Sporteventsponsoring
Rahmenbedingungen - Wirkung - Kontrolle
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Petra Mathi
- Abgabedatum: Mai 2001
- Umfang: 112 Seiten
- Dateigröße: 613,9 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: WIFI Steiermark GmbH Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4331-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4331-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4331-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mathi, Petra Mai 2001: Sporteventsponsoring, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Effizienzanalyse, Eventmarketing, Sponsoring, Sport, Tennis
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Diplomarbeit von Petra Mathi
Einleitung:
Sponsoring und Eventmarketing sind bereits feste Größen in der Kommunikation. Eventmarketing boomt und Experten prognostizieren für das Jahr 2001 eine Zunahme des Sponsoringvolumens in Europa um knapp 10 %. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen haben die Entwicklung dieser neueren Kommunikationsinstrumente gefördert. Insbesondere vor dem Hintergrund des Wandels auf den Kommunikationsmärkten gewinnt der Einsatz dieser Instrumente an Bedeutung. Steigende Medienkosten der klassischen Werbeträger, zunehmend rechtliche Werbebeschränkungen in einigen Branchen, abnehmende Werbewirkung der klassischen Instrumente durch Übersättigung, hybrides und multioptionales Konsumentenverhalten und die Zunahme an Werten wie Selbstenfaltung, Erlebnisorientierung, Aktivität, Gesundheit und Sport kennzeichnen die Rahmenbedingungen.
Die deutliche Steigerung der Engagements in den Bereichen Sponsoring und Eventmarketing liegt in der hohen und positiven Akzeptanz bei den Konsumenten als auch bei den Medien, die als klassische Werbeträger für den großen Vorteil des Multiplikatoreffekts verantwortlich sind. Wird ein Sportevent von einem Unternehmen gesponsert, kommt es zur Vernetzung beider Instrumente. Eventmarketing als erlebnisorientierte Kommunikation stellt den Zuschauer in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Und Sponsoring findet im Bereich Sport ein positiv besetztes Erlebnisfeld vor, das mit Attributen wie jung, modern und dynamisch sowohl bei Zuschauern vor Ort als auch - durch spannende Übertragungstechniken - bei passiven Zuschauern vor dem Fernseher eine gute Werbewirkung verspricht.
Literatur über Sportsponsoring und Eventmarketing gibt es genug - aber nur wenige werden den Fragen gerecht, die sich Investoren heute stellen müssen. Neue Fragen drängen sich in den Vordergrund: Was kann man durch Eventsponsoring erreichen? Unter welchen Voraussetzungen erzielt man die optimale Wirkung? Unternehmen setzten Sportevent-Sponsoring ein, um bei den Konsumenten kognitive und affektive Reaktionen hervorzurufen, damit Ziele wie Steigerung und Stabilisation von Bekanntheit und Image sowie Kontaktpflege erreicht werden.
Eine erste Aufgabe der Kontrolle besteht demnach darin zu überprüfen, ob die Wirkung der Maßnahme bezüglich Intensität und Art mit den gesteckten Zielen übereinstimmt. Gut 25% der sponsernden Unternehmen führen keine Wirkungsanalysen und Erfolgskontrollen hinsichtlich Effektivität, Effizienz und Abschätzung des Marktwertes nach abgeschlossenen Sponsorships durch. 70% verlassen sich auf die Medienauswertung als einziges Kontrollinstrument. Verwunderlich, denn nur wer Ergebnisse und Wirkungen kontinuierlich erfasst und bewertet, kann frühzeitig nachsteuern, die Strategie gegebenenfalls aktualisieren und so den kommunikativen Erfolg optimieren. Allerdings gestaltet sich die Wirkungsanalyse beim Sponsoring noch komplizierter als bei den klassischen Kommunikationsinstrumenten. Probleme wie die Vielzahl der Erscheinungsformen des Sponsoring, Wirkungsinterdepenzen oder Ausstrahlungseffekte wirken sich erschwerend auf die Kontrolle aus. Dennoch wäre es falsch, deshalb auf eine systematische Kontrolle zu verzichten.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Ausgangssituation | 3 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 6 |
| 2. | Kommunikation in einem geänderten Umfeld - „Der Wandel“ | 7 |
| 2.1 | Begriffsdefinition | 7 |
| 2.2 | Eine Bestandsaufnahme für Europa, Deutschland und Österreich | 8 |
| 2.3 | Der Einfluss veränderter Bedingungen auf Eventmarketing und Sportsponsoring | 10 |
| 2.3.1 | Wirtschaftliche Umfeldbedingungen | 10 |
| 2.3.2 | Der Wertewandel | 11 |
| 2.3.2.1 | Auf dem Weg zur Informations- und Kommunikationsgesellschaft | 12 |
| 2.3.2.2 | Der erhöhte Stellenwert der Gesellschaft | 13 |
| 2.3.2.3 | Selbstentfaltung und Erleben | 14 |
| 2.3.2.4 | Die Freizeit- und Erlebnisgesellschaft | 14 |
| 2.3.3 | Das neue Konsumentenverhalten | 15 |
| 2.3.4 | Erlebniswelt Sport | 16 |
| 3. | Eventmarketing und Sponsoring | 20 |
| 3.1 | Definition Eventmarketing | 20 |
| 3.1.1 | Die Bedeutung von Erlebnissen | 22 |
| 3.1.2 | Ziele von Eventmarketing | 23 |
| 3.1.2.1 | Kontaktziele | 23 |
| 3.1.2.2 | Kommunikationsziele | 23 |
| 3.2 | Definition Sponsoring | 24 |
| 3.2.1 | Vorteile des Sponsoringeinsatzes. | 25 |
| 3.2.2 | Ziele von Sponsoring | 26 |
| 3.2.3 | Sportsponsoring | 27 |
| 4. | Sportevent-Sponsoring | 29 |
| 4.1 | Die Vernetzung von Eventmarketing und Sportsponsoring | 29 |
| 4.2 | Der Sponsoring- und Eventmarketingansatz | 30 |
| 4.3 | Die Zielgruppen von Eventsponsoring | 31 |
| 4.3.1 | Motive zum aktiven Besuch von Sportveranstaltungen | 34 |
| 4.3.2 | Fernseh-Zuschauermotive | 34 |
| 4.4 | Sponsorship im Rahmen eines Sport-Events | 35 |
| 4.4.1 | Auswahlkriterien einer Sportveranstaltung | 35 |
| 4.4.2 | Stadionwerbung | 36 |
| 4.4.3 | Bewerbung des Sportereignisses | 36 |
| 4.4.4 | Internet und Virtuelle Werbung | 38 |
| 5. | Die Wirkungsweise von Eventsponsoring | 39 |
| 5.1 | Kritische Betrachtung des derzeitigen Wissenschaftsstandes | 39 |
| 5.2 | Effizienz - Effektivität - Wirksamkeit – Wirkung | 41 |
| 5.3 | Ansätze zur Gestaltung von Sponsoring- und Eventbotschaften | 42 |
| 5.4 | Ansätze zur Übertragung von Sponsoring- und Eventbotschaften | 42 |
| 5.5 | Ansätze zur Aufnahme und Verarbeitung von Sponsoring- und Eventbotschaften | 43 |
| 5.5.1 | Aufmerksamkeit, Involvement, Wahrnehmung, Lernen, Einstellung | 43 |
| 5.5.2 | Kognitive Auseinandersetzungen | 45 |
| 5.5.2.1 | Lerntheoretische Betrachtungen | 45 |
| 5.5.2.2 | Konsistenztheorien | 50 |
| 5.6 | Black-Box-Modelle | 51 |
| 5.7 | Ansätze für ein Wirkungsmodell für Sponsoring- und Eventmarketing | 51 |
| 6. | Erfolgskontrollen und Wirkungsanalysen | 52 |
| 6.1 | Ergebnisorientierte Wirkungsforschung in der Praxis | 53 |
| 6.1.1 | Verfahren zur Messung der Wahrnehmung | 54 |
| 6.1.2 | Verfahren zur Messung der Erinnerungswirkung | 55 |
| 6.1.3 | Verfahren zur Messung von Einstellungs- und Imageänderungen | 57 |
| 6.1.4 | Kosten-Nutzen-Betrachtung | 57 |
| 6.2 | Erfolgsfaktoren von Sponsoring- und Eventmarketing-Aktivitäten | 58 |
| 6.2.1 | Wahrnehmungs- und Erinnerungsbezogen | 58 |
| 6.2.2 | Einstellungs- bzw. Imagebezogen | 60 |
| 6.2.3 | Verhaltensbezogen | 61 |
| 6.3 | Probleme der Wirkungsmessung | 61 |
| 6.3.1 | Wirkungsinterdependenzen und Wirkungszuordnung | 61 |
| 6.3.2 | Ausstrahlungseffekte | 62 |
| 6.3.3 | Externe Störeinflüsse | 62 |
| 6.3.4 | Mediaverhalten | 62 |
| 7. | Praxisteil | 64 |
| 7.1 | Tennis-Situationsanalyse 2001 | 64 |
| 7.2 | Die CA-Sponsoring-Philosophie | 66 |
| 7.3 | Die CA-Challenge 2000 | 67 |
| 7.3.1 | Die Zuschauerentwicklung | 67 |
| 7.3.2 | Die Sponsorenliste | 68 |
| 7.3.3 | Vertragsgegenstand Titelsponsoring | 68 |
| 7.3.4 | In-Between-Befragung - Eigene empirische Untersuchung | 68 |
| 7.3.4.1 | Akzeptanz von Sportevent-Sponsoring allgemein | 69 |
| 7.3.4.2 | Erinnerung an Sponsoren | 70 |
| 7.3.5 | Telefonumfrage | 74 |
| 7.3.6 | Medienanalyse | 75 |
| 7.4 | Die CA-Trophy | 78 |
| 7.4.1 | Imageaffinitätbewertung | 78 |
| 7.4.2 | Sponsorship-Monitoring | 78 |
| 7.4.3 | Bewertung der Werbeträgerverteilung | 80 |
| 8. | Zusammenfassung und Ausblick | 82 |
| 9. | Literatur | 87 |
| 10. | Anhang | 93 |
| 10.1 | Fragebogen zur empirischen Untersuchung bei der CA-Challenge 2000 in Graz | 93 |
| 10.2 | Mustervereinbarung zwischen Eventveranstalter und Sportsponsor | 96 |
Zu den sechs am häufigsten genannnten Sponsoringzielen zählen: 82 Die Steigerung bzw. Stabilisierung der Marken- oder Unternehmensbekanntheit (Max.mobil konnte sich bereits nach 4 Monaten Sponsoring als Ligasponsor der österreichischen max.Bundesliga an einem Bekanntheitsgrad von 80 % erfreuen.)83 Die Verbesserung des Images einer Marke oder eines Unternehmens (Vitacan und Hermann Maier, Nike und Andre Agassi etc.) Kontaktpflege mit externen Zielgruppen des Unternehmens Die Pflege von Geschäftsbeziehungen als Kommunikationsziel wird am besten beim Eventsponsoring erreicht. Den Sponsoren von großen Veranstaltungen ist dabei auch die Möglichkeit gegeben, ihren Mitarbeitern Ermäßigungen für den Eintritt zu geben oder sie einzuladen, um auch bei ihnen „Goodwill“ zu zeigen. Produktdemonstration Mitarbeitermotivation Steigerung des Umsatzes [...]
Der Trend zur Individualisierung trifft auch das Umfeld des Sports, unmittelbar verbunden mit dem neuem Lebensgefühl zwischen Lebensstil und Lebensziel: Sportlichkeit. Sportlichkeit ist die Verkörperung von Gesundheit und Gelenkigkeit, von Schlankheit und gutem, jugendlichem Aussehen. Sportlichkeit trägt somit zur Selbstsicherheit und Lebenszufriedenheit bei. Anders ausgedrückt: Aktivität - der Weg zur Attraktivität.54 Weitere gesellschaftliche Entwicklungen, die eine Auswirkung auf den Sport haben, sind von Interesse:55 Gestiegenes Einkommen wurde vermehrt für Freizeitausgaben wie Reisen und Sport verwendet. Freizeit und Sport werden als „Gegenwelt“ zum Alltag angesehen, in der neue und veränderte Zielvorstellungen gelten. Durch die veränderte Einstellung zu Arbeit und Sport wird zunehmend Freizeit zum Lebensinhalt. Erlebnisse, Anerkennung und Sinnfindung werden vermehrt über den Freizeitbereich gesucht. [...]
Veränderungen extrahieren. Die Entdeckung des Konsumenten als Individuum, das von einem Trend zum nächsten gleitet und in dessen Szene sich Marketing involvieren muss, steht im Vordergrund.46 Wir sehen uns mit informierten Konsumenten konfrontiert, die individuell und heterogen und damit viel schwerer einzuschätzen sind, da sie schneller, wechselhafter und situationsbezogener reagieren.47 Dieses neue Konsumenenverhalten ist durch Hybridität gekennzeichnet.48 Der hybride Kunde ist nicht mehr nach einem Handlungsprinzip in einem Produktfeld zu sortieren. Die primär treibende Kraft seines Handelns stellt die Selbstenfaltung dar. Der Kunde glaubt, eine bessere und individuellere Lebensplanung in differenzierten Lebensstilen zu finden. Dadurch wird deutlich erkennbar, dass das Konsumentenverhalten immer weniger stabil, jedoch zunehmend mehrdimensional und divergierend ist. Dieses Verhalten kann auch als multioptional oder in Zukunft sogar paradox bezeichnet werden.49 [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832443313
Arbeit zitieren:
Mathi, Petra Mai 2001: Sporteventsponsoring, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Effizienzanalyse, Eventmarketing, Sponsoring, Sport, Tennis



