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Schwachstellenanalyse russischer Industriebetriebe in Hinsicht auf eine Zertifizierung nach DIN EN 9000ff.

Schwachstellenanalyse russischer Industriebetriebe in Hinsicht auf eine Zertifizierung nach DIN EN 9000ff.
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Silke Homeier
  • Abgabedatum: Juni 1998
  • Umfang: 195 Seiten
  • Dateigröße: 10,1 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Kassel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1460-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1460-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1460-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Homeier, Silke Juni 1998: Schwachstellenanalyse russischer Industriebetriebe in Hinsicht auf eine Zertifizierung nach DIN EN 9000ff., Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Schwachstellenanalyse, Qualitätssicherung, Rußland, ISO 9000

Diplomarbeit von Silke Homeier

Einleitung:

Rußland ist bei weitem nicht so schrecklich, wie es in den Medien immer wieder dargestellt wird.

Die Ausstattung der Betriebe mit technischen Einrichtungen ist oftmals überaltert. Im Regelfall findet man wenig Automatisation. Dadurch, daß die Betriebe lange Zeit in staatlicher Hand waren, fühlte sich niemand für die Pflege und Erhaltung der Anlagen und Gebäude verantwortlich. Es schien den Menschen egal zu sein, ob die Ausstattung instandgehalten oder heruntergewirtschaftet wird.

Ein wesentlicher Punkt, um den sich viele Probleme der russischen Wirtschaft drehen, ist das Geld. Aufgrund des chronischen Geldmangels der Betriebe gestaltet sich allein schon die Lieferantensuche schwieriger als im Westen.

Zunächst muß ein Lieferant gefunden werden, der das gewünschte Material liefern kann. Viele Materialarten sind in Rußland aufgrund fehlender Legierungsbestandteile nicht beschaffbar. Diese Materialien müssen im (westlichen) Ausland beschafft werden. Da die Betriebe nur über geringe Geldmittel verfügen, werden die Materialien innerhalb Rußlands über sogenannte „Gegengeschäfte“ beschafft. D.h. die Bezahlung erfolgt durch Produkte des kaufenden Betriebes. Benötigt ein Betrieb für eine Pumpe Gußteile, so wird der Gußlieferant mit einer fertigen Pumpe bezahlt. Dieser Weg über Tauschgeschäfte erfolgt normalerweise über mehrere Zwischenlieferanten.

Aufgrund des Geldmangels sind viele Betriebe dazu übergegangen, ihre Mitarbeiter mit Produkten des Betriebes zu bezahlen. Die Mitarbeiter machen ihren "Lohn" vor dem Werkstor zu Geld. Dabei sind natürlich Produkte aus dem Lebensmittelbereich leichter weiterzuverkaufen oder zu tauschen als z.B. Dieseleinspritzpumen oder Reifenpreßformen.

Nicht selten warten die Mitarbeiter ein Jahr auf ihren Lohn. Man fragt sich, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten oder die Wohnungsmiete bezahlen können.

Da elementare Lebensbedürfnisse nicht gestillt sind, fällt es den Menschen schwer, sich den Problemen der Betriebe zu stellen. Mit Einführung der Marktwirtschaft z.B. müssen Kunden selbst von den Betrieben akquiriert werden. Wie soll sich ein Mitarbeiter diesen Herausforderungen stellen, wenn er sich fragen muß, wie er die nächste Mahlzeit finanziert?

Trotz all dieser Schwierigkeiten - sowohl im betrieblichen als auch im privaten Bereich - sind die Menschen sehr herzlich. Die russische Gastfreundschaft läßt keine Wünsche offen. Das Wenige, was ihnen zur Verfügung steht, teilen Sie gern mit ihren Gästen.

Durch die vielen Vorurteile sollte man sich nicht abschrecken lassen und eine Reise nach Rußland wagen. Wer einmal das Land und die Menschen dieses Landes erlebt hat, wird sich zu diesem Land hingezogen fühlen.

Es bleibt zu hoffen, daß die westliche Wirtschaft verstärkt auf die russische Wirtschaft zugeht. Hier schlummert ein immenses Potential, daß es zu nutzen gilt. Dabei sollte Rußland nicht nur als Absatzmarkt verstanden werden, in dem Überproduktion an den Mann gebracht werden kann. Schon bestehende Kooperationen zwischen westlichen und russischen Betrieben zeigen, daß Rußland in vielen Bereichen als Lieferant Möglichkeiten bietet.

Inhaltsverzeichnis:

1. Zielsetzung und Durchführung 1
1.1 Die Idee 1
1.2 Kontaktanbahnung 1
1.3 Auf der Suche nach Geldern 2
1.4 Zielvereinbarungen 5
1.5 Die Einladung 7
1.6 Die Reise 9
1.7 Betriebsdatenerfassung in Jaroslawl 10
1.8 Die pädagogische Hochschule 12
1.9 Das dicke Ende 13
2. Stadt und Oblast Jaroslawl 15
2.1 Allgemeines 15
2.2 Stadtgeschichte 15
2.3 Verkehrsanbindung / Infrastruktur 16
2.4 Wirtschaft 16
3. Die Normfamilie ISO 9000 ff. 18
3.1 Aufbau und Elemente der Normreihe 18
3.2 Der Weg zur Zertifizierung 21
3.3 Qualitätspolitik 23
3.4 Zertifizierungsbestrebungen der russischen Betriebe 24
3.5 Umsetzungsschwierigkeiten 25
4. Betriebsdatenerhebungsphase 26
4.1 Übersetzungsproblematik 26
4.2 Methoden zur Datenerhebung 28
4.2.1 Fragebogenmethode 28
4.2.2 Interviewmethode 29
5. Der Betrieb EMS 31
5.1 Produktpalette 31
5.2 Kundenstruktur 33
5.3 Selbstdarstellung 34
5.4 Aufbauorganisation 35
5.5 Organigramm 37
5.5.1 Legende zum Organigramm 38
5.6 Ausbildung / Qualifikation 39
5.7 Betriebsklima und Arbeitszeitregelung 40
5.8 Schwachstellen aus Betriebssicht 41
5.9 Firmenpolitik 43
5.9.1 Zertifizierungsschritte 43
5.9.2 Qualitätspolitik 46
5.10 Der Pilotbereich Kabine 47
5.10.1 Allgemeines 47
5.10.2 Kabinenfertigung 48
5.10.3 Bereichsbeschreibung 48
5.10.4 Flußplan 53
5.10.5 Originallayout 54
5.10.5.1 Maschinenausstattung 55
5.10.6 Organisation des Pilotbereichs 56
5.10.7 Geschäftsverlauf 58
5.11 Eindrücke und Anregungen 60
6. Der Betrieb JASDA 66
6.1 Produktpalette 66
6.2 Kundenstruktur 68
6.3 Selbstdarstellung 69
6.4 Aufbauorganisation 70
6.5 Organigramm 72
6.6 Ausbildung / Qualifikation 74
6.7 Betriebsklima und Arbeitszeitregelung 75
6.8 Schwachstellen aus Betriebssicht 77
6.9 Firmenpolitik 78
6.9.1 Zertifizierungsschritte 78
6.9.2 Qualitätspolitik 80
6.10 Der Pilotbereich Kleinserienfertigung 81
6.10.1 Allgemeines 81
6.10.2 Aufbau der Kleinserienabteilung 81
6.10.3 Bereichsbeschreibung 84
6.10.4 Materialfluß 88
6.10.5 Maschinenausstattung 90
6.10.6 Organisation des Pilotbereichs 90
6.10.7 Geschäftsverlauf 94
6.11 Eindrücke und Anregungen 97
7. Der Betrieb Jarpolymermasch 101
7.1 Produktpalette 101
7.2 Kundenstruktur 103
7.3 Selbstdarstellung 104
7.4 Aufbauorganisation 105
7.5 Organigramm 107
7.6 Ausbildung / Qualifikation 109
7.7 Betriebsklima und Arbeitszeitregelung 110
7.8 Schwachstellen aus Betriebssicht 111
7.9 Firmenpolitik 112
7.9.1 Zertifizierungsschritte 112
7.9.2 Qualitätspolitik 114
7.10 Der Pilotbereich Reifenpreßformen 117
7.10.1 Allgemeines 117
7.10.2 Aufbau der Preßformabteilung 117
7.10.3 Bereichsbeschreibung 120
7.10.4 Materialfluß 122
7.10.5 Maschinenausstattung 126
7.10.6 Organisation des Pilotbereichs 126
7.10.7 Geschäftsverlauf 131
7.11 Eindrücke und Anregungen 132
8. Ausblick 136
9. Anhang 138
9.1 Fragebogen 138
9.2 Kontaktadressen 147
9.3 Wörterbuch 151
9.4 Literaturverzeichnis 181

Arbeit zitieren:
Homeier, Silke Juni 1998: Schwachstellenanalyse russischer Industriebetriebe in Hinsicht auf eine Zertifizierung nach DIN EN 9000ff., Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Schwachstellenanalyse, Qualitätssicherung, Rußland, ISO 9000

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