Senior-Finance
Marketing- und Vertriebskonzept zur Erschließung des strategischen Geschäftsfeldes "Senioren" am Beispiel der Volksbank Bochum Witten eG
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Anja Kleimeyer, Thomas Schröter, Oliver Kleine, Martin Wagner
- Abgabedatum: Oktober 2004
- Umfang: 146 Seiten
- Dateigröße: 49,4 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Bankakademie e.V. Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8870-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8870-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8870-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Anja Kleimeyer, Thomas Schröter, Oliver Kleine, Martin Wagner Oktober 2004: Senior-Finance, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Senioren, 50 plus, Segmentierung, Senior-Finance, Strategie
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Diplomarbeit von Anja Kleimeyer, Thomas Schröter, Oliver Kleine, Martin Wagner
Zusammenfassung:
„Überalterung der Bevölkerung“, „steigende Lebenserwartung“, „Bevölkerungsrückgang“, „Pillenknick“, „alterungsbedingte Nachfrageverschiebungen“ - alle diese, zur Zeit häufig erörterten Begriffe, lassen sich zu einer Aussage verdichten: Für die Zukunft wird in Deutschland eine alternde Gesellschaft erwartet.
Aktuelle Diskussionen beinhalten Begriffe, wie z.B. „Erbengeneration“, „Silver Surfer“ oder „Best Ager“, die den Wertewandel der Senioren beschreiben. Die sparsame und ängstliche Vorkriegsgeneration wird mehr und mehr von der wohlhabenden, konsumorientierten Generation abgelöst. Gesundheit, gute Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie hohe Kommunikationsbereitschaft sind nur einige Eigenschaften, die diese Generation in sich vereint und die es in dieser Form zuvor nicht gegeben hat.
Einzelne Finanzdienstleister konzentrieren sich bereits seit geraumer Zeit auf die zielgerichtete Bearbeitung des Seniorenmarktes. Die Ideal-Versicherung bezeichnet sich z.B. bereits als „der kompetente Versicherungsspezialist für Senioren“. Das bisherige Ergebnis lässt sich sehen: „105.000 Verträge hat die Ideal an den alten Mann gebracht. Binnen fünf Jahren. Dieses Jahr sollen es weitere 40.000 sein. Die einzige Zielgruppe, die wächst, sind die Senioren (...) deshalb sind wir so erfolgreich“, so Rainer Jacobus von der Ideal-Versicherung.
Die aktuelle Kosten- und Ertragsschwäche veranlasst Kreditinstitute über neue Strategien nachzudenken. Sind Senioren jedoch wirklich eine so wichtige Zielgruppe für die Finanzdienstleistungsbranche? – Oder stellen sie ausschließlich eine Marktnische dar, die von der Ideal-Versicherung aktuell sehr erfolgreich bearbeitet wird?
Diese Diplomarbeit stellt die Folgen der viel diskutierten „alternden Gesellschaft“ am Beispiel einer mittelständischen Genossenschaftsbank im Ruhrgebiet - der Volksbank Bochum Witten eG - dar. Auf Basis von prognostizierten Marktveränderungen - Betrachtungen bis zum Jahr 2020 - und aufbauend auf umfangreiche Kunden- und Mitarbeiterbefragungen werden strategische Handlungsempfehlungen vorgestellt. Im Mittelpunkt steht hierbei die Darstellung eines innovativen Segmentierungsansatzes innerhalb des Geschäftsfeldes 50plus. Zudem wurde ein neuartiger Stufenplan zur systematischen Planung und Umsetzung von Veränderungsprozessen entwickelt, der sowohl die strategische als die operative Ebene berücksichtigt.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abkürzungsverzeichnis | II | |
| Abbildungs- und Tabellenverzeichnis | III | |
| Vorwort | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Zielsetzung dieser Diplomarbeit | 1 |
| 1.2 | Kurzporträt der Volksbank Bochum Witten eG | 2 |
| 1.3 | Aufbau der Diplomarbeit | 2 |
| 2. | Umweltanalyse | 3 |
| 2.1 | Demografische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland | 3 |
| 2.2 | Ursachenbeschreibung | 3 |
| 2.3 | Demografische Entwicklung im Geschäftsgebiet der Volksbank Bochum Witten | 4 |
| 2.4 | Gründe für die Entwicklungsprognose im Geschäftsgebiet | 5 |
| 2.5 | Einkommens- und Vermögenssituation der Privathaushalte | 5 |
| 2.6 | Auswirkungen auf die Volksbank Bochum Witten eG | 7 |
| 2.7 | Kritische Würdigung der Umweltanalyse | 7 |
| 3. | Theoretische Grundlagen | 8 |
| 3.1 | Strategisches Geschäftsfeld (SGF) | 8 |
| 3.2 | „Senior-Finance“ - Definition des strategischen Geschäftsfeldes | 8 |
| 3.3 | Strategische Erfolgsfaktoren | 9 |
| 3.3.1 | Definition der strategischen Erfolgsfaktoren | 9 |
| 3.3.2 | Strategische Erfolgsfaktoren im Bankgeschäft mit 50plus | 9 |
| 3.4 | Marktsegmentierung | 11 |
| 3.4.1 | Definition und Zielsetzung der Marktsegmentierung | 11 |
| 3.4.2 | Mögliche Segmentierungskriterien | 11 |
| 3.4.3 | Anforderungen an Segmentierungskriterien | 12 |
| 3.4.4 | Marktsegmentierung bei der Volksbank Bochum Witten eG | 12 |
| 3.4.5 | Segmentierung nach der Harvest Agers(r) Typenentwicklung | 13 |
| 3.5 | SWOT-Analyse | 15 |
| 3.5.1 | Portfolio-Analyse | 15 |
| 3.5.2 | „Marktanteil-Marktwachstum-Portfolio“ versus „Marktattraktivität-Wettbewerbsstärke-Portfolio“ | 16 |
| 3.5.3 | „Marktattraktivität-Wettbewerbsstärke-Portfolio“ | 16 |
| 3.5.4 | Positionierung des SGF 50plus in der Portfolio-Matrix und Ableitung von Normstrategien | 17 |
| 3.5.5 | Kritische Würdigung der Portfolio-Analyse | 18 |
| 3.5.6 | Fazit zur Portfolio-Analyse | 18 |
| 4. | Empirische Erhebungen | 19 |
| 4.1 | Befragter Personenkreis | 19 |
| 4.2 | Ziele der Untersuchungen | 19 |
| 4.3 | Beschreibungen der Untersuchungen | 20 |
| 4.3.1 | Kunden- und Mitarbeiterbefragung „Zufriedenheitsbarometer“ | 20 |
| 4.3.2 | Mitarbeiterbefragung Geschäftsfeldanalyse „Marktanalyse“ | 21 |
| 4.3.3 | Allgemeine Erläuterungen zur Befragung | 21 |
| 4.4 | Auswertung der empirischen Erhebungen | 22 |
| 4.4.1 | Auswertung des „Zufriedenheitsbarometers“ | 22 |
| 4.4.2 | Auswertung der „Marktanalyse“ | 28 |
| 5. | Strategisches Marketing- und Vertriebskonzept | 32 |
| 5.1 | Strategieformulierung | 32 |
| 5.2 | Segmentierung nach der Harvest Agers(r) Typologie | 36 |
| 5.3 | 7P- Ein Stufenplan zur systemischen Maßnahmenplanung und Umsetzung | 38 |
| 5.4 | Maßnahmen zur systematischen Erschließung des Geschäftsfeldes 50plus | 39 |
| 5.4.1 | SWOT-Profil der Volksbank Bochum Witten für das Geschäftsfeld 50plus | 39 |
| 5.4.2 | Erfolgsfaktoren im SGF 50plus und Investitionsempfehlungen | 40 |
| 5.5 | Umsetzung der Investitionsempfehlungen | 41 |
| 5.5.1 | Kurzfristige Maßnahmen | 43 |
| 5.5.2 | Mittelfristige Maßnahmen | 44 |
| 5.5.3 | Langfristige Maßnahmen | 45 |
| 5.6 | 7P in der Praxis | 46 |
| 5.6.1 | Bildung des 7P-Kreises | 46 |
| 5.6.2 | Durchführung von 7P | 47 |
| 6. | Fazit und Ausblick | 50 |
| Stichwortverzeichnis | ||
| Literaturverzeichnis | ||
| Anhang | ||
| Eidesstattliche Versicherung |
Vertriebsweg „allgemein“ Höchste Priorität hat für die befragten Kunden ein fester, persönlicher Berater. Eine gute telefonische Erreichbarkeit der Bankmitarbeiter ist für die Kunden der Volksbank Bochum Witten ebenfalls sehr bedeutsam. Diese Prioritäten sind sowohl der überwiegenden Zahl der Bankmitarbeiter als auch der gesamten Managementebene der Bank bewusst. Die aktuellen Öffnungszeiten werden von 50plus als angemessen bezeichnet. Fast die Hälfte der Befragten wünscht sich jedoch durchgehende Öffnungszeiten. Sowohl das Management als auch die Mitarbeiter des Betriebsbereiches haben diesen Wunsch erwartet. Dagegen sind nur 35% der Vertriebsmitarbeiter der Meinung, dass durchgehende Öffnungszeiten benötigt werden. Entgegen der Meinung des Vorstandes und der Prokuristen ist die Nachfrage nach Beratungen außerhalb der Öffnungszeiten bei der befragten Kundengruppe als gering einzustufen. [...]
Kundengruppe Themen wie „Erben und Vererben“, „Vermögensabsicherung bei Krankheit und Unfall“ oder „Finanz-, Rechts- und Steuerfragen“ nicht mit der Volksbank Bochum Witten verbindet. Insgesamt beurteilen die über 50jährigen Kunden die Beratungskompetenz der Mitarbeiter der Volksbank Bochum Witten durchweg positiv. Abweichend dazu trauen sowohl das Management, als auch die Mitarbeiter des Betriebsbereiches, den Vertriebsmitarbeitern bei „Finanz-, Rechts- und Steuerfragen“ eher keine kompetente Beratung zu. Auffällig ist zudem die teilweise uneinheitliche Bewertung der Beratungskompetenz durch die Managementebene. Die Hälfte dieser traut ihren Vertriebsmitarbeitern bei den Themen „Planung der Altersvorsorge“ und „Kapitalanlage in Wertpapieren“ eher keine kompetente Beratung zu. Dieses Ergebnis überrascht, da Beratungen zu diesen Themen wichtige Standardleistungen der Volksbank Bochum Witten darstellen. Eigenschaften von Anlageprodukten Die „Sicherheit“ ist den Befragten bei Geld- und Kapitalanlagen besonders wichtig. „Hohe Verzinsung“, „einfache Verwaltung“ und eine „gute Verständlichkeit“ stellen ebenfalls gefragte Eigenschaften von Vermögensanlagen dar. Während die Mitarbeiter im Vertrieb diese Ergebnisse erwartet haben, denkt ein Viertel der Managementebene, dass die Verzinsung den über 50jährigen Kunden weniger wichtig ist. Auch eine „jederzeitige Verfügbarkeit“ der Geldund Kapitalanlagen halten die Kunden für erforderlich. Der Einfluss von „steueroptimierten Geldanlagen“ wird von der Hälfte des Managements gering eingeschätzt. Den Kunden ist dieser Aspekt überwiegend wichtig. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die über 50jährigen Kunden sichere, leicht verständliche Anlageprodukte mit einer marktüblichen Verzinsung erwarten. Aktive Kundenansprache - Verbundprodukte Auffallend negativ fällt die Beurteilung der Aktivität der Vertriebsmitarbeiter in Bezug auf Verbundprodukte, wie Bausparen, Investmentfonds und Versicherungen, aus. 48% der befragten über 50jährigen Kunden der Volksbank Bochum Witten sind der Meinung, dass sie über diese Themen nicht regelmäßig informiert werden. Diese Tatsache scheint allerdings in der Bank bekannt zu sein. Für dreiviertel der Managementebene ist die Aktivität der Vertriebsmitarbeiter nicht ausreichend. Sogar rund 49% der Vertriebsmitarbeiter sind der Auffassung, dass sich ihre Kunden nicht regelmäßig über Verbundprodukte informiert fühlen. [...]
Beratungsbedarf Den über 50jährigen Kunden der Volksbank Bochum Witten sind Beratungen bezüglich „Geldund Kapitalanlagen“ am wichtigsten. Die Aussagen der Bankmitarbeiter und des Managements bestätigen, dass diese Priorität in der Bank bekannt ist. „Kapitalanlagen in Wertpapieren“, „Erben und Vererben“ und „Finanz-, Rechts- und Steuerfragen“ werden ebenfalls von den Kunden als wichtig eingestuft. Der Wunsch nach Beratungen zu „Kapitalanlagen in Wertpapieren“ stellt ebenfalls innerhalb der Bank keine Überraschung dar. Die Bedeutsamkeit von Beratungen zu den Themen „Erben und Vererben“ und „Finanz-, Rechts- und Steuerfragen“ wird aber sowohl von den Mitarbeitern als auch von den Führungskräften überschätzt. Beratungsgespräche bezüglich „Bausparen“ und „Krediten und Finanzierungen“ sind bei den befragten Kunden wenig gefragt. Dennoch wird die Wichtigkeit dieser Themen von den Bankmitarbeitern und insbesondere vom Management der Volkbank Bochum Witten unterschätzt. Informationsveranstaltungen zu „Nicht-Finanz-Themen“ werden von den über 50jährigen Kunden nicht gewünscht. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832488703
Arbeit zitieren:
Anja Kleimeyer, Thomas Schröter, Oliver Kleine, Martin Wagner Oktober 2004: Senior-Finance, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Senioren, 50 plus, Segmentierung, Senior-Finance, Strategie



