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Der Spin-Off der Mercedes-Benz Lenkungssparte

Der Spin-Off der Mercedes-Benz Lenkungssparte
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Mark S. Walcher
  • Abgabedatum: Mai 2002
  • Umfang: 345 Seiten
  • Dateigröße: 1,9 MB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Universität Konstanz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6347-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6347-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6347-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Walcher, Mark S. Mai 2002: Der Spin-Off der Mercedes-Benz Lenkungssparte, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Change Management, Outsourcing, Walcher, Wandel

Dissertation / Doktorarbeit von Mark S. Walcher

Zusammenfassung:

Anfang der 90er Jahre befand sich die gesamte europäische Automobilbranche in einer kritischen Situation. Nachlassende Nachfrage, hohe Produktionskosten und mangelnde Modellattraktivität führten den gesamten Wirtschaftszweig in eine tiefe Rezession. Erstmals in seiner Geschichte war auch das bis dahin vom Erfolg verwöhnte Unternehmen Mercedes-Benz direkt betroffen.

In Anbetracht dieser Tatsache wurde auf der der Lenkungssparte übergeordneten Systemebene MBAG entschieden, für die Lenkungsfertigung Kooperationsmöglichkeiten auf ihre Kostenvorteile und Synergiepotentiale hin zu untersuchen mit dem Ziel, die seinerzeit existierende Kostenlücke zum weltbesten Kostenführer nachhaltig zu schließen. In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, inwieweit die Akteure der Lenkungssparte von der übergeordneten Systemebene getrieben wurden und in welchen Bereichen sie den Veränderungsprozess selbst steuern konnten.

Dabei wird analysiert, inwieweit es den Akteuren der Lenkungssparte gelang, ihre zu Beginn der Ausgründung definierten Strategien umzusetzen. Dies geschieht anhand der Personal-, Entwicklungs-, Produkt-, Kommunikations- und Unternehmensstrategie. Dies ist von besonderem Interesse, weil die MBLenk nach wie vor in das Unternehmensnetzwerk DCAG eingebunden ist. Der Innovationsbeitrag der vorliegenden Arbeit begründet sich durch die erstmalige grundlegende empirische Erforschung der Frage, inwieweit innerhalb eines Netzwerkes die übergeordneten Systemebenen (Metasysteme) den Veränderungsprozess von Subsystemen determinieren. Dies wird mittels einer Case-Study analysiert und bewertet. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen Unternehmungen, die sich in einer ähnlichen Systemwelt bewegen und mit dem Gedanken eines Spin-Offs tragen, über Vorteilhaftigkeit, Implementierungsschwierigkeiten, Definition relevanter Strategien und Bereiche sowie über die Vermeidung typischer Probleme dieser Veränderungsstrategie aufklären.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS 1
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 8
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 10
1. EINLEITUNG 13
1.1 Problemstellung 13
1.2 Zielsetzung, Untersuchungsgegenstand und analytischer Bezugsrahmen 16
1.3 Theoretische Implikationen 18
1.4 Transaktionskostentheorie vs. Organisationaler Wandel 25
1.5 Reduktion von Komplexität innerhalb von Systemen 29
1.6 Methodische Vorgehensweisen 30
BAUSTEIN 1: DER THEORETISCHE BEZUGSRAHMEN 34
2. DER GEGENSTANDSBEREICH ORGANISATIONALEN WANDELS 35
2.1 Systembegriff 35
2.1.1 Systemtypologie nach Boulding 36
2.1.2 Die Systemtypologie als Veränderungsinstrument 40
2.1.3 Die Organisation als Gestaltungsobjekt 41
2.2 System und Komplexität 42
2.2.1 Komplexität von Systemen 42
2.2.2 Verschieden komplexe Situationen 43
2.3 Das Verhältnis System zu System 44
2.3.1 Differenzierung der Umwelt zur Organisation 45
2.3.2 Die Stakeholder der MBLenk 47
2.3.3 Strategische Antworten in einer unsicheren Umwelt 48
2.3.4 Systeme in Systemen - die intraorganisationale Perspektive 49
2.4 Zufall vs. organisationaler Wandel 49
2.4.1 Der EURO: Zufall vs. Fremdsteuerung 50
2.4.2 Risikomanagement als Instrument zur Ausschaltung des Zufalls 51
2.4.3 Die Zeit als determinierender Faktor von Veränderungsprozessen 53
2.4.4 Spin-Off als Instrument für radikalen Wandel 54
2.4.5 Die MBLenk als Vorreiter der Spin-Off Welle 55
3. WANDEL - EIN VIELSCHICHTIGES PHÄNOMEN 57
3.1 Modelle des Wandels 58
3.1.1 Die Stellung des Managements innerhalb wandelinduzierter Prozesse 59
3.1.2 Deterministische Ansätze 60
3.1.3 Managementvoluntarismus als unabhängige Variable 60
3.1.4 Interaktionismus als Erklärung organisationalen Wandels 60
3.2 Formen des Wandels 61
3.2.1 Wandel als kontinuierlicher Prozeß 61
3.2.2 Wandel als dynamischer und diskontinuierlicher Prozeß 62
3.2.3 Reaktiver-defensiver vs. Proaktiver-offensiver Wandel 62
3.2.4 Autofahren als Beispiel für einen Veränderungsprozeß 64
3.2.5 Wandel als Mehrebenen-Phänomen 65
3.2.6 Geistiger vs. materieller Wandel 66
3.2.7 Konstanz und Wandel 68
3.3 Wandel als Basis der Unternehmenstransformation 69
3.3.1 Wandel 1. Ordnung 69
3.3.2 Partielle Ansätze als Methode des inkrementalen Wandels 70
3.3.3 Integrative Ansätze der Veränderung als Basis zur Erklärung von W1O 70
3.3.4 Wandel 2. Ordnung 72
3.4 Prämissen des Wandels 74
3.4.1 Verständnis für Wandel 74
3.4.2 Prämissen des Wandels 75
4. IDEALTYPISCHE STRATEGIETYPEN FÜR TRANSFORMATIONEN 77
4.1 Prämissen an eine erfolgreiche Transformationsstrategie 80
4.1.1 Intraorganisationale Prämissen 80
4.1.2 Horizontaler und vertikaler Fit als Basis einer erfolgreichen Transformation 81
4.1.3 Harmonie mit den direkt übergeordneten Systemebenen 82
4.1.4 Die externe Umwelt als determinierender Faktor 83
4.2 Den Transformationsprozess managen 85
4.2.1 Anforderungen an das Management für eine erfolgreiche Transformation 86
4.2.2 Projektmanagement als operatives Veränderungsinstrument 86
4.3 Unternehmenskultur vs. Transformationsstrategie 87
4.3.1 Das Generieren eines neuen organisationalen Charakters 88
4.3.2 Das Paradigmaverständnis innerhalb des Transformationsprozesses 89
4.3.3 Zwischenstopp 90
4.4 Inhalte einer Transformationsstrategie 90
4.4.1 Eine maßgeschneiderte Veränderungsstrategie 90
4.4.2 Methodik einern Transformation 91
4.5 Drei Phasen der Umgestaltung 92
4.5.1 Der 1. Akt der Transformation 92
4.5.2 Akt 2 des Wandels 100
4.5.3 Akt 3: Die Institutionalisierung von Veränderungen 103
4.5.4 Inhaltliche Erweiterung des Transformationskonzepts 105
4.5.5 Die Struktur folgt der Strategie 105
4.5.6 Zwischenstopp 107
5. WENN DER WANDEL IN GANG KOMMT - AUSLÖSER DES WANDELS 108
5.1 Die Permitting Conditions als interne Auslöser des Wandels 109
5.1.1 Intraorganisationale Prämissen 109
5.1.2 Voraussetzungen innerhalb der MBLenk 109
5.2 Die Wandelbefähiger und Treiber der Veränderung 111
5.2.1 Voraussetzungen im Umfeld - Enabler - 111
5.2.2 Ereignisse die eintreffen - Peripitater - 111
5.3 Enabling und Percipitating Conditions im Umfeld der Lenkungssparte 112
5.3.1 Die Rolle der Stake 112
5.3.2 Wettbewerbsnachteile werden wahrgenommen 112
5.4 Der Auslöser des Wandels - Das Triggering Event 113
5.4.1 Extraorganisationale Ereignisse als Auslöser des Wandels 113
5.4.2 Intraorganisationale Ereignisse 114
5.5 Auf dem Weg zur eigenständig agierenden Lenkungssparte 114
5.5.1 Determinierende Variable 1: Eine Japanstudie als Triggering Event 115
5.5.2 Determinierende Variable 2: Das Pilotprojekt 116
5.5.3 Determinierende Variable 3: Das Berichtswesen der MBAG 119
5.5.4 Determinierende Variable 4: Die Technik 119
5.5.5 Determinierende Variable 5: Die Kernfertigung 120
5.5.6 Determinierende Variable 6: Die langfristige Produktionsordnung der MBAG 120
6. VOM PROFITCENTER ZUR SELBSTÄNDIGEN MBLENK 122
6.1 Das Profitcenter als Vorhut der MBLenk 122
6.1.1 Die Visionen für die Lenkungssparte 122
6.1.2 Die strategischen Zielsetzungen des Profit-Centers 123
6.1.3 Die Unternehmensstrategie Lenkungsfertigung 124
6.1.4 Die Markt- und Entwicklungskompetenz 125
6.1.5 Kostenpotentiale 125
6.2 Aus dem Profitcenter wird die MBLenkungen GmbH 126
6.2.1 Soft Facts kommen auf die Agenda 126
6.2.2 Die Startstruktur der MBLenk im Jahr 1995 127
BAUSTEIN 2: DIE DREIDIMENSIONALE POLICY-ANALYSE 129
7. DAS WESEN DER POLICY-ANALYSE 130
7.1 Abgrenzung der Analyseebenen 130
7.1.1 Die Makro- und Mesoebene 130
7.1.2 Die Mikroebene 131
7.2 Die Policy-Analyse als konzeptionelles Gerüst der Transformation 134
7.2.1 Das „Context-Content-Process“ Modell vs. Policy-Analyse 134
7.2.2 Determinierende Faktoren des Transformationsprozesses 134
8. DIE POLICY-DIMENSION 136
8.1 Die Verknüpfung von Policy-Zyklus und Phasenmodell 136
8.1.1 Die Phase der Problemdefinition 139
8.1.2 Die Phase der Agenda- und der Programmgestaltung 140
8.1.3 Die analytische Zusammenführung der verschiedenen Policy-Phasen 141
8.1.4 Agendagestaltung innerhalb des Gremiums Geschäftsleitertagung 142
8.1.5 Die Phase der Programmformulierung 143
8.1.6 Die Phase der Implementierung 143
8.2 Die Abgrenzung von Output zu Impact und Outcome 144
8.2.1 Der Output 145
8.2.2 Die Outputanalyse 146
8.2.3 Bewertungskriterien zur Outputanalyse 147
8.3 Kommunikation als Erfolgsprämisse der Transformation 149
8.3.1 Das Thema Kommunikation in der GL 149
8.3.2 Corporate Identity als sichtbares Signal der Transformation 150
8.3.3 Das Thema Kommunikation verliert an Schwung 151
8.3.4 Das Thema Kommunikation feiert ein Comeback 151
8.3.5 Zwischenstopp 152
8.4 Das Thema Qualität 153
8.4.1 Qualität wird zum organisationsweiten Thema 153
8.4.2 Zwischenstopp 154
8.5 Die Output-Dimension der MBLenk 155
8.5.1 Die Produktivitätsstrategie aus dem Jahr 1994 155
8.5.2 Die Produktstrategie des Jahres 1994 155
8.5.3 Die Unternehmensstrategie 157
8.5.4 Die Informations- und Kommunikationsstrategie 157
8.5.5 Kundenstruktur und Absatzplanung 157
8.5.6 Gestaltung und Umsetzung des Wandels 158
8.6 Die Output-Dimension des PTU 159
8.6.1 Verbesserungsstrategie 159
8.6.2 Internationale Kooperationen 160
8.6.3 Unternehmerische Leitziele aus dem Jahr 1996 160
8.6.4 Die Marktstrategie des PTU 160
8.6.5 Die Produktstrategie des PTU 161
8.6.6 Die Kostenstrategie des PTU 161
8.6.7 Die Personalstrategie des PTU 162
8.6.8 Zusammenführung der Output-Dimensionen von PTU und MBLenk 162
9. DIE POLITY-DIMENSION 164
9.1 Beurteilungskriterien von Organisationen 165
9.1.1 Abgrenzungskriterien 165
9.1.2 Struktur- und innere Leistungskriterien 167
9.2 Netzwerke 169
9.2.1 Typologisierung von Netzwerken 169
9.2.2 Der institutionalisierte sozio-ökonomische Netzwerkansatz 170
9.2.3 Der intraorganisationale sozio-ökonomische Netzwerkansatz 171
9.2.4 Die zeitlich dynamische Betrachtung der Polity-Dimension 172
9.3 Die relevanten Akteure des Veränderungsprozesses 173
9.3.1 Der Aufsichtsrat 173
9.3.2 Die MBLenk-Geschäftsleitung 174
9.3.3 Der Antriebsstrang 177
9.3.4 Einbindung der MB Lenk in den PTU 179
9.3.5 Der kurze Sommer der Anarchie 179
9.3.6 Zwischenstopp 180
10. DIE POLITICS-DIMENSION 181
10.1 Charakteristika des akteursbezogenen Handelns 181
10.1.1 Wer ist ein relevanter Akteur? 182
10.1.2 Akteurskonstellationen im Problemlösungsprozeß 182
10.1.3 Die Handlungsorientierungen der Akteure 183
10.1.4 Die Handlungsorientierungen PTU vs. MBLenk 185
10.2 Die Handlungssituation 186
10.2.1 Das Gegenstück zu den institutionellen Typen der Polity-Dimension 186
10.2.2 Zwischenstopp 186
11. DIE STRATEGIEN WERDEN IN DIE REALITÄT UMGESETZT 188
11.1 Die Kooperationsstra 188
11.1.1 Charakter von Kooperationen 188
11.1.2 Mögliche Formen der Zusammenarbeit 189
11.1.3 Potentielle Tragweite der rechtlichen Dimension 189
11.1.4 Risiken von Kooperationen 190
11.1.5 Strategische Ziels 191
11.1.6 Politics-Dimension vs. Kooperation 191
11.1.7 Ausgangslage für Kooperationen im Jahre 1992 192
11.1.8 Die geplante Kooperation verdichtet sich 193
11.1.9 Neuorientierung 196
11.1.10 Die SteerTec 198
11.1.11 Bishop – der australische Partner 199
11.1.12 Die Globalisierung - ein langer und steiniger Pfad 200
11.1.13 Das Konzept der verlängerten Werkbank 201
11.2 Die Produktstrategie 201
11.2.1 Von der KUL zur ZSL 202
11.2.2 Über die ZSL zur E-Lenkung 203
11.2.3 Die Produktstruktur der Jahre 1996 – 1998 205
11.2.4 Von der Produktentwicklung zur Vertriebs- und Marketingabteilung 206
11.2.5 Strategische Zielsetzung 207
11.2.6 Die Komponente Kooperation 208
11.3 Finanz- und Rechnungswesen, Controlling 209
11.3.1 Die Berichterstattung im Jahr 5 nach der Ausgründung 210
11.3.2 Externe Prämissen für das Berichtswesen 211
11.4 Personalstrategie 212
11.4.1 Die Hard Facts der Personalstrategie 212
11.4.2 Die Soft Facts der Personalstrategie 216
11.4.3 Thesen zur personalpolitischen Realisierung innerhalb der MBLenk 218
11.4.4 Die Dominanz der Produktivitätsstrategie 218
11.4.5 Zwischenstopp 219
11.5 Ein Drama in drei Akten am Beispiel des Qualitätsmanagements 219
11.5.1 Die Komplexität des Veränderungsprozesses steigt 219
11.5.2 Der erste Schritt: Ein Gefühl für die Dringlichkeit zu vermitteln 221
11.5.3 Der zweite Schritt: Man stellt sich dem Widerstand 222
11.5.4 Der dritte Schritt: Umgang mit Widerstand 223
11.5.5 Zusammenfassender Überblick 224
BAUSTEIN 3: EMPIRISCHE RELEVANZ DES VERÄNDERUNGSPROZESSES 225
12. DARSTELLUNG DES FORSCHUNGSDESIGNS 226
12.1.1 Untersuchungsformen 227
12.1.2 Auswahlverfahren 230
12.1.3 Datenerhebungsmethoden 230
13. DARSTELLUNG UND DISKUSSION DER EMPIRISCHEN ERGEBNISSE 239
13.1 Visionen 239
13.1.1 Die Vision kommt in die Organisation 239
13.1.2 Konsequenzen aus der gelebten Vision 241
13.2 Kooperationen 241
13.2.1 Bewertung von Kooperationsrisiken 241
13.2.2 Bestimmende Faktoren bei der Auswahl potentieller Kooperationen 242
13.2.3 Kooperationsformen für die Zukunft 242
13.2.4 Hauptgründe für das Scheitern von strategischen Allianzen 243
13.2.5 Das Scheitern der Lenkungsunion aus Sicht der beteiligten Akteure 243
13.2.6 Unterschiedliche Markteinschätzung als Grund des Scheiterns 244
13.3 Neue Gesellschaften 245
13.3.1 Das Projekthaus EPA 245
13.3.2 Das Subsystem SteerTec 245
13.3.3 Lenksysteme Meseritz (LSM) 248
13.3.4 Die ChasTec Mülheim GmbH 248
13.3.5 Die Grundstücksverwaltungsgesellschaften der MB Lenk 249
13.3.6 Die BMB Steering Innovation GmbH und die ChasTec Schönebeck GmbH 249
13.3.7 Das erste Joint-Venture der MBLenk 250
13.4 Geno- und phänotypische Systemeigenschaften 250
13.4.1 Geno- und phänotypische Systemeigenschaften des Projekthauses EPAS 251
13.4.2 Die geno- und phänotypischen Systemeigenschaften der SteerTec 252
13.4.3 Geno- bzw. phänotypologische Eigenschaften aus Sicht der Geschäftsleitung 252
13.4.4 Ein neuer organisationaler Charakter entsteht! 253
13.5 Entwicklungs- und Produktstrategie 254
13.5.1 Die ZSL als kurze Zwischenlösung auf dem Weg zur E-Lenkung 255
13.5.2 Ein Wettlauf mit der Zeit 256
13.5.3 Kulturelle Differenzen der Wettbewerber als Chance für die MBLenk 256
13.5.4 Eine effiziente und effektive Patentstrategie als Basis eines optimalen Outputs 257
13.5.5 Mittelständisches Zulieferunternehmen vs. Megazulieferer 257
13.5.6 Die Integration der MBLenk in ein neues Unternehmen 258
13.5.7 Die Politics-Dimension der Produkt- und Entwicklungsstrategie 259
13.5.8 Software als entscheidende Determinante der Zukunft 260
13.5.9 Die Output-Dimension E-Lenkung 262
13.6 Vertrieb und Marketing 263
13.6.1 Die Marktfähigkeit der Produkte 263
13.6.2 Externe Kunden 263
13.6.3 Chrysler - value for money 264
13.6.4 Sicherung und Aufbau des Geschäfts mit dem Hauptkunden MB 264
13.6.5 MBLenk produziert Lenkgetriebe für das Modell Vaneo 265
13.6.6 Das Drittmarkt-Geschäft in Westeuropa 265
13.6.7 Erlangen von Markt-Know-how 266
13.6.8 Opportunitätskosten 266
13.7 Informations- und Kommunikationsstrategie 267
13.7.1 Der Output der IKT-Strategie 267
13.7.2 Die Polity-Dimension der IKT-Strategie 267
13.7.3 Die Politics-Dimension unter Beachtung der verschiedenen Systemebenen 269
13.8 Personalstrategie 270
13.8.1 Strategische Personalplanung 271
13.8.2 Unterschiede in der personalpolitischen Ausrichtung PTU/MBLenk 272
14. ZUSAMMENFASSUNG UND ÜBERPRÜFUNG DER THESEN 273
14.1 Fazit Policy-Dimension 274
14.2 Fazit Polity-Dimension 275
14.3 Fazit Politics-Dimension 279
14.4 Überprüfung der Hypothesen 285
LITERATURVERZEICHNIS 290
ANHANG: INTERVIEWBOGEN, DATENMATRIX UND CODEBLATT 307

Automatisiert erstellter Textauszug:

Verbindlichkeit und Freiraum zu schaffen" (Willke, 1997, S.542). Natürlich fließen in die jeweilige strategische Ausrichtung im Lauf der Zeit immer neue Themenfelder hinein. Diese ergeben sich aus der Unternehmensumwelt und -inwelt. Für die MBLenk sind dies primär strategische Veränderungen innerhalb der beiden Systemebenen DC bzw. PTU. Sobald dort eine Strategieänderung erfolgt, hat dies Auswirkungen auf die MBLenk. Hierfür beispielhaft war der Wechsel an der Unternehmensspitze innerhalb der DBAG im Jahr 1996. Nachdem die ursprüngliche Vision, einen integrierten Technologieprozeß zu entwickeln, scheiterte, stoppte der neue Vorstandsvorsitzende der damaligen MBAG J. Schrempp schon kurz nach der Amtsübernahme des Vorstandsvorsitzes die bis dahin bestimmende unternehmerische Ausrichtung. Dies bewirkte er, indem er die Konzernausrichtung neu in Richtung Automobil (re-)definierte. Dazu wurden wesentliche Teile des bisherigen Konzerns verkauft bzw. stillgelegt (AEG, FOKKER usw.). Gleichzeitig wurde die bis dahin größte Modelloffensive in der Geschichte des Unternehmens gestartet (CLK, SLK, M-Klasse, A-Klasse usw.). Dies wurde erreicht, indem MB in jede Marktnische vordrang und die bis dahin praktizierte Konzentration auf das angestammte Luxussegment im Automobilbau hinter sich lies. Da die MBLenk auch heute noch fast ausschließlich für MB produziert, bedeutete dieser Wandel in der unmittelbaren Umwelt des Systems auch eine entsprechende Anpassung der Strategie der MBLenk. Wo Anfang der 90er Jahre noch Themen wie Benchmarking, Kostenreduktion, "Lernen von den Asiaten", Lean-Production usw. die [...]

4.4.1 Eine maßgeschneiderte Veränderungsstrategie Als Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Transformationsstrategie muß das Unternehmen aus sich selbst heraus eigene Veränderungen schaffen und nicht unreflektiert Modetrends des Managements wie beispielsweise TPM, Lean Management, Organisationales Lernen, Business Reengineering, Kaizen usw. folgen. Damit wird vermieden, daß das Management ein ums andere Mal nur einer Modewelle folgt, die "dem typischen Lebenszyklus moderner Managementkonzepten und -moden entspricht - also zunächst viel Aufmerksamkeit erhält, dann nur halbherzig umgesetzt wird, dadurch die großen Versprechungen nicht erfüllen kann und schließlich still und leise wieder in der Versenkung verschwindet" (Weber/Schäffer, 1999, S.1). Dagegen zeichnen sich eigenständige und erfolgreiche Veränderungsstrategien dadurch aus, daß es dem Management gelingt, die "eigene Besonderheit und korporative Kultur mit ins Spiel zu bringen und die auf dem Markt verfügbaren Ideen, Konzeptionen und Instrumente ihren eigenen Möglichkeiten/Bedürfnissen anzupassen" (Wilke, 1997, S.542). Ein Beispiel, wie gleichzeitig ein Veränderungsprojekt den eigenen Bedürfnissen angepaßt 90 [...]

Systems festlegt, abzuschütteln. Dies ist besonders deshalb schwierig, da davon auszugehen ist, daß die spezifischen Systemmerkmale der MBLenk im Reproduktionsprozeß auf Systeme derselben Population, also auf die von ihr gegründeten Subsysteme (ChasTec, SteerTec, BMB usw.) kopiert bzw. übertragen werden. Genauso ist es für die MBLenk bis heute schwierig, die von der MBAG im Jahr 1994 übernommenen Wissens- und Verhaltensmuster ablegen. Dies kann mittelfristig nur gelingen, indem neue Verhaltensmuster von außen in das System hineingetragen werden. 4.3.3 Zwischenstopp An dieser Stelle sollte nicht in den Wissenschaftsstreit über Umfang und Einfluß von Unternehmenskulturen eingegangen werden, genauso wenig ist es für das Erkenntnisinteresse der Arbeit von Bedeutung, ob ein Unternehmen mehrere oder wenige Kulturen besitzt. Vielmehr sollte gezeigt werden, daß jede Organisation etwas wie eine Seele, einen Charakter, eine Kultur oder ein zugrunde liegendes Paradigma besitzt. Ein fundamentaler Wandel kann nur dann stattfinden, wenn es gelingt, dieses Paradigma zu ändern. Das dies nicht einfach ist, zeigt das folgende Zitat recht anschaulich: "Organisationale Transformation ist, wie persönliche Veränderung, immer schwierig, selbst wenn die bekannten besten Praktiken angewandt werden" (Markus/Benjamin, 1997, S.91). [...]

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