Social Media als Instrument der Personalbeschaffung
Entwicklung eines Recruiting-Mix für die Agentur Roth & Lorenz
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Sonja Schneider
- Abgabedatum: Juli 2011
- Umfang: 107 Seiten
- Dateigröße: 4,1 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Hochschule Mittweida (FH) Deutschland
- Bibliografie: ca. 63
- ISBN (eBook): 978-3-8428-2128-6
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schneider, Sonja Juli 2011: Social Media als Instrument der Personalbeschaffung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Recruiting, Social Media, Kommunikation, Nachwuchskräfte, Mittelständische Unternehmen
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Bachelorarbeit von Sonja Schneider
Einleitung:
Der demografische Wandel in Deutschland führt zu einer erhöhten Wettbewerbssituation zwischen Unternehmen, da die Altersgruppe der unter 20-Jährigen aufgrund des Geburtenrückgangs abnimmt.
Diese Entwicklung führt langfristig zu einem Nachwuchskräftemangel für Unternehmen und stellt deren Personalabteilungen vor neue Herausforderungen. Besonders die Zielgruppe der Hochschulabsolventen als Nachwuchskräfte ist sehr gefragt. Der Wettstreit um die wenigen Bewerber wird als ‘War of Talents’ bezeichnet. Talentierte Nachwuchskräfte sind heute nicht mehr einzig über das traditionelle Schalten von Stellenanzeigen in Printmedien zu erreichen. Die jetzigen Hochschulabsolventen gehören der Generation Yan. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie als erste Generation mit der digitalen Technik aufwächst und sicher mit ihr umgeht. Demnach unterscheidet sich die Zielgruppe in ihrem Mediennutzungsverhalten von den früheren Generationen und das Internet wird zu einem wichtigen Instrument für die Ansprache der Generation Y. Seit 2004 ermöglicht das Web 2.0 den Nutzern an den Inhalten mitzuwirken und mit anderen Menschen zu kommunizieren. So sind laut einer Studie des Bundesverbandes für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) 96% aller unter 30-Jährigen in Deutschland in sozialen Netzwerken aktiv.Einige Unternehmen reagieren bereits auf die Entwicklung und nutzen das Internet für die Schaltung von Stellenanzeigen in bekannten Online Jobbörsen in der Hoffnung geeignete Bewerber zu finden. Dahingegen versuchen andere Unternehmen unter Berücksichtigung von Social Media mit potenziellen Bewerbern in Dialog zu treten. Social Media bezeichnet eine Kommunikationsform, bei der Erfahrungen und Informationen auf Online-Plattformen geteilt oder mit anderen Nutzern Diskussionen geführt werden können. Bisher sind vor allem Großunternehmen mit eigenen Seiten im Internet auf der Suche nach Bewerbern und vernetzen die Unternehmenshomepage mit einer eigenen Social Media Seite. Zu den Vorreitern zählt beispielsweise die Bertelsmann AG, die mit ihrer Recruiting-Kampagne ‘Create your own career’ die Chancen und Möglichkeiten der neuen Kommunikationskanäle aufzeigt. Neben den klassischen Anzeigen in Printmedien, kamen Web 2.0 Anwendungen, wie Videos und Blogs, zum Einsatz, wobei sich die Kampagne auf Social Media Plattformen fortsetzte. Die Bertelsmann AG hat es verstanden ihre Zielgruppe dort anzusprechen, wo sie sich in ihrer Freizeit aufhält. Neben dem Hauptziel Nachwuchskräfte zu finden, konnte sich die Bertelsmann AG mit der erfolgreichen Integration von Web 2.0 Anwendungen als attraktiver Arbeitgeber positionieren.Dies ist nur ein erfolgreiches Beispiel der Personalgewinnung mit neuen Medien. Nachdem die Personalabteilungen bisher vor allem das Potential der traditionellen Personalwerbung ausschöpfen, ist noch offen welche Bedeutung das Internet mit seinen Social Media Angeboten in der Personalbeschaffung einnimmt und welche Chancen sich daraus für mittelständische Unternehmen im Bereich Employer Branding ergeben.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhalt | I | |
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Ausgangssituation und Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Ziel der Arbeit | 3 |
| 1.3 | Methodisches Vorgehen bei der Arbeit | 3 |
| 1.4 | Aufbau und Struktur der Arbeit | 3 |
| 2. | Traditionelle Methoden des Recruitings | 4 |
| 2.1 | Der Personalbeschaffungsprozess | 4 |
| 2.2 | Methoden der traditionellen Personalbeschaffung | 5 |
| 2.2.1 | Die Arbeitsvermittlung | 6 |
| 2.2.2 | Printmedien | 7 |
| 2.2.3 | Personalleasing | 8 |
| 2.2.4 | Personalberater | 8 |
| 2.2.5 | Headhunter | 9 |
| 2.2.6 | Hochschulmarketing | 9 |
| 2.3 | Defizite der traditionellen Personalbeschaffung | 11 |
| 3. | Das Internet als Instrument derPersonalbeschaffung | 13 |
| 3.1 | Die klassischen Internetansätze – E-Recruiting | 13 |
| 3.1.1 | Der Wandel des Personalbeschaffungsprozesses durch das Internet | 14 |
| 3.1.2 | Motive und Ziele des Einsatzes von E-Recruiting | 15 |
| 3.1.3 | Methoden des E-Recruitings | 17 |
| 3.1.3.1 | Online Jobbörsen | 17 |
| 3.1.3.2 | Die Unternehmenshomepage | 20 |
| 3.1.3.3 | Die Bewerberhomepage | 23 |
| 3.1.3.4 | Virtuelle Recruiting-Messen | 24 |
| 3.2 | Social Media in der Personalbeschaffung | 25 |
| 3.2.1 | Motive und Ziele des Einsatzes von Social Media | 25 |
| 3.2.2 | Geeignete Social Media Plattformen für die Personalbeschaffung | 27 |
| 3.2.2.1 | Blogs | 28 |
| 3.2.2.2 | Microblogging | 29 |
| 3.2.2.3 | Businessnetzwerke | 33 |
| 3.2.2.4 | Soziale Netzwerke | 36 |
| 3.2.2.5 | Video, Podcast, Bilder | 39 |
| 3.2.3 | Verifizierung von Kandidaten | 42 |
| 3.2.4 | Aktive Kandidatensuche | 44 |
| 4. | Empirische Analyse | 51 |
| 4.1 | Vorstellung der Kommunikationsbranche | 51 |
| 4.2 | Konzeption und Durchführung der Untersuchung | 53 |
| 4.3 | Auswertung der empirischen Befunde | 54 |
| 4.4 | Ergebnisse | 57 |
| 5. | Entwicklung eines Recruiting-Mix für die Agentur Roth & Lorenz | 59 |
| 5.1 | Die Agentur Roth & Lorenz | 59 |
| 5.2 | Definition der Zielgruppe | 60 |
| 5.3 | Personalbeschaffungsmaßnahmen bei Roth & Lorenz | 62 |
| 5.4 | Recruiting-Mix für die künftige Personalbeschaffung | 64 |
| 5.4.1 | Traditionelle Personalbeschaffung | 64 |
| 5.4.1.1 | Printmedien | 64 |
| 5.4.1.2 | Hochschulmarketing | 66 |
| 5.4.2 | E-Recruiting | 68 |
| 5.4.2.1 | Homepage | 68 |
| 5.4.2.2 | Online Jobbörsen | 72 |
| 5.4.3 | Social Media | 74 |
| 6. | Zusammenfassung und Fazit | 76 |
| Literatur | 78 | |
| Anhang | 87 | |
| Anhang A: Empirische Studie | A-1 | |
| Anhang B: Die Agentur Roth & Lorenz | A-11 |
Textprobe:
Kapitel 3.2.2.1, Blogs:
Der Begriff ‘Blog’ ist eine Abkürzung von Weblog, bei dem es sich um eine Homepage handelt, auf der einzelne Autoren Kommentare und Ideen publizieren. Autoren von Blogs veröffentlichen kurze Artikel, die in diesem Zusammenhang als ‘Posts’ bezeichnet werden. Diese beziehen sich meist auf ein konkretes Thema. Dazu sollte der Blogger in regelmäßigen Abständen Inhalte liefern, um die Leserschaft an sich zu binden. Es empfiehlt sich, die Posts klar zu strukturieren, sodass der Leser schnell einen Überblick bekommt. Hierzu eignen sich unter anderem Bilder, Listen oder Absätze zwischen den Textpassagen. Der neue Post ist auf der Homepage als Erstes zu sehen, ältere Artikel sind in umgekehrter chronologischer Reihenfolge sortiert. Um dabei die Übersicht beizubehalten, gehen Autoren dazu über, nur eine bestimmte Anzahl der Artikel anzeigen zu lassen. Ältere Artikel stellen sie zumeist in einem Archiv zur Verfügung, in dem der Leser Artikel beispielsweise nach Datum oder Schlagwörtern suchen kann.
Verwendung von Blogs:
Unternehmen verwenden Blogs dazu, mit (potenziellen) Kunden in Kontakt zu treten. Blogs haben zumeist eine Funktion, die es Lesern ermöglicht, die Posts zu kommentieren. Der Autor des Blogs sollte darauf achten, auf diese Kommentare zu reagieren und zurückzuschreiben, sodass ein Dialog entsteht. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass er ein negatives Feedback erhält. Solang dieses auf Tatsachen beruht und keine Beleidigungen beinhaltet, sollte der Autor diesen Kommentar nicht löschen, sondern sachlich darauf eingehen. So erkennt das Unternehmen, ob Kunden mit den Produkten oder Dienstleistungen zufrieden sind oder an welcher Stelle eventuell Verbesserungspotenzial besteht. So sind Blogs eine Plattform, bei der das Unternehmen mit einem Dialog einen zusätzlichen Kundenservice pflegt. Die Kunden bekommen dabei das Gefühl, dass das Unternehmen sie und ihr Feedback ernst nimmt, wodurch das Vertrauen in das Unternehmen möglicherweise gestärkt wird. Neben der ständigen Aktualisierung des eigenen Blogs profiliert sich ein Blogger, indem er beispielsweise in anderen Blogs derselben Branche sein Fachwissen einbringt. Bei neuen Themen, welche die eigene Branche betreffen, gilt es als erster einen Blogeintrag zu verfassen, sodass das Unternehmen als Vorreiter agiert. Des Weiteren hat ein Unternehmen die Möglichkeit, zu einem Blogger Kontakt aufzunehmen und anzufragen, ob er bereit ist, über die unternehmenseigenen Produkte und Dienstleistungen zu schreiben.
Einsatz Personalbeschaffung:
Ein Blog eignet sich weniger zur Veröffentlichung von Stellenanzeigen, da es hier mehr um Meinungen und Diskussionen als um Mitarbeitergewinnung geht. Dennoch nutzen Unternehmen Blogs zum Zweck des ‘Employer Brandings’. So bietet sich ein Blog an, um Mitarbeiter in die Kommunikation zu integrieren. Die Robert Bosch GmbH betreibt dazu einen Blog, in dem Trainees über ihre Aufgaben und Erfahrungen während ihres Arbeitsalltags berichten. Potenzielle Bewerber bekommen so neben den Informationen auf der Homepage oder in der Stellenanzeige ein authentisches Bild vermittelt.
3.2.2.2, Microblogging:
‘Microblogging’ ist eine Ausprägung der Blogs und entwickelte sich vor allem in den USA zu einer beliebten Anwendung in der Bevölkerung. Im Gegensatz zum Schreiben eines Blogs stehen dem Verfasser beim Microblogging lediglich 140 Zeichen zur Verfügung. Die Grundidee ist, andere Menschen an seinem Alltag teilnehmen zu lassen und die eigenen Gedanken in kurzen Sätzen niederzuschreiben und zu veröffentlichen. Der Microblog-Dienst Twitter wurde Anfang 2009 bekannt, als einige Prominente in den USA begannen, Kurznachrichten zu veröffentlichen. Theoretisch kann jeder diesen Dienst nutzen, der einen Zugang zum Internet besitzt und über einen Browser verfügt. Im April 2010 waren es in Deutschland bereits 480.000 Menschen, die sich einen eigenen Account bei Twitter einrichteten.
Twitter-Account:
Nutzer wählen bei ihrer Anmeldung bei Twitter die Art ihres Accounts aus. Dabei gibt es neben dem persönlichen Account einer Person die Alternative, sich ein Firmenkonto einzurichten oder sich als fiktive Person anzumelden. In den Einstellungen des Accounts bietet Twitter den Nutzern an, sich im Bereich ‘Bio’ vorzustellen. Hierfür hat der Nutzer 160 Zeichen zur Verfügung. Zudem wählt der Nutzer selbst die Hintergrundfarbe seines Accounts aus. Bei Firmenkonten bietet es sich an, die Farben der Corporate Identity zu verwenden, um die Markenwahrnehmung zu verstärken.
Jedem Besitzer eines Accounts ist es möglich Kurznachrichten, sogenannte Tweets, für alle oder für einen bestimmten Personenkreis zu verfassen. Er kann sie direkt auf der Internetseite von Twitter oder beispielsweise über verschiede Online-Dienste, SMS oder Apps veröffentlichen.
Ziel eines Twitter-Users ist es, möglichst viele Leser, sogenannte ‘Friends’ zu gewinnen, welche die eigenen Beiträge verfolgen. Im Umkehrschluss kann ein Twitter-User auch die Kurznachrichten anderer Nutzer verfolgen (Following). Die Nutzer schaffen es so, sich ein Netzwerk aufzubauen und Bekanntheit zu erlangen. Die jeweiligen ‘Follower’ sehen die neuen Einträge der anderen Autoren und haben die Möglichkeit, diese zu kommentieren.
Verwendung von Twitter:
Unternehmen, die twittern, sollten als ihren Benutzernamen den Namen der Marke oder des Unternehmens selbst wählen und eventuell das Logo als Profilbild verwenden, um die Wiedererkennung zu unterstützen. Um sich in diesem Dienst zu positionieren, ist es wichtig in den Follower-Listen zu erscheinen, so dass andere Nutzer auf den eigenen Account stoßen. Je nach Absicht des Unternehmens ist es für den Aufbau eines Netzwerks ratsam, der jeweiligen Zielgruppe zu folgen.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842821286
Arbeit zitieren:
Schneider, Sonja Juli 2011: Social Media als Instrument der Personalbeschaffung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Recruiting, Social Media, Kommunikation, Nachwuchskräfte, Mittelständische Unternehmen



