Service Level Agreements als Werkzeuge des Risikomanagements in Outsourcing-Beziehungen am Beispiel des Application Service Providing
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sascha Stürze
- Abgabedatum: September 2002
- Umfang: 144 Seiten
- Dateigröße: 843,9 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Technische Universität Dresden Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6001-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6001-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6001-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Stürze, Sascha September 2002: Service Level Agreements als Werkzeuge des Risikomanagements in Outsourcing-Beziehungen am Beispiel des Application Service Providing, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: SLA, ASP, Transaktionskosten, Monitoring, Change Management
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Diplomarbeit von Sascha Stürze
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der vorwiegend nutzerorientierten Analyse vertraglicher Dienstgütevereinbarungen (Service Level Agreements) und den dazu komplementären Service Level Management-Prozessen im Kontext der Risikosituation des IT-Outsourcing und insbesondere des Application Service Providing. Ausgehend von einer umfassenden Betrachtung der Nutzenpotentiale und Risiken des IT-Outsourcing sowie spezifischen Eigenschaften, Nutzenpotentialen und Risiken des Application Service Providing-Modells wird in einem zweiten Schritt eine Charakterisierung der Outsourcing-Entscheidung als Entscheidung unter Unsicherheit vorgenommen. Letztlich dient die Analyse relevanter theoretischer Entscheidungsmodelle – und dabei insbesondere der Transaktionskostentheorie sowie der Principal-Agent-Theorie – als dritte Säule, um einerseits die Notwendigkeit des Risikomanagements und andererseits Aussagen über die Bedeutung vertraglicher Institutionen sowie Handlungsempfehlungen zu deren Gestaltung abzuleiten.
Darauf aufbauend werden Service Level Agreements und Service Level Management in den Kontext des Risikomanagements von Outsourcing-Beziehungen eingeordnet. Es folgt eine eingehende Betrachtung des Aufbaus, der Gestaltung, der Erstellung, des Monitoring und des Reviews dieser speziellen vertraglichen Instrumente, wobei auf die aufgezeigten Risiken und ermittelten Handlungsempfehlungen Bezug genommen wird. Besondere Beachtung erfährt hierbei weiterhin der Soll/Ist-Abgleich hinsichtlich der im Rahmen der Outsourcing-Entscheidung gesetzten Ziele.
Abschließend werden die Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und weiterer Forschungsbedarf abgeleitet. Insbesondere wird dabei ein Vorschlag zur weiteren empirischen Fundierung der Thematik gemacht.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Motivation | 1 |
| 1.2 | Ziele und Forschungsfragen | 2 |
| 1.3 | Vorgehensweise und Gliederung | 3 |
| 2. | Vom IT-Outsourcing zum Application Service Providing | 6 |
| 2.1 | Outsourcing und IT-Outsourcing | 6 |
| 2.1.1 | Outsourcing-Begriff | 6 |
| 2.1.2 | Klassifikation von Outsourcing-Formen | 8 |
| 2.1.3 | Outsourcing in der Informationswirtschaft | 9 |
| 2.1.4 | Nutzenpotentiale des IT-Outsourcing | 11 |
| 2.1.5 | Risiken des IT-Outsourcing | 14 |
| 2.2 | Application Service Providing | 16 |
| 2.2.1 | ASP-Modell und Einordnung in die Outsourcing-Systematik | 16 |
| 2.2.1.1 | Definition und Abgrenzung | 16 |
| 2.2.1.2 | Kooperationen und Spezialisierungen im ASP-Geschäftsmodell | 21 |
| 2.2.1.3 | Kurze Betrachtung der Marktentwicklung | 22 |
| 2.2.2 | Spezifische Nutzenpotentiale des ASP-Modells | 23 |
| 2.2.3 | Spezifische Risiken des ASP-Modells | 24 |
| 3. | Risikomanagement in Outsourcing-Situationen | 27 |
| 3.1 | Outsourcing-Entscheidung und Outsourcing-Prozess | 27 |
| 3.1.1 | Entscheidung und Zielbildung unter Unsicherheit | 27 |
| 3.1.2 | Theoretische Entscheidungsmodelle | 29 |
| 3.1.2.1 | Reiner Produktionskostenansatz | 30 |
| 3.1.2.2 | Einbezug qualitativer Nutzenpotentiale | 31 |
| 3.1.2.3 | Transaktionskostenansatz | 31 |
| 3.1.2.4 | Principal-Agent-Ansatz | 34 |
| 3.2 | Modellrahmen des Risikomanagements | 35 |
| 3.3 | Methoden des Risikomanagements in Outsourcing-Situationen | 37 |
| 4. | Service Level Agreements und Service Level Management als Werkzeuge des Risikomanagements | 39 |
| 4.1 | Begriff und Abgrenzung der Service Level Agreements | 40 |
| 4.1.1 | Definition und Einordnung in das Vertragswerk | 40 |
| 4.1.2 | Nutzenpotentiale, Risiken und Einordnung in das RM-Modell | 42 |
| 4.2 | Aufbau und Kategorisierung von Service Level Agreements | 46 |
| 4.2.1 | SLA-Kategorien und Kennzahlen im ASP-Kontext | 46 |
| 4.2.1.1 | Netzwerk-SLA | 48 |
| 4.2.1.2 | System-/Hosting-SLA | 52 |
| 4.2.1.3 | Application-SLA, End-to-End-SLA und prozessorientierte SLA | 52 |
| 4.2.1.4 | User Support-/Helpdesk-SLA | 54 |
| 4.2.1.5 | Kennzahlensysteme/-bäume | 55 |
| 4.2.2 | Prinzipieller SLA-Aufbau | 58 |
| 4.2.2.1 | Leistungsbeschreibung und Hauptaktivitäten | 59 |
| 4.2.2.2 | Leistungsparameter und Leistungsgrenzen | 60 |
| 4.2.2.3 | Verantwortlichkeiten | 61 |
| 4.2.2.4 | Preisfestlegung und SLA-Klassen | 62 |
| 4.2.2.5 | Sanktionen und Maßnahmen bei Nicht-Erfüllung sowie Eskalationsmanagement | 63 |
| 4.2.2.6 | Weitere SLA-Elemente und Ausstiegsklauseln | 69 |
| 4.3 | SLA-Erstellungsprozess und Service Level Requirements | 70 |
| 4.4 | Monitoring der SLA-Elemente und Reporting | 74 |
| 4.4.1 | Monitoring- und Reporting-Grundlagen sowie Festlegungen in SLA | 74 |
| 4.4.2 | Technologische Unterstützung durch Software-Tools | 77 |
| 4.5 | Dynamisierung, SLA-Reviews und Neuverhandlung | 82 |
| 5. | Schlussbetrachtungen | 85 |
leitet werden. Des weiteren werden einerseits etablierte Kennzahlensysteme andererseits deren flexible Abbildbarkeit in Monitoring-Tools vom Autor als derzeitig wenig verbreitet eingestuft. Auch hier erscheinen weitere Forschungsleistungen angemessen. Dies gilt nicht zuletzt, da absehbar ist, dass auch dem Soll/Ist-Abgleich bezüglich der SLA – im Rahmen der allgemein zunehmenden Bestrebung zur Bewertung der IT-Leistungen – eine wachsende Bedeutung zukommt. Abschließend wird – von Seiten des Autors – eine umfassende empirische Validierung der hier erarbeiteten Erkenntnisse und Gestaltungsvorschläge als notwendig erachtet, die jedoch den Umfang dieser Arbeit überstiegen hätte. Hierzu wird eine spiegelbildliche Befragung unter ASP-Anbietern und ASP-Kunden vorgeschlagen, wobei die Anhänge M bzw. N hierzu exemplarische Interview-Leitfäden für die Kunden- sowie die Anbietersicht liefern. Die Themenkomplexe dieser Leitfäden sind am Aufbau und den Forschungsfragen dieser Arbeit orientiert und werden als sinnvolle Instrumente im Rahmen persönlicher Befragungen erachtet. Diese Form der empirischen Analyse eignet sich aus Sicht des Autors in besonderem Masse, um durch eine Betonung offener Fragestellungen der Erklärungsbedürftigkeit sowie der Komplexität und Individualität der SLA-Thematik gerecht zu werden. Eben diese Individualität der Regelungsbereiche in SLA begründet jedoch gleichsam die Notwendigkeit zur Anpassung der Fragestellungen und des Untersuchungsdesigns an branchen- bzw. unternehmensspezifische Risikosituationen. [...]
gestütztes Monitoring, zeitnahe Intranet-Repräsentationen der Reporting-Ergebnisse und aussagefähige Kennzahlensysteme die Möglichkeit zur aggregierten Überwachung selbst umfangreicher vertraglicher Regelungsbereiche. Letztlich sind möglichst vergleichbare SLA-Strukturen anzustreben, wobei jedoch gleichzeitig die Individualisierbarkeit des Leistungsumfanges, der Metriken und Sanktionen als essentiell angesehen wird. Hier liegt es vor allem in der Verantwortung der Anbieter, diese Individualisierung auf der Basis von SLA-Klassen oder frei kombinierbaren SLAKomponenten zu ermöglichen. Diese Aspekte der SLA-Gestaltung führen schließlich dazu, dass SLA sicherlich auch in Zukunft zu immer komplexeren Vertragswerken werden und ihre Implementierung zu einer immer komplexeren Aufgabe wird. Diese Erkenntnis dient als weitere Begründung, dass SLA erst in Verbindung mit ausgereiften Prozessschritten der Erstellung, des [...]
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, eine risikozentrierte Betrachtung des ITOutsourcing und insbesondere des ASP vorzunehmen. Des weiteren sollte untersucht werden, welche Bedeutung vertragliche Instrumente und insbesondere SLA im Rahmen des Managements identifizierter Risiken haben. Letztlich war zu analysieren, wie SLA und SLM effizient gestaltet sein müssen, um ihrer Rolle im Rahmen des RM gerecht zu werden. Es lässt sich zunächst feststellen, dass Outsourcing-Beziehungen einer Vielzahl von Risiken unterliegen, wobei spezifische Risiken im ASP-Kontext identifizierbar sind. Unsicherheitsbehaftete Entscheidungsprozesse bezüglich der Bewertung dieser Risiken gehen dabei den Geschäftsbeziehungen voraus, was ein systematisches RM notwendig macht. Gleichermaßen ist erarbeitet worden, dass SLA und SLM wesentliche Instrumente zur Adressierung immanenter Risiken darstellen. Dies gilt vor allem im Rahmen [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832460013
Arbeit zitieren:
Stürze, Sascha September 2002: Service Level Agreements als Werkzeuge des Risikomanagements in Outsourcing-Beziehungen am Beispiel des Application Service Providing, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
SLA, ASP, Transaktionskosten, Monitoring, Change Management



