Shareholder Value und Praxis der Rechnungslegung
Benchmarkanalyse unter Einbeziehung der Jenoptik AG
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Kristin Teichmöller
- Abgabedatum: Oktober 1999
- Umfang: 204 Seiten
- Dateigröße: 22,2 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2715-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2715-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2715-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Teichmöller, Kristin Oktober 1999: Shareholder Value und Praxis der Rechnungslegung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Shareholder Value-Ansatz, Unternehmensbewertung, Praktische Rechnungslegung, Wertkommunikation, wertorientierte Unternehmensführung
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Diplomarbeit von Kristin Teichmöller
Einleitung:
Die als oberste Maxime in der Unternehmensführung deklarierte Shareholder Value - Idee findet seit geraumer Zeit an zahlreichen Stellen in der Literatur kontroverse Diskussionsgrundlagen. Dies mündet in einer Disputation zwischen Verfechtern von Althergebrachtem, die Shareholder Value banal als die rentierliche Verzinsung der Anlage über die Laufzeit beschreiben und seine Umsetzung im Unternehmensgeschehen als eine der marktwirtschaftlichen Ordnung gemäße Leitmaxime für die Unternehmenspolitik erkennen. Der als Kontra, als Absage an die soziale Verantwortung des Unternehmens, dargelegte Standpunkt impliziert die Abkehr vom interessenmonistischen zum interessenpluralistischen Unternehmensdenken.
Obwohl deutschen Unternehmen hypothetisch nachgesagt wird, sie präferieren die Aufrechterhaltung stärkerer Beziehungen zu allen Stakeholdern, sprechen sich andere für eine beobachtbar zunehmende Akzeptanz der Ausrichtung auf die finanzwirtschaftliche Sichtweise in der Unternehmensführungspraxis aus. Empirische Belege der Relevanz monistischer Einstellungen in deutschen Unternehmen liegen vor. Nicht zuletzt stellt Konkurrenz auf dem Kapitalmarkt zur Beschaffung der knappen Ressource Eigenkapital aktuelle und potentielle Anteilseigner in die Gunst des Managements. Sollten Unternehmen ihr Handeln stärker am Marktwert des Unternehmens und den Renditeforderungen der Kapitalgeber ausrichten, bedarf dies der vollständigen Umsetzung eines umfassenden Konzeptes, das die wertorientierte Unternehmensführung auf allen Ebenen erlaubt: Den normativen Anspruch des Shareholder Value zu operationalisieren versuchen verschiedene Shareholder Value - Ansätze, die die Implementierung eines individuellen Konzepts in das unternehmerische Handeln versuchen. Dies trägt die Marktwertorientierung in die deutsche Unternehmensführungspraxis.
Aus der Informationsvermittlung gegenüber externen Adressaten und insbesondere aus dem Bedürfnis der Anteilseigner, das Unternehmensmanagement zur Rechtfertigung über die Entwicklung des treuhänderisch anvertrauten Kapitals heranzuziehen, wird vermutet, dass praktizierte marktwertorientierte Führungskonzepte im Rahmen der externen Rechnungslegung publiziert werden. Untersuchungsbedarf besteht in der Einschätzung des tatsächlichen Umfangs der praktischen Relevanz unternehmerischen Handelns zugunsten der Shareholder. Kann die Relevanz des Shareholder Value-Gedankens in der praktischen Rechnungslegung festgestellt werden, so bleibt weiterhin unklar, wie die Publikation individueller Shareholder Value-Konzepte von Unternehmen ausgestaltet wird und auf welchem Wissensstand sich dabei die Praxis befindet. Für mögliche Mängel muss es notwendig sein, Verbesserungsstrukturen für praktische Anwendungen in der externen Rechnungslegung herzuleiten.
Dazu beginnt die Untersuchung mit der Erarbeitung grundlegender Prämissen zur Durchführung einer Erhebung und entwickelt ein Instrument, das partiell der Erhebung und Auswertung von Daten dient. Es folgt eine statistische Auswertung und abschließend eine Ergebnisdarstellung. Alsdann werden Ergebnisse der Erhebung unter theoretischer Hinterfragung kritisch gewürdigt, Probleme bei der Umsetzung des Shareholder Value-Gedankens vor dem Hintergrund der externen Rechnungslegung analysiert und induktiv Schwerpunkte für die Praxis in Empfehlungen zur Gestaltung von Shareholder Value-Konzepten gesetzt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Shareholder Value - eine Disposition zur Steuerung und Führung von Unternehmen | 1 |
| 1.1 | Aktuelle Diskussion um den Terminus Shareholder Value und seine Problematisierung für die praktische Rechnungslegung | 1 |
| 1.2 | Zur Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise der Arbeit | 3 |
| 2. | Zur Empirischen Erhebung der DAX 30 - Gesellschaften und der Jenoptik AG | 5 |
| 2.1 | Zielsetzung und methodische Vorgehensweise der empirischen Erhebung | 5 |
| 2.2 | Formelle und materielle Grundlagen der empirischen Erhebung | 5 |
| 2.2.1 | Festlegung von Prämissen zur empirischen Erhebung | 5 |
| 2.2.1.1 | Der Konzerngeschäftsbericht als Mittel der Selbstdarstellung zwischen Gesetz und freiwilligen Ausführungen | 5 |
| 2.2.1.2 | Auswahl der Gesellschaften und Anforderung ausgewählter Geschäftsberichte | 7 |
| 2.2.2 | Entwicklung eines Instruments zur empirischen Erhebung | 11 |
| 2.2.2.1 | Begründung des Instruments und Annahmen zu Grundkonzeptionen von Shareholder Value-Ansätzen | 11 |
| 2.2.2.2 | Theoretische Grundkonzeptionen von Shareholder Value-Ansätzen | 12 |
| 2.2.2.2.1 | Zum Shareholder Value-Ansatz nach Rappaport | 12 |
| 2.2.2.2.2 | Zum Shareholder Value-Ansatz nach McKinsey | 16 |
| 2.2.2.2.3 | Zum Shareholder Value-Ansatz nach Stern/Stewart | 18 |
| 2.2.2.2.4 | Zum Shareholder Value-Ansatz nach Lewis | 21 |
| 2.2.2.3 | Erarbeitung von Benchmarks und Methodik der Erhebung | 24 |
| 2.2.3 | Erläuterungen zum Umgang mit dem Erhebungs- und Auswertungsbogen und Ausblick auf die statistische Auswertung | 27 |
| 2.3 | Statistische Datenauswertung publizierter Shareholder Value – Konzepte | 29 |
| 2.3.1 | Betrachtung der Benchmarks Zielsetzung und Erfolgsgröße nach Wahrheitswerten und identifizierten Benchmarks | 29 |
| 2.3.2 | Betrachtung der Benchmarks Ermittlungsgröße und Werttreiber nach Wahrheitswerten | 32 |
| 2.3.3 | Zuordnung der Benchmarks Ermittlungsgröße und Werttreiber zu Erfolgsgröße und Zielsetzung | 33 |
| 2.3.4 | Zu Ausweisorten von Benchmarks | 36 |
| 2.4 | Ergebnisse zur Darstellung von Shareholder Value - Konzepten in Geschäftsberichten | 37 |
| 3. | Benchmarkanalyse wertorientierter Unternehmensführungskonzepte | 38 |
| 3.1 | Zielsetzung und methodische Vorgehensweise der Benchmarkanalyse | 38 |
| 3.2 | Analyse von Erhebungsergebnissen unter Betrachtung theoretischer Anspruchsgrundlagen | 38 |
| 3.2.1 | Würdigung jahresabschlussbasierter Konzepte als dominante Konzepte der Erhebung | 38 |
| 3.2.1.1 | Zur Publikation des Benchmarks Zielsetzung | 38 |
| 3.2.1.2 | Zur Publikation eines umfassenden Shareholder Value-Konzepts | 42 |
| 3.2.2 | Würdigung zukunftsorientierter Konzepte als rezessive Konzepte der Erhebung | 47 |
| 3.2.3 | Anforderungen an die Plazierung von Informationen in Geschäftsberichten | 49 |
| 3.3 | Analyse zur Umsetzung der Eigentümerorientierung in Deutschland vor dem Hintergrund der externen Berichterstattung | 51 |
| 3.3.1 | Ermittlungs- und Realisationsprobleme bei der Umsetzung des Shareholder Value-Gedankens | 51 |
| 3.3.1.1 | Zum Diskontierungsfaktor des WACC-Ansatz als zugrundeliegendem Faktor der Wertmessung | 51 |
| 3.3.1.2 | Modelltheoretische Informationseffizienz und Aktienkursverzerrungen auf dem Kapitalmarkt | 56 |
| 3.3.1.3 | Schließen der Unternehmenswertlücke durch Wertkommunikation | 58 |
| 3.3.2 | Shareholder Value-orientierte Zusatzinformationen vor dem Hintergrund der Internationalisierung der externen Rechnungslegung | 61 |
| 3.3.2.1 | Überblick über gesetzliche Anforderungen und Arten von Zusatzinformationen | 61 |
| 3.3.2.2 | Zur Kapitalflussrechnung nach internationalen Standards (IAS/ US-GAAP) | 63 |
| 3.3.2.3 | Zur Segmentberichterstattung als Geschäftsbereichsorientierung | 66 |
| 3.4 | Empfehlungen zur Gestaltung wertorientierter Unternehmensführungskonzepte bei der Publikation in Geschäftsberichten | 68 |
| 4. | Zusammenfassende Betrachtung zur Umsetzung des Shareholder Value-Gedankens bei der Publikation in Geschäftsberichten | 69 |
| Anhang: Erhebungs- und Auswertungsbogen – „Muster-Gesellschaft“ | XIII | |
| Anhang: Erhebungs- und Auswertungsbogen zur empirischen Erhebung der „DAX 30-Gesellschaften“ und der Jenoptik AG | XIV-1 | |
| Anhang: Auswertungsblätter zu den Erhebungs- und Auswertungsbögen | XV-1 | |
| Literaturverzeichnis | XVI | |
| Verzeichnis der Geschäftsberichte | XXIII |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832427153
Arbeit zitieren:
Teichmöller, Kristin Oktober 1999: Shareholder Value und Praxis der Rechnungslegung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Shareholder Value-Ansatz, Unternehmensbewertung, Praktische Rechnungslegung, Wertkommunikation, wertorientierte Unternehmensführung



