Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Sichere IT-Kommunikation über unsichere Netze

Sichere IT-Kommunikation über unsichere Netze
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Shubhangi Stark
  • Abgabedatum: April 2001
  • Umfang: 217 Seiten
  • Dateigröße: 1,5 MB
  • Institution / Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4500-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4500-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4500-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stark, Shubhangi April 2001: Sichere IT-Kommunikation über unsichere Netze, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: IPSec, Public-Key-Infrastruktur /PKI, S/MIME, TLS/SSL, Unternehmenssicherheit

Diplomarbeit von Shubhangi Stark

Gang der Untersuchung:

Ziel dieser Arbeit ist es, ein allgemeines Konzept für die Absicherung der IT-Kommunikation einer Organisation über offene und i.d.R. „unsichere“ Netzwerke (wie z.B. das Internet) zu entwickeln („Ende-zu-Ende-Sicherheit“). Daten, die über offene Netze übertragen werden, müssen oft bzgl. ihrer Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität und Nichtabstreitbarkeit geschützt werden. Dazu wird eine spezielle Methodik für den Entwurf von PKI-gestützten IT-Sicherheitsinfrastrukturen in einer Organisation entwickelt, und in verschiedenen Anwendungsszenarien in konkrete Sicherheitslösungen umgesetzt und erprobt.

In Kapitel 2 wird zunächst die Problemstellung, über offene Netzwerke sichere IT-Kommunikation zu betreiben, genauer spezifiziert. Für viele Organisationen spielt diese Art von Kommunikation eine immer größere Rolle.

Kapitel 3 diskutiert die Sicherheitsaspekte offener Netzwerke auf der Grundlage des OSI-Schichtenmodells. Dieses betrachtet insbesondere den Einsatz kryptographischer Verfahren in den verschiedenen Schichten des OSI-Schichtenmodells anhand ausgewählter Protokolle.

Kapitel 4 enthält die theoretischen Grundlagen, die für das Verständnis der Sicherheit bei der IT-Kommunikation über offene Netze notwendig sind. Zunächst werden die wichtigsten Sicherheitsdienste Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität und Nichtabstreitbarkeit erläutert. Die Bedrohungen, die bei der Kommunikation über offene Netze bestehen, werden identifiziert. Die Grundlagen der Kryptographie, die für die Analyse und den Entwurf von Sicherheitslösungen in offenen Netzwerken relevant sind, werden diskutiert. Dazu werden verschiedene kryptographische Verfahren im Detail erläutert. Die drei als sehr wichtig erkannten Anwendungsfelder der sicheren Kommunikation - E-Mail-, Client-Server- und Netzwerk-Kommunikation - werden erläutert und im Detail diskutiert. Jedes dieser drei Anwendungsfelder wird auf Basis des OSI-Schichtenmodells prinzipiell erläutert und dargestellt. Die relevanten Sicherheitsprotokolle zu den Anwendungen werden ausführlich (Protokollspezifikation, Funktionsweise und Schlüsselmanagement) dargelegt. Es wird gezeigt, wie jedes Sicherheitsprotokoll die für die Anwendung benötigten Sicherheitsdienste umsetzt. Diese Sicherheitsprotokolle basieren oft auf dem Public-Key-Ansatz, daher soll in dieser Arbeit das Schlüsselmanagement mit entsprechenden Public-Key-Infrastrukturen (PKI) genauer untersucht werden. Der Aufbau, die Dienste und die prinzipielle Funktionsweise von Public Key Infrastrukturen werden vorgestellt. Einige technische Komponenten, die für die sichere Kommunikation notwendig sind, aber nicht im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen, werden separat beschrieben.

In Kapitel 5 wird für eine allgemeine Organisation ein Modell für ihre Kommunikationsbeziehungen entwickelt. Die Kommunikationsbedürfnisse einer Organisation und die relevanten Akteure werden ermittelt (ABC-Modell). Darüberhinaus werden verschiedene Kommunikationsbeziehungen mit unterschiedlichen Kommunikationspartnern anhand von Beispielen skizziert. Dazu wird eine Bewertung der Kommunikationsformen und -wege dargelegt. Einige Gründe und Hindernisse für eCommerce werden aufgezeigt. Zum Schluß wird eine Prognose über die Zukunft der relevanten Sicherheitsprotokolle gewagt, nur auch in Zukunft relevante Protokolle werden in dieser Arbeit näher untersucht.

In Kapitel 6 wird eine spezielle Methodik zum Entwurf von PKI-gestützten IT-Sicherheitsinfrastrukturen in Organisationen skizziert. Hierzu werden verschiedene Phasen dargestellt (z.B. Konzeptions-, Entwurfs- und Umsetzungsphase). Dabei werden neben den technischen auch die organisatorischen und weiteren (z.B. rechtliche und finanzielle) Aspekte berücksichtigt.

In Kapitel 7 werden verschiedene konkrete Kommunikationsszenarien auf Basis des in Kapitel 5 entworfenen allgemeinen Kommunikationsmodells skizziert (u.a. E-Mail- und Client-Server-Kommunikation). Für jedes Szenario wird mit der in Kapitel 6 entwickelten Methodik eine Sicherheitsinfrastruktur in verschiedenen Varianten entwickelt, verglichen, diskutiert und bewertet.

Schließlich zieht Kapitel 8 ein Fazit. Wie wird sich der elektronische Geschäftsverkehr in Zukunft entwickeln? Wie können die Ergebnisse dieser Arbeit heute und in der Zukunft eCommerce noch sicherer und erfolgreicher machen? Und was bleibt noch zu tun? Diese Arbeit enthält ein ausführliches Literaturverzeichnis, ein Glossar und ein Abkürzungsverzeichnis. Im Anhang befindet sich eine Übersicht über die Einträge eines X.509v3 Zertifikats, sowie Beispiele für Zertifikate einer „Test-PKI“1 , die in Rahmen dieser Arbeit aufgebaut wurde.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 9
2. Problemstellung 11
3. Schichten-Modelle und Sicherheit 15
3.1 Schichten-Modelle nach OSI und TCP/IP 15
3.1.1 OSI-Referenzmodell 15
3.1.2 Modell des Internets 16
3.1.3 Kurzbeschreibung ausgewählter Protokolle 18
3.1.3.1 Applikationsschicht (OSI-Schichten 5-7) 18
3.1.3.2 Transportschicht (OSI-Schicht 4) 21
3.1.3.3 Netzwerkschicht (OSI-Schicht 3) 22
3.1.3.4 Netzzugangsschicht (OSI-Schichten 1-2) 23
3.2 Besonderheiten beim Einsatz kryptographischer Verfahren in den verschiedenen OSI-Schichten 24
4. Grundkonzepte der IT-Sicherheit 29
4.1 Sicherheitsdienste 29
4.2 Angriffe 31
4.2.1 Aktive Angriffe 31
4.2.1.1 Datenmanipulation 31
4.2.1.2 Replay-Angriffe 31
4.2.1.3 Denial-of-Service-Angriffe 32
4.2.1.4 Man-in-the-Middle-Angriffe 32
4.2.2 Passive Angriffe 33
4.2.2.1 Das passive Mitlesen von Daten 33
4.2.2.2 Verkehrsflußanalyse 33
4.2.3 Weitere Angriffe 33
4.2.3.1 Zufällige Informationsaufdeckung bzw. -veränderung 33
4.2.3.2 Angriffe von Insidern 33
4.3 Grundlagen der Kryptographie 35
4.3.1 Warum Kryptographie? 35
4.3.2 Kryptographische Verfahren 37
4.3.2.1 Symmetrische Kryptoverfahren (Secret-Key-Verfahren) 37
4.3.2.2 Asymmetrische Kryptoverfahren (Public-Key-Verfahren) 43
4.3.3 Hybride Verschlüsselungsverfahren 51
4.3.4 Weitere Verfahren 54
4.3.4.1 Verfahren zur Erzeugung von Zufallszahlen 54
4.3.4.2 Schlüsselgenerierung 55
4.3.4.3 Hash-Verfahren 55
4.3.5 Ausblick 57
4.4 Grundlagen der sicheren E-Mail-Kommunikation 58
4.4.1 Warum E-Mail-Sicherheit? 58
4.4.2 Sicherheitsdienste 58
4.4.3 Modell der E-Mail Sicherheit 59
4.4.4 Technischer Aufbau 60
4.4.5 Protokolle für E-Mail Sicherheit 60
4.4.5.1 S/MIME 60
4.4.5.2 PGP und OpenPGP 65
4.5 Grundlagen der sicheren Client-Server-Kommunikation 66
4.5.1 Warum sichere Client-Server-Kommunikation? 66
4.5.2 Sicherheitsdienste 66
4.5.3 Modell der sicheren Client-Server-Kommunikation 67
4.5.4 Technischer Aufbau 67
4.5.5 Protokolle für die sichere Client-Server-Kommunikation 68
4.5.5.1 Transport Layer Security (TLS) 68
4.5.5.2 Secure Socket Layer (SSL) 72
4.6 Grundlagen der Virtuellen Privaten Netzwerke (VPN) 73
4.6.1 Warum sichere VPN? 73
4.6.1.1 VPN-Klassifikation 73
4.6.2 Sicherheitsdienste 74
4.6.3 Modell eines VPNs 75
4.6.4 Technischer Aufbau 75
4.6.5 VPN-Protokolle 76
4.6.5.1 IP Security Protocol (IPSec) 76
4.6.5.2 Layer 2-VPN-Protokolle 82
4.7 Grundlagen der Public Key Infrastrukturen (PKI) 84
4.7.1 Warum PKI? 84
4.7.2 Definition und Komponenten einer PKI 85
4.7.3 Objekte einer PKI 86
4.7.4 PKI-Dienste 86
4.7.5 PKI-Protokolle 88
4.7.6 Zertifikat 89
4.7.6.1 Struktur eines Zertifikats 89
4.7.6.2 Lebenszyklus eines Zertifikats 90
4.7.6.3 Zertifizierungspfad 92
4.7.7 Vertrauensmodelle einer PKI 94
4.7.7.1 Web of Trust Architektur (User-Centric-Trust Model) 94
4.7.7.2 Hierarchische CA-Architektur (Hierarchy Model) 95
4.7.7.3 Verteilte CA-Architektur (Peer-to-Peer Model) 96
4.7.7.4 Brücken CA-Architektur (Bridge Model) 97
4.7.8 Certificate Policy und Certification Practice Statement 98
4.7.9 Sicherer PKI-Betrieb 98
4.8 Technische Komponenten 99
4.8.1 Firewall 99
4.8.2 Router 99
4.8.3 Smart Cards 100
5. Allgemeines IT-Kommunikationsmodell einer Organisation 101
5.1 Kommunikationsbedürfnisse einer Organisation 101
5.2 Allgemeines IT-Kommunikationsmodell 106
5.2.1 Kommunikation mit Geschäftspartnern (B2B) 107
5.2.2 Kommunikation mit Kunden (B2C) 108
5.2.3 Kommunikation mit staatlichen Stellen (B2A) 109
5.2.4 Organisationsinterne Kommunikation (Intern) 110
5.2.5 Bewertung der Kommunikationsformen und -wege einer Organisation 111
5.3 Bewertung von Sicherheitsprotokollen der wichtigsten Kommunikationswege 112
6. Methodik zum Entwurf einer PKI-gestützten IT-Sicherheitsinfrastruktur 117
6.1 Bestimmung der Sicherheitsdienste 118
6.2 Bestimmung der abzusichernden Anwendungen 120
6.3 Identifizierung der Rahmenbedingungen 121
6.4 Entwurf der technischen Grundarchitektur 123
6.5 Entwurf der PKI-Grundarchitektur 124
6.6 Praktische Umsetzung 125
6.7 Operativer Betrieb 126
7. Entwurf von PKI-gestützten IT-Sicherheitsinfrastrukturen 127
7.1 Szenario 1: E-Mail Sicherheit 128
7.1.1 Beschreibung des Szenarios 128
7.1.2 Sicherheitsdienste im Szenario 128
7.1.3 Rahmenbedingungen und Vorgaben im Szenario 129
7.1.4 Technische Grundarchitektur 130
7.1.5 Grundarchitektur der PKI 132
7.1.6 Varianten der Grundarchitektur 135
7.1.6.1 Einstufige PKI-Architektur 135
7.1.6.2 PKI: „Make or Buy“? 135
7.1.6.3 Mehrere Registrierungsstellen 136
7.1.6.4 Software-PSE oder Hardware-PSE? 136
7.1.6.5 Einführung verschiedener Sicherheitslevel 136
7.1.6.6 Key Recovery / Message Recovery 137
7.1.6.7 Art der Schlüsselgenerierung 137
7.1.6.8 Teilnehmerkreis auf Externe erweitern 137
7.1.6.9 Einsatz von PGP 138
7.1.6.10 Flexibilität bei Algorithmen 138
7.1.6.11 Nutzung der Sicherungskomponente 138
7.1.7 Weitere praxisnahe Aspekte 141
7.1.8 Abschließende Bewertung 142
7.2 Szenario 2: Sichere Client-Server-Kommunikation 143
7.2.1 Beschreibung des Szenarios 143
7.2.2 Sicherheitsdienste im Szenario 143
7.2.3 Rahmenbedingungen und Vorgaben im Szenario 144
7.2.4 Technische Grundarchitektur 145
7.2.5 Grundarchitektur der PKI 147
7.2.6 Varianten der Grundstruktur 151
7.2.6.1 Einstufige PKI-Architektur 151
7.2.6.2 Nur einseitige Authentisierung durch Server? 152
7.2.6.3 Nutzung „fremder“ Schlüssel für Client Authentisierung? 152
7.2.6.4 Flexibilität bei Algorithmen 152
7.2.7 Weitere praxisnahe Aspekte 153
7.2.8 Abschließende Bewertung 153
7.3 Szenario 3: Sichere Netzwerkanbindung 154
7.3.1 Beschreibung des Szenarios 154
7.3.2 Sicherheitsdienste im Szenario 154
7.3.3 Rahmerbedingungen und Vorgaben im Szenario 155
7.3.4 Technische Grundarchitektur 156
7.3.5 Grundarchitektur der PKI 158
7.3.6 Varianten der Grundarchitektur 161
7.3.6.1 Zertifizierung von VPN-Hosts 161
7.3.6.2 Teilnehmerkreis auf Externe erweitern 161
7.3.6.3 Flexibilität bei Algorithmen 161
7.3.6.4 Andere Authentisierungsmethoden 162
7.3.6.5 Sicherstellung von „Quality of Service“ (QoS) 162
7.3.7 Weitere praxisnahe Aspekte 162
7.3.8 Abschließende Bewertung 163
7.4 Szenario 4: Multiapplikation 164
7.4.1 Beschreibung des Szenarios 164
7.4.2 Sicherheitsdienste im Szenario 165
7.4.3 Technische Grundarchitektur 166
7.4.4 Grundarchitektur der PKI 168
7.4.5 Varianten der Grundarchitektur 171
7.4.5.1 Zusammenlegen von Cas 171
7.4.5.2 Alle Schlüssel auf einer Karte? 172
7.4.6 Abschließende Bewertung 172
7.5 Aufbau und Betrieb der PCA 173
8. Fazit 175
9. Literatur 179
10. Glossar 189
11. Abkürzungen 193
12. Anhang 197
12.1 Anhang A: Zertifikatsformat X.509v3 197
12.2 Anhang B: Zertifikate der Test-PKI 201
12.2.1 Wurzel-Zertifikat der PCA 202
12.2.2 CA-Zertifikat der CA-Mitarbeiter 204
12.2.3 CA-Zertifikat der CA-Geräte 206
12.2.4 Mitarbeiter-Verschlüsselungszertifikat 208
12.2.5 Mitarbeiter-Signaturzertifikat 210
12.2.6 Server-Zertifikat 212
12.2.7 VPN-Gateway-Zertifikat 214
13. Index 217

Automatisiert erstellter Textauszug:

Firewalls bieten keinen Schutz vor internen Angriffen gegen Ressources des internen Netzes. Für die Organisationskommunikation werden in Zukunft "Personal Firewalls" eine wichtige Rolle spielen: Mobile Workers, die mit ihrem Laptop über das Internet auf das Organisationsnetzwerk zugreifen können während dieser Verbindung Angriffen aus dem Internet ausgesetzt sein. Eine Personal Firewall, die auf dem einzelnen Laptop betrieben wird, kann hier die lokalen Angriffe gegen den Laptop abwehren, die letztendlich zu Angriffen gegen das interne Netz führen könnten. Beim Entwurf von Konzepten für verschlüsselte IT-Kommunikation müssen FirewallKonzepte mitberücksichtigt werden, da sonst ggf. das Problem besteht, verschlüsselte Daten durch eine Firewall prüfen zu lassen. Einige Firewall Produkte verfügen über eine integrierte VPN-Lösung, was beide Konzepte (Firewall- und Verschlüsselungskonzept) geeignet miteinander kombiniert (die Firewall kann den Datenstrom lokal entschlüsseln und prüfen). Hier gibt es allerdings noch viele offene Fragen (z.B. Schlüsselmanagement). [...]

Unter einer Firewall versteht man die Netzwerk-Komponenten, über die ein internes, privates Unternehmensnetzwerk an ein externes, öffentliches Datennetz wie das Internet angekoppelt ist, um berechtigte Zugriffe von außen auf das interne Netzwerk zu erlauben und unberechtigte Zugriffe zu unterbinden ([Che94]). Die Firewalls stellen i.d.R. die einzigen Zugänge vom gesicherten zum ungesicherten Netzwerk dar (d.h. weitere externe Zugänge wie z.B. ein Modemzugang sind verboten). Ein Firewall-System kann sowohl auf Netzwerkschicht (als Paketfilter) als auch auf Applikationsschicht (als Application Gateway) eingesetzt werden. Firewall-Systeme auf Applikationsschicht stellen teilweise Mechanismen bereit, das eine Nutzerauthentisierung gegenüber dem Firewall-System ermöglicht (z.B. durch gemeinsamen geheimen Schlüssel). Die Aufgaben der Firewalls sind u.a.: • Zugriffskontrolle: Einen möglichst ungestörten Zugriff der Benutzer des privaten Netzwerks auf das öffentliche Netzwerk ist zu ermöglichen, und gleichzeitig ist das eigene Datennetz vor unerlaubten externen Zugriffen bzw. Angriffen zu schützen. Auffällige Ereignisse erkennen und dem Systemadministrator aufmerksam machen ("Intrusion Detection"). [...]

Mit Hilfe von Public Key Infrastrukturen können leistungsfähige Sicherheitsdienste in Organisationen realisiert werden. Allerdings ist das durch die Einrichtung einer PKI nicht automatisch so, denn die PKI muß selber sicher betrieben werden, damit sie sich das Vertrauen der Teilnehmer verdient. Bevor eine PKI eingerichtet werden kann, müssen geeignete Konzepte für den Aufbau und für den Betrieb der PKI entwickelt werden (z.B. CP, CPS und Sicherheitskonzept). Diese Konzepte müssen schließlich auch umgesetzt und in der Praxis durchgesetzt werden. Ein Beispiel dafür, was passieren kann, wenn eine PKI Schwächen in der Umsetzung ihrer Konzepte aufweist, zeigt folgender Fall ([Wil01]): Einer unberechtigten Person ist es im Januar 2001 gelungen, im Namen der Fa. Microsoft, von der Fa. Verisign, einem CADienstleister aus USA, zwei Zertifikate zu beantragen und auch zu erhalten. Diese Zertifikate erlauben es dieser Person, ausführbaren Code (z.B. JAVA-Applets) im Namen von Microsoft zu signieren ("Code-Signing Certificates"). Die unberechtigte Person war nun in der Lage, Microsoft-Kunden im Namen von Microsoft eigene Software unterzuschieben und somit das Sicherheitskonzept von Microsoft zu unterlaufen. Verisign hat als CA-Dienstleister seine Pflichten bei der Registrierung unzureichend erfüllt. Verisign hatte zwar nach Bekanntwerden des Vorfalls die beiden Zertifikate sofort gesperrt, doch waren die Microsoft-Produkte offentsichtlich nicht in der Lage, Sperrlisten zu lesen und auszuwerten. Dieser Fall zeigt deutlich, daß eine PKI sehr gut geplant und regelmäßig überwacht werden muß. [...]

Arbeit zitieren:
Stark, Shubhangi April 2001: Sichere IT-Kommunikation über unsichere Netze, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
IPSec, Public-Key-Infrastruktur /PKI, S/MIME, TLS/SSL, Unternehmenssicherheit

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren