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Spiele/Spielen beeinflußt die Persönlichkeitsentwicklung und umgekehrt

Spiele/Spielen beeinflußt die Persönlichkeitsentwicklung und umgekehrt
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bernadette Wey-Kathriner
  • Abgabedatum: Oktober 2001
  • Umfang: 108 Seiten
  • Dateigröße: 4,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universitäre Hochschule Luzern (UHL) Schweiz
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6189-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6189-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6189-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wey-Kathriner, Bernadette Oktober 2001: Spiele/Spielen beeinflußt die Persönlichkeitsentwicklung und umgekehrt, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Erlebnispädagogik, Heilpädagogik, Freizeitgestaltung, Freizeit, Lieblingsspiel

Diplomarbeit von Bernadette Wey-Kathriner

Zusammenfassung:

Jeder Mensch, gleich welchen Alters, verspürt das Bedürfnis nach Kommunikation und zwischenmenschlichen Beziehungen. Wer möchte nicht gerne schöpferisch tätig sein, Grenzen überwinden, sich Herausforderungen stellen, neue Seiten an sich selbst entdecken und das eigene ICH spüren? Die Möglichkeit, all diese Wünsche und Träume zu realisieren und auszuleben, findet der Mensch im Spiel.

Meine Arbeit und die dazu gemachten Recherchen zeigen deutlich auf, dass gewisse Spiele bzw. gewisse Spielformen allen Modeströmungen trotzen und von Generation zu Generation weitergegeben werden. Es muss in uns Menschen ein Urbedürfnis nach Spielen, sowie ein sensibler Spürsinn für gewisse Spielformen stecken.

Unterscheidet sich die Spielfreude von Regelklassenkinder von derjenigen Kindern, welche lernbehindert oder verhaltensauffällig sind? Ist es eine bewiesene Tatsache, dass Spiele neue Horizonte eröffnen, sich positiv auf unsere Persönlichkeit auswirken und unsere Lebenseinstellung und Arbeitshaltung beeinflussen? Spielen grundsätzlich immer wieder die gleichen Mechanismen, die gleichen Motivatoren und die gleichen sozialen Einflüsse mit? Antworten darauf soll eine Umfrage aufzeigen.

Doch, wie sollen Menschen spielen können, wenn sie es nicht gelernt haben? Wenn sie selten oder nie die Gelegenheit erhielten, Lust, Freude und Genugtuung des Spielens am eigenen Körper zu erfahren, die Zeit und Realität hinter sich zu lassen und zu vergessen? Die Schule und das Elternhaus können einen enormen Einfluss auf das Spielverhalten der Kinder ausüben und sollten dieser Erkenntnis gemäss handeln: Selber spielen und Spiele in der pädagogischen Praxis anbieten!

Eltern und Lehrpersonen müssen sich der Bedeutung des Spielens bewusster werden und das Spiel in ihrem und im Leben der Kinder zu einem festen Bestandteil werden lassen. Hilfe, Anleitung und Anreiz dazu liefert meine Diplomarbeit.

Inhaltsverzeichnis:

1. INHALTSVERZEICHNIS 2
2. VORWORT 5
3. EINLEITUNG 6
3.1 Ganz und gar Mensch sein 6
3.2 Was heisst eigentlich „Spielen“? 7
3.3 Was bedeutet nun „Spielen“? 9
3.4 Aufbau der Diplomarbeit 11
4. DIE ENTWICKLUNG DER SPIELE 14
4.1 Die Geschichte der Spiele 14
4.2 Spiele, der Spiegel einer Kultur 17
4.3 Schach 19
4.3.1 Schach, ein faszinierendes Spiel 19
4.3.2 Eine berühmte Sage zum Schachspiel 20
4.3.3 Ein Ausflug in die Geschichte des Schachspiels 21
4.3.4 Legenden und Symbole 22
4.3.5 Die Verbreitung des Schachspiels 22
4.3.6 Schach im europäischen Mittelalter 23
4.3.7 Schach in der heutigen Zeit 24
5. TRADITIONSSPIELE IM WANDEL 25
5.1 Tamagotchi - Was ist das eigentlich? 27
5.1.1 Allgemeines 27
5.1.2 Geschichte und Erfolg (-sgeheimnis) 28
5.1.3 Wie erklären sich die Hersteller einen solchen Erfolg 28
5.1.4 Wo sind sie geblieben - die Tamagotchis? 29
5.2 Actimates Barneys 31
5.3 Furby 32
5.4 Tama 33
5.5 Aibo 34
5.6 Der Roboterhund „Aibo 2“ kann sogar denken 36
5.7 Robokoneko 38
6. WAS SOLLEN UNSERE KINDER SPIELEN? 39
7. SPIELEN KINDER DER KLEINKLASSE ANDERS ALS KINDER DER REGELKLASSE? 41
8. DURCHFÜHRUNG DER UMFRAGE 43
8.1 Hypothesen 43
8.2 Beteiligte Schulklassen 44
8.3 Begleitinformationen für die Lehrpersonen 47
9. AUSWERTUNG 51
9.1 Welche Spiele hast du daheim? 51
9.1.1 Antworten der Regelklassenschüler und -schülerinnen 51
9.1.2 Antworten der Kleinklassenschüler und -schülerinnen 51
9.1.3 Analyse der Antworten 52
9.2 Wie oft hast du diese Spiele im letzten halben Jahr schon gespielt? 54
9.2.1 Antworten der Regelklassenschüler und -schülerinnen 54
9.2.2 Antworten der Kleinklassenschüler und -schülerinnen 54
9.2.3 Analyse der Antworten 55
9.3 Welches ist dein Lieblingsspiel? 56
9.3.1 Antworten der Regelklassenschüler und -schülerinnen 56
9.3.2 Antworten der Kleinklassenschüler und -schülerinnen 56
9.3.3 Analyse der Antworten 57
9.4 Mit wem spielst du dein Lieblingsspiel meistens? 58
9.4.1 Antworten der Regelklassenschüler und -schülerinnen 58
9.4.2 Antworten der Kleinklassenschüler und -schülerinnen 58
9.4.3 Analyse der Antworten 59
9.5 Woher hast du diese drei Lieblingsspiele? 60
9.5.1 Antworten der Regelklassenschüler und -schülerinnen 60
9.5.2 Antworten der Kleinklassenschüler und -schülerinnen 60
9.5.3 Analyse der Antworten 61
9.6 Wo spielst du diese Lieblingsspiele meistens? 63
9.6.1 Antworten der Regelklassenschüler und -schülerinnen 63
9.6.2 Antworten der Kleinklassenschüler und -schülerinnen 63
9.6.3 Analyse der Antworten 64
9.7 Wie oft spielst du diese Lieblingsspiele? 66
9.7.1 Antworten der Regelklassenschüler und -schülerinnen 66
9.7.2 Antworten der Kleinklassenschüler und -schülerinnen 66
9.7.3 Analyse der Antworten 67
9.8 Welche Art von Spielen spielst du am liebsten? 68
9.8.1 Antworten der Regelklassenschüler und -schülerinnen 68
9.8.2 Antworten der Kleinklassenschüler und -schülerinnen 68
9.8.3 Analyse der Antworten 69
9.9 Wie fühlst du dich, wenn du ein Spiel verlierst? 71
9.9.1 Antworten der Regelklassenschüler und -schülerinnen 71
9.9.2 Antworten der Kleinklassenschüler und -schülerinnen 71
9.9.3 Analyse der Antworten 72
10. WAS MEINEN SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER? 73
10.1 Aussagen der Regelklassenschüler und -schülerinnen 73
10.2 Aussagen der Kleinklassenschüler und -schülerinnen 80
11. SCHLUSSFOLGERUNGEN 85
12. SPIEL IN DER SCHULE 89
12.1 Pädagogische Überlegungen 89
12.2 Bedeutung des Spiels für das Lehren und Lernen 90
12.2.1 Allgemeine Bedeutung 90
12.2.2 Soziales Lernen und Verbesserung des Klassenklimas 91
12.2.3 Einbezug aller drei Lerndimensionen 92
12.2.4 Entspannung 92
12.2.5 Lehrperson und Schülerschaft ändern ihre Rollen 93
12.2.6 Ordnung und Disziplin 93
12.2.7 Raum 94
12.3 Qualitäten als Spielleiter oder Spielleiterin 94
12.3.1 Motivierende Spieleinführung und -begleitung 95
12.3.2 Reflexion 96
12.3.3 Spielangebote und Spielauswahl 97
12.4 Ziele 98
12.4.1 Richtziele 98
12.4.2 Grobziele 98
12.5 Fazit 99
13. ZUSAMMENFASSUNG 100
14. LITERATURLISTE 102
14.1 Bücher und Zeitschriften 102
14.2 Internet 104
14.3 Bildquellen 104

Automatisiert erstellter Textauszug:

Besonderes Die Ehre der traditionellen Spiele wird von den Kleinklassenschülern und –schülerinnen aufrecht erhalten. Sieben Prozent von ihnen nennen Eile mit Weile als Lieblingsspiel. Diese 7% sind auch dieselben Schüler und –schülerinnen, welche das Eile mit Weile während den letzten sechs Monaten regelmässig (über 10x) gespielt haben. Die Regelklassenschüler und –schülerinnen haben hingegen absolut keinen Bezug zu diesem Spiel. Niemand von ihnen hat das Eile mit Weile als Lieblingsspiel angegeben. Das anspruchsvolle und meist zeitintensive Schachspiel ist durchschnittlich bei 60% der befragten Schüler- und Schülerinnenhaushalte vorhanden. Trotzdem erscheint es ebenfalls nicht als Lieblingsspiel. Augenfällig ist der immense Unterschied bei der Playstation-Bewertung. Bedenkt man aber, dass 50 % der Kleinklassenkinder eine Playstation besitzen und rund ein Drittel von ihnen das Spiel im letzten halben Jahr gespielt hat, überrascht mich dieses Ergebnis nicht. Die Anzahl andere Lieblingsspiele ist bei den Regelklassenschülern und –schülerinnen doppelt so hoch wie bei den Kindern der Kleinklassen. [...]

Allgemeines In der Definition des Lieblingsspieles unterscheiden sich nun die beiden Gruppen sehr stark. Dabei ist aber sicher nicht ganz ausser Acht zu lassen, dass die Benennung eines Lieblingsspieles eine Momentaufnahme ist. Die Auswahl ist starken Modeströmungen unterworfen und zu gewissen Zeiten nehmen die trendigen, aber auch kurzlebigen Spiele Spitzenpositionen ein. Ich denke dabei an das an Hysterie grenzende Kaufverhalten bei den Furbys, von denen jedoch sechs Monate nach der Markteinführung kaum mehr jemand spricht (siehe Kapitel 2.4 Furby). Eine analoge Situation findet man bei den damals äusserst beliebten Tamagotchis. Diese virtuellen Küken sind heute total aus der Mode gekommen und wurden von keiner der befragten Personen als Lieblingsspiel genannt (siehe Kapitel 2.1 Tamagotchi). [...]

Besonderes Mit der Frage 2 „Wie oft hast du diese Spiele im letzten halben Jahr schon gespielt“ lässt sich die Validität der Frage 1 „Welche Spiele hast du daheim?“ überprüfen. So ist es logisch, dass 48% der Regelklassenschüler und –schülerinnen nie Nintendo spielen, da 43% von ihnen keinen Nintendo besitzen. Daraus schliesse ich, dass einerseits beide Fragen ehrlich beantwortet wurden und andererseits etwa 5% der Schüler und Schülerinnen einen Nintendo besitzen, aber das Interesse daran verloren haben. Die gleiche Überprüfung erklärt auch den hohen Ausschlag der blauen „ nieKurve“ bei der Playstation-Auswertung der Regelklassenschüler und –schülerinnen. Bloss 21% von ihnen besitzen eine Playstation und daher antworten auch über 60%, dass sie im letzten halben Jahr nie Playstation gespielt hätten. Deutlich wird auch sichtbar, dass vor allem die vier traditionellen Spiele wie Schach, Eile mit Weile, Monopoly und Puzzle nicht häufig gespielt werden. Interessant dabei ist, dass in vielen Haushalten Schach und Eile mit Weile vorhanden sind, aber halt leider nicht oder sehr wenig benutzt werden. Interessant ist auch die Auswertung der Spielhäufigkeit von 1-4x pro Monat. Der Anteil in dieser Kategorie ist für mich bei beiden befragten Gruppen überraschend hoch und pegelt sich über alles hinweg so im Bereich von 15-40% ein. Wahrscheinlich war die Fragestellung und das konkrete Abschätzen einer Zeitspanne von sechs Monaten vor allem für jüngere Schüler und Schülerinnen zu schwierig. Daher verzichte ich auf eine vertieftere Analyse dieser Werte. [...]

Arbeit zitieren:
Wey-Kathriner, Bernadette Oktober 2001: Spiele/Spielen beeinflußt die Persönlichkeitsentwicklung und umgekehrt, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Erlebnispädagogik, Heilpädagogik, Freizeitgestaltung, Freizeit, Lieblingsspiel

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