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Shareholder Value und Stakeholder-Ansatz

Shareholder Value und Stakeholder-Ansatz
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ralf Schelletter
  • Abgabedatum: September 1998
  • Umfang: 58 Seiten
  • Dateigröße: 3,4 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1524-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1524-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1524-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schelletter, Ralf September 1998: Shareholder Value und Stakeholder-Ansatz, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Anspruchsgruppen, Aktionäre, Corporate Governance, Unternehmenswert, Managementkonzept

Diplomarbeit von Ralf Schelletter

Einleitung:

Managementkonzepte unterliegen in neuerer Zeit nahezu exponentiellen Halbwertszeiten. Nur wenige Konzepte sorgen für wirklich neue Anregungen. Das Shareholder Value Konzept wird derzeit kontrovers diskutiert. Zwischen "Ei des Kolumbus" und "Wiederauferstehung des Frühkapitalismus" werden vielschichtige Meinungen verbreitet. Dabei sind Abneigung und Interesse am Shareholder Value durch oberflächliche Betrachtung oft größer, als das Verständnis seiner theoretischen Grundlagen. Verwandt, aber weniger präsent, ist der Stakeholder-Ansatz.

Der Shareholder-Value-Ansatz steht vor allem für eine spezielle Auffassung der Performancemessung von Investitionen oder Unternehmensteilen. Anhand unterschiedlicher Verfahren (u.a. A. Rappaport) werden mögliche Auswirkungen auf die Unternehmensführung betrachtet und prinzipielle Probleme beleuchtet.

Eine auf den ersten Blick vollständig gegensätzliche Ideologie repräsentiert der Stakeholder-Ansatz. Er betrachtet die mit einem Unternehmen in Beziehung stehenden Personengruppen und soll durch ihre Einbindung in die Zielbildung das langfristige Überleben des Unternehmens sichern. Das Verständnis unternehmerischer Zielbildung wird untersucht, um auch hier mögliche Schwierigkeiten aufzeigen.

Im Rahmen dieser Arbeit gilt es herauszufinden, ob diese Ansätze zu tatsächlichen Neuerungen führen und wo die Gründe für ihre ausgesprochen unterschiedlichen Beurteilungen sowie den schlechten sozialen Ruf des Shareholder Value liegen. In der näheren Betrachtung zeigen sich Gemeinsamkeiten bei den Modellen, die für eine optimale unternehmenspolitische Ausrichtung auf eventuelle Vereinbarkeit untersucht werden.

In der Zielausrichtung der Konzepte ergeben sich Divergenzen, die auf Ansätze für eine Zusammenführung einzelner Elemente zu analysieren sind und in einem kombinierten Modell münden. Rechtliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Einfluß-Faktoren werden erläutert und die ökonomischen Kosten der Modelle ermittelt. Umsetzbarkeit und tatsächliche Anwendung werden besprochen und Anregungen zur Ermittlung der optimalen Unternehmensausrichtung sowie Zukunftsaussichten werden gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Symbolverzeichnis IV
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Vorgehensweise 2
2. Shareholder Value 3
2.1 Begriff und Abgrenzung 3
2.2 Shareholder Value als Methode wertorientierter Unternehmensplanung 4
2.2.1 Problematik bisheriger Unternehmenswertermittlung 4
2.2.2 Ermittlung des Shareholder Value nach Rappaport 5
2.2.3 Konsequenzen für die Unternehmensführung 7
2.2.4 Vergleich mit weiteren Konzepten 9
2.3 Kritik 10
3. Stakeholder-Ansatz 12
3.1 Begriff 12
3.2 Betrachtung und Abgrenzung der Anspruchsgruppen 13
3.3 Konzept 14
3.4 Kritik 16
4. Vergleichende Betrachtung von Shareholder-Value-Konzept und Stakeholder-Ansatz 17
4.1 Bedeutung beider Konzepte für Unternehmensziele 17
4.1.1 Zielschärfe des Shareholder-Value-Konzeptes 17
4.1.2 Zielsysteme von Unternehmen 18
4.1.3 Konkurrenz von Shareholder Value und Stakeholder Ansatz 20
4.2 Auswirkungen unterschiedlicher Rahmenbedingungen 22
4.2.1 Rechtssystem 22
4.2.2 Marktsystem 24
4.2.3 Historische Vorgaben und gesellschaftliches Verständnis 27
4.3 Ökonomische Kosten der Konzeptionen 28
4.4 Praktikabilität der Konzepte 30
4.5 Tatsächliche Anwendung 32
5. Schlußbetrachtung 36
6. Anhang 38
6.1 Beispielberechnung des Shareholder Value nach Rappaport 38
6.2 Langfristrendite unterschiedlicher Shareholder-Value-Ausrichtung 40
6.3 Rangliste von Wertorientierung und Gesamtaktienrendite 40
6.4 Implementierungstiefe des Shareholder Value aus Investorensicht 41
6.5 Qualität von Informationsinstrumenten aus Investorensicht 41
7. Literaturverzeichnis 42

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die bisherige Untersuchung hat gezeigt, daß Shareholder-Value-Konzept und Stakeholder-Ansatz einige Unterschiede aufweisen. Da die unternehmerische Zielsetzung beider Konzepte fundamentale Kritik auslöst, soll hier das Zielsystem einer Unternehmung betrachtet werden. Vorstufe ist die strategische Unternehmensführung. Sie verbindet die langfristige Sicht der Zielauswahl mit der kurz- und mittelfristigen von Durchführung und Kontrolle. Visionen werden entwickelt, wie der Standpunkt des Unternehmens in der Zukunft aussehen soll. Sie werden zu Unternehmensleitlinien ausformuliert. Neben ihrer strategischen Bedeutung liefern sie auch den Grundgedanken für eine Unternehmenskultur. Greifbar und durchführbar werden sie jedoch erst nach ihrer Überführung in ein konkretisierendes Zielsystem.80 Dabei ist die Zielfestlegung nicht völlig autark, sondern muß auf Umwelteinflüsse reagieren und beeinflußt diese wiederum. Im Rahmen dieser Beziehungen versuchen einzelne Anspruchsgruppen aktiv in die Zielbildung einzugreifen. Dadurch kann sich eine Vielzahl von Zielen ergeben, so daß die oberste Zielsetzung möglichst allgemein und allumfassend gehalten werden sollte, um zumindest einen Grundkonsens zu gewährleisten. Trotzdem sollte sie aussagekräftig genug sein, um konkretes Handeln im Unternehmen zu ermöglichen. [...]

strukturierungen, die bei der Implementierung des Shareholder Value auftreten, direkt verantwortlich gemacht und sozialer Zündstoff entsteht.78 Die Befürworter des Shareholder Value bestreiten allerdings die Existenz oder zumindest Verschärfung von Zielkonflikten. Die Maximierung des Shareholder Value soll Vorteile für alle Beteiligten bringen, da sich langfristig alle Unternehmensaktivitäten im Shareholder Value niederschlagen werden. Andere Ziele und Verantwortlichkeiten sind somit unnötig oder wurden ohnehin bereits als Nebenbedingung erfaßt. Andere Meinungen bezeichnen eben diese Argumentation als bequemes Alibi für modernes Raubrittertum geldorientierter Kapitalisten. Auch wenn nicht alle Wirkungen im einzelnen meßbar sind, so sollte man sich doch auch am Stakeholder orientieren.79 Im folgenden werden Konfliktpotentiale von Zielsystemen beschrieben, um mit ihrer Hilfe das optimale Gewicht jeder Anspruchsgruppe zu ermitteln. 4.1.2 Zielsysteme von Unternehmen [...]

Die Meinungen zum Shareholder-Value-Konzept als bestimmendes Element der Unternehmensführung divergieren stark in Wissenschaft und Praxis. Es wurde gezeigt, daß nicht die Wertorientierung zu den unterschiedlichen Einschätzungen führt. An dieser Stelle kommt die unternehmenspolitische Dimension des Shareholder Value zum Tragen. Die Stellung der Anteilseigner innerhalb der Beherrschungsstrukturen eines Unternehmens und die Orientierung an der Maximierung ihres Vermögens führt zu mehr oder minder starker Ausrichtung der Unternehmensziele an ihren Interessen. Dem Shareholder-Value-Konzept wird vielfach deshalb Zielmonismus vorgeworfen.77 Dabei scheinen die Soziale Verantwortung der Unternehmen und weitere bereits beschriebene Gründe, andere Bedürfnisse zu berücksichtigen, in den Hintergrund zu treten. Entlassungen und die Arbeitsmarktentwicklung stehen den bis vor Kurzem erlebten Höhenflügen der Aktienmärkte gegenüber. Für beide Beobachtungen werden die Um- [...]

Arbeit zitieren:
Schelletter, Ralf September 1998: Shareholder Value und Stakeholder-Ansatz, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Anspruchsgruppen, Aktionäre, Corporate Governance, Unternehmenswert, Managementkonzept

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