Die Snowboardfahrer: Erlebens- und Verhaltensweisen sowie Subkultur junger Menschen
- Art: Staatsexamensarbeit
- Autor: Markus Sander
- Abgabedatum: März 1998
- Umfang: 135 Seiten
- Dateigröße: 7,2 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1031-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1031-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1031-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Sander, Markus März 1998: Die Snowboardfahrer: Erlebens- und Verhaltensweisen sowie Subkultur junger Menschen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Jugendszene, Trend, Freizeit, Trendsport, Snowboard
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Staatsexamensarbeit von Markus Sander
Einleitung:
Snowboarding boomt. Kaum eine andere Freizeitsportart hat in den letzten Jahren solch eine Entwicklung erlebt und kann auf so Zuwachsraten zurückblicken. Aus der einstmals von sogenannten "Freaks" oder "Verrückten" betriebenen Sportart ist eine Bewegung geworden, die Thilo Bohatsch, Generalsekretär des Snowboard-Weltverbandes ISF, so beschreibt: "Wie auch immer " Snowboarden ist nicht nur Sport, Snowboarden ist mehr: Revolution, Subkultur, Lebenseinstellung, Jugendbewegung, Mode, Party, Freundschaft, Liebe und all das, was jeder, der diesen Sport ausübt oder erst noch ausüben wird, impliziert und selber mit einbringt.
Mit dieser Arbeit möchte ich einen Einblick in die Welt des Snowboardens geben. Ausgangspunkt meiner Überlegungen ist die Behauptung und ich unterstreiche damit die Äußerung von Thilo Bohatsch, daß es sich beim Snowboarden nicht nur um eine neue Funsportart handelt, die in diversen Wintersportgebieten betrieben wird. Man kann von einer jugendlichen Trendsportszene mit eigenem Lebensstil sprechen, die auf der einen Seite immer mehr Anhänger findet, auf der anderen Seite aber auch auf Ablehnung stößt, gerade in den Reihen der passionierten Skifahrer.
Das Phänomen "Snowboarding" ist relativ neu und diese Arbeit zählt so zu einer der ersten ihrer Art. Daraus ergaben sich eine Reihe von Schwierigkeiten bei der Suche nach entsprechender Fachliteratur. So besteht die Literatur meiner Arbeit bis auf die verwendete in Kapitel 2 "Jugend heute" und Kapitel 3 "Freizeit und Freizeitsport", in denen ich den gesellschaftlichen Kontext zur Snowboardszene herstelle, zum großen Teil aus Fachzeitungen, allgemeinen Sportzeitschriften sowie aus Informationen seitens des Snowboard-Weltverbandes ISF.
Das diese Sportart wie keine andere in den letzten Jahren die Begeisterung der Jugendlichen geweckt hat und welche finanziellen und motivationalen Aspekte eine Rolle spielen, soll der Vergleich von drei empirischen Untersuchungen, von denen keine von mir selber durchgeführt wurden belegen. Das es sich bei den `Boarding people´ nicht um eine homogene Gruppe handelt, sondern das es statt dessen innerhalb dieser Subkultur Differenzierungen gibt, soll ebenfalls Gegenstand dieser Arbeit sein. Des weiteren werden szenetypische Merkmale, die man als ausgesprochen bezeichnend für diese sehen kann, beschrieben.
Einen weiteren Schwerpunkt legt diese Arbeit auf das Verhältnis zwischen Snowboardern und Skifahrern. Der Konflikt, den man auch als Generationskonflikt betrachten kann, besteht, seit dem die Board-Generation massenhaft die Pisten bevölkert und den angestammten Skifahrern ihr Terrain streitig macht. So stellt das Magazin "SKI" des Deutschen Skiverbandes (DSV) die Frage: "Klassenkampf auf der Piste: Machen die >>langhaarigen Bombenleger<< mit ihren >>Schalttafeln<< Front gegen biedere >>Zweibrettfahrer<< ?" Das Snowboarding hat in Europa eine Entwicklung erfahren, die von Anfang an durch Medien und Industrie beeinflußt wurde und auch weiterhin beeinflußt wird. Fest steht, daß die Entwicklung fortschreiten wird, neue Trends geboren werden und alte Erlebens- und Verhaltensweisen, die als nicht mehr zeitgemäß gelten, wegfallen. Das aber der Snowboardsport an sich auch in der Zukunft aus den Wintersportgebieten nicht mehr wegzudenken sein wird, steht außer Frage. Dazu noch einmal Thilo Bohatsch: "Snowboard, Snowboarding, Snowboarden. Wie immer man dazu sagt - was zählt, ist ein neues Lebensgefühl, daß den "Ausübenden" beim Snowboarden bis in die letzte Faser des Körpers fährt. (...) Die >>Droge<< beginnt unaufhörlich zu wirken und zieht den Ausübenden in seinen Bann. Sucht ist die Folge jeder Droge, und - ja ich bekenne -wir sind alle süchtig." Anzumerken zu dieser Arbeit bleibt, daß der Sprachstil den Eindruck erwecken könnte, sich im Rahmen einer Examensarbeit nicht wissenschaftlich genug auszudrücken. Dazu muß gesagt werden, daß sich viele spezifische Ausdrücke der Szene, die zum überwiegendem Teil aus dem anglo-amerikanischen Raum stammen, nicht durch deutsche, hochsprachliche Begriffe ersetzen oder übersetzen lassen. Wo dies möglich war, findet sich ein entsprechender Verweis in den Fußnoten.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Vorbemerkung | 1 |
| 2. | Die Geschichte des Snowboardens | 4 |
| 2.1 | Anfänge und Entwicklung | 4 |
| 2.2 | Entstehung der Snowboardszene in Europa | 7 |
| 2.3 | Entstehung und Entwicklung der Snowboard-Organisationen | 9 |
| 3. | Jugend heute | 12 |
| 3.1 | Was versteht man unter dem Begriff "Jugend" ? - Definition nach Hurrelmann | 12 |
| 3.2 | Die Jugend gibt es nicht mehr | 13 |
| 3.3 | Die jugendlichen Subkulturen/Szenen | 16 |
| 3.4 | Merkmale dieser Subkulturen | 19 |
| 3.4.1 | Kleidung/Mode/Outfit | 19 |
| 3.4.2 | Musik | 21 |
| 3.4.3 | Sprache | 23 |
| 4. | Freizeit und Freizeitsport | 26 |
| 4.1 | Was versteht man unter dem Begriff "Freizeit" ? - Definition nach Hurrelmann | 26 |
| 4.2 | Motivationale Aspekte des Freizeitsports | 27 |
| 4.3 | Freizeitsporttrends der Jugendlichen | 28 |
| 4.3.1 | Jugendliche Sportkulturen | 28 |
| 4.3.2 | Der Individualisierungsprozeß | 30 |
| 4.3.3 | Sporttrends in den 90er Jahren | 32 |
| 4.4 | Skateboarding – Beispiel für eine jugendliche Trendsportszene, die mit dem Snowboarding verwandt ist | 35 |
| 5. | Die Subkultur der Snowboarder | 38 |
| 5.1 | Vergleich empirischer Untersuchungen zur Snowboardszene | 38 |
| 5.1.1 | Demographische Struktur | 39 |
| 5.1.2 | Finanzielle und gesellschaftliche Situation | 46 |
| 5.1.3 | Motivationale Aspekte des Snowboardings | 49 |
| 5.1.3.1 | Das Spaßmotiv | 49 |
| 5.1.3.2 | Das Risikomotiv | 50 |
| 5.1.3.3 | Die sozialen Motive | 51 |
| 5.1.3.4 | Das Naturmotiv | 51 |
| 5.2 | Die unterschiedlichen Snowboardtypen | 52 |
| 5.2.1 | Die Freerider | 52 |
| 5.2.2 | Die Freestyler | 55 |
| 5.2.3 | Die Alpinen/Carver | 59 |
| 5.3 | Die Stars der Szene | 61 |
| 5.3.1 | Peter Bauer | 61 |
| 5.3.2 | Shaun Palmer | 63 |
| 5.3.3 | Terje Haakonsen | 64 |
| 5.3.4 | Petra Müssig | 66 |
| 5.4 | Die Disziplinen | 68 |
| 5.5 | Die szenetypischen Erlebens- und Verhaltensweisen sowie das äußere Erscheinungsbild | 73 |
| 5.5.1 | Kleidung/Outfit | 73 |
| 5.5.2 | Sprache | 77 |
| 5.5.3 | Musik | 81 |
| 5.5.4 | Das "Feeling" | 84 |
| 5.5.5 | Veranstaltungen | 87 |
| 5.5.6 | Magazine/Fanzines | 95 |
| 5.5.7 | Vereine | 97 |
| 5.6 | Snowboardende Mädchen/Frauen | 99 |
| 5.7 | Das Verhältnis Snowboarder - Skifahrer | 100 |
| 5.7.1 | Die Entstehung des Konflikts | 101 |
| 5.7.2 | Der Generationskonflikt | 102 |
| 5.7.3 | Das Bild der Snowboardfahrer bei den Skifahrern | 105 |
| 5.7.4 | Das Bild der Skifahrer bei den Snowboardfahrern | 107 |
| 5.7.5 | Konfliktforschung | 108 |
| 6. | Schlußwort und pädagogischer Ausblick | 112 |
| 7. | Literaturverzeichnis | 117 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832410315
Arbeit zitieren:
Sander, Markus März 1998: Die Snowboardfahrer: Erlebens- und Verhaltensweisen sowie Subkultur junger Menschen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Jugendszene, Trend, Freizeit, Trendsport, Snowboard



