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Sortenmischungen im Getreidebau

Sortenmischungen im Getreidebau
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martin Bretschneider
  • Abgabedatum: Februar 1994
  • Umfang: 99 Seiten
  • Dateigröße: 3,6 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Kassel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0168-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0168-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0168-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bretschneider, Martin Februar 1994: Sortenmischungen im Getreidebau, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ökologischer Landbau, Landbau

Diplomarbeit von Martin Bretschneider

Einleitung:

Sortenmischungen erfüllen durch ihre natürliche genetische Bandbreite eine Pufferfunktion gegenüber den Schaderregern, insbesondere in bezug auf rassenspezialisierte Pathogene, wie z. B. Erysiphe graminis oder die Puccinia - Arten. Eine Befallsverzögerung kommt besonders bei einem hohen Befallsdruck zum Tragen; dann fungieren Sortenmischungen als Filter. Teure Pflanzenschutzmittel können eingespart werden und gleichzeitig die Umwelt entlasten. Die Sporen windbürtig verbreiteter Blattkrankheiten werden regelrecht "abgefangen", indem sie zu einem großen Teil auf dem falschen Wirt landen. Somit werden Ertragsverluste erheblich verringert, was wiederum ein hohes Maß an Ertragssicherung bedeutet. Angestrebt wird eine horizontale Resistenz, die in Zukunft erheblich dazu beitragen soll, Sortenzusammenbrüche, die aufgrund des Anbaus reiner Linien in Monokulturen hervorgerufen wurden, zu verhindern und die Erträge zu stabilisieren bzw. zu erhöhen.

Beim Anbau von Sortenmischungen im Vergleich zum Anbau der Sorten in Reinkultur lagen die Mehrerträge bei 2% bis 9%, durchschnittlich bei 3%. Die Sortenmischungen wiesen Jeweils ein geringes Maß in ihren Ertragsschwankungen auf.

Eine Beeinträchtigung der Qualität der Inhaltsstoffe und eine schlechtere Verarbeitung des Getreides von Sortenmischungen sind nicht gegeben. Im Gegenteil: Qualitätsmerkmale sind häufig additiv bestimmt, was sich gerade bei einer Sortenmischung äußerst vorteilhaft auswirkt.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
2. GRUNDSÄTZLICHE ÜBERLEGUNGEN, DIE ZUM ANBAU VON SORTENMISCHUNGEN FÜHREN 3
2.1. Der Anbau von homogenen Sorten als das anfälligste und labilste Resistenzsystem 3
2.1.1. Entwicklung zu den Einliniensorten 4
2.1.1.1. Bedingungen, die eine Sorte erfüllen muß 4
2.1.1.2. Anbau homogener Sorten in Reinkultur 5
2.1.2. Vertikale Resistenz 6
2.1.2.1. Zusammenbruch des Resistenzverhaltens homogener Sorten 7
2.1.2.2. Beispiele 8
2.2. Notwendigkeit genetischer Vielfalt 10
2.2.1. Horizontale Resistenz 10
2.2.1.1. Ziele bei der Anwendung 13
2.2.1.2. Vergleichende Betrachtung 13
2.2.2. Vielliniensorten 14
2.2.3. Notwendigkeit von Sortenmischungen 16
2.3. Sortenschutzvoraussetzungen zur Sicherung genetischer Vielfalt - gesetzliche Bestimmungen 18
2.4. Beschreibende Sortenliste 19
3. SORTENMISCHUNGEN ALS STRATEGIE 22
3.1. Möglichkeiten der Ertragssicherung durch Sortenmischung 22
3.1.1. Epidemiologische Gesichtspunkte 24
3.1.2. Allgemeiner Befallsverlauf bei unterschiedlichen Resistenzen 27
3.1.2.1. Unterschiedliche Bestandesdichte und Filtereffekt 32
3.1.2.2. Induzierte Resistenz 33
3.1.3. Bedeutung des Anteils resistenter Sorten 34
3.1.4. Bedeutung von Virulenzgenen und Superrassen 35
3.2. Möglichkeiten der Ertragssteigerung durch Sortenmischung 36
3.2.1. Konkurrenz- und Kompensationsverhalten 44
3.2.2. Anzahl der Mischungspartner 47
3.2.3. Eigenschaften und Kombinationen der Mischungspartner 48
3.2.4. Mischanteile der einzelnen zu mischenden Sorten 50
3.3. Einfluß der Parzellengröße 51
3.4. Pflanzenschutz bei Sortenmischungen 54
4. PLANUNG VON SORTENMISCHUNGEN 56
4.1. Aspekte und Hinweise zur Wahl der Sorten 56
4.2. Ausrichtung einer Sortenmischung im Hinblick auf eine bestimmte Krankheit 57
4.3. Qualitätsmerkmale 60
4.3.1. Backqualität 61
4.3.2. Brauqualität 62
5. SORTENMISCHUNGEN IN DER ÖKOLOGISCHEN LANDWIRTSCHAFT 65
6. SCHLUSSBETRACHTUNG 70
7. ZUSAMMENFASSUNG 77
8. LITERATURVERZEICHNIS 79

Arbeit zitieren:
Bretschneider, Martin Februar 1994: Sortenmischungen im Getreidebau, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ökologischer Landbau, Landbau

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