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Sponsoring im Amateurbereich

Ist-Analyse und Sponsoringkonzept dargestellt am Beispiel von Fußballvereinen

Sponsoring im Amateurbereich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: André Wöber
  • Abgabedatum: Dezember 2000
  • Umfang: 130 Seiten
  • Dateigröße: 1,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Aschaffenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4281-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4281-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4281-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wöber, André Dezember 2000: Sponsoring im Amateurbereich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Breitensport, Ehrenamt, Marketing, Sponsoring, Sport

Diplomarbeit von André Wöber

Problemstellung:

Der Sport, die wahrscheinlich schönste Nebensache der Welt, nimmt in der aktiven und passiven Freizeitgestaltung der Bevölkerung einen immer größeren Stellenwert ein und fasziniert durch Elemente wie Gesundheit, Ausdauer, Beweglichkeit, Leistung und Dynamik. Dieses geradezu fantastische Einsatzfeld nutzen Sportvereine und Wirtschaftsunternehmen immer häufiger in Gestalt von Sportsponsoring für ihre Interessen.

Sportsponsoring ist heutzutage bereits so etabliert, dass es aus dem Sport, der Wirtschaft und der Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken ist. Nicht nur die Unternehmen sehen darin ein kommunikations-übergreifendes Marketinginstrument, sondern gerade auf der Breiten-sportebene setzen viele Vereine und Veranstalter auf Kooperationen mit der Wirtschaft.

Bei den professionellen Fußball-Bundesliga-Vereinen ist das Sportsponsoring schon seit längerem bekannt und wird in immer neueren Facetten angewandt. So sind neben den traditionellen Vermarktungsformen in den letzten Jahren neue Sponsoringtools, wie GetUps, Doppelpack-Banden oder auch die virtuelle Werbung, auf den Markt gekommen.

Aber nicht nur die großen, sondern auch die kleinen Sportvereine können die Vorteile des Sponsorings nachahmen. Sie haben genauso einen „Markt“ auf regionaler Basis wie die Bundesliga-Vereine auf nationaler Ebene. Eine entsprechende Vermarktung im lokalen Terrain fördert nicht nur das Image des Vereins und der Firma, sondern zeigt auch, dass sie sich nicht vor den modernen Werbemitteln verschließen müssen.

Wie sich die gegenwärtige Situation im Sponsoring des Amateurbereichs darstellt, was die Vereine zu beachten haben und welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen, soll in dieser Arbeit hinterfragt werden.

Gang der Untersuchung:

Neben der begrifflichen Abgrenzung und der Problemstellung wird im einleitenden Kapitel auf die heutige Bedeutung des Sponsorings eingegangen. Im zweiten Kapitel zeige ich Grundlegendes zum Gebiet des Sponsorings auf. Die Stellung des Sports bzw. Sportvereins in der Wirtschaft sowie speziell das Sportsponsoring sind Gegenstand des dritten Kapitels.

Das vierte Kapitel soll anhand der Auswertung einer von mir durchgeführten Umfrage die derzeitige Situation bei den Fußballvereinen im Amateurbereich vor Augen führen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend im fünften Kapitel berücksichtigt und in das dort vorgestellte Konzept eingebunden. Dieses Konzept, das auch gleichzeitig mit der Umfrage zusammen den Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit darstellt, soll ein mögliches Abbild der künftigen Sponsoring-Praxis im Amateurbereich wiedergeben. In welcher Form der Sportverein Unterstützung von außen dabei erwarten kann, zeigt das sechste Kapitel. Das letzte Kapitel zieht ein Resümee aus der Thematik und schlussendlich der Arbeit. Es bietet daraus resultierend einen Ausblick auf die künftige Entwicklung des Sponsorings.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort IV
Inhaltsverzeichnis V
Management Summary VIII
Bildverzeichnis X
Tabellenverzeichnis XII
Verzeichnis der Anlagen im Anhang XIII
Abkürzungsverzeichnis XIV
1. Einleitung 1
1.1 Zunehmende Bedeutung von Sponsoring 1
1.2 Problemstellung 2
1.3 Abgrenzung des Themas 3
2. Grundlagen des Sponsorings 5
2.1 Definitionen und Ziele des Sponsorings 5
2.2 Eingliederung des Sponsorings in die Kommunikationspolitik 6
2.3 Formen des Sponsorings 7
2.3.1 Sportsponsoring 8
2.3.2 Kultur- bzw. Kunstsponsoring 8
2.3.3 Sozio-Sponsoring 9
2.3.4 Weitere Sponsoringformen 9
2.4 Sponsoring und klassische Werbung im Vergleich 10
2.5 Einzelreizbezogene Designkomponenten im Sponsoring 12
2.5.1 Visuelle Gestaltung von Sponsoringinstrumenten 12
2.5.2 Dauer und Frequenz der Exposition des Sponsoring-Engagements 13
3. Besonderheiten des Sportsponsorings 14
3.1 Sport und Wirtschaft als Partnerschaft 15
3.1.1 Kooperation Sport und Wirtschaft 15
3.1.2 Sportverein als Wirtschaftsunternehmen 16
3.2 Sportsponsoring aus Sicht der Sponsoren 17
3.2.1 Formen des Sportsponsorings aus Sicht der Sponsoren 18
3.2.2 Ziele und Chancen des Sportsponsorings aus Sicht der Unternehmen 19
3.3 Sponsoring aus Sicht des Sportvereins 20
3.3.1 Formen des Sportsponsorings aus Sicht der Gesponserten 20
3.3.2 Bedeutung und Ziele des Sportsponsorings aus Sicht des Sportvereins 21
3.4 Instrumente des Sportsponsorings 22
3.4.1 Bandenwerbung als Sponsoringinstrument 22
3.4.2 Trikotwerbung als Sponsoringinstrument 23
3.4.3 Lautsprecherdurchsagen als Sponsoringinstrument 24
3.4.4 Sponsorentafel, -wand und -plakat als Sponsoringinstrumente 24
3.4.5 Vereinszeitung als Sponsoringinstrument 25
3.4.6 Fahrzeugwerbung als Sponsoringinstrument 25
3.4.7 Internetwerbung als Sponsoringinstrument 27
3.4.8 Eventveranstaltungen als Sponsoringinstrument 27
3.4.8.1 „Erfindung“ vermarktungsfähiger Sportarten bzw. Events 29
3.4.8.2 Titelsponsoring bei Events 29
3.4.9 Medien als Sponsoringinstrument 30
3.5 Vernetzung der Sponsoringinstrumente 31
4. Ist-Analyse des Sponsorings im Amateurbereich 32
4.1 Untersuchungsdesign der Ist-Analyse des Sponsorings im Amateurbereich 32
4.2 Gesamtergebnis der Befragung zur Ist-Analyse des Sponsorings im Amateurbereich 35
4.2.1 Allgemeine Daten der Befragung zur Ist-Analyse des Sponsorings im Amateurbereich 35
4.2.2 Grundsätzliche Fragen zum Sponsoring im Amateurbereich 37
4.2.3 Fragen zur Umsetzung des Sponsorings im Amateurbereich 41
4.2.4 Finanzielle Fragen zum Sponsoring im Amateurbereich 46
4.2.5 Fragen zur Weiterentwicklung und Weiterbildung der Vereine im Amateurbereich 48
4.3 Betrachtung der Umfrageergebnisse verschiedener Spielklassen 50
4.3.1 Gegenüberstellung allgemeiner Daten verschiedener Spielklassen zum Sponsoring im Amateurbereich 50
4.3.2 Gegenüberstellung grundsätzlicher Auskünfte verschiedener Spielklassen zum Sponsoring im Amateurbereich 51
4.3.3 Gegenüberstellung der Auskünfte verschiedener Spielklassen zur Umsetzung des Sponsorings im Amateurbereich 52
4.3.4 Gegenüberstellung finanzieller Auskünfte verschiedener Spielklassen zum Sponsoring im Amateurbereich 54
4.4 Anregungen der Vereine zum Sponsoring im Amateurbereich 55
5. Entwicklung eines Sponsoringkonzepts für Amateurvereine 57
5.1 „Win to win“ als Voraussetzung für ein Sponsoringkonzept 58
5.2 Situationsanalyse des Sportvereins 59
5.2.1 Aufgabenbereiche des „Marketingmix“ 59
5.2.2 Bestimmung der Zielgruppe für das Sponsorship 61
5.2.3 Klärung des Leistungsangebotes für den Sponsor 61
5.3 Planung einer individuellen Sponsorenakquisition 62
5.4 Durchführung von Akquisition und Sponsorship 64
5.4.1 Durchführung der Sponsorenakquisition 64
5.4.1.1 Sponsoringbrief zur ersten Kontaktaufnahme 65
5.4.1.2 Sponsoringgespräch zur Überzeugung des Sponsors 65
5.4.1.3 Sponsoringvertrag zur Fixierung des Sponsorships 66
5.4.1.3.1 Ausrüstervertrag im Sportsponsoring 67
5.4.1.3.2 Vereinssponsoringvertrag mit einer Agentur 69
5.4.1.3.3 Verträge für Sportveranstaltungen im Sportsponsoring 70
5.4.2 Durchführung des Sponsorships 72
5.4.2.1 Personelle Durchführung des Sponsorships 73
5.4.2.2 Organisatorische Durchführung des Sponsorships 74
5.5 Erfolgskontrolle der Sportvereine in der Praxis 76
6. Weitere am Sportsponsoring beteiligte Parteien 78
6.1 Unterstützung der Vereine durch Sponsoringagenturen 78
6.2 Unterstützung der Vereine durch Initiative vom Sponsor bzw. Dritten 81
6.2.1 Beispiel einer Sportorganisation 81
6.2.2 Beispiel eines Telekommunikationsanbieters 83
6.2.3 Beispiel eines Reiseveranstalters 83
7. Resümee und Ausblick 85
Literatur- und Quellenverzeichnis 87
Sachverzeichnis 92
Anhang 1 A1
Anhang 2 A10

Automatisiert erstellter Textauszug:

„Sponsoring wird im Sinne einer integrierten Kommunikation mit anderen 112 Instrumenten abgestimmt.“ So kommt dem Sponsoring als übergreifendem Instrument, wenn es in Verbindung mit anderen Elementen des Kommunikationsmixes eingesetzt wird, die größte Sponsoringbedeutung zu. Werbung und Sponsoring als Kombination ist in äußerst vielfältiger Weise möglich. Als Bestandteil einer Werbekampagne besteht die Möglichkeit, es in unterschiedlicher Art und Weise, vom ergänzenden Element 113 bis hin zum Zentralbestandteil, einzusetzen. Verschiedene Studien zeigen, dass Bandenwerbung alleine kaum zu signifikanten Bekanntheitssteigerungen führt. Erst die Kombination von Bandenwerbung und Trikotwerbung führt zu einer wesentlichen Steigerung des Bekanntheitsgrades. So konnte in einer von Shilbury und Berriman durchgeführten Studie festgestellt werden, dass der Hauptsponsor einer Fußballmannschaft, der sowohl auf der Bande wie dem Trikot gut sichtbar vertreten ist, seinen Bekanntheitsgrad unter den Fans innerhalb 114 eines Jahres um nahezu 100 Prozent steigern konnte. Die Vernetzung der Sponsoringinstrumente ist unter allen Instrumenten möglich, je größer diese ist, desto effektiver ist die Wirkung. [...]

die Beziehung des Sponsoring-Objekts einfließen zu lassen.“ Das „Titelsponsoring“ bringt dem Sponsor den entscheidenden Vorteil, dass dieser nämlich namentlich überall dort vertreten ist, wo auf das Event hingewiesen, bzw. darüber berichtet wird. Dieser Ansatz, auch „Branding-Ansatz“ genannt, wird vor allem dann verfolgt, wenn sich der Sponsor sehr stark engagiert und als Hauptsponsor der Veranstaltung in Erscheinung tritt. Gründe hierfür lassen sich in der Differenzierung des Sponsors gegenüber seiner Konkurrenz feststellen, da aufgrund der zunehmenden Beliebtheit des Sponsorings als Kom109 munikationsinstrument eine Individualisierung von Vorteil ist. So wurde in verschiedenen Studien herausgefunden, dass die Bekanntheit des Sponsoring-Engagements bei einer indirekten Verbindung mit einem Sportverein geringer ausfällt als bei einem direkten Titelsponsoring. 3.4.9 Medien als Sponsoringinstrument Sind die Medien ein Instrument des Sportsponsorings? Ich denke, indirekt auf jeden Fall! „Fernsehen, Hörfunk und Presse sind sich der großen Bedeutung bewusst, die sportliche Inhalte für ihre Zielgruppen haben. Die Vertreter der Massenmedien wissen, dass auch sie, um mit ihren Medien für Zuschauer, Hörer und Leser attraktiv zu sein, große Sportereignisse benötigen. Sie wissen aber auch, dass viele derartige Ereignisse heute ohne Sponsoren kaum noch denkbar sind. Aus diesem Grund, also aus gesundem Eigeninteresse, haben sich die Massenmedien inzwischen weitgehend in ihre passive Rolle als unfreiwillige Partner im Sponsoring 110 gefügt.“ Die Presse spielt bereits im Vorfeld einer Veranstaltung eine sehr wichtige Rolle. Versteht es nämlich ein Verein, die Berichterstattung eines Events umfangreich und positiv auf sich zu richten, macht dies auch bei 111 den Sponsoren einen effektiven Eindruck. Diese erwarten nämlich, dass sie in den Berichterstattungen erwähnt oder sogar visuell abgebildet werden. Die Medien profitieren im Gegenzug durch die Top-Bilder und Ereignisse, über die sie berichten können. Gesellschaftliche Themen wie Sport, Kultur und Kunst besitzen beim breiten Publikum einen hohen Stellenwert. Medien sind also nicht nur ein Partner zum Sportsponsoring, sondern dienen ebenfalls als vernetztes Instrument des Sportsponsorings. [...]

Wenn einesteils bei der Produktpräsentation nur die Vorführung und Zurschaustellung der Produkte im Vordergrund steht, kann mit den „Point of Sales“ schon während des Events das eine oder andere Produkt verkauft werden. Welche der beiden Varianten man auswählt und integriert, ist auch von den angebotenen Produkten abhängig. Für einen Automobilhändler ist es zum Beispiel eher unwahrscheinlich, ein Fahrzeug im Rahmen einer solchen Veranstaltung zu verkaufen. Eine Präsentation der Wagen mit eventuellen Probefahrten scheint hier als erste Stufe zur Kontaktaufnahme am sinnvollsten. Durch solche Maßnahmen kann beim einen oder anderen Zuschauer ein Bedürfnis geweckt werden, welches sich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt in einem konkreten Verkaufsgespräch befriedigen lässt. Der Sportverein muss dem Sponsor einfach die Möglichkeiten aufzeigen, wie dieser sich einbinden und welchen Nutzen er daraus ziehen kann. 3.4.8.1 „Erfindung“ vermarktungsfähiger Sportarten bzw. Events Zu den Merkmalen einer beschleunigten Sportentwicklung zählt, dass auch Veränderungen am Regelwerk der Sportarten, speziell aber auch die Entwicklung bzw. Erfindung neuer Sportarten, und die Identifikation 107 von Zielgruppen lukrativ sein kann. Ein bekanntes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit wäre beispielsweise Rope-Skipping. Rope-Skipping ist eigentlich keine Neuerfindung, es ist vielmehr eine in Vergessenheit geratene Sportart, die aus dem einfachen Seilhüpfen entstand. Der Unterschied zum herkömmlichen Seilspringen liegt einerseits im Material und andererseits in der Technik. Durch diese neuen Eigenschaften erscheint das ehemalige Seilspringen in einem neuen Licht und bietet neben dem Fitnessaspekt vor allem einen enormen Spaßfaktor. Durch einfache Veränderungen eine neue Sportart zu kreieren, kann beim Sponsor und Zuschauer Großes bewirken. Im Fußball sind auch hier ständig neue Formen zu beobachten, wie beispielsweise Street-Soccer, Beach-Soccer oder auch die Arena-Soccer. Vereinsveranstaltung mit einer dieser Trendsportarten kann nicht nur ein spezifisches Publikum anlocken, sondern auch Sponsoren gewinnen, die sich in einem solchen Rahmen präsentieren möchten. Diese außergewöhnlichen Events sind auch bei den Medien ein beliebtes Reportagethema, das im Gegenzug den vom Sportverein zu vermarktenden Wert des Events entsprechend steigert. 3.4.8.2 Titelsponsoring bei Events „Unter bestimmten Bedingungen kann ein Unternehmen im Rahmen einer Sponsoring-Vereinbarung das Recht erwerben, seinen eigenen Namen in [...]

Arbeit zitieren:
Wöber, André Dezember 2000: Sponsoring im Amateurbereich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Breitensport, Ehrenamt, Marketing, Sponsoring, Sport

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