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Soziales Kompetenztraining in der Polytechnischen Schule - Einbeziehung von Heimtieren in ein Jahresprojekt mit sozialen Lerninhalten

Auswirkungen auf Verhaltensmerkale: Ich - Schwäche, Agressivität, Soziale Zurückhaltung, Selbstwert in der Schule, Anstrengungsvermeidung, Prüfungsangst und Schulunlust

Soziales Kompetenztraining in der Polytechnischen Schule - Einbeziehung von Heimtieren in ein Jahresprojekt mit sozialen Lerninhalten
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Elisabeth Wohlfahrt
  • Abgabedatum: Dezember 2001
  • Umfang: 210 Seiten
  • Dateigröße: 18,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5552-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5552-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5552-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wohlfahrt, Elisabeth Dezember 2001: Soziales Kompetenztraining in der Polytechnischen Schule - Einbeziehung von Heimtieren in ein Jahresprojekt mit sozialen Lerninhalten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: 9 Schulstufe, Tiergestütztes Lernen, Soziales Lernen, Jugendliche, Berufsentscheidung

Dissertation / Doktorarbeit von Elisabeth Wohlfahrt

Einleitung:

Gesellschaftliche Veränderungen konfrontieren junge Menschen mit immer neueren Herausforderungen. Beispielsweise stellen die Fähigkeiten wie Kooperation, Flexibilität und Kreativität für immer mehr berufliche Qualifikationen immer wesentlichere Kriterien dar.

Änderungen der Familienformen sowie die ökonomische Notwendigkeit der Erwerbstätigkeit von Frauen deuten darauf hin, dass der Schule verstärkt Erziehungsaufgaben (die in der Familie aufgrund der beruflichen Überbelastung nicht mehr wahrgenommen werden können) übertragen werden.

Zu den Entwicklungen, die sich vor allem in den westlichen Industrienationen abzeichnen, gehören z. B. der Bedeutungsverlust traditioneller sozialer Strukturen, wie Familie, Nachbarschaft, Kirche, bis hin zu Veränderungen in der Arbeitswelt.

Speziell in diesem letzten Pflichtschuljahr stehen unsere Schüler vor einschneidenden Veränderungen: Entscheidungen zur Berufswahl sollen getroffen werden und der Übergang in die Arbeitswelt steht unmittelbar bevor. Gleichzeitig ist es eine Zeit der Identitätssuche, der Stimmungsschwankungen, des Experimentierens mit Beziehungen zum anderen Geschlecht und des Ablösens von der Herkunftsfamilie.

Pubertät und Adoleszenz sind heute wahrscheinlich größeren Anforderungen unterworfen als früher, da Gesetzmäßigkeiten der Gesellschaft bestimmte Richtlinien vorgaben, die es heute scheinbar nicht mehr gibt. Die schnelllebige Zeit, mannigfaltigste Einflüsse, Eindrücke, die - aufgrund ihrer Vielfalt - nicht mehr zu verarbeiten und zu verkraften sind, ziehen das Leben am Jugendlichen gleichsam vorbei, der versucht das Stück für sich zu ergreifen, von dem er für sich den größten Nutzen erwarten kann. Ein Großteil der Jugendlichen fühlt sich entwurzelt, ist orientierungslos, vorbildlos und versucht den Sinn des Lebens zu finden, der unter zu vielen Schichten (Schnelllebigkeit, Medien, Konsumgier,...) verloren scheint. Die feinen Differenzierungen zwischen Schwarz und Weiß, die eine Vielfalt der Bereicherung durch die zwischenmenschliche Begegnung darstellen, haben scheinbar aufgehört zu existieren.

Die Fähigkeit sich mitzuteilen wird als Grundkapital nicht mehr in die Schule mitgebracht, für die Fähigkeit dem anderen zuzuhören fehlt die Übung, die Fähigkeit, Kommunikation (in der Vielfalt ihrer Erscheinungsformen) zu leben und zu erleben, ist scheinbar nicht vorhanden. Es werden andere Ventile gesucht, den aufgestauten Grundbedürfnissen der Hinwendung zum Mitmenschen Ausdruck zu verleihen - sei es in Form von Gewalt, Sucht, Sekten,...

Damit fehlen vielen Kindern und Jugendlichen die Voraussetzungen für das Einhalten von sozialen Verhaltensregeln, und schultypische Anforderungen überfordern die sozialen und leistungsmäßigen Kompetenzen.

Mit Betroffenheit wird von uns Lehrern diese Entwicklung beobachtet, die Umsetzung unserer Bildungs- und Leistungsziele im Hinblick auf eine umfassende Berufsgrundbildung in der Polytechnischen Schule wird immer schwieriger, weil Mängel und Störungen grundlegender sozialer Strategien vorliegen (Schwierigkeiten in der Kommunikation mit sich selbst und miteinander, Wahrnehmen mit allen Sinnen, Aufnahme und Umsetzung von Arbeitsanweisungen, Konzentration, Arbeitsverhalten,...) Als Schule am Scheidweg zwischen Schule und Beruf ist es in diesem letzten Pflichtschuljahr eine besondere Zielsetzung unseren Schülern Möglichkeiten anzubieten, die ihnen helfen u. a. auch ihre sozialen Kompetenzen (soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten) zu stärken, um damit persönliche, schulische und berufliche Anforderungen besser bewältigen zu können.

In diesem Zusammenhang stellte ich ein soziales Lerntraining zusammen, das Themenbereiche beinhaltet, in denen Problemschwerpunkte der Jugendlichen dieser Altersstufe bearbeitet werden. Als zusätzliche effektfördernde Wirkung wurde dieses Training unter Einbindung von speziell trainierten Heimtieren in den sozialen Lernunterricht durchgeführt. Durch einen Vergleich von Regelunterrichtsklassen mit Klassen, die ein soziales Lerntraining oder ein soziales Lerntraining mit Tierunterstützung durchführten, soll die Wirksamkeit des Trainings evaluiert werden.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 3
Einleitung - Ausgangslage und Zielsetzungen der Arbeit 9
I. THEORETISCHER TEIL 11
1. EINFÜHRUNG IN DEN PROBLEMKREIS 11
1.1 Jugendalter - ein kritischer Lebensabschnitt 11
1.1.1 Erklärungsmodelle und Bewältigungsstrategien der Adoleszenz 16
1.1.1.1 Freud - die Entwicklung eines starken Ich 16
1.1.1.2 Bewältigungsstrategien Jugendlicher 17
1.1.1.3 Erikson - die Suche nach der Identität 19
1.1.1.4 Havighurst - Entwicklungsaufgaben 20
1.1.2 Die zentralen Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz 21
1.1.2.1 Die Ablösungsproblematik 21
1.1.2.2 Die Umstrukturierung der Beziehungen 22
1.1.2.3 Die Eingliederung in die Arbeitswelt 23
1.1.2.4 Die Persönlichkeitsentwicklung 24
1.2 Die Polytechnische Schule - eine Schule am Scheideweg zwischen Schule und Beruf 27
1.2.1 Die Entwicklung der Polytechnischen Schule 27
1.2.2 Ziele und Aufgaben der neuen Polytechnischen Schule 30
1.2.3 Berufsgrundbildung in der Polytechnischen Schule im Zusammenhang mit der Förderung sozialer und persönlichkeitsstärkender Kompetenzen 31
1.2.4 Berufsüberleitung an Polytechnischen Schulen - Erfolge und Probleme 34
1.3 Soziales Kompetenztraining 36
1.3.1 Trainingsprogramme für Jugendliche 36
1.3.2 Möglichkeiten für die Förderung sozialer Kompetenzen in der Schule 38
1.3.2.1 Person und Struktur der Schule als Ansatz 38
1.3.2.2 Lebenskompetenzförderung 40
1.3.2.3 Die suchtpräventiven Lern- und Übungsfelder 43
1.4 Heimtiere als Unterstützung der pädagogischen Arbeit 46
1.4.1 Wissenschaftliche Studien mit Einschränkung auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen 46
1.4.2 Interventions- und Präventionsprogramme mit Tieren 51
1.4.3 Anforderungen an Heimtiere in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen 55
II. EMPIRISCHER TEIL 58
1. PLANUNG UND DURCHFÜHRUNG DER STUDIE 58
1.1 Die Polytechnische Schule Wien 10 58
1.2 Untersuchungsdesign 58
1.3 Beschreibung der psychologischen Testverfahren 59
1.3.1 Der Mehrdimensionale Persönlichkeitstest für Jugendliche (MPT-J) 60
1.3.2 Die Aussagen-Liste zum Selbstwertgefühl für Kinder und Jugendliche (ALS) 61
1.3.3 Der Anstrengungsvermeidungstest (AVT) 62
1.3.4 Der Angstfragebogen für Schüler (AFS) 64
2. ORGANISATION UND PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG DER STUDIE 64
2.1 Verlaufsbeschreibung der praktischen Arbeit 64
2.1.1 Themenübersicht Soziales Lernen 65
2.1.2 Die Untersuchungsgruppen 69
2.2 EDV Aufbereitung der Daten 70
3. AUSWERTUNG DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE 71
3.1 Zentralhypothesen 71
3.2 Die methodische Bearbeitung der Daten 74
3.3 Beschreibung der Stichprobe 76
3.3.1 Demographische Daten 76
3.3.1.1 Alter - Schuljahre 76
3.3.1.2 Staatszugehörigkeit - Muttersprache 77
3.3.1.3 Geschwister 78
3.3.1.4 Berufe der Eltern 78
3.3.1.5 Ausbildungsziele der Schüler 80
3.3.1.6 Einstellung der Schüler zur Polytechnischen Schule 82
3.3.1.7 Die Untersuchungsgruppen 83
3.3.1.8 Heimtierbesitz in der Stichprobe 84
3.3.2 Vergleich der Stichprobenmittelwerte in den untersuchten Variablen mit den Normwerten 86
4. BESCHREIBUNG DER ERGEBNISSE 94
4.1 Subskalen aus dem Mehrdimensionalen Persönlichkeitstest für Jugendliche (MPT-J) von H. Schmidt (1981) 94
4.1.1 Ich-Schwäche (IS) 94
4.1.1.1 Beschreibung der Ergebnisse 94
4.1.1.2 Zusammenfassung der Ergebnisse 100
4.1.2 Soziale Zurückhaltung (SZ) 102
4.1.2.1 Beschreibung der Ergebnisse 102
4.1.2.2 Zusammenfassung der Ergebnisse 108
4.1.3 Aggressivität (AG) 109
4.1.3.1 Beschreibung der Ergebnisse 109
4.1.3.2 Zusammenfassung der Ergebnisse 115
4.2 Subskalen aus der Aussagen-Liste zum Selbstwertgefühl für Kinder und Jugendliche (ALS) von T. Schauder (1996) 117
4.2.1 Selbstwert in der Schule (SW) 117
4.2.1.1 Beschreibung der Ergebnisse 117
4.2.1.2 Zusammenfassung der Ergebnisse 124
4.3 Subskalen aus dem Anstrengungsvermeidungstest (AVT) von Rollett & Bartram 126
4.3.1 Anstrengungsvermeidung (AV) 126
4.3.1.1 Beschreibung der Ergebnisse 126
4.3.1.2 Zusammenfassung der Ergebnisse 133
4.3.2 Pflichteifer (PF) 135
4.3.2.1 Beschreibung der Ergebnisse 135
4.3.2.2 Zusammenfassung der Ergebnisse 140
4.4 Subskalen aus dem Angstfragebogen (AFS) von W. Wieczerkowski et al (1998) 142
4.4.1 Prüfungsangst (PA) 142
4.4.1.1 Beschreibung der Ergebnisse 142
4.4.1.2 Zusammenfassung der Ergebnisse 151
4.4.2 Schulunlust (SU) 152
4.4.2.1 Beschreibung der Ergebnisse 152
4.4.2.2 Zusammenfassung der Ergebnisse 159
III. SCHLUSSTEIL 160
1. ZUSAMMENFASSUNG UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE IM HINBLICKAUF DJE FRAGESTELLUNG 160
2. SCHLUSSFOLGERUNG UND AUSBLICK 177
3. KURZZUSAMMENFASSUNG DER STUDIE 180
IV. LITERATURVERZEICHNIS 185
V. ANHANG 197
TABELLEN UND ABBILDUNGEN IM TEXT 197
TABELLEN DER HOMOGENITÄTSPRÜFUNG 204
AUTORENBESCHREIBUNG

Arbeit zitieren:
Wohlfahrt, Elisabeth Dezember 2001: Soziales Kompetenztraining in der Polytechnischen Schule - Einbeziehung von Heimtieren in ein Jahresprojekt mit sozialen Lerninhalten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
9 Schulstufe, Tiergestütztes Lernen, Soziales Lernen, Jugendliche, Berufsentscheidung

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