Softwaretechnologien zur Unterstützung des Knowledge-Managements
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Cornelia Putzhammer
- Abgabedatum: November 2000
- Umfang: 97 Seiten
- Dateigröße: 2,2 MB
- Institution / Hochschule: Karl-Franzens-Universität Graz Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5204-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5204-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5204-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Putzhammer, Cornelia November 2000: Softwaretechnologien zur Unterstützung des Knowledge-Managements, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Wissensmanagement, Wissen, Knowleddge-Management, Softwaretechnologien, Technologien
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Diplomarbeit von Cornelia Putzhammer
Einleitung:
Wissen hat sich heute zum entscheidenden Produktionsfaktor entwickelt. Während in der Agrargesellschaft bis in das 19. Jahrhundert hinein noch die Produktionsfaktoren Arbeit und Boden für die Erzielung eines möglichst hohen Outputs verantwortlich waren, wurde die industrielle Gesellschaft durch den Einfluss des Faktors Kapital geprägt. In der heutigen Wissensgesellschaft können Wettbewerbsvorteile in Unternehmen nur noch über ein ausgeprägtes Management der Ressource Wissen erzielt werden.
Grundsätzlich sollte sich jedes Unternehmen fragen, wie sich die veränderte Bedeutung von Wissen auf seine eigene Wettbewerbssituation auswirkt. In der heutigen Wissensgesellschaft müssen Unternehmen mit der explosionsartigen Vermehrung von Wissen zurechtkommen, denn quantitativ betrachtet verdoppelt sich das weltweite Volumen an verfügbaren Informationsmedien inzwischen alle fünf Jahre. Darüber hinaus darf die stark verkürzte Wissenshalbwertszeit und die mit der Globalisierung der Wirtschaft einhergehende Globalisierung von Wissen nicht außer acht gelassen werden.
Wissen ist die einzige Ressource, die sich durch Gebrauch vermehrt. Ein Grund dafür ist der, dass die Mitarbeiter die hauptsächlichen Träger des so wertvollen Guts Wissen sind. Inzwischen basieren 60 bis 80% der Gesamtwertschöpfung eines Unternehmens auf dem Produktionsfaktor Wissen. Trotzdem beschäftigen sich bis jetzt nur sehr wenige Unternehmen intensiv mit dem Thema Wissensmanagement. Eine zentrale Problematik in diesem Zusammenhang wird durch folgenden Satz widergespiegelt: „Wissen ist Macht“. Dieser von dem englischen Philosophen und Staatsmann Sir Francis Bacon (1561-1626) vor 400 Jahren geprägte Spruch ist in vielen Organisationen und Unternehmen noch immer die Richtschnur, die den täglichen Wettbewerb unter Mitarbeitern und Abteilungen bestimmt.
Das Wissen um Produkte, Prozesse, Strukturen und Märkte ist der alles entscheidende Wettbewerbsfaktor – und dieser ist an Personen gebunden. Die größte unternehmerische Herausforderung der nächsten Jahre liegt daher in der Ausschöpfung dieser strategischen Ressource – im sogenannten Wissensmanagement. Oberstes Ziel des Wissensmanagements ist es, durch einen besseren Umgang mit der Ressource Wissen die organisatorischen Fähigkeiten auf allen Ebenen (Individuum, Gruppe, Abteilung, Organisation) zu verbessern und damit die Unternehmung als ganzes handlungsfähiger, innovativer und auch effizienter zu machen. Hierzu ist es erforderlich, das gemeinsame Wissen eines Unternehmens zu sammeln, koordiniert fortzuentwickeln und weiterzuverbreiten sowie unternehmensweit verfügbar zu halten. Anhand dieser einzelnen Prozesse und Aktivitäten wird ersichtlich, dass es sich hierbei um ein sehr komplexes und aufwendiges Unterfangen handelt.
Es ist verständlich, dass ein derartiges Vorhaben ohne den Einsatz dementsprechender Technologien aus Zeit- und Kostenaspekten nicht rentabel sein wird. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird aufgezeigt, welche technologischen Möglichkeiten es zur Unterstützung der zentralen Knowledge-Management-Prozesse gibt. Die breite Palette an Knowledge-Management-Unterstützungstools reicht von Internet, Intranet und CBT (Computer based training) bzw. WBT (Web based training) über Dokumentenmanagement-Systeme, Workflowmanagement-Systeme, Groupware und Data Warehouse-Systeme bis hin zu Unternehmensportalen (EIP). Darüber hinaus werden vier ausgewählte Knowledge-Management-Softwaretechnologien vorgestellt und untersucht: Lotus LearningSpace, Lotus Raven, U.S.U.-Value Base und U.S.U.-Knowledge Miner sowie Hyperwave Information Portal. Wissensmanagement darf allerdings keinesfalls als einseitiges Technologieproblem aufgefasst werden. Vielmehr beinhaltet es die Gestaltung und Verknüpfung aller Funktionen, Bereiche und Konzeptionen – eine wissensorientierte Unternehmenskultur sowie die Unterstützung durch das Top-Management sind hierbei von zentraler Bedeutung.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 3 |
| 1.1 | Problemstellung | 4 |
| 1.2 | Vorgehensweise | 5 |
| 2. | Definition und Abgrenzung von Wissen | 6 |
| 2.1 | Arten des Wissens | 8 |
| 2.1.1 | Explizites versus Implizites Wissen | 8 |
| 2.1.2 | Formen der Wissensumwandlung und -übertragung | 9 |
| 3. | Definition von Wissensmanagement | 10 |
| 3.1 | Wissensmanagementkonzepte | 10 |
| 3.1.1 | Genova-Knowledge-Group | 10 |
| 3.1.2 | Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) | 13 |
| 4. | Die Rolle des Wissensmanagements in den Unternehmen | 15 |
| 4.1 | Erwartungen der Unternehmen | 15 |
| 4.2 | Erfolgspotentiale und Verbesserungen durch Knowledge-Management | 16 |
| 4.3 | Barrieren | 18 |
| 5. | Technologien zur Unterstützung des Knowledge-Managements | 20 |
| 5.1 | Internet – Intranet – Extranet | 20 |
| 5.2 | Technologien zur Aus- und Weiterbildung | 23 |
| 5.2.1 | Computergestützte Präsentationshilfen für Vortragende | 23 |
| 5.2.2 | Computer based training | 24 |
| 5.2.3 | Telelearning und Web Based Training | 25 |
| 5.3 | Dokumentenmanagement-Systeme | 28 |
| 5.4 | Workflowmanagement-Systeme | 32 |
| 5.5 | Groupware | 34 |
| 5.5.1 | Electronic Meeting Room | 36 |
| 5.5.2 | Informationskiosk | 36 |
| 5.5.3 | Video Conferencing | 37 |
| 5.5.4 | Desktop Conferencing | 37 |
| 5.5.5 | 38 | |
| 5.5.6 | Einführung von Groupware und CSCW-Systemen | 38 |
| 5.5.7 | Lotus Notes | 39 |
| 5.6 | Data Warehouse | 40 |
| 5.6.1 | Komponenten eines Data Warehouses | 42 |
| 5.6.2 | Auswertung und Analyse | 44 |
| 5.7 | Suchmaschinen – Knowledge Retrieval | 46 |
| 5.7.1 | Linguistische Textanalyse-Verfahren | 48 |
| 5.7.2 | Statistische Retrieval-Verfahren | 49 |
| 5.7.3 | Semantische Verfahren | 50 |
| 5.8 | Enterprise Information Portal (Unternehmensportale) | 52 |
| 5.8.1 | Publishing Portals | 53 |
| 5.8.2 | Collaborative Portals | 53 |
| 5.8.3 | Decision Portals | 54 |
| 5.8.4 | Operational Portals | 54 |
| 6. | Ausgewählte Softwaretechnologien | 55 |
| 6.1 | Lotus LearningSpace | 55 |
| 6.1.1 | Zeitplan | 56 |
| 6.1.2 | MediaCenter | 57 |
| 6.1.3 | CourseRoom | 58 |
| 6.1.4 | Profile | 58 |
| 6.1.5 | Prüfungsmanager | 59 |
| 6.1.6 | Zugriff auf Lotus LearningSpace | 60 |
| 6.1.7 | Vorteile von Lotus LearningSpace | 60 |
| 6.2 | U.S.U.-ValueBase und U.S.U.-KnowledgeMiner | 61 |
| 6.2.1 | U.S.U.-ValueBase | 62 |
| 6.2.2 | U.S.U.-KnowledgeMiner | 64 |
| 6.3 | Hyperwave Information Portal | 71 |
| 6.3.1 | Publizieren im Hyperwave Information Portal | 73 |
| 6.3.2 | Zugriffsrechte und Dokumentenmanagement-Funktionen | 73 |
| 6.3.3 | Link-Management | 74 |
| 6.3.4 | Gezielte Informationsbereitstellung | 75 |
| 6.3.5 | Groupware-Funktionen | 76 |
| 6.3.6 | Tracks | 78 |
| 6.3.7 | Zugriff über Handy | 79 |
| 6.4 | Lotus Raven | 80 |
| 6.4.1 | „Personen, Orte und Sachen“ | 80 |
| 6.4.2 | Raven-Architektur | 81 |
| 7. | Zusammenfassung und Ausblick | 85 |
| 8. | Abkürzungsverzeichnis | 87 |
| 9. | Abbildungsverzeichnis | 89 |
| 10. | Literaturverzeichnis | 90 |
Führungskräften eine mehrdimensionale Sicht auf die Daten des DW ermöglicht. Hierfür werden in einem Datenwürfel (oder auf den Achsen eines n-dimensionalen Raumes) verschiedene Dimensionen, wie z. B. Produkt, Region oder Monat hinterlegt und der Analyst kann die für ihn relevanten Kriterien auswählen und beliebig miteinander kombinieren. So wählt beispielsweise der Gebietsleiter die Dimensionskombination „Umsatz aller Produkte und Monate für ein Gebiet“, während der Produktmanager „Umsatz aller Gebiete und Monate für ein Produkt“ genauer betrachtet. Während OLAP die Antwort auf gezielte Fragen gibt, geht es bei Data Mining um die Entdeckung von verwertbaren Zusammenhängen und Strukturen in den meist sehr umfangreichen Datenbeständen des DW.78 Data Mining ist ein zentraler Prozeß im Rahmen des Knowledge Discovery in Databases (KDD), dem Prozeß der Wissensgewinnung aus Datenbanken. Kern jedes Data Mining-Systems sind Analysealgorithmen, wobei sich eine Analyseeinheit herangezogen, immer um aus Teilen der Mustererkennung und der Musterbeschreibung Datenfeldern zu zusammensetzt. Bei der Mustererkennung werden große Bestände von Datenobjekten verborgene Zusammenhänge zwischen einzelnen lokalisieren. Es sollen Muster in der Struktur der betrachteten Datenobjekte erarbeitet werden. Muster können alle Beziehungen und Regelmäßigkeiten zwischen Datensätzen und Datenfeldern umfassen. Die Hauptaufgabe der Musterbeschreibung ist es, ein erzeugtes Muster oder eine Hypothese über Zusammenhänge und Regelmäßigkeiten heranzuziehen und mit Hilfe von Algorithmen möglichst genau zu beschreiben. Neben der Aufdeckung unbekannter Zusammenhänge in untergeordneten Datenbeständen, sollen Data Mining-Tools auch die automatisierte Vorhersage von Trends, Verhalten und Mustern auf Basis hinterlegter Daten vornehmen. Im Rahmen des Knowledge Discovery in Databases (KDD) beschäftigt sich Text Mining, als Ergänzung zum Data Mining, Hauptziel mit ist der es, Analyse von halboder unstrukturierten aus großen Textdatenbeständen. weitgehend automatisiert [...]
Transformationsprogramme: Diese sollen bei der Übernahme der Daten ins DW für Einheitlichkeit sorgen. Dazu müssen sie Funktionen zur Extraktion von Daten aus unterschiedlichsten operativen Systemen, zur eigentlichen Transformation dieser Daten sowie deren Transport und den Ladevorgang in das DW umfassen. Im Idealfall sind diese Transformationsprogramme die einzige Schnittstelle zu den operationalen DVSystemen und den unternehmensexternen Datenquellen. Als externe Datenquellen kommen sehr heterogene Datenquellen in Frage, wie z. B. Nachrichtendienste von Wirtschaftsverbänden, Markt-, Meinungsund Trendforschungsinstitute, externe Datenbanken sowie das Internet. Diese sind deshalb von Interesse, da viele Auswertungen und Analysen, die basierend auf den unternehmensinternen Daten erstellt werden, erst durch den Vergleich mit externen Daten eine für den Entscheidungsträger signifikante Bedeutung erlangen. Durch diese zentrale Speicherung unternehmensexterner Daten im DW wird sichergestellt, daß alle Entscheidungsträger mit der gleichen Datenbasis arbeiten und außerdem wird der Aufwand für die Wissensbeschaffung minimiert. Die aus den Transformations- und Extraktionsprozessen resultierenden Regeln, Zuordnungen und Definitionen bilden die Grundlage für die MetaDatenbank. Archivierungssystem: Dieses dient vor allem der Datensicherung und –archivierung. Die Datensicherung wird zur Wiederherstellung des DW im Falle eines Programm- oder Systemfehlers durchgeführt. Ziel des Archivierungssystems ist es, durch eine effiziente Speicherung und Verarbeitung großer Datenmengen auch für komplexe Ad hoc-Analysen kurze Antwortzeiten und die schnelle, einfache und vor allem umfassende Bereitstellung von Wissen zu gewährleisten. Meta-Datenbanksystem: Metadaten beschreiben die Bedeutung der gespeicherten Daten – sie stellen somit „Daten über Daten“ dar. Sie beschreiben aber auch Quellen, Abläufe und Strukturen eines DW.76 Das Meta-Datenbanksystem unterstützt den Endbenutzer bei der Suche nach den für seine Aufgabenlösung relevanten Daten und liefert auch die benötigten Hintergrundinformationen über Datenquellen, Transformationen und Verdichtungen. Darüber hinaus unterstützt es auch die für den Betrieb des DW verantwortlichen Mitarbeiter des DV-Bereichs. Für das Data WarehouseManagement stellt das Meta-Datenbanksystem alle notwendigen Informationen zur Steuerung der Transformationsprozesse bereit, indem die Meta-Daten sämtliche Informationsflüsse von den Quell- zu den Zieldatenbanken definieren. [...]
Die inhaltliche Ausrichtung des DW läßt sich damit unter Aufgabengesichtspunkten wie folgt zusammenfassen: Ein Data Warehouse hat die Aufgabe, themenorientierte und integrierte (i.S.v. vereinheitlichte) Informationen über lange Zeiträume und mit Zeitbezug zur Unterstützung von Entscheidern aus unterschiedlichen internen und externen Quellen periodisch zu sammeln, nutzungsbezogen aufzubereiten und bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen.74 5.6.1 Komponenten eines Data Warehouses Ein idealtyptisches Data Warehouse umfaßt als Komponenten die eigentliche Data WarehouseDatenbasis, geeignete Transformationsprogramme und -externen Quellen, ein zur Datengewinnung sowie aus ein den Metaunternehmensinternen Datenbanksystem.75 Data Warehouse-Datenbasis: Die Datenbasis stellt das DW i.e.S. dar – es enthält sowohl aktuelle als auch historische Daten aus allen eingebundenen Unternehmensbereichen in unterschiedlichen Verdichtungsstufen. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832452049
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Wissensmanagement, Wissen, Knowleddge-Management, Softwaretechnologien, Technologien



