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Social Sponsoring

Theoretische Grundlagen und ein praxisorientierter Ansatz für die Hamburg Leuchtfeuer-AIDS Hilfe GmbH

Social Sponsoring
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Hajo Neiser
  • Abgabedatum: Juli 1995
  • Umfang: 143 Seiten
  • Dateigröße: 7,1 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4283-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4283-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4283-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Neiser, Hajo Juli 1995: Social Sponsoring, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: HPO, Marketing, Social Marketing

Diplomarbeit von Hajo Neiser

Problemstellung:

Menschen mit HIV und AIDS können trotz ihrer krankheitsbedingten Einschränkungen das Gefühl von Autonomie, Selbstbestimmung und Gesundheit erleben und ihre Defizite kompensieren, obwohl sie durch eine gestörte soziale Integration - Tod des Partner, sozialen Abstieg, Arbeitslosigkeit und nicht zuletzt durch die Krankheit selbst - schwer mitgenommen sind.

AIDS hat sich zu einem globalen gesellschaftlichen Problem ungeahnten Ausmaßes entwickelt, unabhängig von Alter, sozialer Schicht und sexueller Orientierung. Es ist eine Infektionskrankheit, die medizinisch nicht beherrschbar war, bis heute nicht ist und die die Gesellschaft und das Gesundheitswesen völlig unvorbereitet getroffen hat z. Im Gegensatz zu anderen Krankheiten, wie z.B. Krebs, erfordert AIDS eine intensive Auseinandersetzung mit vielen tabubeladenen Themen wie Krankheit und Tod, verschiedenen Formen der Sexualität, Minderheiten und Diskriminierung.

Die Solidarität gegenüber Kranken und Hilfsbedürftigen ist zwar bei Staat, Gesellschaft und Kirche allgemein anerkannt, doch die Praxis dieser allgemeinen Anerkennung sieht ganz anders aus. Die Angst davor, aufgrund der Krankheit den Arbeitsplatz oder die Berufszulassung zu verlieren oder keine Anstellung nach der Ausbildung zu finden, beeinträchtigt die wirtschaftliche und soziale Situation der meisten Betroffenen. Aids-Kranke können ab einem gewissen Krankheitsbild nur noch teilzeitbeschäftigt werden oder müssen gezwungenermaßen frühzeitig pensioniert werden. Jedoch stehen die meisten Betroffenen (20 - 39 Jahre) am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn; somit sind die Chancen auf einen Anspruch der gesetzlichen Rentenversicherung minimal.

Eine immense psychische Belastung kommt hinzu, da ab 1987 für den Abschluß einer Lebensversicherung bei den meisten Versicherungen der Nachweis eines negativen HIV-Test-Ergebnisses Pflicht ist. Somit entfallen für die Betroffenen und Hinterbliebenen sowohl die Ansprüche auf eine Lebensversicherung als auch auf ausreichende Rente. Beide Parteien sind unmittelbar von finanziellen Existenzängsten betroffen.

Soziale Arbeit gilt in Deutschland - leider sehen das auch noch viele soziale Organisationen ebenso - immer noch als stille Barmherzigkeit, mit der man nicht an die Öffentlichkeit geht. Aber nur, wer an die Öffentlichkeit geht, löst Diskussionen aus und macht auf sich und seine Arbeit - die auch finanziert werden will - aufmerksam. Das scheint in Zeiten, wo sich der Staat unter dem Schlagwort 'Stärkung der Eigenverantwortung' aus der staatlichen Fürsorge und vor allem der staatlichen Defizitfinanzierung sozialer Einrichtungen systematisch zurückzuziehen wird, nötiger denn je.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort V
AIDS - Zahlen und Fakten VI
1. Social Marketing 1
1.1 Social Marketing als Voraussetzung für Social Sponsoring 1
1.2 Social Marketing - Strategie und Umsetzung 3
1.3 Voraussetzungen für ein erfolgreiches Social Marketing 6
1.4 Ziele des Social Marketing 7
1.4.1 Interne Ziele 10
1.4.1.1 Corporate Identity (CI) 12
1.4.1.2 Corporate Design (CD) 13
1.4.2 Externe Ziele 14
1.4.2.1 Zielgruppen des Social Marketing 14
1.4.2.2 Kommunikation mit den Zielgruppen 17
1.4.2.3 Kommunikationsmedien 19
2. Sponsoring 20
2.1 Erscheinungsformen des Sponsoring 23
2.1.1 Art und Leistung 24
2.1.2 Anzahl der Sponsoren 25
2.1.3 Art des Sponsors 26
2.2 Sponsoring als Instrument der Unternehmenskommunikation 27
2.3 Sponsoring - Social Sponsoring 29
3. Social Sponsoring aus Sicht des Sponsors 31
3.1 Social Sponsoring als Baustein sozialen Engagements 31
3.1.1 Ergebnisse einer Unternehmensbefragung 32
3.1.2 Einschätzung des Sozial-Engagements durch die Unternehmen 33
3.1.3 Einschätzung des Sozial-Engagements durch die Bevölkerung 35
3.1.4 Beispiele für Sozial-Engagements 36
3.1.4.1 McDonald´s-Sinn für Gemeinschaft 36
3.1.4.2 Daimler-Benz-Soziale Förderprojekte 36
3.1.4.3 Shell - Wir kümmern uns um mehr als Autos 37
3.1.4.4 United Colors of Benetton and AIDS 38
3.2 Vorbehalte gegen Social Sponsoring 39
3.3 Social Sponsoring als systematischer Planungsprozeß 41
3.3.1 Vorüberlegungen 41
3.3.1.1 Vorteile 41
3.3.1.2 Grundprobleme 43
3.3.1.3 Nachteile 43
3.3.2 Social Sponsoring Planungsprozeß 44
3.3.2.1 Sponsoring-Ziele 45
3.3.2.2 Sponsoring-Zielgruppen 46
3.3.2.3 Sponsoring-Strategie 46
3.3.2.4 Integration in die Unternehmenskommunikation 50
3.3.2.5 Kontrolle der Sponsoringwirkungen 50
4. Social Sponsoring aus Sicht der sozialen Organisation 52
4.1 Social Sponsoring als politische Aussage für AIDS-Kranke 53
4.2 Social Sponsoring als Teil der Marketingstrategie 54
4.3 Social Sponsoring als systematischer Planungsprozeß 56
4.3.1 Vorüberlegungen 56
4.3.1.1 Vorteile 60
4.3.1.2 Grundprobleme 60
4.3.1.3 Nachteile 61
4.3.2 Social Sponsoring Planungsprozeß 62
4.3.2.1 Sponsoring-Ziele 63
4.3.2.2 Sponsoring-Zielgruppen 64
4.3.2.3 Sponsoring-Strategie 66
4.3.2.4 Zusammenstellen von Sponsoringleistungen zu Sponsoringpaketen 67
4.3.2.5 Integration von Sponsorships in die Marketingprogramme 76
4.3.2.6 Erfolgskontrolle 78
4.3.3 Konzept für die HAMBURG LEUCHTFEUER-Projekte 79
4.4 Rechtliche Aspekte des Social Sponsoring 84
4.4.1 Überblick 84
4.4.2 Variante 1
4.4.2.1 Steuerliche Behandlung beim Sponsor 86
4.4.2.2 Steuerliche Behandlung beim Gesponserten 86
4.4.3 Variante 2
4.4.3.1 Steuerliche Behandlung beim Sponsor 88
4.4.3.2 Steuerliche Behandlung beim Gesponserten 89
5. Schlußbemerkungen 90
Anhang 94
Literaturverzeichnis 102

Arbeit zitieren:
Neiser, Hajo Juli 1995: Social Sponsoring, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
HPO, Marketing, Social Marketing

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