Die Sozialpädagogische Lernhilfe (SPLH) als Form der sozialen Arbeit
- Art: Studienarbeit
- Autor: Stephan Kannowski
- Abgabedatum: Oktober 2003
- Umfang: 70 Seiten
- Dateigröße: 291,8 KB
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Frankfurt am Main - University of Applied Sciences Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8593-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8593-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8593-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kannowski, Stephan Oktober 2003: Die Sozialpädagogische Lernhilfe (SPLH) als Form der sozialen Arbeit, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kinder, Jugendliche, Entwicklungsauffälligkeiten, Hilfeplanprozess, Sozialpädagogik
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Studienarbeit von Stephan Kannowski
Einleitung:
Zu Beginn der neunziger Jahre praktizierte ich in einem offenen Jugendhaus in Berlin-Steglitz. Im Sommer 2000 betreute ich zwei autistische Jungen als Einzelbetreuer für einen Verein der Lebenshilfe in Duisburg. Seit März des Jahres 2002 arbeite ich in Frankfurt am Main als Lernhelfer in der Sozialpädagogischen Lernhilfe (SPLH) mit entwicklungsauffälligen Kindern.
Die SPLH ist eine Form der Sozialen Arbeit. In der vorliegenden Diplomarbeit werde ich mich kritisch mit den Ansätzen der SPLH auseinandersetzen und ihren Wert für die Soziale Arbeit aufzeigen.
Ich beginne in Kapitel 1 mit einer Definition der SPLH und ihrer Geschichte.
In Kapitel 2 werde ich mich den Entwicklungsauffälligkeiten, die die betreuten Kinder in der SPLH aufweisen, zuwenden und auf die individuellen und gesellschaftlichen Hintergründe eingehen.
Unter Verwendung der ‚Frankfurter Richtlinie’ und einer von mir an Frankfurter Lehrern durchgeführten Befragung, gewinne ich in Kapitel 3 mehr Informationen über die SPLH.
In Kapitel 4 beschäftige ich mich mit der Hilfeplanung und dem Verlauf einer Hilfedurchführung (beide ergeben den Hilfeplanprozess). Es wird im Einzelnen skizziert, wie und durch wen eine SPLH bewilligt wird, welche Voraussetzungen dabei eine Rolle spielen, wer an ihr beteiligt ist und welche Maßnahmen im Einzelnen für das Kind beschlossen werden.
In Kapitel 5 untersuche ich die Verwendung von Konzepten und Methoden in der SPLH. Dabei werde ich auf das Konzept der Lebensweltorientierung und auf die Methoden soziale Einzelfallhilfe, soziale Gruppenarbeit und biographische Fallrekonstruktion eingehen.
Im Fazit werde ich abschließend die Ergebnisse der einzelnen Kapitel zusammenfassen und bewerten.
Inhaltsverzeichnis:
| EINLEITUNG | 06 | |
| KAPITEL 1 | DEFINITION UND GESCHICHTE DER SOZIALPÄDAGOGISCHEN LERNHILFE (SPLH) | 08 |
| 1.1 | Definition | 08 |
| 1.2 | Geschichte | 09 |
| KAPITEL 2 | ENTWICKLUNGSAUFFÄLLIGKEITEN BEI KINDERN UND DEREN URSACHEN | 14 |
| 2.1 | Definition von Entwicklung und Entwicklungsauffälligkeit | 14 |
| 2.2 | Die Formen von Entwicklungsauffälligkeiten bei Kindern | 16 |
| 2.3 | Die Ursachen von Entwicklungsauffälligkeiten bei Kindern | 17 |
| 2.3.1 | Individuelle Ursachen | 17 |
| 2.3.2 | Gesellschaftliche Ursachen | 19 |
| 2.3.3 | Schlussfolgerung | 21 |
| KAPITEL 3 | NEUE UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE ÜBER DIE SPLH | 23 |
| 3.1 | Die ‚Frankfurter Richtlinie’ | 24 |
| 3.1.1 | Ziel | 24 |
| 3.1.2 | Datenbezug | 24 |
| 3.1.3 | Untersuchungsgegenstand bzw. –personen | 24 |
| 3.1.4 | Untersuchungszeitraum | 24 |
| 3.1.5 | Untersuchungsrahmen | 24 |
| 3.1.6 | Untersuchungsfragen | 25 |
| 3.1.7 | Ergebnisse der Untersuchung | 25 |
| 3.1.8 | Schlussfolgerung | 26 |
| 3.2 | Befragung von Lehrern der Stadt Frankfurt am Main über die Wirksamkeit der SPLH | 27 |
| 3.2.1 | Allgemein | 27 |
| 3.2.2 | Ziel der Befragung | 27 |
| 3.2.3 | Datenbezug | 27 |
| 3.2.4 | Untersuchungspersonen | 28 |
| 3.2.5 | Untersuchungszeitraum | 28 |
| 3.2.6 | Untersuchungsrahmen | 28 |
| 3.2.7 | Rücklaufquote | 29 |
| 3.2.8 | Untersuchungsfragen | 29 |
| 3.2.9 | Ergebnisse | 29 |
| 3.2.10 | Schlussfolgerung | 31 |
| 3.3 | Bewertung beider Untersuchungen | 32 |
| KAPITEL 4 | DER HILFEPLANPROZESS IN DER SPLH | 33 |
| 4.1 | Rechtliche Grundlagen | 33 |
| 4.2 | Rahmenbedingungen für den Hilfeplanprozess | 34 |
| 4.3 | Phasen des Hilfeplanprozesses | 35 |
| 4.3.1 | Vorphase | 35 |
| 4.3.2 | Klärungsphase | 37 |
| 4.3.2.1 | Der Hilfebedarf | 37 |
| 4.3.2.2 | Das Hilfeziel | 37 |
| 4.3.2.3 | Die Hilfeart | 38 |
| 4.3.3 | Erziehungskonferenz | 38 |
| 4.3.4 | Der Hilfeplan | 40 |
| 4.3.5 | Verlaufskonferenz | 41 |
| 4.3.6 | Hilfeplanbeendigung | 42 |
| 4.3 | Vertiefung | 44 |
| 4.3.1 | Der ökonomische Aspekt | 44 |
| 4.3.2 | Die Aufgaben des Vertreters im Jugendamt | 44 |
| 4.3.3 | Kooperation der professionell Tätigen | 45 |
| 4.4 | Die Kompetenzen des Lernhelfers | 45 |
| 4.4.1 | Methodische Kompetenzen | 46 |
| 4.4.2 | Fachkompetenzen | 47 |
| 4.4.3 | Soziale Kompetenzen | 47 |
| 4.4.4 | Vorgehensweisen | 48 |
| 4.5 | Überlegungen und Kritik zum Hilfeplanprozess | 48 |
| KAPITEL 5 | DIE VERWENDUNG VON KONZEPTEN UND METHODEN IN DER SPLH | 50 |
| 5.1 | Abgrenzung der Begriffe Konzept und Methode | 50 |
| 5.2. | Beispiel für ein Konzept in der SPLH: Die Lebensweltorientierung | 51 |
| 5.3 | Beispiele für Methoden in der SPLH | 52 |
| 5.3.1 | Die soziale Einzelfallhilfe | 54 |
| 5.3.1.1 | Ziel | 54 |
| 5.3.1.2 | Inhalt und Umsetzung | 54 |
| 5.3.1.3 | Überprüfbarkeit | 55 |
| 5.3.2 | Die Elemente der Gruppenarbeit | 55 |
| 5.3.2.1 | Ziel | 56 |
| 5.3.2.2 | Inhalt und Umsetzung | 56 |
| 5.3.2.3 | Überprüfbarkeit | 57 |
| 5.3.3 | Die Biographische Fallrekonstruktion | 57 |
| 5.3.3.1 | Ziel | 58 |
| 5.3.3.2 | Inhalt und Umsetzung | 58 |
| 5.3.3.3 | Überprüfbarkeit | 59 |
| 5.3.4 | Schlussfolgerung | 59 |
| FAZIT | 61 | |
| LITERATURVERZEICHNIS | 63 | |
| QUELLEN & ADRESSENLISTE | 69 | |
| ANHANG | 72 |
Zu Frage 4: Von den acht befragten Lehrern finden sechs, dass die SPLH eine gelungene sozialpädagogische Maßnahme ist, welche soziale und schulische Defizite abbauen und gleichzeitig die Arbeit der Lehrer entlasten kann. Eine Lehrerin bemerkte: „Die SPLH kann dann als gelungen bezeichnet werden, wenn sie von Personen ausgeführt wird, die dazu fähig sind und genügend Engagement mitbringen. Ich habe sowohl sehr gute, als auch sehr schlechte Erfahrungen mit der SPLH gemacht. Ein Kind aus meiner Klasse, welches eine SPLH erhält, hat mir erzählt, dass es unbedingt aus der Betreuungsgruppe heraus möchte. Ein anderer Schüler macht rasante Leistungsfortschritte, so dass ich einen Antrag auf Fortführung der SPLH stelle.“ [...]
Einzelfallhilfe gegenüber den anderen Betreuungsarten (nur 3 % soziale Gruppenarbeit) auf. Ob sich die Qualität der Betreuung durch die intensive Konzentration auf ein Kind verbessert hat, geht aus der Untersuchung nicht hervor. Ein Nachteil an dem Verhältnis 1:1 sehe ich darin, dass das Kind während der Betreuungszeit nicht die Möglichkeit besitzt, mit anderen Kindern gemeinsam die Probleme zu lösen. Der Kontakt mit gleichaltrigen Kindern, die ähnliche schulische oder familiäre Schwierigkeiten besitzen, könnten ein Gefühl der Gemeinschaft und ein höheres Maß an (Selbst-) Bewusstsein gegenüber sich selbst und den schulischen Herausforderungen entstehen lassen. Interessant ist vor allem die Konzentration der SPLH auf eine Betreuung mit Kindern im Alter zwischen dem 10. und dem 12. Lebensjahr. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass Kinder der 4. Schuljahrgangsstufe nach Beendigung ihrer Grundschulzeit vor allem vor der Herausforderung stehen, sich in eine neue Schulform einzufinden. [...]
minderjährige Kinder mit betroffen.21 Und schließlich werden immer mehr Kinder von alleinerziehenden Erziehungsberechtigten erzogen. Im Jahr 2001 waren es bereits 2,12 Millionen Kinder (1996: 1,86 Millionen).22 In einer Untersuchung der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, welche im Jahr 2002 durchgeführt wurde, konnte festgestellt werden, dass alleinerziehende Mütter knapp doppelt so häufig (31,5%) durch psychische oder psychosomatische Erscheinungen belastet sind als Mütter aus Kernfamilien (16,7%).23 Durch eine weitere Studie aus dem Jahr 2003 konnten die Wissenschaftler Reis und Meyer-Probst belegen, dass Kinder aus Kernfamilien in der Regel eine höhere Schulform besuchen als Kinder von Alleinerziehenden. Zudem neigen sie zu insgesamt weniger Entwicklungsauffälligkeiten.24 Kinder aus Scheidungsfamilien sind [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832485931
Arbeit zitieren:
Kannowski, Stephan Oktober 2003: Die Sozialpädagogische Lernhilfe (SPLH) als Form der sozialen Arbeit, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kinder, Jugendliche, Entwicklungsauffälligkeiten, Hilfeplanprozess, Sozialpädagogik



