Soziale Ausgrenzung
Maßnahmen und Programme der Europäischen Union zur Bekämpfung der sozialen und ökonomischen Ausgrenzung in den Mitgliedsstaaten mit besonderer Berücksichtigung Griechenlands
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Vasiliki Karagiannidis
- Abgabedatum: März 2001
- Umfang: 150 Seiten
- Dateigröße: 7,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5188-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5188-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5188-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Karagiannidis, Vasiliki März 2001: Soziale Ausgrenzung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Europäische Union, Arbeitslosigkeit, Sozialpolitik, soziale Außenzone, Armut
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Diplomarbeit von Vasiliki Karagiannidis
Einleitung:
Ziel dieser Arbeit ist zu erklären wie und wann der Begriff „Soziale Ausgrenzung“ entstanden ist, ihn definieren und beschreiben, die Ursachen dieses Problems festzustellen und die Betroffenen zu identifizieren. Darüber hinaus sollen Maßnahmen und Programme der Europäischen Union in den Mitgliedstaaten und besonders in Griechenland, die sich mit der Bekämpfung der sozialen und ökonomischen Ausgrenzung beschäftigen, vorgestellt und bewertet werden.
Methodologisch wurde vorwiegend Literaturstudie betrieben. Die Literatur machten Berichte der EU, der Beobachtungsstelle zur Bekämpfung sozialer Ausgrenzung, der Generaldirektor für Arbeit und Soziales, des Europäischen Sozialfonds u.a. aus.
In den siebziger Jahren hat sich die Europäische Union vermehrt dem Problem der Armut in den Mitgliedstaaten gewidmet. Es wurden drei Armutsprogramme initiiert. Während des dritten Armutsprogramms wurde festgestellt, dass bei einem Teil der Bevölkerung nicht nur ein Mangel an Ressourcen zu beobachten ist, sondern auch ein Mangel an sozialer Teilhabe. Dieser Teil der Bevölkerung ist in der Gesellschaft nicht integriert und besitzt keine Macht. Während die EU in den siebziger Jahren den Begriff „Soziale Ausgrenzung“ als einen Mangel an Ressourcen definierte, wurden sozial ausgegrenzte in den neunziger Jahren als Personen oder Gruppen definiert, deren Menschenrechte verweigert werden. In Griechenland wurde soziale Ausgrenzung als die Hinderung der Absorption sozialer und öffentlicher Güter erklärt.
Als Ursache sozialer Ausgrenzung wird Arbeitslosigkeit und vor allem die Langzeitarbeitslosigkeit gesehen, die durch unzureichende Bildung und Berufsausbildung entstehen, aber auch durch Diskriminierungen und Fremdenfeindlichkeit.
Die EU initiierte viele Maßnahmen zu Bekämpfung sozialer Ausgrenzung. Die Initiative Employment wurde eingerichtet, um die Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt zu bekämpfen. Diese Gemeinschaftsinitiative wurde in vier Aktionsbereiche eingeteilt: HORIZON erzielt die berufliche und soziale Integration von Personen mit Behinderungen, NOW unterstützt Frauen bei ihrem Einstieg bzw. Wiedereinstieg in den Beruf, INTEGRA fördert die Integration der „am meisten Benachteiligten“. Diese sind vorwiegend Emigranten, Flüchtlinge, Asylanten, ethnische Minderheiten, haftentlassene und suchtkranke Personen. YOUTHSTART ermöglicht und erleichtert jungen unqualifizierten Personen den Start ins Berufsleben.
Die EU sieht die soziale Ausgrenzung als eine Bedrohung für die wirtschaftliche und soziale Kohärenz, die eines der primären Ziele für die Entwicklung des Gemeinsamen Marktes ist. Darüber hinaus verlangsamen alle Arten von Deprivation den Wachstumsprozess.
Das Studium der verschiedenen Projekte, die durch die EU und die Mitgliedstaaten initiiert wurden, soll dazu dienen ihre Wirksamkeit und Effizienz zu überprüfen. Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Projekte tatsächlich zur sozialen und ökonomischen Integration ihrer Teilnehmer beitragen, obwohl auch Verbesserungen im Selektionsprozess, bei der Zusammensetzung der transnationalen Partnerschaften, beim Innovationspotential der Projekte und bei der Definition der Richtlinien und Prinzipien, notwendig sind. Diese Arbeit verfolgt ferner das Ziel, die Arbeit der Europäischen Union und ihrer Beobachtungsstellen und Direktionen im sozialen Bereich vorzustellen und die Wichtigkeit dieser zu unterstreichen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | DIE BEGRIFFE „ARMUT“ UND „SOZIALE AUSGRENZUNG“ IN EUROPA | 8 |
| 1.1 | GESCHICHTLICHER HINTERGRUND: DIE ENTSTEHUNG DES BEGRIFFES „SOZIALE AUSGRENZUNG“ | 9 |
| 1.2 | ANSÄTZE UND DEFINITIONEN DES BEGRIFFS „ARMUT“ | 13 |
| 1.2.1 | DIE GRUNDFORMEN DER ARMUT | 13 |
| 1.2.2 | ARMUTSGRENZEN | 17 |
| 1.3 | DER BEDEUTUNGSINHALT DES BEGRIFFS „SOZIALE AUSGRENZUNG“ | 21 |
| 1.4 | FAKTOREN SOZIALER AUSGRENZUNG | 26 |
| 1.5 | MESSUNG SOZIALER AUSGRENZUNG | 26 |
| 1.6 | DER BEGRIFF UND DAS PHÄNOMEN DER „SOZIALEN AUSGRENZUNG“ IN GRIECHENLAND | 29 |
| 1.6.1 | DIE VON SOZIALER AUSGRENZUNG BETROFFENE GRUPPEN IN GRIECHENLAND | 31 |
| 2. | STRATEGIEN UND MAßNAHMEN GEGEN DIE SOZIALE AUSGRENZUNG IN DER EUROPÄISCHEN UNION | 48 |
| 2.1 | DIE PROGRAMMSTRATEGIE | 51 |
| 2.2 | SOZIALE AUSGRENZUNG VOM ARBEITSMARKT IN DER EUROPÄISCHEN UNION 52 | |
| 2.3 | BESCHÄFTIGUNGSLAGE 52 | |
| 3. | AKTIVE BESCHÄFTIGUNGSMAßNAHMEN FÜR GRUPPEN MIT SPEZIELLEN SCHWIERIGKEITEN | 56 |
| 3.1 | EMPLOYMENT- HORIZON | 59 |
| 3.1.1 | DIE SITUATION VON MENSCHEN MIT BEHINDERUNG AUF DEN ARBEITSMÄRKTEN IN DEN MITGLIEDSTAATEN | 59 |
| 3.1.2 | DIE ZIELE DER INITIATIVE | 60 |
| 3.1.3 | DIE ZIELGRUPPEN | 60 |
| 3.1.4 | PROJEKTÜBERSICHT: AKTIVITÄTEN | 61 |
| 3.1.5 | PROJEKTBEISPIELE | 64 |
| 3.2 | EMPLOYMENT- NOW | 69 |
| 3.2.1 | DIE LAGE DER FRAUEN AUF DEN EUROPÄISCHEN ARBEITSMÄRKTEN | 70 |
| 3.2.2 | DIE ZIELE DER INITIATIVE NOW | 72 |
| 3.2.3 | DIE ZIELGRUPPE | 74 |
| 3.2.4 | PROJEKTÜBERSICHT: AKTIVITÄTEN UND THEMATISCHE SCHWERPUNKTE | 74 |
| 3.2.5 | PROJEKTBEISPIELE | 77 |
| 3.3 | EMPLOYMENT- INTEGRA | 80 |
| 3.3.1 | DIE LAGE DER AM MEISTEN BENACHTEILIGTEN | 81 |
| 3.3.2 | ZIELE | 82 |
| 3.3.3 | DIE ZIELGRUPPEN | 82 |
| 3.3.4 | PROJEKTÜBERSICHT: AKTIVITÄTEN UND HAUPTTÄTIGKEITSBEREICHE DER INTEGRA- PROJEKTE | 84 |
| 3.3.5 | PROJEKTBEISPIELE | 87 |
| 3.4 | EMPLOYMENT – YOUTHSTART | 92 |
| 3.4.1 | DIE LAGE DER JUGENDLICHEN AUF DEM EUROPÄISCHEN ARBEITSMARKT | 92 |
| 3.4.2 | ZIELE | 93 |
| 3.4.3 | ZIELGRUPPEN | 94 |
| 3.4.4 | PROJEKTÜBERSICHT: AKTIVITÄTEN UND HAUPTTÄTIGKEITSBEREICHE | 95 |
| 3.4.5 | PROJEKTBEISPIELE | 99 |
| 4. | MAßNAHMEN GEGEN SOZIALE AUSGRENZUNG IN GRIECHENLAND | 102 |
| 4.1 | ARBEITSPROGRAMM ZUR BEKÄMPFUNG DER SOZIALEN AUSGRENZUNG VOM ARBEITSMARKT | 102 |
| 4.2 | DAS GEMEINSCHAFTSPROGRAMM ZUR FÖRDERUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN UND SOZIALEN INTEGRATION VON UNTERPRIVILEGIERTEN GRUPPEN (ARMUT 3) | 103 |
| 4.3 | DIE INITIATIVE EMPLOYMENT | 104 |
| 4.4 | DIE SITUATION AUF DEM GRIECHISCHEN ARBEITSMARKT | 105 |
| 5. | DIE EMPLOYMENT- INITIATIVE IN GRIECHENLAND | 106 |
| 5.1 | EMPLOYMENT- HORIZONT | 106 |
| 5.2 | EMPLOYMENT- NOW | 109 |
| 5.3 | EMPLOYMENT- INTEGRA | 113 |
| 5.4 | EMPLOYMENT- YOUTHSTART | 117 |
| ZUSAMMENFASSUNG | 121 | |
| LITERATURVERZEICHNIS | 129 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832451882
Arbeit zitieren:
Karagiannidis, Vasiliki März 2001: Soziale Ausgrenzung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Europäische Union, Arbeitslosigkeit, Sozialpolitik, soziale Außenzone, Armut



