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Senioren in der Hotel- und Gaststättenwirtschaft

Produkt- und Kommunikationspolitik

Senioren in der Hotel- und Gaststättenwirtschaft
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kerstin Matthiessen
  • Abgabedatum: August 2007
  • Umfang: 171 Seiten
  • Dateigröße: 3,8 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Westküste, Heide Deutschland
  • Originaltitel: Betrachtung der deutschen Seniorenzielgruppe 60plus aus Sicht der Hotel- und Gaststättenwirtschaft
  • Bibliografie: ca. 105
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0494-9
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Matthiessen, Kerstin August 2007: Senioren in der Hotel- und Gaststättenwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Tourismus, Zielgruppe, Alter, 60plus, Hotel

Diplomarbeit von Kerstin Matthiessen

Einleitung:

Der demographische Wandel in Deutschland führt nicht nur zu Bevölkerungsveränderungen in der Zukunft, sondern auch zu erheblichen Veränderungen der touristischen Märkte. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer ausgiebigen Analyse der gegenwärtigen und zukünftigen Voraussetzungen für den langfristigen Markterfolg. Für den Hotelmarkt als Teil des Tourismussektors wird die deutsche Zielgruppe 60plus infolge des demographischen Wandels mehr und mehr an Bedeutung gewinnen.

Um das Potential der Zielgruppe bestmöglichst zu erschließen, müssen dem Nachfragesegment 60plus speziell auf ihre Bedürfnisse und Anforderungen angepasste touristische Dienstleistungen und Produkte angeboten werden. Dabei muss beachtet werden, dass diese Zielgruppe nicht mehr durch klischee- besetzte Einstellungsmuster wie Gebrechlichkeit etc. gekennzeichnet ist. An Stelle dieser Charakteristik tritt zunehmend der aktive, interessierte und reisefreudige Senior . Diese Entwicklung ist begründet mit dem Generationenwandel, einhergehend mit veränderten Lebenseinstellungen und einem verbessertem Gesundheitszustand.

Für diese Arbeit ergeben sich insbesondere folgende Fragen:

- Welches touristische Potenzial bietet die Zielgruppe 60plus und wie wird sich dieses Nachfragesegment voraussichtlich in der Zukunft entwickeln?

- Welches Reiseverhalten weist die Zielgruppe 60plus auf?

- Wie kann die Hotel- und Gaststättenwirtschaft den durch die Zielgruppe 60plus gestellten Ansprüchen in Ihrer Produktpolitik gerecht werden?

- Was sollte der Hotelier in der Kommunikationspolitik zur bestmöglichen Zielgruppenansprache beachten und welche Instrumente eignen sich besonders um die Zielgruppe der Senioren zu erreichen?

- Ist der Hotelmarkt (Deutschland und Österreich) auf die Zielgruppe 60plus mit entsprechenden Angeboten eingestellt?

- Wie könnte ein Kriterienkatalog bezüglich 60plus Hotels aussehen, um den Ansprüchen der Zielgruppe 60plus gerecht zu werden?

Ziel dieser Arbeit ist es, die Nachfrage der Senioren in Bezug auf die Hotel- und Gaststättenwirtschaft näher zu analysieren und spezifizieren. Ferner gilt es, ein Marketingkonzept für die Hotel- und Gaststättenwirtschaft mit der schwerpunkt- mäßigen Betrachtung einer seniorenspezifischen Produkt- und Kommunikationspolitik aufzuzeigen und letztendlich mit Hilfe dieser Arbeit eine Beantwortung auf die sechs vorangestellten Fragen zu geben.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit gliedert sich in sechs Kapitel. Kapitel 1 stellt die einleitende Einführung und Problemstellung sowie den Aufbau der Arbeit dar.

Im Anschluss an diese Einleitung folgt in Kapitel 2 die Abgrenzung der Seniorenzielgruppe 60plus bezogen auf die gesamte Nachfrage.

Um einen guten Überblick über die derzeitige Nachfrage der 60-jährigen und älteren Deutschen und deren Nachfrageentwicklung zu erhalten, wird in Kapitel 3 die Situationsanalyse der Senioren vorgenommen. Diese ist nötig, um seniorengerechte Angebote erstellen zu können. Es werden zunächst demographische Strukturen aufgezeigt. Mit der darauffolgenden Betrachtung der sozioökonomischen und psychographischen Faktoren der Senioren wird der Zusammenhang zu dem veränderten Reiseverhalten der Senioren verdeutlicht und spezielle Reisegewohnheiten der Senioren analysiert.

Kapitel 4 stellt neben der vorangegangenen Darstellung der Nachfragerseite einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit dar. Es wird ein Überblick über die Hotel- und Gaststättenwirtschaft als Teil des touristischen Angebotes gegeben. Als mögliches Marketinginstrument werden die seniorenspezifische Produktpolitik sowie die Kommunikationspolitik ausführlich beschrieben.

Das 5. Kapitel zeigt Praxisbeispiele zur seniorenspezifischen Marketingpolitik verschiedener touristischer Unternehmen. Ziel dieser Untersuchung ist es zu veranschaulichen, welche touristischen Angebote Senioren derzeit offeriert werden und ob dabei genügend auf die Senioren eingegangen wird.

Den Abschluss der Arbeit bildet Kapitel 6. Neben der Erstellung eines Servicekriterienkataloges 60plus anhand einer eigens durchgeführten empirischen Erhebung und einer abschließenden Zusammenfassung, gibt es einen Ausblick in die Zukunft und zeigt mögliche seniorenspezifische Angebotsformen auf.

Inhaltsverzeichnis:

Gliederung 2
Abbildungsverzeichnis 5
Tabellenverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 8
1. Einleitung 9
1.1 Allgemeine Einführung und Problemstellung 9
1.2 Aufbau der Arbeit 11
2. Abgrenzung der Seniorenzielgruppe 60plus 12
2.1 Definitionen und Begriffsabgrenzung 12
2.2 Altersmäßige Dreiteilung der Senioren 14
3. Situationsanalyse der deutschen Seniorenzielgruppe 60plus 16
3.1 Demographie Deutschlands 16
3.1.1 Definition 16
3.1.2 Faktoren zur demographischen Entwicklung 16
3.1.2.1 Geburtenrate 17
3.1.2.2 Lebenserwartung 18
3.1.2.3 Migration 19
3.1.3 Bevölkerungsanzahl, Altersaufbau und Überalterung 20
3.2 Sozioökonomische Faktoren 23
3.2.1 Finanzielle Situation 23
3.2.1.1 Einkommensverhältnisse 23
3.2.1.2 Vermögenssituation 25
3.2.2 Familienstand und Haushaltsstruktur 28
3.2.3 Bildung 31
3.2.4 Konsumverhalten 33
3.2.5 Freizeitverhalten 34
3.3 Psychographische Faktoren 37
3.3.1 Wertewandel 37
3.3.2 Bedürfnisse
3.3.3 Charakteristika des Alterns 40
3.3.3.1 Altersbilder 40
3.3.3.2 Physische Veränderungen 41
3.3.3.3 Psychische Leistungsfähigkeit 44
3.4 Touristische Nachfrage 46
3.4.1 Urlaubsreiseintensität, Urlaubsreisende und Reisehäufigkeit 46
3.4.2 Reisesaison, Reiseausgaben und Reisedauer 50
3.4.3 Urlaubsmotive, Urlaubsreisearten und Urlaubsaktivitäten 51
3.4.4 Reiseziele, Verkehrsmittel und Unterkunftsform 53
3.4.5 Reiseorganisation und Reisebegleitung 55
3.4.6 Trends im Reiseverhalten zukünftiger Senioren 57
3.5 Zusammenfassende Darstellung 61
4. Marketingkonzeption der Hotel- und Gaststättenwirtschaft für die Seniorenzielgruppe 60plus 63
4.1 Definitionen 63
4.2 Einordnung der Hotel- und Gaststättenwirtschaft in das Gesamtsystem Tourismus 64
4.3 Hotelmarketing als Dienstleistungsmarketing 65
4.4 Marketingziele 67
4.5 Marketingstrategien 68
4.5.1 Marktbearbeitungsstrategien 68
4.5.2 Marktstimulierungsstrategien 71
4.6 Seniorenspezifische Produktpolitik 72
4.6.1 Grundlagen der Produktpolitik 72
4.6.2 Angebotserstellung 73
4.6.2.1 Grundlagen der Leistungsgestaltung 73
4.6.2.2 Standortentscheidung 76
4.6.2.3 Beherbergungsleistung 77
4.6.2.4 Verpflegungsleistung 81
4.6.2.5 Persönliche Dienstleistung
4.6.2.6 Zusatzleistungen 83
4.6.2.7 Pauschalangebote 85
4.6.3 Klassifizierung 86
4.7 Seniorenspezifische Kommunikationspolitik 87
4.7.1 Grundlagen der Kommunikationspolitik 87
4.7.2 Integrationsmarketing vs. speziellem Seniorenmarketing 88
4.7.3 Anforderungen 89
4.7.4 Instrumente der Kommunikationspolitik 93
4.7.4.1 Corporate Identity 93
4.7.4.2 Massenmediawerbung 94
4.7.4.3 Hotelprospekt 97
4.7.4.4 Hotelführer und Gastgeberverzeichnisse 98
4.7.4.5 Internetauftritt 99
4.7.4.6 Direktwerbung 101
4.7.4.7 Mund-zu-Mund-Werbung 104
4.7.4.8 Verkaufsförderung 105
4.7.4.9 Public Relations 108
5. Seniorenspezifische Angebotsbeispiele 110
5.1 Kooperation 50plus Hotels Österreich 110
5.1.1 Das Unternehmen 111
5.1.2 Marketingstrategie 111
5.2 Gütesiegel 50plus Hotels Deutschland 112
5.2.1 Das Unternehmen 112
5.2.2 Marketingstrategie 113
5.3 TUI Club Elan 114
5.3.1 Das Unternehmen 114
5.3.2 Marketingstrategie 114
5.4 Ergänzende Aspekte 116
6. Schlussteil 119
6.1 Empirische Erhebung zur Entwicklung eines 60plus Servicekataloges 119
6.1.1 Zielsetzung 119
6.1.2 Methodische Vorgehensweise 119
6.1.3 Erhebungsergebnisse 121
6.1.4 Kriterien eines 60plus Servicekataloges 127
6.2 Beispiele für Seniorenangebote 130
6.3 Zusammenfassende Schlussbetrachtung 134
Literaturverzeichnis 137
Anhang 149
Erklärung über die selbstständige Anfertigung der Diplomarbeit 170

Inhaltsverzeichnis:

Gliederung 2
Abbildungsverzeichnis 5
Tabellenverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 8
1. Einleitung 9
1.1 Allgemeine Einführung und Problemstellung 9
1.2 Aufbau der Arbeit 11
2. Abgrenzung der Seniorenzielgruppe 60plus 12
2.1 Definitionen und Begriffsabgrenzung 12
2.2 Altersmäßige Dreiteilung der Senioren 14
3. Situationsanalyse der deutschen Seniorenzielgruppe 60plus 16
3.1 Demographie Deutschlands 16
3.1.1 Definition 16
3.1.2 Faktoren zur demographischen Entwicklung 16
3.1.2.1 Geburtenrate 17
3.1.2.2 Lebenserwartung 18
3.1.2.3 Migration 19
3.1.3 Bevölkerungsanzahl, Altersaufbau und Überalterung 20
3.2 Sozioökonomische Faktoren 23
3.2.1 Finanzielle Situation 23
3.2.1.1 Einkommensverhältnisse 23
3.2.1.2 Vermögenssituation 25
3.2.2 Familienstand und Haushaltsstruktur 28
3.2.3 Bildung 31
3.2.4 Konsumverhalten 33
3.2.5 Freizeitverhalten 34
3.3 Psychographische Faktoren 37
3.3.1 Wertewandel 37
3.3.2 Bedürfnisse
3.3.3 Charakteristika des Alterns 40
3.3.3.1 Altersbilder 40
3.3.3.2 Physische Veränderungen 41
3.3.3.3 Psychische Leistungsfähigkeit 44
3.4 Touristische Nachfrage 46
3.4.1 Urlaubsreiseintensität, Urlaubsreisende und Reisehäufigkeit 46
3.4.2 Reisesaison, Reiseausgaben und Reisedauer 50
3.4.3 Urlaubsmotive, Urlaubsreisearten und Urlaubsaktivitäten 51
3.4.4 Reiseziele, Verkehrsmittel und Unterkunftsform 53
3.4.5 Reiseorganisation und Reisebegleitung 55
3.4.6 Trends im Reiseverhalten zukünftiger Senioren 57
3.5 Zusammenfassende Darstellung 61
4. Marketingkonzeption der Hotel- und Gaststättenwirtschaft für die Seniorenzielgruppe 60plus 63
4.1 Definitionen 63
4.2 Einordnung der Hotel- und Gaststättenwirtschaft in das Gesamtsystem Tourismus 64
4.3 Hotelmarketing als Dienstleistungsmarketing 65
4.4 Marketingziele 67
4.5 Marketingstrategien 68
4.5.1 Marktbearbeitungsstrategien 68
4.5.2 Marktstimulierungsstrategien 71
4.6 Seniorenspezifische Produktpolitik 72
4.6.1 Grundlagen der Produktpolitik 72
4.6.2 Angebotserstellung 73
4.6.2.1 Grundlagen der Leistungsgestaltung 73
4.6.2.2 Standortentscheidung 76
4.6.2.3 Beherbergungsleistung 77
4.6.2.4 Verpflegungsleistung 81
4.6.2.5 Persönliche Dienstleistung
4.6.2.6 Zusatzleistungen 83
4.6.2.7 Pauschalangebote 85
4.6.3 Klassifizierung 86
4.7 Seniorenspezifische Kommunikationspolitik 87
4.7.1 Grundlagen der Kommunikationspolitik 87
4.7.2 Integrationsmarketing vs. speziellem Seniorenmarketing 88
4.7.3 Anforderungen 89
4.7.4 Instrumente der Kommunikationspolitik 93
4.7.4.1 Corporate Identity 93
4.7.4.2 Massenmediawerbung 94
4.7.4.3 Hotelprospekt 97
4.7.4.4 Hotelführer und Gastgeberverzeichnisse 98
4.7.4.5 Internetauftritt 99
4.7.4.6 Direktwerbung 101
4.7.4.7 Mund-zu-Mund-Werbung 104
4.7.4.8 Verkaufsförderung 105
4.7.4.9 Public Relations 108
5. Seniorenspezifische Angebotsbeispiele 110
5.1 Kooperation 50plus Hotels Österreich 110
5.1.1 Das Unternehmen 111
5.1.2 Marketingstrategie 111
5.2 Gütesiegel 50plus Hotels Deutschland 112
5.2.1 Das Unternehmen 112
5.2.2 Marketingstrategie 113
5.3 TUI Club Elan 114
5.3.1 Das Unternehmen 114
5.3.2 Marketingstrategie 114
5.4 Ergänzende Aspekte 116
6. Schlussteil 119
6.1 Empirische Erhebung zur Entwicklung eines 60plus Servicekataloges 119
6.1.1 Zielsetzung 119
6.1.2 Methodische Vorgehensweise 119
6.1.3 Erhebungsergebnisse 121
6.1.4 Kriterien eines 60plus Servicekataloges 127
6.2 Beispiele für Seniorenangebote 130
6.3 Zusammenfassende Schlussbetrachtung 134
Literaturverzeichnis 137
Anhang 149
Erklärung über die selbstständige Anfertigung der Diplomarbeit 170

Textprobe:

Kapitel 4.3, Hotelmarketing als Dienstleistungsmarketing:

Die Hotelunternehmung wird vom Statistischen Bundesamt in der Systematisierung der Wirtschaftzweige dem Dienstleistungssektor zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgt aufgrund der Tatsache, dass Sachgüter wie z.B. Tische, Geschirr oder Gläser mit Dienstleistungen kombiniert werden und keine selbstständigen Absatzleistungen darstellen.

„Dienstleistungen sind selbstständige, marktfähige Leistungen, die mit der Bereitstellung und/oder dem Einsatz von Leistungsfähigkeiten verbunden sind (Potentialorientierung). Interne und externe Faktoren werden im Rahmen des Erstellungsprozesses kombiniert (Prozessorientierung). Die Faktorenkombination des Dienstleistungsanbieters wird mit dem Ziel eingesetzt, an den externen Faktoren, an Menschen oder deren Objekten, nutzenstiftende Wirkungen zu erzielen (Ergebnisorientierung)“.

Aus diesem Dienstleistungscharakter der gastgewerblichen Leistungen resultieren Konsequenzen für alle Funktionsbereiche eines Hotels, die die Hotelleitung kennen sollte, um ihr Unternehmen erfolgreich zu führen.

Im folgenden werden die Merkmale und die dazu gehörigen Konsequenzen von Dienstleistungen aufgezeigt.

Immaterialität:

Dienstleistungen wie z.B. eine Urlaubsreise sind nicht greifbar. Der Kunde kann diese häufig erst nach Inanspruchnahme beurteilen. Das Marketing muss versuchen, die geistige Vorstellungskraft des Kunden anzusprechen und in ihm ein positives, subjektives Bild der Dienstleistung, sowie Vertrauen aufzubauen.

Weiterhin resultiert aus der Immaterialität die Nicht-Lagerfähigkeit und die Nicht-Transportfähigkeit. Mit ersterem ist ein hohes Absatzrisiko verbunden. Dieses Risiko wird u.a. durch Preisdifferenzierung und weiteren Instrumenten der Preispolitik begrenzt. Aus der Nicht-Transportfähigkeit resultiert Standortgebundenheit, d.h. das Hotel kann nicht zum Gast kommen, sondern der Gast muss zum Hotel kommen, wodurch die Standortwahl für Hotels von größter strategischer Bedeutung ist.

Integration des externen Faktors:

Die Integration des externen Faktors (in der Hotel- und Gaststättenwirtschaft i.d.R. der Gast) ist dadurch gekennzeichnet, dass der Gast eine Doppelfunktion besitzt. Er ist sowohl Konsument als auch durch seine Anwesenheit und sein eigenes, individuelles Verhalten gleichzeitig Co-Produzent. Hierdurch kommt dem Interaktionsprozess zwischen den Menschen eine hohe Bedeutung zu. Für die Mitarbeiter eines Hotels wird deshalb eine hohe fachliche und soziale Kompetenz vorausgesetzt.

Der externe Faktor weist verschiedene Verhaltensweisen auf. Daraus entsteht eine heterogene Nachfrage einhergehend mit einer Standardisierungsproblematik. Das Marketing kann diese Problembereiche durch gezieltes Zielgruppenmarketing, differenzierte Nachfrageanalysen sowie einer organisatorischen Optimierung der standardisierbaren Teilleistungen mindern.

Uno Actu-Prinzip:

Bei Dienstleistungen finden Konsum und Produktion zur gleichen Zeit statt. Gastgewerbliche Leistungen können nur erbracht werden, wenn der Gast anwesend ist, der sie gleichzeitig oder direkt anschließend verbraucht. Diese zeitliche Synchronisation erfordert eine Null-Fehler-Produktion, da die Korrektur von Fehlern kaum möglich ist.

Kapitel 4.4, Marketingziele:

Marketingziele definieren die vom jeweiligen Hotelunternehmen angestrebten Soll-Zustände und geben Ausgangspunkte für die schlüssige Ableitung von Marketingstrategien und dem Marketing-Mix wieder. Marketingziele werden nach ökonomischen (quantitativen) und psychographischen (qualitativen) Zielsetzungen, die sich in wechselseitiger Beziehung zueinander befinden, differenziert. Beispiele für ökonomische Ziele sind Umsatz, Kosten, Rentabilität, Marktanteile etc. für psychographische Ziele wiederum Image, Bekanntheitsgrad, Kundenzufriedenheit, Gästeverhalten etc.

Neben den oben genannten grundsätzlichen Marketingzielen verfolgt die Hotel- und Gaststättenwirtschaft im Seniorenmarkt insbesondere folgende Ziele:

- Image des Alters in der Gesellschaft zu verbessern.

- Nichtreisende Senioren zum Reisen animieren.

- Feststellung der besonderen Charakteristiken, Bedarfe etc. der jetzigen und zukünftigen Seniorengeneration, um langfristig erfolgreich zu sein.

- Profilierung und Schaffung von Akzeptanz bei den Senioren.

- Optimierung des eigenen Angebots für Senioren.

Arbeit zitieren:
Matthiessen, Kerstin August 2007: Senioren in der Hotel- und Gaststättenwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Tourismus, Zielgruppe, Alter, 60plus, Hotel

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