Sponsoring als kommunikationspolitisches Instrument im Sektor Sport
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Mark Fohrer
- Abgabedatum: Februar 2003
- Umfang: 118 Seiten
- Dateigröße: 920,2 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8815-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8815-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8815-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Fohrer, Mark Februar 2003: Sponsoring als kommunikationspolitisches Instrument im Sektor Sport, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marketingmix, 1. FC Nürnberg, Sportsponsoring, Ökonomisches System, Maßnahmen
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Diplomarbeit von Mark Fohrer
Einleitung:
„Kannst Du Dich noch an die Jungs von früher erinnern?...“, war die Frage, die ein älterer Mann bei meinem letzten Besuch eines Heimspiels des 1. FC Nürnberg im Nürnberger Frankenstadion seinem etwa gleichaltrigen Nachbarn stellte.
Ich fragte mich eine Zeitlang, wie diese Frage zu deuten sei. Schließlich kam ich auf eine Lösung. Er konnte nur die erfolgreichen Spieler damaliger Tage gemeint haben. Aber warum Jungs? War es denn damals wirklich so, dass Spieler mit immerhin gleichfarbigen T-Shirts bekleidet auf einem Spielfeld, dass nicht hinter meterlangen Mauern, genannt Banden, einem Spiel nachgingen, genannt Fußball und das noch ohne Bezahlung? Ja, aber das ist auch mir sehr wohl bekannt, jedoch nur aus der Freizeit.
Diese Arbeit befasst sich mit dem Bereich des Sports, oder sollte man vielleicht besser sagen sie befasst sich mit einem Teil der Wirtschaft, der den Namen Sport trägt?
Die derzeitige Situation im Sport ist durch Professionalisierung und Kommerzialisierung gekennzeichnet. Insbesondere das Sponsoring im Sport nimmt hier eine überragende Stellung als Kommunikationsinstrument ein. Es ist das Bindeglied zwischen Wirtschaft und Sport. Ohne die finanzielle Unterstützung der Sponsoren wären zahlreiche Veranstaltungen, insbesondere große Sportevents kaum mehr durchführbar. Anhand dieser Tatsache lässt sich das mittlerweile bestehende Abhängigkeitsverhältnis, verkörpert durch das Sponsoring, erahnen.
Vielleicht ist die wirtschaftliche „Abhängigkeit“ auch förderlich, finanziell auf jeden Fall. Tagtäglich werden wir mit neuen Meldungen aus dem Bereich des Sports konfrontiert, jedoch immer seltener aufgrund sportlicher Leistungen. Es geht um immens hohe Geldbeträge, Verträge und Rechte mit denen Irgendjemand über Irgendeinen verfügt. Zweifellos hat der Sport aber auch seine schönen und attraktiven Seiten oder weshalb sonst übt er eine so faszinierende Anziehungskraft aus? Vielleicht doch durch die sportlichen Leistungen und spannenden Wettbewerbe, im Sinne des Sports.
Die bisherige Schilderung soll keineswegs eine negative Grundeinstellung des Autors gegenüber dem Leistungssport und dessen Vermarktung darstellen, sondern eher einen Einblick darüber geben wie der Sport in Verbindung mit Wirtschaft und Medien der allgemeinen Bevölkerung präsentiert wird.
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, genau dieser mittlerweile allgemeingültigen Ansicht nachzugehen und dem Leser einen realistischen Einblick darüber zu vermitteln, ob die Beziehung zwischen Wirtschaft und Sport wirklich so ist, wie sie in der Öffentlichkeit dargestellt wird, oder ob sie nicht für alle Beteiligten einen in Wirklichkeit positiv fördernden Charakter beinhaltet. Anhand der Entwicklung des Sponsoring von seiner Entstehung bis heute soll dies im folgenden ergründet werden. Zudem soll speziell die Sichtweise des Gesponserten betrachtet werden, denn hierbei geht es auch um die Frage der Existenz. Ein Praxisbeispiel aus der Sicht und Situation eines gesponserten Vereins wird die Arbeit abrunden.
Zusammenfassung:
Der Verlauf dieser Arbeit hat gezeigt, dass der Bereich des Sponsoring bzw. des Sportsponsoring sich zu einem immer komplexeren Beziehungsgeflecht entwickelt.
Angefangen mit der Entwicklung des Mäzenatentums über das Spendenwesen hin zum Sponsoring untersuchte die vorliegende Arbeit alle Entwicklungsstufen der Förderung. Auffallend in dieser Entwicklung ist, dass mit der raschen Verbreitung der Medien eine gleichschnelle Entwicklung des Sponsoring einherging. Bereits nach einer relativ kurzen Entwicklungsphase wurde das Sponsoring zu dem, was es heute noch ist, dass wichtigste Instrument der Kommunikationspolitik. Festzuhalten hierbei ist jedoch, dass es ohne die anderen Instrumente der Kommunikationspolitik nicht existieren kann, was wiederum alles über den Bereich des Sponsoring aussagt, es geht um Abhängigkeiten.
Das Ziel dieser Arbeit lag in der Untersuchung des positiven und negativen Einflusses der Abhängigkeit des Sports von der Wirtschaft und explizit dazu von den Medien. Eine starke Abhängigkeit lässt sich nach durchgeführter Untersuchung kaum verleugnen, aber es muss fairer weise erwähnt werden, dass es ja nicht nur die Seite des Sponsors sondern auch die des Gesponserten gibt, was durch den dritten Teil dieser Arbeit verdeutlicht wurde. Hier wurde aus dem bereits vorher analysiertem Bereich des Sponsoring das Sportsponsoring für eine nähere Betrachtung herausgegriffen. Charakteristisch für den Bereich des Sportsponsoring ist neben dem Austauschgeschäft von Leistung und Gegenleistung der Einfluss der Medien und der immer stärker an Bedeutung gewinnenden Fachagenturen. Vor allem für den Gesponserten bedeutet dieses, dass je besser es ihm gelingt, die heute komplexen Beziehungsverflechtungen zwischen eigener Leistung, Zuschauer- und Medieninteresse, Sponsoren und Fachagenturen zu reduzieren, desto größer ist seine Chance auf Erfolg bzw. seine Existenz aufrecht zu halten. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass es häufig nur um den schnellen Erfolg, auch aus der Sicht des Gesponserten geht und er sich aus diesem Grund in eine Abhängigkeit gegenüber Sponsoren und Fachagenturen begibt. Natürlich wollen diese den sportlichen Erfolg des Gesponserten fördern, aber um jeden Preis? Bedenklich sind auch Vorgänge wie das „Relaunchen“ von Sportregeln oder auch Sportarten. Nur aus einer finanziellen Hoffnung und Erwartung heraus eine Sportart zu verändern um sie besser verkaufen zu können, ist ein Prozess, der in Bezug auf die Glaubwürdigkeit des Sports äußerst bedenklich erscheint.
Das Sportsponsoring ist zwar noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung, steht aber meiner Meinung nach an einem Punkt, der einerseits bedenklich, andererseits Hoffnung gibt. Diese Entwicklung hat aber nicht das Sportsponsoring das ja durchaus sehr gute aber kaum mehr erkennbare Fördermaßnahmen besitzt, gerade für den Nachwuchsbereich und den Breitensport, sondern zum Glück der Sport herbeigeführt. Ein Spieler spielt nicht besser, ob er nun 1 Mio. oder 5. Mio. im Jahr verdient. Der Fernsehzuschauer der sich lediglich für den Sport interessiert, schaut nicht zwei Stunden Vorbericht vor einer Sportentscheidung, bloß weil ein Sponsor oder ein Vermarkter dafür 50 Mio. gezahlt hat und das ist meiner Meinung nach gut so, denn zumindest der Rezipient scheint voll von Werbeinformationen.
Der Sport bewegt sich sichtlich, soweit es ihm aufgrund vertraglicher Abkommen möglich ist, leicht in Richtung des „Ursprungs“ zurück. Athleten, Verbände, Vereine und auch Zuschauer sehen das positiv, denn was nützt es dem Sport wenn er von seinem Umfeld regelrecht erdrückt wird. Unternehmen, Agenturen, Medien aber auch Beteiligte im Sport sollten sich besinnen und die Möglichkeit einer Veränderung zu Gunsten des Sports wahrnehmen, denn solange dieser seine Glaubwürdigkeit noch nicht verloren hat, können sie langfristig davon profitieren.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Sponsoring | 3 |
| 2.1 | Definition | 3 |
| 2.2 | Merkmale | 7 |
| 2.3 | Entstehung | 8 |
| 2.4 | Entwicklung und Abgrenzung | 8 |
| 2.4.1 | Mäzenatentum | 8 |
| 2.4.2 | Spendenwesen | 9 |
| 2.4.3 | Sponsoring | 10 |
| 2.5 | Arten | 10 |
| 2.5.1 | Sportsponsoring | 12 |
| 2.5.2 | Kunstsponsoring | 12 |
| 2.5.3 | Sozialsponsoring | 14 |
| 2.5.4 | Umweltsponsoring | 15 |
| 3. | Sportsponsoring als ökonomisches System | 18 |
| 3.1 | Das System des Sportsponsoring | 21 |
| 3.1.1 | Ökonomische Betrachtung | 23 |
| 3.2 | Das Unternehmen als Sponsor | 25 |
| 3.2.1 | Stellenwert des Sportsponsoring für Unternehmen | 27 |
| 3.2.1.1 | Ziele von Unternehmen | 27 |
| 3.2.1.2 | Bestimmung der Zielgruppen | 33 |
| 3.2.2 | Erfolgskontrolle | 34 |
| 3.3 | Der Sport als Gesponserter | 36 |
| 3.3.1 | Klassifizierung | 36 |
| 3.3.2 | Einzelsportler als Gesponserter | 40 |
| 3.3.3 | Verein/Verband als Gesponserter | 42 |
| 3.3.4 | Veranstaltung als Gesponserter | 44 |
| 3.4 | Medien als Multiplikator | 46 |
| 3.4.1 | Entwicklung durch die Medien | 47 |
| 3.4.2 | Einfluss durch die Medien | 48 |
| 3.4.3 | Konsequenzen aus der Sicht des Gesponserten | 49 |
| 3.5 | Rolle der Fachagenturen | 52 |
| 3.6 | Markenaspekte | 52 |
| 3.6.1 | Einfluss auf das Sponsoring | 53 |
| 3.6.2 | Der Gesponserte als Marke | 54 |
| 4. | Einordnung in das Marketing | 56 |
| 4.1 | Die Rolle des Sportsponsoring im Rahmen des Kommunikationsmix | 56 |
| 4.2 | Kommunikationspolitik als Teil des Marketingmix | 56 |
| 4.3 | Integration des Sportsponsoring in die Unternehmenskommunikation | 57 |
| 5. | Sportsponsoring zugunsten des 1. FC Nürnberg | 64 |
| 5.1 | Porträt des 1. FC Nürnberg | 64 |
| 5.2 | Attraktives Umfeld für Sponsoringmaßnahmen | 66 |
| 5.3 | Werbemöglichkeiten beim 1. FC Nürnberg | 67 |
| 5.3.1 | Trikotwerbung | 67 |
| 5.3.2 | Stadionwerbung | 67 |
| 5.3.2.1 | Bandenwerbung | 67 |
| 5.3.2.2 | Anzeigetafel | 68 |
| 5.3.2.3 | Displays | 68 |
| 5.3.2.4 | Sonderwerbeformen | 69 |
| 5.3.2.5 | Stadionmagazin | 69 |
| 5.3.2.6 | Medien | 69 |
| 5.3.3 | Vereinspartnerschaften | 69 |
| 5.3.3.1 | Hauptsponsor | 70 |
| 5.3.3.2 | Ausrüster | 70 |
| 5.3.3.3 | Exklusivpartner | 70 |
| 5.3.3.4 | Clubpartner | 70 |
| 5.3.3.5 | Clubfreunde | 71 |
| 5.3.4 | Hospitality | 71 |
| 5.3.5 | Events und Promotion | 71 |
| 5.3.5.1 | Autogrammstunden mit Spielern | 71 |
| 5.3.5.2 | Sponsor of the day | 72 |
| 5.3.5.3 | Halbzeitaktionen im Stadion | 72 |
| 5.3.5.4 | Promotionaktionen | 72 |
| 5.4 | Formen des Sportsponsoring beim 1. FC Nürnberg | 72 |
| 5.4.1 | Auswahl der Sportart | 73 |
| 5.4.2 | Bestimmung der Leistungsebene | 75 |
| 5.4.3 | Entscheidung über die organisatorische Einheit | 76 |
| 5.5 | Sportrechtevermarktung beim 1. FC Nürnberg | 78 |
| 5.6 | Sponsoringziele | 80 |
| 5.6.1 | Für den 1.FC Nürnberg | 80 |
| 5.6.2 | Für die Partner des 1. FC Nürnberg | 81 |
| 5.7 | Fazit | 85 |
| 6. | Zusammenfassung und Fazit | 88 |
| Verzeichnisse | 94 |
Die Befugnis zur Vermarktung liegt natürlich im Halter des Veranstalters, welcher die Durchführung und das finanzielle Risiko trägt. Beispiele hierfür sind Verbände als Organisatoren einer Deutschen Meisterschaft, oder auch Manager als Organisatoren von Schaukämpfen. Da die Vermarktung der Rechte relativ komplex ist, ziehen Veranstalter oftmals Sportmarketingagenturen hinzu, deren Aufgabe es ist, die gesamte Verwertung der Werbemöglichkeiten zu organisieren. Kommen mehrere Personen oder Institutionen als Veranstalter in Frage, bleibt zu klären, wer von den Mitveranstaltern im Einzelfall das Recht besitzen soll, Übertragungs- oder Werberechte zu vermarkten.174 Ebenfalls ist zu beachten, dass sich Sponsoring von Athleten, Vereinen oder Verbänden nicht mit dem Sponsoring einer Veranstaltung überschneidet. Unklar kann bei Veranstaltungen die Differenzierung zwischen Gesponsertem und Sponsor sein, wenn ein Unternehmen eine sportliche Veranstaltung in Eigenregie organisiert und dabei in Kooperation mit anderen Unternehmen als Sponsor auftritt. Zu denken ist hier z.B. an den Compaq Grand Slam Cup im Tennis, bei dem das Unternehmen Compaq175 sowohl Veranstalter wie auch als Sponsor der Akteure auftritt.176 Gerade die große Faszination, die internationale Topveranstaltungen auf den Zuschauer ausüben sind es, die den Sponsoren ideale Voraussetzungen zur Verwirklichung ihrer Kommunikationsziele bieten. Zu den faszinierendsten Sportereignissen zählen sportinteressierte TV-Zuschauer laut einer Studie aus dem Jahr 2000 die Formel 1 mit 71%, den FIFA World Cup mit 70% und die Olympischen Spiele mit 68%.177 [...]
des Sponsoring sind in erster Linie die Vereine. Der Sponsor s.Oliver wird in diesem Fall als Generalsponsor bezeichnet. 3.3.4. Veranstaltung als Gesponserter Die steigende Nachfrage der Unternehmen nach einer Präsenz im sportlichen wie auch die ansteigenden Kosten bei der Durchführung nationaler und internationaler Meisterschaften haben dazu geführt, dass das Sponsoring von Sportveranstaltungen in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen hat.170 Ohne Sponsoren wären Großveranstaltungen im Spitzensport, z.B. im Motorsport, im Fußball oder im Tennis kaum mehr durchführbar.171 Die Vermarktungstendenzen der Großveranstaltungen haben jedoch Dimensionen erreicht, die den Wert eines solchen Sponsoring in Frage stellen. Der FIFA World Cup in Frankreich 1998 sei in dieser Hinsicht als Beispiel genannt, mit einer Vielzahl an Kategorien und Sponsoren, die sich mit dieser Veranstaltung assoziierten. Zur ersten Kategorie waren die 15 Hauptsponsoren zu Zählen, Kategorie zwei bestand aus den 8 offiziellen Lieferanten, die dritte Kategorie bildeten die 9 offiziellen Produkt- und Serviceunternehmen und die vierte Kategorie wurde aus den 16 offiziellen Ausstattungs- und Gerätelieferanten gebildet.172 Erwähnt sei nur, das hier die Ausrüster und Sponsoren der Teilnehmenden Mannschaften noch nicht enthalten sind. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass bei großen Sportveranstaltungen bisweilen von den teilnehmenden Athleten und Veranstaltern oft die sehr dominierende Rolle der Sponsoren kritisiert wurde, den Förderern der Olympischen Spiele wurde sogar vorgeworfen, den Austragungsort der Spiele und somit die Entscheidungen des IOC zu beeinflussen.173 Sportveranstaltungen bieten ein breites Spektrum an Werbemöglichkeiten. Angefangen vom besonders öffentlichkeitswirksamen Titelsponsoring, bei dem eine Firma zum Namensgeber der gesamten Veranstaltung wird, über das Nutzen von Prädikaten wie „Öffentlicher Ausstatter“ oder „Öffentlicher Lieferant“, nicht zu vergessen das Nutzen von Werbeflächen, bis hin zu verkaufsfördernden Aktionen wie Gewinnspiele im Rahmen der Gesamtveranstaltung. [...]
soren immer höhere Einnahmen durch die Vermarktung der Übertragungsrechte an die TV-Sender erzielt werden. Auch der Bereich des Merchandising hat sich zu einer wichtigen Einnahmequelle entwickelt. Die beliebteste werbliche Form bei den Vereinen ist die Trikotwerbung. Seit der Freigabe am 30.10.1973 durch den Bundestag des DFB, ist der Sponsorbetrag überproportional angewachsen. Jägermeister war der erste Trikotsponsor im Jahr 1973 bei Eintracht Braunschweig, wofür gerade mal 300.000 DM an den Gesponserten gezahlt wurden.164 Bayer Leverkusen erhält im Gegensatz dazu vom derzeitigen Trikotsponsor RWE 15 Mio. Euro.165 Auch die Bandenwerbung ist eine wichtige Sponsoringmaßnahme, die immer aufwendiger gestaltet wird. So werden inzwischen Radialbanden (gekrümmte Banden), Rotorsysteme (Drehbanden) und Kombisysteme eingesetzt.166 Weitere Kommunikationsmaßnahmen sind Ausrüsterverträge, Mediawerbung, Verkaufsförderungsaktionen oder Kontaktpflege zu Kunden. Direkt vor Ort bieten sich Maßnahmen wie Lautsprecherdurchsagen, Werbung in Programmheften und auf Eintrittskarten oder Hospitality an.167 Die Werbung auf dem direkten Spielfeld ist bisher nur im Eishockey, Basketball und Handball erlaubt. Hierbei gibt es jedoch immer wieder Kritikpunkte seitens der Sponsoren in unterschiedlichen Sportarten, da die Bodenwerbung schlecht identifizierbar oder die Sponsoren-Logos schlecht platziert sind.168 Durch die Breite der Zielgruppen die beim Vereins- und Verbandssponsoring erreicht werden, ist diese Form des Sportsponsoring besonders attraktiv. Laut einer Ipsos Studie interessierten sich 2001 insgesamt 44% aller Bürger ab 14 Jahren regional gesehen für den Fußball, 27% für den Radsport, 20% für Handball und jeweils 19% für Eishockey und Reiten.169 Neben dem Vereins- und Verbandssponsoring ist die finanzielle Unterstützung einer ganzen Liga möglich. Als Beispiel sei die s.Oliver BBL genannt, deren Spielbetrieb vom Verband organisiert wird und der auch als Vertragspartner fungiert, Nutznießer [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832488154
Arbeit zitieren:
Fohrer, Mark Februar 2003: Sponsoring als kommunikationspolitisches Instrument im Sektor Sport, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Marketingmix, 1. FC Nürnberg, Sportsponsoring, Ökonomisches System, Maßnahmen



