Selbstmanagement
Eine Darstellung der Grundlagen unter vergleichender Berücksichtigung französischer und deutscher Kulturaspekte
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Uta Schmidt
- Abgabedatum: September 2002
- Umfang: 73 Seiten
- Dateigröße: 527,8 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6350-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6350-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6350-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schmidt, Uta September 2002: Selbstmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Zeitmanagement, Motivation, Kommunikation, Selbstbestimmung, Planung
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Diplomarbeit von Uta Schmidt
Einleitung:
Ziel dieser Arbeit ist es, die Grundzüge des Selbstmanagements darzustellen, wobei sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede im Selbstmanagementprozess zwischen Frankreich und Deutschland herauszuarbeiten sind. Die Darstellung erfolgt als einheitlicher Ansatz: wird kein expliziter Vergleich vorgenommen, so kann die Herkunft der jeweiligen Teile jedoch an jeder Stelle im Text anhand der dokumentierenden Quellenangaben nachvollzogen werden.
Nach einer Einführung in das Thema befasse ich mich im Hauptteil mit den einzelnen Komponenten des Selbstmanagements. Zu diesen zählt zunächst einmal das Zeitmanagement, welches bereits an sich ein sehr umfangreiches Themengebiet darstellt und ohne welches Selbstmanagement nicht denkbar wäre. Das Konzept des Selbstmanagement geht jedoch weit über reines Zeitmanagement hinaus, es umfasst darüber hinaus auch folgende Bereiche, die teilweise eigene Forschungszwecke bilden: Selbstwertschätzung, Selbstmotivation, Selbstkonditionierung, Tatendrang, Beziehungsmanagement und Wahrung der eigenen Balance.
Nach den Teilschritten Zielsetzung, Planung und Umsetzung vorzugehen empfiehlt sich nicht nur für ein effektives Zeitmanagement, sondern ebenso für die anderen Bestandteile des Selbstmanagements. Um Redundanz zu vermeiden werden sie jedoch lediglich einmal, nämlich im Rahmen des Zeitmanagements unter den Punkten 2.1.2, 2.1.3 und 2.1.4, dargestellt. Die Arbeit endet mit einer Zusammenfassung.
Mein Interesse für die Ausarbeitung dieses Themas wurde durch die Vorlesung „Internationales Personalmanagement“ geweckt, in welcher gemäß des Ansatzes ‚Bevor Sie andere führen können, müssen Sie sich erst einmal selbst sich selbst managen können!’ u.a. Zeitmanagement behandelt wurde. Den Impuls, Selbstmanagement unter vergleichender Berücksichtigung französischer und deutscher Kulturaspekte zu betrachten, gab mein Professor Dr. Gregor Bräutigam (Leiter o.g. Veranstaltung). Aufgrund der internationalen Ausrichtung meines Studienganges sowie des einen Jahres, das ich an einer französischen Grande Ecole (ICN = Institut Commercial de Nancy) verbrachte, nahm ich diese Anregung jedoch gerne an.
Inhaltsverzeichnis:
| Darstellungsverzeichnis | I | |
| Vorwort | II | |
| 1. | Einführung | 1 |
| 1.1 | Begriffsklärungen | 1 |
| 1.1.1 | Selbstmanagement | 1 |
| 1.1.2 | Kultur | 3 |
| 1.2 | Zweck des Selbstmanagements | 4 |
| 1.3 | Werte des Selbstmanagements | 4 |
| 2. | Komponenten des Selbstmanagements | 7 |
| 2.1 | Zeitmanagement | 7 |
| 2.1.1 | Einführung ins Zeitmanagement | 7 |
| 2.1.2 | Zielsetzung | 9 |
| 2.1.3 | Planung | 12 |
| 2.1.4 | Umsetzung | 21 |
| 2.2 | Weitere Komponenten | 31 |
| 2.2.1 | Selbstwertschätzung | 31 |
| 2.2.2 | Selbstmotivation | 32 |
| 2.2.3 | Selbstkonditionierung | 36 |
| 2.2.4 | Tatendrang | 45 |
| 2.2.5 | Beziehungsmanagement | 51 |
| 2.2.6 | Balance | 57 |
| 3. | Zusammenfassung | 63 |
| Literaturverzeichnis | 67 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 69 |
Um seine Motivation zu ergründen, muss man sich seiner Erwartungen bewusst werden, denn sie sind der Motor der Motivation.150 Da gibt es zunächst einmal bereits erfüllte Erwartungen, sie bilden das eigene Erfolgskapital. Hierzu zählt alles, was man jemals wollte und bereits realisiert hat. Die gegenwärtigen Erwartungen bilden den Antriebsmotor, sie bringen einen derzeit voran. Daneben gibt es einige Erwartungen, die, ob freiwillig oder nicht, aufgegeben werden mussten. Um sich zügig etwas anderem zuwenden zu können ist es wichtig, das eigene Aufgeben zu akzeptieren. Ist man dazu nicht fähig, sind Frustrationen, Versagen und Depressionen häufig die Folge. Schließlich gibt es noch latente Erwartungen. Sie sind einem noch nicht bewusst und stellen somit die zukünftigen Projekte und Ziele dar. Ist man sich über seine Erwartungen in den einzelnen Bereichen (Familie, Freunde, Beruf, persönliche Projekte etc.) im Klaren, gilt es, unter ihnen auszuwählen und sie zu planen. Nachfolgend werden einige Techniken der Selbstmotivation dargestellt: 1) Imagination nutzen151 Wer täglich seine Vorstellungskraft nutzt kann dadurch seine Motivation stärken und effizienter handeln. 2) Erfolgstagebuch führen152 Kurzfristig, d.h., für einige Wochen allabendlich die großen und kleinen Erfolge des Tages zu notieren erleichtert die positive Wahrnehmung des Erlebten und hebt die Stimmung, da man sich so seiner Erfolge noch einmal richtig bewusst wird. 3) Prinzip der ersten vier Minuten153 In der französischen Literatur findet sich der Ratschlag, Energie und Motivation in die ersten vier Minuten jeder Unternehmung (Tagesanfang, Erscheinen im Büro, Besprechung etc. ) zu investieren, da von ihnen meist der weitere Verlauf der Situation abhängt. 4) Tag mit Erfolgserlebnis beginnen154 Wer seinen Tag so häufig wie möglich, doch besonders Tage mit geringer Motivation, mit Aufgaben beginnt, deren Gelingen sehr wahrscheinlich ist, verschafft sich dadurch ein Er- [...]
2.2.2 Selbstmotivation Selbstmotivation ist eine Geisteshaltung, die von der Hypothese ausgeht, jeder Einzelne besäße in sich Ressourcen, welche ihm die Erreichung seiner Ziele ermöglichen.143 Sie bezeichnet vor allem die innere Kraft, eine optimistische Einstellung gegenüber den Ereignissen zu gewinnen sowie positive Gefühle zu entwickeln, die einen zum Handeln und vor allem zum Durchhalten antreiben. Sich selbst zu motivieren bedeutet zunächst einmal, sich überhaupt das Recht erfolgreich zu sein, zuzugestehen und sich von der Möglichkeit des eigenen Erfolgs zu überzeugen. Vorraussetzung hierfür ist ein gutes Selbstbild,144 denn motivieren kann sich nur, wer sich positiv wahrnimmt und mit Verständnis und Wohlwollen sich selbst gegenüber handelt. Die Verantwortung für die Motivation liegt dabei bei jedem Einzelnen: jeder muss sein eigener Motivator sein, denn darauf zu warten, von anderen motiviert zu werden, hieße, sich in Abhängigkeit zu begeben und der Gefahr der Manipulation auszusetzen.145 Sich selbst zu motivieren hingegen heißt, das Gefühl, Kontrolle über die positiven wie negativen Geschehnisse im Leben zu haben, zu stärken, denn die stärkste Motivation und dauerhafter Erfolg werden durch die Ansicht genährt, selbst für sich verantwortlich zu sein. Selbstmotivation bedeutet weiterhin, Erfolg in erster Linie für sich selbst, nicht für andere, anzustreben und getreu dem Motto ‚Von nichts kommt nichts.’ bereit zu sein, dafür Anstrengungen auf sich zu nehmen.146 Jemand der hochmotiviert ist, handelt jedoch nicht aus Pflichtgefühl, sondern er unternimmt diese Anstrengungen gerne, wissend, dass ihn dies der Erreichung seiner Ziele unvermeidlich näher bringt. Da die Motivation von der jeweiligen Aufgabe abhängt, wobei die intrinsische Motivation meist nachhaltiger wirkt als die extrinsische, ist die richtige Wahl der Ziele die beste Möglichkeit, sich selbst zu motivieren.147 Denn oft entwickelt man enorme Energie und Tatkraft, wenn man etwas nur wirklich will und vieles ergibt sich fast wie von selbst.148 Da das ‚Warum’ häufig einen größeren Anreiz darstellt als das Ziel selbst, „liegt die Kunst der Selbstmotivation darin zu wissen, warum man etwas tut – und in der festen Überzeugung, es schaffen zu können“. Wahre Motivation äußert sich dabei meist erst in Krisenzeiten, in denen es Versagen und Frustrationen durchzustehen gilt, denn solange alles gut läuft, ist es nicht schwer, hochmotiviert zu sein.149 [...]
sind ohne sie nicht möglich.141 Da man selbst die Person ist, mit der man im Leben die meiste Zeit verbringt (Proximitätseffekt), hieße sich selbst nicht genügend wertzuschätzen, ständig mit einem Kritiker, einem unerbittlichen Herabsetzer und Verleumder, nämlich sich selbst, zu leben. Darüber hinaus verhält man sich anderen gegenüber genauso wie gegenüber sich selbst. So nimmt die eigene Wertschätzung direkten Einfluss auf die Art zu leben und auf die Beziehungen zu anderen. Denn nur wer zufrieden ist mit dem, was er ist, kann andere dauerhaft schätzen und im Gegenzug von diesen geschätzt werden. Permanentes Kritisieren anderer ist eines der bedeutendsten Zeichen für ein schlechtes Selbstbild. Andere herabzusetzen, um sich selbst überlegen zu fühlen oder andere größer zu machen als sie sind, um sich selbst als unterlegen wahrzunehmen, sind die zwei Seiten desselben Mechanismus, der seinen Ursprung in mangelnder Selbstakzeptanz hat. Sich selbst wertzuschätzen bedeutet, sich als einzigartiges Wesen wahrzunehmen: es gab nie und wird nie jemanden geben, der über dieselbe äußere Erscheinung und dieselbe Persönlichkeit verfügt wie man selbst. Sich zu schätzen heißt daher, Beleidigungen zurückzuweisen, Unterwürfigkeit sowie passiven Gehorsam zu verweigern und sich nicht niedermachen zu lassen, ob durch andere oder sich selbst. Des Weiteren beinhaltet die eigene Wertzuschätzung, sich so zu akzeptieren, wie man ist. Man muss klar zwischen seinen Handlungen (was man tut) und seiner Person (was man ist) differenzieren können. Hierzu gehört auch, sich seine Fehler, die man unvermeidbarerweise begeht, zu verzeihen. Zwar kann man auch erfolgreich sein, indem man sehr hart zu sich selbst ist und sich nichts durchgehen lässt, doch zahlt man dafür meist einen hohen Preis, ob physischer (langsame Verschlechterung des allgemeinen Zustandes), psychologischer (Beschädigung des Selbstwertgefühls) oder sozialer (die Mitmenschen tendieren dazu, sich von solchen Leuten zu distanzieren) Art.142 Sich wertzuschätzen bedeutet auch, sich selbst als erste und letzte Ressource zu betrachten. Verlöre man von einem Tag auf den anderen Geld, Haus, Auto, Job, Familie, Freunde etc., also wirklich alles, so blieben einem noch immer zwei Dinge, mit denen all dies rekonstruierbar ist, nämlich ein funktionstüchtiger Körper und ein mit Daten, Programmen und Wissen gefülltes Gehirn. Doch um sich ertragreich arbeiten lassen zu können muss man sich zunächst einmal selbst respektieren und schätzen. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832463502
Arbeit zitieren:
Schmidt, Uta September 2002: Selbstmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Zeitmanagement, Motivation, Kommunikation, Selbstbestimmung, Planung



