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Soziale Komplikationen der Legasthenie

Konzeptionelle und methodische Aspekte der Sozialarbeit im Umgang mit Betroffenen

Soziale Komplikationen der Legasthenie
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Uwe Kanzleiter
  • Abgabedatum: Juni 1999
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 5,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Duale Hochschule Baden-Württemberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2761-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2761-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2761-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kanzleiter, Uwe Juni 1999: Soziale Komplikationen der Legasthenie, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Soziale Komplikationen, Legasthenie, Lese - Rechtschreibschwäche

Diplomarbeit von Uwe Kanzleiter

Einleitung:

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Legasthenie und ihren möglichen sozialen Komplikationen. Mögliche soziale Komplikationen deshalb, da deren Ausprägung nicht zwangsweise mit einer legasthenen Störung einher gehen müssen und ihr Vorhandensein auf eine falsche bzw. keine Behandlung der Schwierigkeiten im Lesen und der Rechtschreibung hinweist. Albert Einstein, Leonardo da Vinci und Winston Churchill waren Legastheniker und sind bekannte Beispiele dafür, dass trotz dieser Einschränkungen Begabung und Erfolg möglich sind. Leider stellen sie eine Ausnahme dar. Lesen und Schreiben sind grundlegende Kulturtechniken und von zentralem Stellenwert, für die Bewältigung der Anforderungen, die das moderne Leben an den Menschen stellt. Das sich Störungen im Erlernen und Vollzug dieser Tätigkeiten nicht nur in der Schule, sondern auch im sozialen Umfeld und somit auf die Gestaltung des Lebens der Betroffenen beeinträchtigend auswirken kann, soll diese Arbeit aufzeigen. Ein weiteres Ziel ist, vorhandene und mögliche konzeptionelle und methodische Aspekte der Sozialarbeit im Umgang mit den Betroffenen darzustellen und zu diskutieren.

Gang der Untersuchung:

Im ersten Teil der Arbeit wird im wesentlichen die Legasthenie als solche beschrieben, wobei ich weitestgehend auf Fachbegriffe aus Psychologie und Medizin, die Grundsätzliches zur Legasthenieforschung beitragen, verzichte. Dieser Überblick richtet sich an die Anforderungen der Sozialarbeit und sollte in der Regel genügen. Der zweite Abschnitt zeigt mögliche psychosoziale Komplikationen als Sekundärsymptome einer Legasthenie und - sofern angebracht – Interventionsmöglichkeiten für die Sozialarbeit. Der dritte Teil beschäftigt sich mit theoretischen und praktischen Aspekten aus Sicht der Sozialarbeit im Umgang mit allen Beteiligten. Neben den rechtlichen Grundlagen wird hier die Beziehung der Sozialarbeit zur Störung der Legasthenie untersucht und die Frage aufgeworfen, ob die im Augenblick gegebenen Möglichkeiten zur Hilfestellung aller beteiligten Professionen den Anforderungen der Komplexität einer legasthenen Störung genügen.

Den Begriff der Legasthenie verwende ich im Text wie in Kapitel 1.2.3. dargestellt. Dies erweitert den Kreis der möglichen betroffenen Kinder auch auf diejenigen, deren Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben nicht so gravierend sind. Da aber die dargestellten psychosozialen Komplikationen entscheidend von Persönlichkeit und Umfeld abhängen, können auch diese davon betroffen sein und bedürfen der Hilfe. Aus Gründen der Einfachheit habe ich auf die Trennung zwischen weiblicher und männlicher Form verzichtet. Mit dem Legastheniker oder dem Sozialarbeiter etc. ist auch das weibliche Pendant gemeint. Die Sozialarbeit steht synonym für die Sozialpädagogik, eine fachliche Trennung hat sich in der Praxis bisher als schwierig erwiesen und ist nicht Thema dieser Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 4
1. Zum Begriff der Legasthenie 6
1.1 Geschichtliche Entwicklung 6
1.2 Begriffsbestimmung 7
1.2.1 Definition 7
1.2.2 Diskrepanzdefinition 8
1.2.3 Begriffsammlung 9
1.3 Häufigkeit von Lese- und Rechtschreibschwäche/Legasthenie 10
2. Mögliche Ursachen der Legasthenie 12
2.1 Körperliche Ursachen 12
2.1.1 Erblichkeit 12
2.1.2 Sinnesstörungen 13
2.1.3 Hirnpathologische Ursachen 13
2.1.4 Geschlechtsunterschiede 15
2.1.5 Störungen im motorischen Bereich 16
2.2 Teilleistungsstörungen 16
2.2.1 Speicherschwäche 16
2.2.2 Sprachliche Begabungsmängel/Sprachentwicklungsstörungen 16
2.2.3 Wahrnehmungsstörungen 17
2.3 Schulische Faktoren als mögliche Ursachen 18
2.4 Soziale Faktoren 18
2.5 Zusammenfassung zu den möglichen Ursachen der Legasthenie 19
3. Symptome der Legasthenie 22
3.1 Optische Wahrnehmungsfehler 22
3.1.1 Spiegelung von Buchstaben und Zahlen 22
3.1.1.1 Raum-Lage-Labilität 23
3.1.1.2 Gliederungs- und Differenzierungsschwäche 23
3.1.1.3 Zahlenreversionen 24
3.1.2 Keine intermodulare Zuordnung 25
3.1.3 Seitigkeitsanomalien 26
3.1.4 Verringertes visuelles Verarbeitungstempo 26
3.1.5 Blicksprünge 27
3.2 Auditive Wahrnehmungsfehler 28
3.2.1 Verlangsamte Sprachwahrnehmung 28
3.2.2 Die Lautisolierung 29
3.2.3 Die intermodulare Zuordnung 29
3.2.4 Reihungsschwierigkeiten 30
3.2.5 Die Speicherschwäche 30
3.3 Weitere, nachfolgende Störungen 31
3.4 Zusammenfassung/Diagnose 32
3.5 Psychosoziale Komplikationen als Symptome der Legasthenie 33
3.5.1 Störungen des Gefühlslebens und der Grundstimmung 36
3.5.1.1 Angst 36
3.5.1.2 Schulangst 40
3.5.1.3 Depressive Stimmungslage 42
3.5.1.4 Minderwertigkeitsgefühle 44
3.5.1.5 Kleinkindhaftigkeit 46
3.5.2 Störungen im körperlichen Bereich 47
3.5.2.1 Daumen- und Fingerlutschen 47
3.5.2.2 Nägelbeißen 48
3.5.2.3 Haareausreißen 50
3.5.2.4 Jaktationen 50
3.5.2.5 Einnässen 50
3.5.2.6 Schlafstörungen 52
3.5.3 Motivations- Aktivitäts- und Konzentrationsschwächen 53
3.5.3.1 Antriebsarmut 53
3.5.3.2 Tag-/Wachträume 55
3.5.3.3 Konzentrationsschwäche 55
3.5.4 Schwierigkeiten bei der sozialen Integration 58
3.5.4.1 Aggression 58
3.5.4.2 Trotz 61
3.5.4.3 Verleugnung 63
3.5.4.4 Stehlen 66
3.5.4.5 Legasthenie und Kriminalität 68
3.5.4.7 Stören des Unterrichts 70
3.5.4.8 Der Klassenkasper 71
3.5.4.9 Schuleschwänzen 72
3.5.4.10 Vernachlässigung der Hausaufgaben 73
3.5.4.11 Schulversagen 73
3.5.4.12 Absonderung von der Umwelt 74
3.5.4.13 Anpassung 76
3.5.4.14 Falscher Erziehungsstil der Eltern 77
3.5.4.15 Dissozialität 79
3.5.4.16 Misshandlung 80
3.5.4.17 Längerfristiger Verlauf/Berufswahl 82
4. Konzeptionelle, methodische und rechtliche Aspekte 86
4.1 Schulische Situation 86
4.2 Sozialpädagogische Situation 89
4.2.1 Die Sozialpädagogik 89
4.2.2 Sozialpädagogik und Legasthenie 89
4.2.3 Rechtliche Grundlagen der Sozialpädagogik 90
4.3 Mögliche konzeptionelle und methodische Aspekte 93
4.4 Therapeut und Therapie 96
4.5 Kostenträger 98
4.6 Weitere Hilfen 99
5. Zusammenfassung 100

Arbeit zitieren:
Kanzleiter, Uwe Juni 1999: Soziale Komplikationen der Legasthenie, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Soziale Komplikationen, Legasthenie, Lese - Rechtschreibschwäche

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