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Social Web

Einfluss des Massenmediums Internet auf die Komponenten des Marketing-Mixes

Social Web
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Rike Ladwig
  • Abgabedatum: Dezember 2010
  • Umfang: 65 Seiten
  • Dateigröße: 684,9 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule Harz Deutschland
  • Bibliografie: ca. 38
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-1295-6
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ladwig, Rike Dezember 2010: Social Web, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Social Media, Soziale Netzwerke, Marketing Mix, Marketingkonzeption, Internet

Bachelorarbeit von Rike Ladwig

Einleitung:

‘Nichts ist wichtiger für unser Wohlbefinden, als mit anderen in enger Verbindung zu stehen’. Die Aussage von Norbert Bolz, Medien- und Kommunikationstheoretiker von der Technischen Universität Berlin, birgt das Grundbedürfnis des Menschen, in Gemeinschaft mit anderen zu leben. Das Wort Gemeinschaft findet folglich im Werteindex vom Jahr 2009 als eines der zwölf bedeutendsten Werte unserer Zeit seinen Platz. Im gleichen Atemzug räumt Bolz die Anmerkung ein, dass die modernen Kommunikationstechnologien die Begriffe Freundschaft und Gemeinschaft radikal verändert hätten. Die Gemeinschaft stellt heute ein soziales Netzwerk im Web 2.0 dar.

Der Netzwerkgedanke ist kein neuer, er besteht von Anbeginn der Existenz von Menschen. Diese sind jedoch in der heutigen Zeit nicht nur Teil einer Gemeinschaft von Familien, Freunden oder Bekannten, sondern passen auch ihre Netzwerke an neue Technologien an. Sie wenden sich mit der Hilfe neuer Medien mit ihren Interessen an technische Plattformen, um ihr Bedürfnis nach Wissen, Selbstoffenbarung und sozialem Anschluss zu stillen. Sozial- und persönlichkeitspsychologische Größen haben einen starken Einfluss auf den Wandel des Web zu einem höchstrelevanten sozialen Ort. Die Menschen beginnen, ihren Gemeinschaftsgedanken in andere Räume zu verlagern, die weitaus größer sind und geradezu unerschöpflich wirken. Da das Internet als neues Medium die besondere Aufmerksamkeit der Nutzer genießt, soll es im Folgenden auf seine Tauglichkeit als Massenmedium und die Möglichkeiten seiner Technologien für ein soziales Miteinander der Internetnutzer beleuchtet werden.

Das soziale Internet wirkt sich auch auf das Verhalten der Unternehmen für Konsumgüter und Dienstleistungen aus. Der Kunde beginnt, sich nicht mehr nach dem Unternehmen zu orientieren, sondern fordert Individualität und Authentizität für die Verwirklichung seines Lebensstils. Um diesen in den Produkten wiederzufinden, müssen sich die Unternehmen an die neue Vorliebe der Menschen nach Gemeinschaft und Selbstpräsenz in sozialen Netzwerken anpassen. In der folgenden Arbeit wird untersucht, wie sie neue Marketingwege zur Kommunikation mit ihren Kunden suchen und ob sie Möglichkeiten auf der globalen technischen Plattform des Internets finden, auf der der potentielle Kunde sich so präferiert aufhält. Dabei stehen der Aufbau von Vertrauen, Kundenbindung und Authentizität im Vordergrund und inwiefern sie sich auf das Verhalten der Nutzer gegenüber den Unternehmen im Internet auswirken.

Mit den neuen Wegen, die die Unternehmen im Internet eingehen, gilt es für sie, sich an einer geplanten, komplexen Marketingkonzeption zu orientieren. Dabei sind die Instrumente ihrer Güter und Dienstleistung in den Vordergrund zu stellen. Produktpolitik, Preispolitik, Distribution und Kommunikation bilden eine Einheit zur Entscheidung über ein Produkt für den Endkonsumenten. Besonders unter dem Einfluss des Social Web richten Unternehmen die Komponenten des Marketingmixes an die Gegebenheiten des Internets aus. Die bisherigen Marketingwege über traditionelle Medien werden ergänzt und eventuell ersetzt. Im Folgenden soll die Marketingkonzeption, unter der die 4 Komponenten stehen, kurz erläutert werden. Im weiteren Verlauf wird der Einfluss der neuen Technologien und Anwendungen des Social Web auf den Marketing-Mix untersucht.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Marketingkonzeption 2
2.1 Der klassische Marketing-Mix in der Marketingkonzeption 4
3.1.1 Produktpolitik 4
3.1.2 Preispolitik 5
3.1.3 Distributionspolitik 6
3.1.4 Kommunikationspolitik 6
3. Das Internet 7
3.1 Entwicklung des Internets zum Massenmedium 9
3.1.1 Digitalität und Allgegenwärtigkeit 12
3.1.2 Multimedialität 12
3.1.3 Hypertextualität 13
3.1.4 Aktualität 14
3.1.5 Interaktivität 14
3.1.6 Individualisierung 16
3.2 Social Web 17
3.2.1 Sozialpsychologische Hintergründe 17
3.2.2 Persönlichkeitspsychologische Grundlagen des Social Web 20
3.2.3 User Generated Content und Social Media 21
3.3 Social-Web-Kanäle 22
3.3.1 Foren und Soziale Netzwerke 22
3.3.2 Media-Sharing-Dienste 24
3.3.3 Blogs 25
3.3.4 Microblogs 27
3.3.5 Bewertungsportale 28
4. Einfluss neuer Technologien auf das klassische Marketing 28
4.1 Online-Marketing 29
4.1.1 Online-Gruppen und die Unternehmenswelt 29
4.1.2 Aufmerksamkeitssteuerung und Informationsverarbeitung 30
4.2 Einbeziehung des Social Web in den klassischen Marketing-Mix 34
4.2.1 Online-Kommunikation und virales Marketing 35
4.2.2 Online-Produktmarketing 41
4.2.3 Neue Preisstrukturen 42
4.2.4 Neue Distributionswege mit E-Commerce 46
4.3 Kritik am Einfluss des Social Web auf dem Marketing-Mix 48
5. Fazit 51
Literaturverzeichnis - Monographien V
Literaturverzeichnis – Zeitschriften und Studien VII
Literaturverzeichnis – Internetquellen VIII

Textprobe:

2.1, Der klassische Marketing-Mix in der Marketingkonzeption:

Der Marketing-Mix stellt das letzte Glied in der Marketingkonzeption dar. Das Wesen des Begriffs ist auf Neil Borden zurückzuführen, der beschrieb, dass ‘Marketingleistungen am Markt erst dann realisiert werden können, wenn eine Reihe (Vielzahl) von Marketinginstrumenten dafür koordiniert eingesetzt werden’. Im Sinne Bordens hat der Verantwortliche für die Zusammenstellung der Instrumente und im größeren Kontext für die gesamte Marketingkonzeption die Rolle des ‘Mixer of Ingredients’ inne. Der Marketing-Mix ist also eine zielorientierte Kombination der Marketinginstrumente.

Die koordinative Schwierigkeit dieser komplexen Aufgabe kann nur bewältigt werden, sofern ein hinreichender Überblick über die Marketinginstrumente besteht. Voraussetzung für eine solche notwendige Übersicht schafft erstmals J.E. McCarthy im Jahr 1960 mit dem 4-P-System (Product, Price, Place, Promotion), dessen Systematisierung sich auch im deutschsprachigen Marketingraum weitgehend durchgesetzt hat. Die Komponenten werden mit Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik und Kommunikationspolitik betitelt. Im Folgenden werden alle vier Instrumente kurz angesprochen und im Kapitel 4 in Kombination mit dem Social Web genauer betrachtet.

2.1.1, Produktpolitik:

Meffert et al. beschreibt die Produktpolitik als eine der wichtigsten Parameter im Marketing bzw. als das ‘Herz des Marketing’. Der zentrale Begriff ist das Produkt, welches die Gesamtheit aus Gütern oder Dienstleistungen bildet, die ein Unternehmen auf dem Markt anbietet. Die Produktpolitik beschäftigt sich aber neben der eigentlichen Leistung, wie Bruhn das Produkt benennt, auch mit dessen Gestaltung, Serviceleistungen, Markenwirkung und Verpackung sowie Innovationen und der Weiterentwicklung des bestehenden Programms eines Unternehmens. Die Güter besitzen eine Reihe technisch-funktionaler und besonders bei Konsumgütern formal-ästhetischer Eigenschaften, die dem Nachfrager einen Nutzen stiften, den Produkt- bzw. Kundennutzen. Der Nutzen bildet das zentrale Anliegen der Produktpolitik. Hauptsächlich setzt er sich aus den Komponenten Grundnutzen und Zusatznutzen zusammen. Der Grundnutzen kann hier als die auf technisch-funktionalen Eigenschaften des Produktes zurückzuführende Bedürfnisbefriedigung verstanden werden. So wird beim Konsumenten mit dem Kauf und der Nutzung eines neuen Haarwaschmittels, das eine hohe Waschleistung besitzt, das grundsätzliche Bedürfnis für ein sauberes Haar gestillt. Die Ansprüche der Kunden an Konsumgüter und Dienstleistungen wachsen. Der Wettbewerb steigt. Daher gilt es, neben dem reinen Grundnutzen einen Zusatznutzen anzubieten, der die Kaufentscheidung zugunsten des eigenen Produktes beeinflusst. Im Beispiel des Haarwaschmittels muss sich dieses neben der Waschkraft möglicherweise noch durch einen frischen Duft und eine Pflegeleistung auszeichnen, die den Haaren zusätzlich einen Glanz verleiht. Pepels spricht im Rahmen der Produktpolitik außerdem die Sicherung einer konstanten und hohen Qualität der Produkte an, die für den Kundennutzen und die Zufriedenheit eine zentrale Rolle spielt. Ein Unternehmen, das eine hohe Produktqualität pflegt, arbeitet profitabler als ein Unternehmen mit unterdurchschnittlicher Produktqualität, Dieses muss die niedrigen Standards seiner Produkte auf Dauer mit anderen Leistungen kompensieren.

2.1.2, Preispolitik:

Die Preispolitik beschäftigt sich allgemein mit der Frage, welche Art der Gegenleistung, also Preise und Kauf- bzw. Vertragsbedingungen, die Kunden für die Inanspruchnahme der Leistungen des Unternehmens erbringen und wie hoch diese Gegenleistungen im Aspekt der Kostendeckungen und des Umsatzes ausfallen sollen. Die Preispolitik ist bedeutend für die Sicherung der übergeordneten Unternehmensziele, beispielsweise Rentabilität und Gewinn, soll aber auch zur Verbesserung der Wettbewerbsposition bei Absatzmitteln und Konsumenten dienen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss dem Wertempfinden des Kunden angepasst sein, so Kotler, Armstrong, Saunders und Wong. Mit einem hohen Preis sollen die Konsumenten ein hochwertiges Produkt verbinden, das entweder eine gute Qualität besitzt oder das Prestige einer Marke bedient. Ein günstiger Preis kann wiederum im Vergleich zu Konkurrenzprodukten besser wahrgenommen werden. So ergeben sich Analysen zur Preisbestimmung, die von Marktsituationen des Unternehmens abhängen.

2.1.3, Distributionspolitik:

Die Distributionspolitik umfasst ‘alle Maßnahmen zur Übermittlung der Leistungen eines Unternehmens an die Endkunden’. Innerhalb dieser Bestimmungen werden, je nach Produkt bzw. Dienstleistung des Unternehmens, ökonomisch-orientierte, versorgungsorientierte und psychologisch-orientierte Vertriebsziele berücksichtigt. Diese beziehen sich auf die Endabnehmer oder Absatzmittler. Hierbei werden unter anderem Fragen Lieferzeiten, Vertriebskosten, Vertriebsimage und Selektion der Vertriebssysteme untersucht. Die verschiedenen Absatzkanäle, zu denen auch das Online-Shopping gehört, müssen miteinander verglichen und auf ihre Eignung geprüft werden. Danach wird ein optimales System von Kanälen, sei es über den direkten oder indirekten Vertrieb, erarbeitet. Weitergehende Erläuterungen sind im Kapitel 4.2.3 zu finden.

Arbeit zitieren:
Ladwig, Rike Dezember 2010: Social Web, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Social Media, Soziale Netzwerke, Marketing Mix, Marketingkonzeption, Internet

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