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Shopping on the Semantic Web

Entwicklung eines E-Commerce Szenarios basierend auf Semantic Web Technologien

Shopping on the Semantic Web
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Anne Müller
  • Abgabedatum: August 2003
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 799,8 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8017-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8017-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8017-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Müller, Anne August 2003: Shopping on the Semantic Web, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wirtschaftsinformatik, RDF, Ontologien, XML, semantische Web Services

Diplomarbeit von Anne Müller

Zusammenfassung:

Diese Diplomarbeit befasst sich mit dem Thema „Semantic Web“. Unter diesem Schlagwort werden seit jüngerer Vergangenheit eine Vielzahl von Konzepten und Technologien diskutiert, welche sich gemeinsam unter der Idee subsumieren lassen, die im Internet verfügbaren Informationen mit semantischen Auszeichnungen zu versehen. Als Folge wird von zahlreichen Autoren die Möglichkeit eines tief greifenden Wandels in der derzeitigen Informationsverarbeitung und -bereitstellung im Internet propagiert. In dieser Arbeit wird das Thema aus Sicht der Betriebswirtschaftslehre und der Wirtschaftsinformatik bearbeitet. Leitend für die vorliegende Arbeit ist die Frage, wie ein solcher Wandel konkret aussehen kann und welche Implikationen sich daraus für wirtschaftliche Abläufe im Internet ergeben können.

Die Antwort wird in Form eines in dieser Arbeit entwickelten Einssatzszenarios aus dem Bereich E-Commerce gegeben. Am Beispiel des Kaufs einer Reise im Internet wird gezeigt, wie die Vision des Semantic Web unter Zusammenspiel der Semantic Web Technologien realisiert werden kann. Für das Szenario wird dabei von unterschiedlichen real existierenden und virtuellen Akteuren ausgegangen, welche an unterschiedlichen Stellen innerhalb des Szenarios bestimmte Funktionen einnehmen und Daten untereinander austauschen. Das Szenario ist vereinfachend in wenige Phasen eingeteilt, welche dem Suchen einer Reise, dem Reservieren der gefundenen Reise, deren Buchung und der anschließenden Bezahlung per Kreditkarte entsprechen.

Die Konzeption dieses Einsatzszenarios basiert auf unterschiedlichen Technologien und technischen Modellen, welche zuvor in dieser Arbeit vorgestellt und im Kontext des Semantic Web diskutiert werden. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die Konzepte URI, XML, RDF sowie die Technik der Ontologien und die Konzepte Logic, Proof und Trust. Ferner werden Softwareagenten und semantische Web Services als die im Semantic Web eingesetzten Softwareanwendungen vorgestellt.

Insgesamt wird in dieser Arbeit das Semantic Web als Vision dargestellt, zu deren tatsächlichen Realisierung es noch der Klärung zahlreicher offener Fragen bedarf. Das entwickelte Szenario soll zur Klärung dieser Fragen jedoch nicht beitragen, sondern lediglich aufzeigen, wie sich der derzeitige Forschungsstand unter Zuhilfenahme notwendiger Annahmen in einem pragmatischen Modell zusammenfassen lässt.

Inhaltsverzeichnis:

Abstract 1
Inhaltsverzeichnis 2
Abkürzungsverzeichnis 1
Abbildungsverzeichnis 2
Quellcodeverzeichnis 3
1. Einleitung 1
1.1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 1
1.2 Das Semantic Web 3
2. Das WWW und die Vision des Semantic Web 6
2.1 Das Problem fehlender Semantik im WWW 6
2.2 Ziel und Potentiale des Semantic Web 9
3. Die Technologien des Semantic Web 13
3.1 Das Schichtenmodell des Semantic Web 13
3.1.1 Das Schichtenmodell im Überblick 14
3.1.2 Uniform Resource Identifier - globale Interoperabilität 16
3.1.3 Extensible Markup Language - syntaktische Interoperabilität 18
3.1.4 Resource Description Framework - semantische Interoperabilität 22
3.1.5 Ontologien - ontologische Interoperabilität 26
3.1.6 Logic - logische Interoperabilität 31
3.1.7 Proof und Trust - Vertrauens Interoperabilität 34
3.2 Agenten und semantische Web Services im Semantic Web 39
3.2.1 Softwareagenten mit semantischer Informationsbasis 39
3.2.2 Semantische Web Services 43
4. Reiseszenario im Überblick 47
4.1 Übersicht über die Akteure 47
4.2 Reisender und persönlicher Agent 49
4.3 Reiseportal und Reiseservice Agent 53
4.4 Hotel und Hotelservice 56
4.5 Fluggesellschaft und Fluggesellschaftsservice 58
4.6 Kreditkartenunternehmen und Kreditkartenservice 60
5. Reiseszenario im Detail 63
5.1 Phasendefinition und allgemeine Anmerkungen 63
5.2 Suche nach Reisebestandteilen 66
5.2.1 Konkretisierung relevanter Reiseinformationen 67
5.2.2 Lokalisierung relevanter Services und Agenten 68
5.2.3 Evaluation der angebotenen Services 71
5.2.4 Präsentation der Ergebnisse 73
5.3 Reservierung der Reisebestandteile 75
5.3.1 Konkretisierung relevanter Reservierungsinformationen 76
5.3.2 Reservierung der gewünschten Reisebestandteile 77
5.3.3 Lokalisierung und Evaluation der Zahlungsmöglichkeiten 79
5.3.4 Präsentation der Zahlungsmöglichkeiten 82
5.4 Buchung und Bezahlung der Reisebestandteile 83
5.4.1 Erteilung des Buchungsauftrags 84
5.4.2 Endgültige Buchung der Reisebestandteile 86
5.4.3 Bezahlung der gebuchten Reisebestandteile 88
5.4.4 Präsentation der Buchung 89
5.5 Ergänzung der Gesamtdienstleistung 90
5.5.1 Suche nach zusätzlichen Informationen und Nachkaufbetreuung 91
5.5.2 Aktualisierung der Informationen des persönlichen Agenten 93
5.5.3 Verwertung der Kontaktinformationen auf Anbieterseite 95
6. Fazit 97
Literaturverzeichnis 99
Eidesstattliche Erklärung 1

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ein Softwareagent soll im Semantic Web als „Vertreter“ des menschlichen Akteurs aufgefasst werden. Demzufolge verfügt der Agent auch über Eigenschaften, welche über die der momentan eingesetzten Softwareanwendungen des WWW hinausgehen.108 Die Bezeichnung „Agent“ bezieht sich folglich auf die Fähigkeiten, die dieser Softwareanwendung zugeordnet werden, und nicht auf die konkrete Benennung einer spezifischen Softwarearchitektur. Diese Fähigkeiten sind zum Beispiel:109 • hoher Grad an Kommunikationsfähigkeit Ein Agent ist in der Lage, mit allen anderen Softwareanwendungen im Semantic Web Informationen auszutauschen. • relative Autonomie Ein Agent führt ihm gestellte Aufgaben ohne permanente Kontrolle durch den Anwender aus. • • • hoher Grad an Selbstkontrolle Ein Agent kontrolliert seine eigene Aktivität ausgeprägte Adaptivität Ein Agent hat die Fähigkeit auf Veränderungen zu reagieren. Proaktivität110 Ein Agent führt Aufgaben auch ohne direkten Auftrag durch. Agenten sind also selbständig, automatisch und kontextsensitiv agierende Softwareanwendungen, die in der Lage sind, im Semantic Web abgesteckte Aufgaben zu erledigen.111 Wie die Agenten mit den geschilderten Fähigkeiten im Detail im Semantic Web agieren, wird im Szenario, also in den Kapiteln 4 und 5 vorgestellt. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass Agenten mit den beschriebenen Fähigkeiten über gemeinsame Grundfunktionen wie die Gewinnung, die Analyse, die Manipulation sowie die Integration von Informationen verfügen. Sie verwenden die semantisch ausgezeichneten Informationen des Semantic Web für die universelle Kommunikation mit anderen Agenten. [...]

3.2.1. Softwareagenten mit semantischer Informationsbasis Softwareagenten können einfache Subroutinen sein, in der Regel sind es aber Zusammenfassungen mehrerer Subroutinen zu größeren Einheiten. Diese Einheiten werden von einer zentralen Stelle konstant kontrolliert.106 Im Semantic Web soll es möglich sein, dass solche Softwareagenten autonom Tätigkeiten ausführen. Das heißt, dass diese Softwareagenten Informationen manipulieren, ohne dass dieser Vorgang vom Anwender permanent kontrolliert wird. In dieser Arbeit wird vereinfachend angenommen, dass ein Agent eine Softwareanwendung mit besonderen Merkmalen ist. Die besonderen Eigenschaften eines Agenten gehen bereits aus der für diese Arbeit gewählten Definition von Agenten hervor: Agenten sind Programme, die mit anderen Programmen interagieren, um Informationen auszutauschen und durch die Kommunikation Probleme lösen, die sie alleine nicht lösen können.107 Auch wenn in der Literatur verschiedene Definitionen und divergierende Auffassungen über die Beschaffenheit und die Fähigkeiten von Softwareagenten zu finden sind, wird diesem Abschnitt 3.2.1. die vorangegangene Definition zugrunde gelegt, ohne die verschiedenen Ansätze zu diskutieren. Dieser Abschnitt verfolgt nicht das Ziel, die in der Literatur existierenden Auffassungen darzulegen, sondern erläutert, dass „Agenten“ für das Szenario im Semantic Web ausgewählt wurden, weil sie als eine Art von Softwareanwendung verstanden werden können, welche die Infrastruktur „Semantic Web“ nutzen. [...]

Wie die Überprüfung im Semantic Web im Detail aussehen wird, ist zur Zeit nicht festgelegt. Im Folgenden werden hierfür vier mögliche Ansätze vorgestellt. Der erste Ansatz wird vom W3C verfolgt. Für die Prüfung der Informationsquelle wird vorgeschlagen, in RDF modellierte Aussagen digital zu signieren. Als Alternative zur Signatur soll der Fundort Aufschluss über den Urheber geben. Als Ansatz für die Überprüfung der Vertrauenswürdigkeit einer Information wird vom W3C das „Web of Trust“ vorgeschlagen. Im „Web of Trust“ stellt der Anwender einer Softwareanwendung eine detaillierte Liste von Informationsquellen zur Verfügung, denen er vertraut. In dieser Liste könnte zum Beispiel in Form einer URI stehen: „Das Reisebüro in meiner Straße.“ Da diese expliziten Vertrau102 103 [...]

Arbeit zitieren:
Müller, Anne August 2003: Shopping on the Semantic Web, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wirtschaftsinformatik, RDF, Ontologien, XML, semantische Web Services

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