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Sozialstandards - Bausteine des internationalen Menschenrechtsschutzes

Untersucht am Beispiel der Textilindustrie in den Freien Produktionszonen Mittelamerikas

Sozialstandards - Bausteine des internationalen Menschenrechtsschutzes
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Marita Matschke
  • Abgabedatum: Juni 2001
  • Umfang: 178 Seiten
  • Dateigröße: 10,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5429-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5429-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5429-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Matschke, Marita Juni 2001: Sozialstandards - Bausteine des internationalen Menschenrechtsschutzes, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Freie Produktionszonen, Internationale Arbeitsorganisation, Globalisierung, FPZ, ILO

Magisterarbeit von Marita Matschke

Problemstellung:

Hat die Globalisierung negative Auswirkungen auf Arbeits- und Sozialstandards? Die vorliegende Arbeit untersucht differenziert die relevanten nationalen und globalen Akteure, die direkt oder indirekt Einfluss auf die Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandards in der Produktion haben und ihre jeweiligen Interessen.

Dabei wird die theoretische Analyse mit dem konkreten Fallbeispiel der Textilindustrie in den Freien Produktionszonen (FPZ) kombiniert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Wirksamkeit des Instrumentariums der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Kann die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten mit den bisherigen Mitteln gewährleistet werden? Behandelt werden wirtschaftliche und handelspolitische Rahmenbedingungen, die Entwicklungsbemühungen der Länder des Südens durch FPZ, die konkreten Arbeitsbedingungen von Frauen in Zentralamerika, auftretende Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen sowie die Rolle von nationalen Regierungen, Gewerkschaften, Frauenorganisationen und Multinationalen Konzernen bzw. deren Zulieferern.

Schließlich werden neue „globale“ Akteurskonstellationen betrachtet. Inwiefern bieten z.B. firmeneigene Verhaltenskodizes oder Sozialklauseln in Handelsverträgen Chancen für den internationalen Menschenrechtsschutz?

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VII
EINLEITUNG 1
1. Die ILO - Sozialstandards als Bausteine des internationalen Menschenrechtsschutzes 6
1.1 Die Idee einer internationalen Regelung von Arbeits- und Sozialstandards 7
1.2 Zielsetzung der ILO 10
1.3 Die Entwicklung eines umfassenden Normengefüges - die Arbeits- und Sozialstandards 13
1.4 Normenkontrolle 16
1.5 Neue Herausforderungen und die Antworten der ILO 19
1.5.1 Technische Zusammenarbeit 19
1.5.2 Dreiseitige Deklaration über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik 1977 21
1.5.3 Deklaration über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit 1998 23
1.6 Einordnung der Arbeits- und Sozialstandards in die Menschenrechtsdebatte und das System des internationalen Menschenrechtsschutzes 26
2. Freie Produktionszonen als Teil einer Entwicklungs- und Industrialisierungsstrategie von Entwicklungsländern - auf Kosten von Arbeits- und Sozialstandards? 33
2.1 Zielsetzung von Freien Produktionszonen und erste Erfahrungen in Asien 33
2.2 Kontext und Entwicklung von Freien Produktionszonen in Zentralamerika 41
3. Die Textil- und Bekleidungsindustrie als globalisierte Branche par excellence und die sozialen Folgen und Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen 49
3.1 Textil- und Bekleidungsindustrie und die neue internationale Arbeitsteilung 50
3.2 Handelspolitische Regelungen im internationalen Textil- und Bekleidungssektor 55
4. Bestandsaufnahme zu Arbeitsbedingungen, Arbeits- und Menschenrechtsrechtsverletzungen durch multinationale Konzerne bzw. deren Zulieferer in den Freien Produktionszonen Zentralamerikas 64
4.1 Geringe Löhne und unzulässige Ausdehnung der Arbeitszeiten 64
4.2 Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 67
4.3 Verletzungen des Rechts auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen 71
5. Zentralamerikanische Regierungen und ArbeiterInnen bzw. deren Interessensvertretungen als Akteure im Bereich von Menschenrechten und Sozialstandards in den Freien Produktionszonen 74
5.1 Regierungen 74
5.2 Gewerkschaften 76
5.3 Frauenorganisationen 81
6. Evaluation der ILO-Instrumente in der Praxis 88
6.1 Ratifikation von ILO-Übereinkommen und nationale Arbeitsgesetzgebung 88
6.2 Die Wirksamkeit der Normenkontrollinstrumente in der Praxis am Beispiel der Freien Produktionszonen 92
6.3 Technische Zusammenarbeit 98
7. Neue Allianzen im Einsatz für einen wirksameren Menschenrechtsschutz in den Freien Produktionszonen und die mögliche Rolle der ILO dabei 103
7.1 Praktische Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südakteuren im Kampf für Menschenrechte in der Produktion - Verhaltenskodizes multinationaler Konzerne und ihr Monitoring 104
7.1.1 Der Boom von Verhaltenskodizes in den 90er Jahren 104
7.1.2 Das erste unabhängige externe Monitoring durch zentralamerikanische Organisationen und Ergebnisse des neuen Bündnisses zwischen KonsumentInnen und ProduzentInnen 107
7.1.3 Einschätzung von Verhaltenskodizes samt deren Monitoring und die mögliche Rolle der ILO dabei 114
7.2 Die Verknüpfung von Sozialstandards mit Handelsverträgen - die Sozialklauseldebatte 118
7.2.1 Die Debatte um die Einführung einer Sozialklausel in Handelsverträge 119
7.2.2 Die Wirksamkeit einer Sozialklausel - das Beispiel Guatemala im Rahmen des US-Handelspräferenzsystems 122
7.2.3 Modell einer Sozialklausel mit ILO-Beteiligung 125
RESÜMEE UND AUSBLICK 128
Anhangverzeichnis 133
Literaturverzeichnis 157
Lebenslauf 168
Eidesstattliche Erklärung 169

Arbeit zitieren:
Matschke, Marita Juni 2001: Sozialstandards - Bausteine des internationalen Menschenrechtsschutzes, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Freie Produktionszonen, Internationale Arbeitsorganisation, Globalisierung, FPZ, ILO

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