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Sozialstrukturanalyse des Basketball Bundesligisten TBB Trier

Sozialstrukturanalyse des Basketball Bundesligisten TBB Trier
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Damir Danic
  • Abgabedatum: November 2004
  • Umfang: 202 Seiten
  • Dateigröße: 1,9 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Deutsche Sporthochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8659-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8659-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8659-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Danic, Damir November 2004: Sozialstrukturanalyse des Basketball Bundesligisten TBB Trier, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Zuschauer, Motiv, Sportzuschauer, Medien, Typisierung

Diplomarbeit von Damir Danic

Problemstellung:

Die Sportart Basketball erlebt seit Anfang der 90er Jahre einen enormen Boom. Nach dem Auftritt des amerikanischen „Dream Teams“ und dem überraschenden Gewinn der Europameisterschaft 1993 der Deutschen Nationalmannschaft, wird die Sportart Basketball in Deutschland, als Trendsportart mit Potenzial beschrieben. Viele Initiativen die Sportart in Deutschland populärer zu machen, wie z. B. „Streetball“, wecken zunehmend ein breites Interesse an ihr, was an den Mitgliederzuwächsen des DBB abzulesen ist. Durch eine enge Bindung an Amerika, z. B. durch die Ausstrahlung von NBA-Spielen im Deutschen Fernsehen aber auch durch zahlreiche Streetball-Events und Basketball-Camps hierzulande, werden insbesondere Personengruppen jüngerer Generation angesprochen. Die immer stärker professionalisierten Strukturen der BBL in Deutschland, sorgen zudem noch für attraktives Wettkampfgeschehen, was in den vergangenen Jahren immer mehr Zuschauer in den Sportarenen hierzulande begeistern konnte.

Durch die Fertigstellung der Arena Trier im Jahre 2003, konnte der Verein des TBB Trier in der vergangenen Saison (2003/2004) einen beträchtlichen Zuschauerzuwachs beobachten. Die durchschnittliche Zuschauerzahl ist von ca. 2.000 Zuschauern pro Heimspiel, auf über 4.000 Zuschauer angestiegen. Diese erfreuliche Publikumsentwicklung der „Moselstädter“ zu analysieren, war das Ziel dieser Arbeit. Die Ergebnisse sollen helfen darüber Aufschluss zu geben, wie sich das Trierer Publikum im Einzelnen zusammensetzt. Zentrale Punkte der Untersuchung, die mittels eines überwiegend geschlossenen Fragebogens erhoben wurden sind u. a.:

- Demographische Parameter (Alter, Geschlecht, Publikum etc.).

- Infrastrukturelle Rahmenbedingungen (Anfahrtsstrecke, Anfahrtsmittel etc.).

- Emotionale Anteilnahme (Regelkenntnisse, Spielbesuch etc.).

- Konsumverhalten, Mediennutzung und Medienberichterstattung.

- Beurteilung der Rahmenbedingungen in der Arena Trier.

- Sportaktivität und Stellenwert des Heimspieles des Publikums.

Die Freizeit und ihre Entwicklung, als immer wichtiger werdender Bestandteil der Gesellschaft in Deutschland, stellt die Basis für den Besuch von Sportveranstaltungen dar. Das quantitative Freizeitbudget ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Weiterhin wird konstatiert, dass diese Freizeit zu einem erheblichen Teil durch sportliches Engagement – ob passiv oder aktiv – gefüllt wird. Hierbei wird deutlich, dass Basketball durchaus einen Stellenwert in der Freizeitplanung der deutschen Gesellschaft für sich mitbeansprucht. Ein geschichtlicher Abriss und die Entwicklung des Basketballs in Deutschland im Vergleich mit Amerika, beschreiben den Stellenwert des deutschen Basketballs in der Landschaft des Zuschauersports.

Die empirische Untersuchung stellt eine der wichtigsten Voraussetzungen dar, Vermarktungskonzepte von Profivereinen mit repräsentativen Untersuchungsergebnissen zu belegen und bei potenziellen Sponsoren zu kommunizieren. Nach einer kurzen Vereinshistorie des TBB Trier, rückt die empirische Untersuchung des Publikums in den Mittelpunkt dieser Arbeit. Zudem konnte Stephan BAECK, ehemaliger Rekord-Nationalspieler und jetziger Sportdirektor bei RheinEnergie Köln, für ein Experten-Interview gewonnen werden.

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnisse 4
1. Einleitung 9
2. Sport und Freizeit 11
2.1 Freizeitentwicklung in der Geschichte 12
2.2 Freizeitentwicklung in Deutschland bis heute 14
2.3 Die Bedeutung des Sports in der Freizeit 15
2.3.1 Der Zuschauersport 20
3. Basketball 23
3.1 Basketball in der Antike und basketballähnliche Spiele 23
3.2 Basketball seit 1891 - die Entwicklung in Deutschland und den USA 25
3.3 Die Strukturen der Basketball Bundesliga 32
3.4 Die Hallensituation in der Basketball Bundesliga 35
3.4.1 Die Geschichte und aktuelle Situation des TBB Trier 47
4. Das magische Dreieck: Medien - Wirtschaft - Sport 50
4.1 Sport-Marketing 52
4.1.1 Besonderheiten des Sport-Marketing 53
4.2 Sponsoring im Sport 59
4.3 Massenmedien in Deutschland 64
4.3.1 Sport und Massenmedien 65
4.3.2 Sport im Fernsehen 66
4.3.3 Sport in der Presse 69
4.3.4 Sport im Hörfunk 72
5. Das Publikum bei Sportveranstaltungen 73
5.1 Motive und Typisierung von Sportzuschauern 75
5.2 Empirische Zuschaueruntersuchungen bei Basketballveranstaltungen 76
6. Die empirische Untersuchung 78
6.1 Die Untersuchungsmethode 79
6.1.1 Die repräsentative Stichprobe 80
6.1.2 Planung und Konzeption des Fragebogens 81
6.1.3 Durchführung der schriftlichen Befragung 82
6.1.4 Aufbereitung der Daten 83
6.1.5 Angewandte statistische Verfahren 83
7. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse 84
7.1 Demographische Struktur des Trierer Publikums in der Arena Trier 85
7.1.1 Die Sympathien 86
7.1.2 Die Altersstruktur 89
7.1.3 Die Geschlechterverteilung 93
7.1.4 Die Ausbildungs- und Berufssituation 96
7.2 Die infrastrukturellen Rahmenbedingungen der Arena Trier 103
7.2.1 Die zurückgelegte Entfernung des Publikums 103
7.2.2 Der Herkunftsort und Wohnort des Publikums 107
7.2.3 Die genutzten Anfahrtsmittel des Publikums 109
7.2.4 Die Bewertung der Rahmenbedingungen des Publikums 110
7.3 Die Fan-Intensität, Motivation und Stellenwert der Basketballbegegnung des Publikums in der Arena Trier 114
7.3.1 Die personelle Konstellation 118
7.3.2 Die besuchten Heim- und Auswärtsspiele 118
7.3.3 Regelkenntnisse 119
7.3.4 Sportliche Passivität und Aktivität des Publikums 120
7.3.5 Die Beziehung zum Basketball und zum Sport allgemein 122
7.3.6 Die anderen sportlichen Veranstaltungen (Fußball / Handball) 128
7.3.7 Stellenwert und emotionale Anteilnahme 129
7.4 Konsumverhalten, Mediennutzung und Medienberichterstattung im Fokus der befragten Zuschauer in der Arena Trier 132
7.4.1 Die erworbenen Eintrittskarten 132
7.4.2 Fanartikelbestand 137
7.4.3 Die Produkt- und Brancheninteressen 139
7.4.4 Meinung zu Sponsoren 145
7.4.5 Konsumausgaben und Ausgaben für Sportaktivitäten 146
7.4.6 Mediennutzung und Bewertung der Medienberichterstattung 150
7.5 Einstellungen zu ausländischen Basketballspielern des Publikums 155
7.6 Die Bewertung der Mannschaft und des Trainers des TBB Trier 161
7.7 Die Bewertung des TBB Trier Managements 162
7.8 Zusammenfassung 164
8. Ausblick 170
9. Literaturliste 174
10. Anhang 187

Automatisiert erstellter Textauszug:

Durchschnittsnote von 1,5 die besten Bewertungen. Die besonders gute Stimmung wurde aus der ehemaligen Austragungsstätte des TBB Trier am „Mäushäckerweg“, somit in die neue Arena Trier übernommen. Über Jahre hinweg hat sich ein treuer Publikumskern um den TBB bilden können. Jeder Zehnte Trierer Fan (10,3 %) gab an, alle Heimspiele der Basketballmannschaft an der Mosel mitzuverfolgen. Anhand dieses Ergebnisses kann die außergewöhnliche Stimmung in der Arena Trier bereits erahnt werden. Seit langem ist das Trierer Publikum in der Basketball Bundesliga für seine lautstarke und damit sehr unterstützende Präsenz bekannt („Hexenkessel in Trier“). Dass die Frage nach dem „Publikumsverhalten“ die zweitbeste Note mit 1,7 bewertet wurde, ist damit nicht allzu verwunderlich. Nur 7,9 Prozent der Trierer Fans bewerteten die Stimmung in der Halle und lediglich 11,3 Prozent befanden das Publikumsverhalten mit „befriedigenden“ und schlechteren Schulnoten. Die Betreibergesellschaft Castel Trier GmbH um den alleinigen Geschäftsführer Wolfgang ESSER, ist für das leibliche Wohl der Besucher der Arena Trier zuständig. 111 [...]

Bei der beruflichen Zusammensetzung des deutschen Publikums in der Arena Trier, kann eine interessante Feststellung gemacht werden: Insgesamt stellen Schüler und Studenten, also in der Ausbildung stehende Publikumsmitglieder, mit 48,1 Prozent einen beträchtlichen Teil des Publikums. Damit steht nahezu jeder Zweite in der Arena Trier in einem Ausbildungsverhältnis – ob nun in der Ausbildung schulischer Art oder in einer beruflichen Ausbildung. Eine klare Dominanz der Zuschauer im hohen und mittleren Bildungsniveau, kann auch bei der Analyse des Publikums in Trier festgestellt werden. Nichtsdestoweniger kann dem Publikum in der Arena Trier eine tendenziell breitere Streuung in den unterschiedlichen Ausbildungs- und Berufskategorien zugesprochen werden, die nicht bei allen Untersuchungen derart ausgeprägt ist. Die zweite Variable, die zur Differenzierung in soziale Schichten des Publikums abgefragt wurde, ist der „Beruf“. Dieser begleitet den Menschen einen Großteil der Lebenszeit und liefert bei der folgenden Klassifizierung, weitere wichtige Informationen über die Zuschauerverteilung in der Arena Trier. [...]

Es bleibt festzuhalten, dass in Trier 2004 jeder Vierte deutsche Zuschauer / jeder Dritte Zuschauer aus dem Nachbarland Luxemburg (27,6 % / 37,8 %) unter 17 Jahre alt ist. In Köln war (NICOLAI 2001, 95) nahezu jeder Vierte Zuschauer (19,9 %) unter 17 Jahre alt, wohingegen in Bonn 45,3 Prozent der Zuschauer unter 17 Jahre alt waren (HERB 1998, 47). Man muss die Gründe für diese Abnahme der Jugendlichen, bei der stetig sinkenden Geburtenrate suchen. Derzeit liegt die Geburtenrate in Deutschland bei 1,3 Kindern pro Familie (n. N.: STATISTISCHES BUNDESAMT ONLINE 2003). Außerdem können sich die Jugendlichen über die ständig steigenden Freizeitangebote freuen. Durch die Flexibilität des Alltags von Jugendlichen werden diese Freizeitangebote auch wahrgenommen, weshalb weniger Jugendliche bei Basketballspielen als Zuschauer anzutreffen sind. [...]

Arbeit zitieren:
Danic, Damir November 2004: Sozialstrukturanalyse des Basketball Bundesligisten TBB Trier, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Zuschauer, Motiv, Sportzuschauer, Medien, Typisierung

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