Speicherung und Weitergabe von implizitem Wissen
Wissensmanagement am Beispiel der Personalgewinnung mittels Internetforum
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marc Obermüller
- Abgabedatum: September 2002
- Umfang: 73 Seiten
- Dateigröße: 481,6 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Fulda Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6679-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6679-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6679-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Obermüller, Marc September 2002: Speicherung und Weitergabe von implizitem Wissen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: explizites Wissen, Jobbörse, Externalisierung
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Diplomarbeit von Marc Obermüller
Einleitung:
Wissensmanagement ist einer der derzeit wichtigsten Führungsthemen. Denn die Leistungsfähigkeit eines modernen Unternehmens wird nicht aus Grundbesitz, Fabriken und Anlagen gebildet, sondern aus seiner intellektuellen und seiner Servicefähigkeit. An die Stelle der Ressourcen Boden, Kapital und Arbeit ist heute für Unternehmen die die ultimative Ressource Wissen getreten. Das Management des Wissens und die erzielte Wissensperformance entscheiden den Wettbewerb. So wird Wissensmanagement ein Muss für Unternehmen, die ihre Wettbewerbsposition ausbauen wollen. In diesem Kontext stellt sich deshalb für Unternehmen die Frage, welches Wissen für sie wettbewerbsentscheidend ist. Dieses Problem zu lösen ist Aufgabe des Wissensmanagements.
Ein Markt auf dem der Wettbewerb immer enger geworden ist, ist das Angebot von Fachkräften. Dieses Problem ist sogar von der Bundesregierung erkannt worden die zur Behebung eine Green Card für IT-Spezialisten eingeführt hat. Durch die Verbreitung des Internets zu einem Massenmedium hat sich Unternehmen mittels Jobbörsen neuer Arbeitskräftemarkt erschlossen. So hat sich auch die Bedeutung von Internet-Jobbörsen in den letzen Jahren so stark entwickelt, dass mittlerweile 35 Millionen Europäer einen Arbeitsplatz im Internet suchen.
Die Personalgewinnung über das Internet hat dadurch in den letzten Jahren eine feste Rolle für Unternehmen bekommen. Das Internet ermöglich es theoretisch den Bedarf an Arbeitskräften via Internet auf den Arbeitsmärkten der ganzen Welt zu decken. Jedoch endet der Horizont des Internets am Anwendungswissen der Menschen. Denn kaum eine andere Wissensform ist einem derartig schnellen Wandel unterworfen, und besitzt gleichzeitig für weite Kreise in der Bevölkerung hohe und bewusste Alltagsrelevanz, wie das Computerwissen.
Wollen Unternehmen bei der Personalgewinnung über Jobbörsen besser als der Wettbewerb sein, erfordert das ein hohes Maß an Anwendungskompetenzen über das Wissen der normalen Personalgewinnung hinaus. Dieses Kompetenzen entwickeln sich durch Erfahrungen des Anwenders, diese entstehen in Form impliziten Wissens. Dieses Wissen ist aufgrund seiner Charakteristika nicht direkt speicherbar und dadurch die Weitergabe nicht einfach.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | I | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 2 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 4 |
| 2. | Wissensmanagement | 5 |
| 2.1 | Wissen | 7 |
| 2.2 | Bausteine des Wissensmanagements | 9 |
| 2.2.1 | Wissensidentifikation | 10 |
| 2.2.2 | Wissensspeicherung | 11 |
| 2.2.3 | Wissensweitergabe | 12 |
| 3. | Personalgewinnung | 13 |
| 3.1 | Arbeitsmarktanalyse und -beobachtung, Berufsforschung | 14 |
| 3.2 | Personalwerbung | 14 |
| 3.3 | Personalauswahl | 16 |
| 3.3.1 | Methoden der Personalauswahl bei internen Bewerbern | 17 |
| 3.3.2 | Methoden der Personalauswahl bei externen Bewerbern | 17 |
| 3.4 | Personalbindung | 21 |
| 3.5 | Internetforen zur Mitarbeitergewinnung | 22 |
| 3.5.1 | Jobbörsen | 24 |
| 3.5.1.1 | Stellenanzeigen | 24 |
| 3.5.1.2 | Bewerberdatenbank | 25 |
| 3.5.2 | Personalgewinnung mittels Jobbörsen | 26 |
| 3.5.3 | Aufbau | 27 |
| 3.5.4 | Funktionsweise | 28 |
| 3.5.4.1 | Anzeigenschaltung | 28 |
| 3.5.4.2 | Anzeigenverwaltung | 31 |
| 3.5.4.3 | Bewerberdatenbank | 31 |
| 4. | Implizites Wissen bei der Personalgewinnung mittels Jobbörsen | 33 |
| 4.1 | Implizites Wissen bei der Anzeigenschaltung | 33 |
| 4.2 | Implizites Wissen bei der Bewerberrecherche | 38 |
| 4.3 | Speicherung und Weitergabe von impliziten Wissen | 43 |
| 4.4 | Externalisierung impliziten Wissens | 45 |
| 4.5 | Speicherung des expliziten Wissens | 50 |
| 4.5.1 | Selektion | 50 |
| 4.5.2 | Speicherung | 51 |
| 4.5.3 | Aktualisierung | 56 |
| 4.6 | Weitergabe des expliziten Wissens | 57 |
| 4.6.1 | Kommunikation | 58 |
| 4.6.2 | Computersysteme | 60 |
| 4.6.3 | Probleme bei der Weitergabe von Wissen | 61 |
| 5. | Fazit | 63 |
| 6. | Literaturverzeichnis | IV |
| 6.1 | Fachbücher | IV |
| 6.2 | Fachzeitschriften | VIII |
| 6.3 | Internetseiten | VIII |
hen, ist es zur Messung der Attraktivität der Anzeige wichtig, eine Referenznummer zu definieren. Deren Angabe im Bewerbungsanschreiben sollte ausdrücklich im Anzeigentext gefordert werden. Auf diese Weise läßt sich die Gesamtzahl der Bewerbungen auf eine ausgeschriebene Stelle ermitteln. Vergleicht man diese Zahl mit jener wie oft die Anzeige von Interessenten angeklickt wurde, erhält man eine Orientierung über die Attraktivität der Stellenausschreibung. Um gezielt Bewerbergruppen anzusprechen, gibt es die Möglichkeit die Anzeige zu kategorisieren. Eine so rubrizierte Stellenanzeige spricht einen eingeschränkten Interessentenkreis an, wodurch der Eingang von weniger geeigneten Bewerbungen vermieden werden kann.189 Um nicht von zu vielen Bewerbungen überschwemmt zu werden, empfiehlt es sich die zuvor genannten Möglichkeiten zu nutzen. Zeigt sich, daß die Resonanz nicht den Erwartungen entspricht, ist es sinnvoll, die Maßnahmen zur Einschränkung des Bewerberkreises aufzuweichen. Die umgekehrte Vorgehensweise ist weniger empfehlenswert, da mit einer Vielzahl eingehender Bewerbungen eine zusätzliche Arbeitsbelastung verbunden ist. Die Verwendung der automatischen Bewerberbungsanschreiben bietet die Möglichkeit, zumindest die Online-Bewerbungen vorzuselektieren. Es ist aber zu beachten, daß die Einstufung der Kriterien für Absagen oder die Aufnahme in den engeren Kreis nur auf Angaben basiert, die zuvor kategorisiert wurden. Hat ein Bewerber eine besondere Qualifikation, die nicht unter die gewählten Kriterien fällt, weil sie nicht beachtet wurde - bei näherem Betrachten aber positiv zu beurteilen wäre, würde er nach den definierten Kriterien eine automatische Absage erhalten. [...]
den im Unternehmen verwendeten übereinstimmen. Das Anforderungsprofil sollte so formuliert werden, daß es als Vorlage für die Schaltung einer Online-Anzeige genutzt werden kann. Der eigentliche Anzeigentext steht dadurch zwar nicht in direkter Konkurrenz mit anderen Anzeigen, er muß aber das zuvor geweckte Interesse aufrechterhalten um den Kandidaten davon abzuhalten, die Stellenanzeige vorzeitig zu schließen.187 Bei der Formulierung der Stellenanzeige müssen also andere Kriterien als für eine konventionelle Alternative (bspw. Anzeige in Printmedien) angelegt werden. Zum Einen sollen die Informationen, die in der Ergebnisliste des Suchenden erscheinen, Interesse für die Stellenausschreibung wecken. Zum Anderen sollten diese Informationen aber so gestaltet werden, daß nur die geeignetsten Bewerber animiert werden, die Anzeige zu öffnen und sich zu bewerben. Dazu empfiehlt sich der gezielte Einsatz von Fachvokabular, jedoch sollte darauf geachtet werden, keine „abgedroschenen Floskeln“ zu verwenden. Zum Einen wird so ein Filtereffekt erzeugt, zum Anderen läßt sich die Attraktivität der Stelle fördern. Beispielsweise hat der Titel „Teamplayer für den Vertrieb“ keine große Filterwirkung, wohingegen „Assistenz im Vertriebsteam“ die Ausschreibung dahinter konkretisiert.188 Ein Instrument zur Prüfung dieser Wirkung wird in der Anzeigenverwaltung angeboten. Dort kann zu jeder Anzeige die Liste der Zugriffe und die Zahl der Online-Bewerbungen eingesehen werden. Wiederum ist die Zahl der Online-Bewerbungen aber nicht gleich der gesamten Resonanz auf die Stellenanzeige zu setzen. Da nach wie vor ein Großteil der Bewerbungen, auch bei Anzeigen in Jobbörsen, in Form von Bewerbungsmappen einge- [...]
Die Ausschreibung von freien Arbeitsplätzen ist Aufgabe der Personalwerbung.184 Eine Stellenanzeige in einer Jobbörse hat die Aufgabe, potentielle Kandidaten über das Stellenangebot zu informieren und sie im günstigsten Fall zu einer Bewerbung zu animieren.185 Dabei ist die Insertion einer Stellenanzeige im Internet nicht mit der in Printmedien gleichzusetzen. Der Stellensuchende trifft schon die erste Entscheidung für oder gegen die Stellenausschreibung, wenn er die Ergebnisliste seines Suchauftrages selektiert. Dort erhält er bereits erste Informationen zur Stelle, dem Arbeitgeber und Arbeitsort. Besonders der Titel sollte deshalb so gewählt werden, daß das Interesse des Kandidaten aufrecht erhalten wird, um ihn zum Öffnen der Anzeige zu animieren.186 Aus diesem Grund sollten vor Schaltung der Stellenanzeige die vorgegebenen Kriterien der Kategorien gesichtet werden, da sie nicht immer mit [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832466794
Arbeit zitieren:
Obermüller, Marc September 2002: Speicherung und Weitergabe von implizitem Wissen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
explizites Wissen, Jobbörse, Externalisierung



