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Selbstkontrolle im Internet - Die Regulierung von Internet-Inhalten durch Filter- und Rating-Systeme, mit Fokus auf ein Konzept der Bertelsmann-Stiftung

Selbstkontrolle im Internet - Die Regulierung von Internet-Inhalten durch Filter- und Rating-Systeme, mit Fokus auf ein Konzept der Bertelsmann-Stiftung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bettina Goebel
  • Abgabedatum: März 2001
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 5,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4226-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4226-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4226-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Goebel, Bettina März 2001: Selbstkontrolle im Internet - Die Regulierung von Internet-Inhalten durch Filter- und Rating-Systeme, mit Fokus auf ein Konzept der Bertelsmann-Stiftung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Selbstregulierung, Internet, Jugendschutz, Filter, Rating-System

Diplomarbeit von Bettina Goebel

Einleitung:

Die zunehmende Verbreitung von jugendgefährdenden und illegalen Inhalten über das Internet erfordert einen neuen Ansatz des Jugendmedienschutzes, sowohl in technischer wie auch in organisatorischer Hinsicht. Selbstregulatorische Konzepte, ähnlich der FSK, scheinen hier ein geeigneter Ansatz. Auf der technischen Seite stellt sich die Frage, ob Filterprogramme das geeignete Mittel zur Lösung des Problems sind.

Die Bertelsmann-Stiftung hat 1999 zusammen mit Experten in einem Forschungsprojekt ein Gesamtkonzept zum Umgang mit problematischen Internet-Inhalten durch Selbstregulierung ausgearbeitet. Darin enthalten ist die Entwicklung eines Systems zur Bewertung und Filterung von Internet-Inhalten durch die Internet Content Rating Association (ICRA).

Diese Arbeit gibt einen Einblick in rechtliche, wirtschaftliche, gesellschaftspolitische und technische Aspekte der Thematik und setzt sich kritisch mit Filtertechnologien und dem Konzept der ICRA auseinander, z.B. anhand von Fragen wie: Sind Filter effektiv genug, um einen ausreichenden Jugendschutz zu gewährleisten? Ist die Filterung auf der Basis von Self-Rating ein realistisches Modell? Können Filter die Informationsfreiheit gefährden?

In Teil 1 werden Grundlagen der Thematik erarbeitet. Dazu gehören eine Einführung in das Konzept der Selbstregulierung und das Problem der Anwendung auf das Internet, ein Überblick über die derzeitige Praxis der Medienselbstkontrolle und die Erläuterung des rechtlichen Hintergrundes. In Teil 2 wird das Grundprinzip von Filter- und Ratingsystemen sowie gängige Filtertechniken beschrieben, europäische Initativen zur Selbstkontrolle von Internet-Inhalten kurz vorgestellt, das Konzept der Bertelsmann-Stiftung einschließlich des Filtersystems der ICRA ausführlich erläutert, ferner die technische Funktionsweise von PICS-basierten Rating-Systemen. Teil 3 sammelt die Argumente von Kritikern und diskutiert diese bezüglich der Mängel, Wirksamkeit und Risiken von Filterung. Anhand der Ergebnisse wird das Filterkonzept abschließend bewertet.

Inhaltsverzeichnis:

TEIL 1
0. Einleitung
1. Der Handlungsbedarf
2. Erläuterung zentraler Begriffe
2.1 Selbstregulierung und Selbstkontrolle
2.2 Internet
2.3 Provider
3. Selbstregulierung im Internet
3.1 Wie kann das Internet sich selbst regulieren?
3.2 Die »Tradition« der Selbstregulierung im Internet
3.3 Perspektiven der Selbstregulierung
4. Grenzen staatlicher Regulierung
4.1 Allgemeiner Sachverhalt
4.2 Gescheiterte Gesetzesvorhaben in den USA
4.2.1 Communications Decency Act (CDA)
4.2.2 Child Online Protection Act (COPA)
5. Organisationen der Selbstkontrolle
6. Jugendmedienschutz in Deutschland: Freiwillige Selbstkontrolle und staatliche Kontrolle
6.1 Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK)
6.2 Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF)
6.3 Der Presserat
6.4 Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS)
6.6 Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)
6.7 Jugendschutz.net
7. Die Inhalte: legal oder illegal? Die rechtliche Lage
7.1 Die deutsche Gesetzeslage
7.2 Die Bestimmung jugendgefährdender oder rechtswidriger Inhalte auf internationaler Ebene
7.3 Strafverfolgung und Filtersysteme
8. Die Verantwortlichkeit der Provider
TEIL 2
9. Filter- und Rating-Systeme – Instrumente der Inhaltskontrolle
9.1 Das Prinzip von Filter- und Ratingsystemen
9.2 Das RSACi-Bewertungssystem
9.3 Andere Filtertechniken
9.3.1 Automatische Filterung mit Hilfe von Schlüsselwörtern (Keyword-Blocking)
9.3.2 Website-Blocking mittels Negativ- und Positivlisten
9.4 Weitere Einsatzmöglichkeiten von Filtersystemen
9.4.1 Positive Inhaltsauswahl
9.4.2 Sperrungen auf höherer Ebene
9.5 Filter- und Ratingsysteme in den USA
10. Gängige Filtersysteme und ihre Mängel
11. Verfolgung und Filterung von Kommunikation in Chatrooms und Newsgroups
11.1 Newsgroups
11.2 Internet Relay Chat
11.3 Das Problem der Identifikation von Urhebern, Inhalten und Nutzern
11.4 Möglichkeiten und Schwierigkeiten bei der Strafverfolgung
11.5 Die Schwierigkeit, Kommunikation in Chatrooms und Newsgroups zu bewerten und zu filtern
12. Europäische Initiativen zur Kontrolle von Internet-Inhalten
12.1 Der EU-Aktionsplan zur Förderung der sicheren Nutzung des Internet
12.2 Projekte im Rahmen des EU-Aktionsplans
12.2.1 INCORE – Internet Content Rating for Europe
12.2.2 Das ICRAsafe Projekt
12.2.3 INHOPE – Internet Hotline Providers in Europe Association
13. Das Konzept der Bertelsmann-Stiftung
13.1 Die Bertelsmann-Stiftung
13.2 Das Projekt »Selbstregulierung im Internet«
13.3 Die Internet Content Rating Association (ICRA)
13.4 Das Konzept (Einführung)
13.5 Rating (Bewertung) – Das Schichtkuchenmodell von Balkin
13.6 Der ICRA-Rating-Fragebogen
13.7 Filterung
13.7.1 Anforderungen an das Filtersystem
13.7.2 Der ICRA-Filter – Benutzeroberfläche und Filtereinstellungen
13.8 Die Rolle der Nutzer
13.9 Die Rolle der Internet-Industrie: Schaffung von Selbstregulierungsorganisationen und Ausarbeitung von Verhaltenskodizes
13.10 Die Aufgaben der Hotlines
13.11 Die Rolle des Staates
13.12 Strafverfolgung
14. Filterung: der technische Hintergrund
14.1 PICS (Platform for Internet Content Selection)
14.2 Labelling
14.2.1 Methoden
14.2.2 Labelling durch den Website-Autor
14.2.3 Beispiel für ein PICS-Label
14.2.4 Updates und Digitale Signatur
TEIL 3
15. Kritik
15.1 Die Kritiker
15.2 Der Zensurvorwurf
15.3 PICS als Werkzeug zur Ausübung von Zensur?
15.4 Technische Schwächen des Filtersystems
15.4.1 Labelling: das Problem der dynamischen Inhalte
15.4.2 Das »Update-Problem«
15.4.3 Weitere Nachteile
15.5 Das Rating-Problem
15.6 Die Abhängigkeit von Kooperationsbereitschaft der Content-Anbieter
15.7 Das Erreichen der »Kritischen Masse«
15.8 Wie groß sind Kontrollmöglichkeiten und Einfluss des Nutzers wirklich?
15.9 Weitere Kritikpunkte
15.9.1 Werden die Eltern das Filtersystem annehmen und nutzen?
15.9.2 Kritik an der Beteiligung des BKA
15.9.3 Kritik an der Zusammenarbeit von Providern, Hotlines und Polizei
15.9.4 Risiken von Selbstregulierungssystemen
15.10 Was passiert, wenn sich ein Filtersystem durchsetzt?
15.11 Wird das Internet durch Ratingsysteme zu einem kommerziellen, homogenen Medium?
15.12 Das Zusammenwirken von Suchmaschinen und PICS-kompatiblen Ratingsystemen
15.13 Grundsätzliche Kritik am Ansatz, Internet-Inhalte durch Filter regulieren zu wollen
16. Resümee
16.1 Problemlösungen durch das Rating-/ Filterkonzept
16.2 Zusammenfassung der Kritikpunkte
16.3 Fazit
16.4 Ausblick

Arbeit zitieren:
Goebel, Bettina März 2001: Selbstkontrolle im Internet - Die Regulierung von Internet-Inhalten durch Filter- und Rating-Systeme, mit Fokus auf ein Konzept der Bertelsmann-Stiftung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Selbstregulierung, Internet, Jugendschutz, Filter, Rating-System

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