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Soziologische Aspekte des Kunstsponsoring und der Kulturförderung durch Unternehmen

Grundlagen und Intentionen, Instrumente und Konsequenzen

Soziologische Aspekte des Kunstsponsoring und der Kulturförderung durch Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alexander Krüger
  • Abgabedatum: Oktober 1995
  • Umfang: 88 Seiten
  • Dateigröße: 4,3 MB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3514-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3514-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3514-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Krüger, Alexander Oktober 1995: Soziologische Aspekte des Kunstsponsoring und der Kulturförderung durch Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Alexander Krüger

Problemstellung:

Das Kunstsponsoring wird in der Bundesrepublik Deutschland erst seit Mitte der 80er Jahre als Instrument der unternehmerischen Kommunikationspolitik verstärkt eingesetzt und hat seitdem eine sprunghafte Entwicklung durchlaufen. Nach den gegenwärtigen Erkenntnissen ist ein Ende dieses Trends nicht abzusehen.

Diese Entwicklung folgt möglicherweise der unternehmerischen Erkenntnis, daß es bei einer zunehmenden Substituierbarkeit der Produkte nicht mehr ausreicht, lediglich über die klassischen kommunikationspolitischen Instrumente Zielgruppen anzusprechen, sondern es darüber hinaus der Dokumentation gesellschaftlicher Verantwortung bedarf, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Eine Möglichkeit für das Unternehmen, soziale Verantwortung zu dokumentieren und gleichzeitig zur Förderung des eigenen Images beizutragen, besteht darin, das Prestige der Kunst über ein Kunstsponsoring-Engagement für eigene Zwecke einzusetzen.

Diese Aussagen verdeutlichen vor allem die wirtschaftlich orientierte Sichtweise des Kunstsponsoring. Eine solche Betrachtungsweise lenkt jedoch die Aufmerksamkeit nur auf einen Teilbereich. Dadurch wird sie der Bedeutung und den Möglichkeiten des vielseitigen Instruments Kunstsponsoring nicht gerecht. Ziel dieser Arbeit ist es daher, die ökonomischen Ansätze durch soziologisch orientierte Betrachtungen zu ergänzen und dadurch einen Überblick über die weiteren Dimensionen des Kunstsponsoring zu verschaffen.

Gang der Untersuchung:

Dazu wird in Abschnitt 2.1 zunächst das Kunstsponsoring vor dem Hintergrund einer begrifflichen Abgrenzung zum Mäzenatentum definiert. Neben der Klärung weiterer, für diese Arbeit relevanter Begriffe wird das Kunstsponsoring durch die Darstellung ausgewählter Charakteristika in Abschnitt 2.2 genauer eingegrenzt.

Abschnitt 3 stellt ökonomische Aspekte des Kunstsponsoring vor. Nach einer Einordnung in die unternehmerische Kommunikationspolitik werden Überlegungen zur Entwicklung einer Sponsoring-Strategie angestellt. Abschnitt 3.3 zeigt schließlich Maßnahmen sowie mögliche Problemfelder einer Erfolgskontrolle des Kunstsponsoring auf.

In den Abschnitten 4 und 5 stehen soziologische Aspekte des Kunstsponsoring im Mittelpunkt der Ausführungen. Abschnitt 4 richtet dabei das Augenmerk auf die Gestaltung der Sponsoring-Beziehung. Nach einer Überprüfung der Kriterien sozialen Handelns in Anwendung auf das Kunstsponsoring, werden sowohl unternehmerische Beweggründe als auch solche des Sponsoring-Partners erörtert. Dabei kann noch auf ausgewählte Problemfelder der Sponsoring-Praxis eingegangen werden, bevor vor dem Untergrund austauschtheoretischer Grundlagen wesentliche Implikationen für die Sponsoring-Beziehung dargelegt werden.

Der anschließende Abschnitt 5 geht auf Wirkungen des Kunstsponsoring ein. Auf Basis der Kommunikationstheorie werden dabei Überlegungen zu intendierten Wirkungen verdeutlicht, welche sowohl in bezug auf die unternehmerischen Zielgruppen als auch im Rahmen unternehmens-endogener Wirkungen betrachtet werden. Der 5. Abschnitt schließt mit Ausführungen nicht intendierter Wirkungen der unternehmerischen Kommunikation in Ableitung grundlegender Aussagen zur Reaktanz. Dabei werden die Auswirkungen auf den Sponsoring-Partner und die Zielgruppe berücksichtigt.

Abschließend gibt Abschnitt 6 wesentliche Ergebnisse der Arbeit in Form eines Ausblicks und der Formulierung von Ansätzen für ein verantwortungsvolles Sponsoring wider.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
Symbolverzeichnis VI
1. Problemstellung und Gang der Untersuchung 1
2. Begriffliche Grundlagen 3
2.1 Mäzenatentum und Sponsorin 3
2.2 Kunst- und Kulturförderung durch Unternehmen 6
2.2.1 Begriff der Kultur und der Kunst 6
2.2.2 Charakteristika des Kunstsponsoring und der Kulturförderung 8
3. Ökonomische Aspekte des Kunstsponsoring 12
3.1 Einordnung und Bedeutung des Kunstsponsoring als Instrument der unternehmerischen Kommunikationspolitik 12
3.2 Entwicklung einer Sponsoring-Strategie: Kunstsponsoring als systematischer Entscheidungsprozeß 15
3.2.1 Rahmenbedingungen für eine strategische Fundierung 15
3.2.2 Ansätze zur Entwicklung einer Sponsoring-Strategie 17
3.2.3 Maßnahmenplanung und Bildung eines Sponsoringmix 20
3.3 Erfolgskontrolle eines Sponsorships 24
3.3.1 Maßnahmen der Erfolgskontrolle 24
3.3.2 Problemfelder und Grenzen einer wirksamen Kontrolle 26
4. Soziologische Aspekte des Kunstsponsoring 28
4.1 Kunstsponsoring als Ausdruck sozialen Handelns 28
4.2 Motive eines Sponsoring-Engagements 29
4.2.1 Motivbegriff und Motivation 29
4.2.2 Sponsoring-Motive aus Sicht der Unternehmen 31
4.2.3 Sponsoring-Motive aus Sicht der Gesponserten 34
4.2.4 Ausgewählte Problemfelder der Sponsoring-Praxis 35
4.3 Kunstsponsoring vor dem Hintergrund der Austauschtheorie 37
4.3.1 Austauschtheoretische Grundlagen und Aussagen 37
4.3.2 Implikationen der Tauschtheorie für die Sponsoring-Beziehung 42
5. Wirkungsfelder des Sponsoring: Soziologische Aspekte kommunikativer Wirkungen 48
5.1 Intendierte Wirkungen des Sponsoring 48
5.1.1 Grundlagen der Kommunikation 48
5.1.2 Implikationen der Kommunikationstheorie: Exogene Wirkungen des Kunstsponsoring 51
5.1.3 Sponsoring als Teil der Unternehmenskultur: Endogene Wirkungen 53
5.2 Nicht intendierte Wirkungen des Sponsoring 56
5.2.1 Entstehung von Reaktanz 56
5.2.2 Wirkungen auf das Verhalten des Sponsoring-Partners 58
5.2.3 Wirkungen auf die Zielgruppe 60
6. Ausblick: Ansätze für ein verantwortungsvolles Sponsoring 64
Literaturverzeichnis 66
Verzeichnis zusätzlicher Quellen 77

Arbeit zitieren:
Krüger, Alexander Oktober 1995: Soziologische Aspekte des Kunstsponsoring und der Kulturförderung durch Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

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