 | Zum Versand | 98 |
| 8.7.4 | Erhebungszeitpunkt und Antwortzeitraum | 99 |
| 8.8 | Untersuchungsverlauf | 99 |
| 8.8.1 | Überblick über den Untersuchungsverlauf | 99 |
| 8.8.2 | Schriftliche Nachfassaktion | 100 |
| 8.8.3 | Telefonische Nachfassaktion | 100 |
| 8.8.4 | Ergebnisse und Rücklaufquoten | 100 |
| 9. | Auswertung | 102 |
| 9.1 | Auswertung Deutschland | 102 |
| 9.2 | Auswertung Frankreich | 122 |
| 9.3 | Vergleich Deutschland – Frankreich | 138 |
| 9.4 | Abgleich der Arbeitsannahmen | 144 |
| 10. | Zusammenfassung und Ausblick | 147 |
| 11. | Literatur und Quellen | 150 |
| 11.1 | Literatur | 150 |
| 11.2 | Online | 159 |
| 11.2.1 | Internetseiten der Regionen | 159 |
| 11.2.2 | Weitere Internetseiten | 160 |
| 11.3 | Weitere Quellen | 160 |
| 11.4 | Abkürzungsverzeichnis | 161 |
| 12. | Anhang | 162 |
| 12.1 | Schriftstücke Deutschland | 162 |
| 12.1.1 | Anschreiben | 162 |
| 12.1.2 | Fragebogen | 164 |
| 12.1.3 | Begleitschreiben | 168 |
| 12.1.4 | Adressliste | 169 |
| 12.2 | Schriftstücke Frankreich | 170 |
| 12.2.1 | Anschreiben | 170 |
| 12.2.2 | Fragebogen | 172 |
| 12.2.3 | Begleitschreiben | 176 |
| 12.2.4 | Adressliste | 177 |
| 12.3 | Nummerierung der Antwortvariablen/Kodebuch | 178 |
| 12.4 | Übersichten zum Antwortverhalten | 181 |
| 12.4.1 | Antworten nach Regionen | 181 |
| 12.4.2 | Antworten nach Häufigkeiten | 182 |
| 12.5 | Übersicht zu Recherchegesprächen und Pretests | 201 |
| 12.6 | Voruntersuchungen | 202 |
| 12.6.1 | Übersicht zur Voruntersuchung 1: Logos und Wappen | 202 |
| 12.6.2 | Fragebögen zur Voruntersuchung 2 | 202 |
| 12.6.3 | Recherchegespräche zur Voruntersuchung 2 | 205 |
| 12.7 | Übersichten zu Gesetzen und Rechtsprechung | 209 |
| 12.7.1 | Gesetze und Rechtsprechung/Deutschland | 209 |
| 12.7.2 | Gesetze und Rechtsprechung/Frankreich | 211 |
| 12.8 | Übersichten zu Image- und Kommunikationskampagnen | 213 |
| 12.8.1 | Imagekampagnen/Deutschland | 213 |
| 12.8.2 | Imagekampagnen/Frankreich | 216 |
| 12.9 | Ergänzende Übersichten | 217 |
| 12.9.1 | Schulferien im Erhebungszeitraum | 217 |
| 12.9.2 | Wahltermine im Erhebungszeitraum | 217 |
| 12.10 | Erklärung | 218 |
Frage elf (ebenfalls Arbeitsannahme E) ist in Ergänzung zu Frage zehn zu sehen. Sie überprüft gewissermaßen die Aussagen der zuvor gemachten Antworten. Sind etwa nur Bürger des eigenen Bundeslandes „Zielgruppe“ der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, und reichen gleichzeitig die unternommenen Kommunikationsmaßnahmen weltweit, existiert offensichtlich ein Ungleichgewicht zwischen beiden Aussagen. So ermittelt Frage elf indirekt die Bedeutung der Bürgerinformation in der eigenen Region. Der Begriff maximal wurde in die Frage aufgenommen, um nur eine Antwort zu generieren (eine „maximale“ Angabe schließt per se die darunter liegenden territoralen Ebenen mit ein). Die Frage ist geschlossen formuliert worden, da die Antwortoptionen das gesamte mögliche Spektrum [...]
Frage neun bildet den Abschluß des Bereiches Struktur. Die Frage ist relativ vielschichtig. Zunächst lassen sich aus den Antworten auf die Frage gleichzeitig zwei Ergebnisse ableiten: Ob überhaupt koordiniert wird und wenn ja, mit wem. Die Frage nach der Koordination stellt einen weiteren Indikator nach der Stellung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der Verwaltung dar. Idealtypisch ist es die zentrale Stelle, welche die Koordination der regionalen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit übernimmt. Gleichzeitig können hierarchische Zusammenhänge ermittelt werden, nämlich mit wem (über-, neben- oder nachgeordnete Stellen) koordiniert wird. Darüberhinaus bietet die Frage Aufschluß über den dritten großen Teilbereich der Untersuchung, die Arbeitsweise der Stellen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, und damit erste Indikatoren für Arbeitsannahme G, dem Grad der Abstimmung mit anderen Einheiten. Nachfolgend die Antwortoptionen: [...]
Ergänzend gilt es anzumerken, daß die genannten Phasen zum einen speziell den Ablauf der empirischen Untersuchung verdeutlichen sollen und nicht den gesamten Forschungsprozeß nachzeichnen132 . Zum anderen stehen die einzelnen Schritte häufig in wechselseitigem Einfluß zueinander und können nicht gänzlich unabhängig voneinander gesehen werden. Zugunsten einer größtmöglichen Übersichtlichkeit wurde in der Pfeildarstellung jedoch auf diesen Aspekt teilweise verzichtet. Die dargestellten Phasen werden in den nachfolgenden Kapiteln einzeln erläutert und ausführlich dargestellt. 8.4 Der Fragebogen 8.4.1 Rolle des Fragebogens Als Instrument der vorliegenden Erhebung wurde der Fragebogen gewählt. Dieser verkörpert gleichzeitig das Ergebnis der Operationalisierung, also die Umsetzung der theoretisch geleiteten Arbeitsannahmen in eine in der Praxis überprüfbare Form. Die einzelnen Fragen dienen zur Erhebung von Teilbereichen der zugrundeliegenden Forschungsfrage. Die hiermit ermittelten Anworten geben Hinweise zur Überprüfung der zugrundeliegenden Arbeitsannahmen: „Fragen werden aus dem Interesse des Forschers gestellt, genauer: Werden aus seinen Hypothesen hergeleitet. Die Antworten auf einzelne Fragen stellen methodologische Indikatoren der Variablen dar. Die Frage ist demnach das Bindeglied zwischen den Variablen der Hypothesen [hier: Arbeitsannahmen] und den Antworten“ (Friedrichs 1990: 204). Der Fragebogen, welcher dem zweiteiligen Untersuchungsaufbau entsprechend in einer deutschen und einer französischen Version vorliegt, umfasst vier Seiten mit je 20 Fragen zu den Bereichen Struktur, Aufgabe und Arbeitsweise regionaler Stellen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die nachfolgende Erläuterung nennt die Fragen in deutscher Sprache, die Variante für Frankreich findet sich im Original in Kap. 12.1.2 im Anhang)133 . [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832453152
Arbeit zitieren:
Hezel, Stefan September 2001: Staatliche Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland und Frankreich auf regionaler Ebene, Hamburg: Diplomica Verlag



