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Sicherheitstechnische Arbeitsplatzgestaltung in kritischer Sicht

Sicherheitstechnische Arbeitsplatzgestaltung in kritischer Sicht
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Andreas Franke
  • Abgabedatum: November 2004
  • Umfang: 52 Seiten
  • Dateigröße: 765,2 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH) Deutschland
  • Bibliografie: ca. 44
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-1272-2
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Franke, Andreas November 2004: Sicherheitstechnische Arbeitsplatzgestaltung in kritischer Sicht, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Arbeitsplatzgestaltung, Sicherheitstechnik, Olfert, Personalwirtschaft, Sicherheit

Studienarbeit von Andreas Franke

Einleitung:

Die Geschichte der Arbeit ist auch die Geschichte der Arbeitssicherheit, so stand schon im alten Testament, „Wenn Du ein Haus baust, so mache ein Geländer ringsum auf Deinem Dache, damit Du nicht Blutschuld auf Dein Haus lädst, wenn jemand herabfällt“.

Insofern hat die heutzutage übliche sicherheitstechnische Gestaltung des Arbeitsplatzes eine lange Tradition.

In dieser Arbeit soll aber vor allem, auf den gegenwärtigen Stand des Arbeitsschutzes eingegangen werden. Es sollen die Vor- und Nachteile, sowie die Schwierigkeiten der sicherheitstechnischen Arbeitsplatzgestaltung dargestellt werden. Neben den gesetzlichen und wirtschaftlichen Aspekten, werden auch die Probleme, die durch menschliche Verhaltensweisen entstehen können, näher beleuchtet.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis I
1. Einleitung 1
2. Gründe für Arbeitssicherheit 1
2.1 Wirtschaftliche Gründe 1
2.2 Gesetzliche Gründe 2
2.2.1 Allgemeines Arbeitsschutzrecht 2
2.2.1.1 Arbeitssicherheitsgesetz 2
2.2.1.2 Arbeitsstättenverordnung 3
2.2.1.3 Arbeitszeitgesetz 3
2.2.1.4 Gewerbeordnung 4
2.2.1.5 Arbeitsschutzgesetz 4
2.2.2 Spezielles Arbeitsschutzrecht 4
2.3 Humane Gründe 5
3. Entstehung eines Arbeitsunfalls 5
3.1 Die Gefahr 5
3.1.1 Quantifizierung 6
3.1.1.1 Nach Gewerbezweig 6
3.1.1.2 Nach unfallauslösenden Gegenstand 6
3.1.2 Minderung 6
3.1.2.1 Verbotszeichen 7
3.1.2.2 Warnzeichen 7
3.1.2.3 Gebots- und Hinweiszeichen 7
3.1.2.4 Rettungszeichen 7
3.2 Der Unfall 8
4. Arbeitssicherheit und das ökonomische Prinzip 8
4.1 Schwierigkeiten der Quantifizierung 8
4.1.1 Gefährdungsbeurteilung 8
4.1.1.1 Inhalt und Analyse der Gefährdung 9
4.1.1.2 Durchführung 9
4.1.2 Alternativen der Gefährdungsminderung 9
4.1.3 Kosten-Nutzen-Rechnung 10
4.1.3.1 Investitionskosten 10
4.1.3.2 Erfassung der Unfallkosten 10
4.2 Wirtschaftlichkeit der Investition 11
5. Gesundheit und Produktivität 11
6. Arbeitssicherheit als Zeitaufwand 12
7. Der Mensch als unkalkulierbares Risiko 12
7.1 Über Gefahren richtig informieren 12
7.2 Erhöhte Sicherheit als Risikofaktor 13
7.2.1 Anpassung an die Technik 13
7.2.2 Maßnahmen zur Anpassungsvermeidung 14
7.3 Gestalterische Problembereiche 14
7.3.1 Ablenkung durch Sicherheitstechnik 14
7.3.2 Gefahr der Routine 14
8. Arbeitssicherheit und Wettbewerbsposition 15
9. Zusammenhang Arbeitsschutz - Insolvenz 15
10. Die Zukunft des Arbeitsschutzes 16
11. Fazit 16
Anhang 17
Verzeichnis der Abbildungen im Anhang 18
Literaturverzeichnis 49
Eidesstattliche Erklärung 54

Textprobe:

Kapitel 4, Arbeitssicherheit und das ökonomische Prinzip:

Ein hoher Sicherheitsstandard ist auf den ersten Blick mit hohen Kosten verbunden, aber auch die Unfallkosten, die durch unzureichende Arbeitssicherheit entstehen, können schnell Ausmaße annehmen, die die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens erheblich beeinträchtigen. Ein Unfall und insbesondere die daraus entstehenden Fehlzeiten, ziehen zahlreiche negative Folgen nach sich.

Schwierigkeiten der Quantifizierung:

Ab wann sich Investitionen in die Sicherheit lohnen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, ist schwierig zu beurteilen. Da Unfälle auch dem Zufall unterliegen, kann niemand sagen ob ein Unfall auch mit einer erhöhten sicherheitstechnischen Ausstattung geschehen wäre. Außerdem ist es sehr schwer, die Folgen und somit auch die Kosten der Unfälle zu quantifizieren. Dadurch wird der Vergleich der Kosten für die Verbesserung der Sicherheit und eventuell anfallenden Unfallkosten erschwert.

Nachdem eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wurde, sollte aber trotzdem eine Kosten-Nutzen-Rechnung versucht werden, auch wenn diese nur auf hypothetischen Annahmen basiert.

Gefährdungsbeurteilung:

Damit ermittelt werden kann wo sich Investitionen in Sicherheitstechnik lohnen, muss zunächst bestimmt werden wo eine Gefährdung vorliegt.

Inhalt und Analyse der Gefährdung:

Eine „Gefährdung ist eine räumlich und zeitlich sowie nach Art, Größe und Richtung bestimmte Gefahr für eine Person, eine Sache oder eine Funktion.“ Um diese zu analysieren wird die Wahrscheinlichkeit ermittelt, mit der ein Fehler in einem bestimmten Zeitraum auftreten kann. Man bezeichnet diese Wahrscheinlichkeit als Fehlerquote. Negativ wirkt sich hierbei aus, dass die Fehlerquote steigt, umso mehr Elemente ein System enthält, da die einwandfreie Funktion jedes einzelnen Elements für die Sicherheit des Gesamtsystems (z.B. der Abrichtmaschine aus Abb. 8) entscheidend ist. Physikalisch betrachtet, entspricht diese Abhängigkeit einer Reihenschaltung. Außerdem wird durch Verschleiß die Fehlerquote höher, umso länger die Maschine in Betrieb ist. Diese Erhöhung kann aber durch regelmäßige Wartung gemindert werden.

Durchführung:

Die Gefährdungsbeurteilung ist an allen Arbeitsplätzen durchzuführen, auch wenn auf den ersten Blick keine Gefährdung besteht. Sie stellt eine Präventivmaßnahme dar und folgt dem Grundsatz, dass es besser ist Gefahren bereits im Vorfeld des Entstehens zu erkennen. Sie erfolgt im Allgemeinen in sieben Schritten.

Um dabei ein besseres Ergebnis zu erreichen und um die Übersichtlichkeit zu wahren, sollte der gesamte Ablauf der Beurteilung, inklusive der ermittelten Gefährdungen, dokumentiert werden. Diese Dokumentation kann auch speziell auf bestimmte, gefährdete Personengruppen beschränkt werden. Als Beispiel soll hier eine umfassende Gefährdungsbeurteilung für Schwangere dienen.

Alternativen der Gefährdungsminderung:

Im Anschluss an die Gefährdungsanalyse muss geklärt werden, mit welchen technischen, organisatorischen oder personellen Maßnahmen eine Minderung der Gefährdung erreicht werden kann. Dabei wird das TOP-Prinzip angewandt, welches eine hierarchische Ordnung der anzuwendenden Maßnahmen vorgibt. Weiterhin lässt sich bei der sicherheitstechnischen Gestaltung eine Sechs-Wege-Sicherungs-Methodik anwenden. Aus den daraus resultierenden Alternativen ist durch eine Kosten-Nutzen-Rechung die wirtschaftlichste zu ermitteln.

Arbeit zitieren:
Franke, Andreas November 2004: Sicherheitstechnische Arbeitsplatzgestaltung in kritischer Sicht, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Arbeitsplatzgestaltung, Sicherheitstechnik, Olfert, Personalwirtschaft, Sicherheit

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