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Die Selbstreflexion in den Erziehungswissenschaften

Theoretische Auseinandersetzung und praktischer Versuch

Die Selbstreflexion in den Erziehungswissenschaften
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Hannelore Theis
  • Abgabedatum: Mai 1987
  • Umfang: 143 Seiten
  • Dateigröße: 8,9 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2945-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2945-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2945-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Theis, Hannelore Mai 1987: Die Selbstreflexion in den Erziehungswissenschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Subjektivität, Wissenschaftstheorie

Magisterarbeit von Hannelore Theis

Gang der Untersuchung:

Im ersten Teil der Arbeit erfolgt eine allgemeine Kritik an der angeblich objektiven Wissenschaft ; an Einzelbeispielen wird die Unerfüllbarkeit dieses Anspruchs exemplifiziert. These ist, dass konkretes Leben nicht in abstrakter Wissenschaft aufgeht und insofern naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden in der Wissenschaft vom Menschen fehl am Platze sind.

Dabei wird die Differenz zwischen subjektbezogener und „objektiver“ Wissenschaft herausgearbeitet: letztere vermag nicht die Schwierigkeiten, in denen das Konkrete steckt, aufzulösen, sondern scheitert an ihm. Es wird die These aufgestellt, dass sich konkrete Ergebnisse nur aus konkreten Beschreibungen gewinnen lassen.

Es schließt sich ein praktischer Selbstversuch zu zweit an, anhand dessen gezeigt werden soll, wie eng die Zusammenhänge zwischen der Wahl des wissenschaftliche Themas und der Art seiner Bearbeitung und der konkreten singulären Lebens- und Welterfahrung sind. Selbst in die unbedeutendsten Reaktionen und Einstellungen hinein bleibt der Mensch Kind seiner Geschichte. Nichts ist zufällig (wenn auch nicht bis ins Kleinste zurückzuverfolgen): kein Wunsch, keine Abneigung – alles fügt sich in die Entstehungsgeschichte der Person.

Es wird von der Grundannahme ausgegangen, dass es kein Verhalten und keine Einstellung gibt, die nichts enthüllt, d.h. auch Meinungen und Vorlieben sind nicht irreduzibel, sondern entzifferbar, lassen sich auf ihren Ursprung befragen.

Der Distanzierungsversuch der „objektiven“ Wissenschaft mündet in Selbsttäuschung, da es nach der Ausklammerung der subjektiven Welt zum Standpunktverlust kommt. Die Vernunft befindet sich immer in Abhängigkeit von der Faktizität, sie besteht nicht in einem Raum jenseits des realen Lebens.

Die Kontradiktion Theorie-Praxis wird als obsolet zurückgewiesen, da das Seinsverhältnis ein immer schon bestehendes ist.

Inhaltsverzeichnis:

1. Vorwort 1
2. Vorwort 2
A. THEORETISCHE AUSEINANDERSETZUNG MIT DEM THEMA SELBSTREFLEXION 4
1. Einleitung 4
2. Die „objektive“ Wissenschaft: Eine Kritik 12
2.1 Die Verdinglichung des Menschen 12
2.2 Beispiel I: Die Grundposition von Polanyi in „personal knowledge“ 18
2.3 Beispiel II: Die Selbstkonzept-Forschung 21
2.4 Die Folge: Der Verlust des Gegenstandes 25
3. Die divergierenden Wirklichkeitsauffassungen von „objektiver" und subjektbezogener Wissenschaft 27
4. Die Selbstreflexion in den Handlungswissenschaften: Diskussion einiger Aspekte 31
4.1 Die erziehungs-praktische Relevanz 31
4.2 Der Dialog 34
4.3 Subjektivität als Mythos: Ein Beispiel 37
4.4 Der wissenschaftliche Ansatz von G. Schiek: Versuch einer Abgrenzung 41
B. KONKRETER VERSUCH EINER SELBSTREFLEXION 64
1. Ein Dialog 64
2. Auswertung des Dialogs 99
2.1 Der erste Eindruck 99
2.2 Der Anspruch und seine Realistation 100
2.3 Versuch der Analyse des Dialogs 110
2.3.1 Gerda 111
2.3.2 Hannelore 120
C. SCHLUSSBEMERKUNG 129
Anmerkungen 132
Bibliographie 136

Arbeit zitieren:
Theis, Hannelore Mai 1987: Die Selbstreflexion in den Erziehungswissenschaften, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Subjektivität, Wissenschaftstheorie

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