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Solarenergienutzung im Leichtbau

Solarenergienutzung im Leichtbau
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martin Pape
  • Abgabedatum: Dezember 1997
  • Umfang: 80 Seiten
  • Dateigröße: 528,0 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0764-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0764-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0764-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pape, Martin Dezember 1997: Solarenergienutzung im Leichtbau, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: aktive Solarenergienutzung, Photovoltaik, Leichtbau, Passive Solarenergienutzung

Diplomarbeit von Martin Pape

Einleitung:

Die Arbeit befaßt sich mit der Erörterung der Zusammenhänge solarer Maßnahmen für den Leichtbaubereich.

Ziel des modernen Wohnungsbaues ist es, den Energieeinsatz im Haus, speziell für Warmwasser und Heizung, zu minimieren und da-mit eine Verringerung klimaschädlicher CO2 Emissionen herbeizuführen. Um dieses Ziel umweltgerecht zu erreichen, liegt es nahe, eine Energieform, die uns immer zur Verfügung steht, möglichst effizient zu nutzen - die Sonnenenergie. Aufgrund ihrer guten Dämmung und Winddichtigkeit haben Häuser in Leichtbauweise große Vorteile für den Einsatz solarer Systeme sowohl der passiven als auch der aktiven Sonnenenergienutzung. Die Möglichkeiten reichen vom extrem stark gedämmten Haus mit einer zusätzlichen Wärmerückgewinnung aus der Abluft (Passivhaus) bis hin zu einem "normalen" Dämmstandard mit einem Ausgleich der Transmissions- und Wärmeverluste durch solare Zugewinne (Solar-haus).

Im einzelnen umfaßt die Arbeit:

- Leichtbau unter solartechnischer Sichtweise.

- Solare Nutzungsmöglichkeiten im Leichtbaubereich.

- Vorschläge zur Integration verschiedener Maßnahmen.

- Bewertung der Maßnahmen.

Inhaltsverzeichnis:

ISFH 5
Einleitung 7
Leichtbau unter solartechnischer Sichtweise 13
1. Erarbeiten solarer Nutzungsmöglichkeiten im Leichtbaubereich 17
1.1 Passive Nutzung der Solarenergie 17
1.1.1 Prinzipien der passiven Nutzung der Solarenergie 17
1.1.2 Strahlungsangebot der Sonne 17
1.1.3 Standortanalyse 18
1.1.4 Entwurf 20
1.1.5 Wärmeschutz 24
1.1.6 Luft- und Winddichtigkeit 26
1.1.7 Fenster 28
1.1.8 Glasvorbauten 31
1.1.9 Solarwände 34
1.1.10 Luftkollektoren 38
1.2 Aktive Nutzung der Solarenergie 39
1.2.1 Prinzip und Wirkungsweise 39
1.2.2 Energiesammler 42
1.2.2.1 Absorber 43
1.2.2.2 Flachkollektor 43
1.2.2.3 Vakuumflachkollektor 43
1.2.2.4 Vakuumröhrenkollektor 44
1.2.2.5 Speicherkollektor 44
1.2.2.6 sonstige Bauformen 45
1.2.3 Anwendungsfälle 45
1.2.3.1 Schwimmbadheizung 45
1.2.3.2 Brauchwassererwärmung 46
1.2.3.3 Raumheizung 47
1.3 Photovoltaik 48
1.3.1 Funktionsprinzip einer Solarzelle 49
1.3.2 Komponenten einer Photovoltaikanlage 50
1.3.3 Konfigurationen 51
2. Vorschläge zur Integration verschiedener Maßnahmen 53
2.1 Einbau von Speichermassen 54
2.1.1 Nutzung der Masse des Gebäudesockels 54
2.1.2 Einbau schwerer Elemente als Integration in die Südwandfläche 56
3. Bewertung der Maßnahmen 57
Schlußbemerkung 61
Literaturverzeichnis 63
Abbildungsverzeichnis 67
Anhang 68

Automatisiert erstellter Textauszug:

Winkel ein und hat eine entsprechend höhere Energiedichte44. Bei einer Abweichung um bis zu 20 Grad nach Osten oder Westen reduzieren sich die Energiegewinne nur um etwa 5%45. Im Norden sollten praktisch keine, an West- und Ostseite nur kleinere Fensterflächen vorhanden sein. Nordfenster erhalten lediglich im Hochsommer frühmorgens und spätnachmittags kurzzeitig direkte Sonneneinstrahlung. Sonst wirkt hier nur diffuse Strahlung ein. Deshalb sollte die Nordfassade möglichst geschlossen gehalten werden. Die wenigen, möglichst kleinen Fenster sollten einen besonders guten Dämmwert aufweisen. Die Größe der Ost- und Westfenster sollte sich nach der notwendigen Tagesbelichtung für den jeweiligen Raum richten. Die Dimensionierung der Fensterflächen hängt beim Leichtbau in erster Linie vom Wärmebedarf des Gebäudes und dem Strahlungsangebot des Ortes ab. Die Größe der Speichermassen, die zur Verfügung stehen, kann hierbei nicht mit berücksichtigt werden, da die Masse der Bauteile nicht groß genug ist. Die Größe der Fensterflächen muß auf jeden Fall optimiert werden. Vor allem bei einer sehr guten Dämmung des Gebäudes ist bei zu groß dimensionierten Südfenstern die Gefahr einer sommerlichen Überhitzung der Räume gegeben. Die überschüssige Wärme kann nicht genutzt werden und wird dann in der Regel weggelüftet. Zur Optimierung der Fenstergrößen gibt es verschiedene Rechnerprogramme, die sämtliche Faktoren berücksichtigen. Anhand von Beispielberechnungen mit veränderten Variablen kann der Planer die zu einer optimalen Energiebilanz nötigen Fensterflächen errechnen. Neben den Wärmeverlusten durch die Gebäudehülle sowie solaren Gewinnen über die Fensterflächen können bei diesen Programmen auch alle anderen energetischen Größen mit eingerechnet werden, die für die Energiebilanz des Gebäudes von Nutzen sind. [...]

Sonneneinstrahlung wird in Wärmeenergie in Form von langwelliger Wärmestrahlung umgewandelt. Für diese langwellige Infrarotstrahlung ist Glas jedoch undurchlässig, was bedeutet, daß der Raum sich aufheizt. Es kommt zu einem lokalen Treibhauseffekt im Gebäude. Um einen zu großen Temperaturanstieg in der heizfreien Periode zu vermeiden, sollten die Wärmekapazitäten der Bauteile, auf die die Solarstrahlung auftrifft, möglichst groß sein. Gerade im Leichtbaubereich ist daher zumindest bei Fenstern, die nach Süden zeigen, eine Abschattungseinrichtung für die Sommermonate unbedingt notwendig. Sonst kann es aufgrund der guten Dämmung bei geringer Masse sehr schnell zu Überhitzungen im Gebäude kommen: Je größer die besonnten Glasflächen sind, desto wichtiger wird auch der Einbau eines wirksamen Sonnenschutzes. Der Sonnenschutz muß so angebracht sein, daß er im Winter, wenn der Wärmebedarf am größten ist, den Einfall der Solarstrahlung des tiefstehenden Sonnenstandes nicht behindern kann. Damit die Sonne zur Gebäudeheizung genutzt werden kann, müssen Orientierung, Größe und Art der Fenster richtig gewählt werden. Größte Gewinne erzielt das Südfenster. Südfenster haben stets eine positive Wärmebilanz, das heißt im Mittel sind die solaren Gewinne größer als die Wärmeverluste. Senkrechte Glasflächen erweisen sich als besonders günstig. Die intensive Sommerstrahlung fällt schräg von oben ein und die Energiedichte verringert sich, was die Überhitzungsgefahr im Sommer vermindert. Die erwünschte Wintersonne fällt in flacherem [...]

Siehe Dr. Dirk Christophers: Passive Nutzung der Sonnenenergie, Ullmann´s Encyclopedia of Industrial Chemistry, 1993 41 Siehe Dr. Dirk Christophers: Passive Nutzung der Sonnenenergie, Ullmann´s Encyclopedia of Industrial Chemistry, 1993 42 Der g-Wert gemäß DIN 67507 ist der Gesamtenergiedurchlaßgrad im Bereich der Wellenlänge von 300 bis 2500 Nanometer. Die Größe ist für klimatische Berechnungen von Bedeutung und wird in Prozent ausgedrückt. Diese Größe setzt sich zusammen aus direkter Sonnenenergietransmission (τe) und sekundärer Wärmeabgabe nach innen infolge langwelliger Strahlung und Konvektion (qi). g = τe + qi . 43 Siehe Ute Bregulla: Fenster und Fenstersysteme, herausgegeben vom Fachinformationszentrum Karlsruhe, Verlag TÜV Rheinland GmbH, Köln, 1993, Seite 5 [...]

Arbeit zitieren:
Pape, Martin Dezember 1997: Solarenergienutzung im Leichtbau, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
aktive Solarenergienutzung, Photovoltaik, Leichtbau, Passive Solarenergienutzung

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